Würdelosigkeit quasi per Gesetz

Sozialabbau - Stempel, Symbolbild

(I. Hannemann) Eine Beamtin der Bundesagentur für Arbeit, inzwischen in Rente, berichtet von ihren Erfahrungen und Gedanken zu Hartz IV und deren Umsetzung. Schonungslos, ehrlich und direkt spricht sie die Problematiken an, die bis heute bestehen. So sind bis heute keine Änderungen im Konstrukt der Agenda 2010 zu erkennen. Es scheint, als würde die Ignoranz auf vielen Seiten die herrschende Gewalt sein. Eine Ignoranz, die den Sozialstaat zum Erziehungsstaat mutiert hat werden lassen. Eine Ignoranz, die das höchste Gut der Menschenwürde in den Gully versenkt und eine Ignoranz, welche den mündigen Bürger die Selbstfähigkeit zur Entscheidung entzieht.

Aus TAZ vom 29.08.2005 (man achte auf die Jahreszahl)

Sie haben angedeutet, dass Sie zahllose schlechte Erfahrungen seit der Einführung von Hartz IV gemacht haben?” Frau K. sagt heftig: “Nein, ich mache nicht zahllose, ich mache vor allem eine grundsätzliche, hässliche Erfahrung, und das ist die der Würdelosigkeit. Die ist quasi schon per Gesetz so angelegt und zusätzlich wird sie dann noch durch schlecht qualifizierte Kollegen verschärft. Dem Arbeitslosen ist seine Würde aberkannt worden …“ (…)

Mehr dazu unter: TAZ

noch 4022 Wörter …

„Macht ausüben macht immer Spaß, Macht ist Sex. Der kleine Bürokrat muss sich gewissermaßen auch mit kleinen Portionen der Lust zufrieden geben, und an denen klammert er ja oft, das heißt, er spielt gerade dort seine Macht aus, wo es besonders überflüssig ist, wo es eigentlich um gar nichts weiter geht.“

Kulturwissenschaftlicher Hartmut Böhme aus „Angst vor der Krake Verwaltung“ – Bayern 2 – Nachtstudio



Kategorien:Arbeitsmarktpolitik, Bundesagentur für Arbeit, Jobcenter

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129 replies

  1. Wertlosigkeit, oder aber, wie schafft es ein Staat Mio Menschen in HartzIv zu ferchen, ohne das sie bemerken,das die Gesellschaft es schaffte, sich selbst als wertlos zu empfinden.
    Sanktionen sind dagegen ein Nichts, denn der Verlust an Selbstachtung,Selbstwertgefühl erfolgt schleichend und ist durch kein Gesetze wieder gut zu machen, vor allem bei den Kindern nicht!!
    Psychische Vernichtung ist leise, wann wird man Verbrannte beneiden, weil sie es schneller hinter sich hatten, denn Deutschland ist wieder auf dem Weg Richtung Vernichtung und wieder bleiben alle verharrend stehen ,wie ein Kanichen vor der Schlange!

    http://www.nachrichtenspiegel.de/2014/01/22/erfahrungen-eines-leistungstraegers-mit-hartz-iv-und-sozialstaat/

  2. Die Manipulation des Monats: Atypische Beschäftigung drängt normale Arbeitsverhältnisse nicht zurück?

    Wie die Bertelsmann Stiftung mit Hilfe des „Instituts zur Zukunft der Arbeit“ (IZA) die Öffentlichkeit mal wieder über die Auswirkungen der Agenda-„Reformen“ an der Nase herumführen und die Leitmedien willige Erfüllungsgehilfen sind.
    Selbst die traurigen Befunde eines neoliberalen Think-Tanks werden in Jubelmeldungen umgedeutet. Statt „Atypische Beschäftigung drängt normale Arbeitsverhältnisse nicht zurück“ müsste es nämlich heißen: Atypische Beschäftigung steigt erheblich schneller als Normalarbeitsverhältnisse. Oder: Jede/r Vierte ist inzwischen atypisch beschäftigt und jede/r Fünfte Vollbeschäftigte arbeitet für einen Lohn an der Armutsgrenze. Berichte über solche Tatsachen finden sich in unseren Medien so gut wie gar nicht. Von Wolfgang Lieb.
    http://www.nachdenkseiten.de/?p=20443

  3. Ich schaue mir gerade die Statistiken auf arbeitsagentur.de an, z.b. den Punkt „Sanktionen“, unten die Excel-Datei:

    http://statistik.arbeitsagentur.de/nn_31998/SiteGlobals/Forms/Rubrikensuche/Rubrikensuche_Form.html?view=processForm&resourceId=210368&input_=&pageLocale=de&topicId=17712&year_month=aktuell&year_month.GROUP=1&search=Suchen

    Im Reiter „Glossar“ werden dann bestimmte Begriffe erläutert. Zum einen verstehe ich nicht, warum dort immer nur von „Absenkung des Regelbedarfes“ die Rede ist.

    Der letzte Satz „Bei wiederholter Pflichtverletzung können Sanktionen von bis zu 100% der Regelbedarf verhängt werden.“ stimmt ja so nicht bzw. ist so nicht vollständig, da es „von bis zu 100% des Regelbedarfes + Unterkunft und Heizung“ heißen müsste.
    Bis 60% sind es Kürzungen des Regelbedarfes, aber darüber hinaus wird 100% des Gesamtbezuges gekürzt.

    Zum anderen steht in der Auflistung der Gründe: „- sich weigert, eine Eingliederungsvereinbarung abzuschließen …“. Sollte doch seit Jahren nicht mehr möglich sein.

    Ist das Glossar einfach derart veraltet? Falsch ist es auf jeden Fall. Naja, im folgenden Link stehts wieder richtig:

    http://statistik.arbeitsagentur.de/nn_332484/Statischer-Content/Grundlagen/Methodische-Hinweise/Grundsicherung-MethHinweise/Sanktionen.html

  4. Die Weiterbildungsindustrie .MDR :Die Weiterbildungsindustrie http://www.mdr.de/exakt/die-story/weiterbildungsindustrie104.html

    Geschäfte mit dubiosen Maßnahmen

    Weiterbildung gilt als Geheimwaffe gegen Arbeitslosigkeit. Jahr für Jahr fließen Milliarden an Steuergeldern in diverse Trainings- und Umschulungsmaßnahmen. Doch wann sind Weiterbildungen wirklich sinnvoll und was ist die Alternative? „Exakt – Die Story“ schaut hinter die Kulissen der Weiterbildungsindustrie, spricht mit Betroffenen, Experten und Insidern über Sinnlosmaßnahmen und Mogelpackungen.

    • Ah, mein Thema 🙂 Ich war in Hamburg-Hammerbrook in einer Schulung. Tiefergehende Java-Kenntnisse für erfahrene Softwareentwickler. Ich erhielt 90 Minuten Unterricht pro Tag. Zusammengepfercht in einem kleinen Raum mit drei weiteren Schülern. Alle mit unterschiedlichen Kursen. Alle mit Kopfhörer und Dozenten in virtuellen Chat-Räumen. Nach den 90 Minuten Unterricht herrschte in meinem Kurs dann unbetreute Anwesenheitspflicht bis 16 Uhr. Ich wurde krank dadurch. Fühlte mich wie im Knast. Wie entführt. Abgefüttert wie eine Stopfgans. Auch total aufgekratzt durch die Atmosphäre von insgesamt vier verschiedenen Kursen in meinem Raum und einer noch viel größeren Menge an Betroffenen im Gebäude, die mir während der Anwesenheitspflicht permanent und eindrucksvoll ihr Leid über die Zustände in dieser Schulungsfirma klagten.
      Ich nahm mir einen Anwalt, um aus der Hölle herauszukommen. Das gelang. Kurze Zeit später erhielt ich eine Teilnahmebestätigung. Diese sagte aus, ich hätte an 720 Stunden Unterricht teilgenommen. Vier Monate lang. Stimmt nicht. Ich hatte nur sechs Wochen lang teilgenommen. Ich musste das regeln. So eine dreiste Lüge kann ich ja nicht in meine Bewerbungsuterlagen aufnehmen. Ich forderte wahrheitsgemäße Unterlagen. Forderte auch, dass Ergebnisse der Lernerfolgskontrollen (die gar nicht stattfanden vom Dozenten-Duo) in die Bestätigung aufgenommen werden. Ich erhielt die Bestätigung. Diesmal stimmte der Zeitraum. Woher die aber die Benotung „sehr gut“ genommen haben, ist mir bis heute ein Rätsel. Ich vermute mal, die wurde vom Dozenten frei nach Schnauze aus der Hüfte geschossen.
      Wiederum einen Zeitraum später erhielt ich Nachweise zu dieser Schulung durch die Bundesagentur für Arbeit. Daran lässt sich ablesen, dass die Schulungsfirma den vollen Betrag für vier Monate mit täglich acht Stunden Unterricht erhalten hat. Obwohl ich dort nur sechs Wochen lang täglich 90 Minuten Unterricht bekam. Von mir selbst forderte man Fahrkosten zurück. Das war berechtigt, es hatte eine Überzahlung stattgefunden.

      • Ja ,sowas nennt man Betrug ! So werden Gelder zum Fenster hinausgeworfen ! Man kann sich nur noch fremdschämen für diese Land !

  5. Demokratie in Gefahr! Nein zur gesetzlichen Regelung der Tarifeinheit und zur Einschränkung des Streikrechts
    „Wir protestieren dagegen, dass der DGB-Vorsitzende Michael Sommer die Pläne der großen Koalition zur „Wiedereinführung der Tarifeinheit“ unterstützt und fordern alle Einzelgewerkschaften sowie den DGB auf,
    a) sich eindeutig gegen die Pläne zu positionieren
    b) Widerstand gegen jegliche Einschränkung des Streikrechts anzukündigen
    c) sich in dieser Frage nicht spalten zu lassen und stattdessen mit den Nicht-DGB-Gewerkschaften an einem Strang zu ziehen…“ Stellungnahme des Netzwerkes für eine kämpferische und demokratische ver.di (pdf) http://www.netzwerk-verdi.de/fileadm…on20140125.pdf

    b) Gewerkschafter gegen »Tarifeinheit«. Linke Aktivisten wollen Anti-Streik-Gesetz der Bundesregierung verhindern

    „Der Konflikt um das Streikrecht rückt erneut in den Vordergrund.
    Nachdem Union und SPD in ihrer Koalitionsvereinbarung erklärt haben, die sogenannte Tarifeinheit gesetzlich festschreiben zu wollen, formiert sich Widerstand gegen das Vorhaben. Am Sonntag trafen sich rund 35 Vertreter aus verschiedenen Einzelgewerkschaften, anarchosyndikalistischen Organisationen, politischen Gruppen und der Partei Die Linke in Kassel, um entsprechende Aktivitäten vorzubereiten…“ Artikel von Daniel Behruzi aus der jungen Welt vom
    28.01.2014
    LabourNet Germany: Treffpunkt für Ungehorsame, mit und ohne Job, basisnah, gesellschaftskritisch » Gewerkschafter gegen »Tarifeinheit«. Linke Aktivisten wollen Anti-Streik-Gesetz der Bundesregierung verhindern
    Siehe dazu auch unser Dossier: Initiative „Hände weg vom Streikrecht“
    LabourNet Germany: Treffpunkt für Ungehorsame, mit und ohne Job, basisnah, gesellschaftskritisch » Initiative “Hände weg vom Streikrecht”

  6. Betrugsmasche: Jobcenter sind oft juristisch nicht existent

    Auszug:
    „Jobcenter – viele haben keine Zulassung
    Wer nicht Sozialhilfe im Sinne des SGB XII bezieht und noch arbeitsfähig ist, muss also zum Jobcenter.
    … doch auch das Jobcenter, das in Wahrheit eine Abspaltung der Bundesagentur für Arbeit ist, benötigt eine Zulassung. Doch die meisten Städte haben keine. Eigentlich hat so gar keine Großstadt eine.“

    zum ganzen Artikel geht es hier:

    http://www.neopresse.com/politik/dach/betrugsmasche-jobcenter-sind-oft-juristisch-nicht-existent/

    • @Rosi,

      das ist ja wirklich „ein dickes Ding“!
      Tatsächlich sind keine Großstädte genannt.
      In Sachen „Optionskommune“ hat es diesen Monat eine mündliche Verhandlung vor dem
      Bundesverfassungsgericht gegeben:
      http://www.bundesverfassungsgericht.de/pressemitteilungen/bvg13-064
      Eine Entscheidung wurde bis dato nicht bekannt gegeben.
      Hoffentlich nimmt sich ein Jurist einmal dieser Sache an.

      • @Tanguero

        Es geht mal wieder nur um die Finanzen, nicht wirklich um die Erwerbslosen.

        BVerfG über Optionskommunen
        Hartz IV selbst machen

        Auszug:
        „Der Landkreis Südwestpfalz/Pirmasens, der bereits als Optionskommune zugelassen ist, klagte gegen einen anderen Punkt der Reform. Er stört sich daran, dass der Bund die Finanzen der Optionskommunen kontrolliert. „Wenn wir so etwas zulassen, hat das fundamentale Auswirkungen auf den Bundesstaat“, kritisierte Anwalt Ewer. Die Kommunen seien schließlich Teil der Bundesländer, eine direkte Kontrolle durch den Bund sei ein Systembruch.

        Anreize für sparsames Haushalten

        Die Bundesregierung will hierauf aber nicht verzichten. „Wir geben pro Jahr 6,7 Milliarden Euro an die Optionskommunen, das ist ohne eine Finanzkontrolle unvorstellbar“, erklärte Arbeits-Staatssekretär Thorben Albrecht (SPD). Es müsse schließlich Anreize für sparsames Haushalten geben. Ein Finanzkontrolleur des Bundes berichtete zum Beispiel über eine Kommune, die dem dem Leiter des Jobcenters 200 000 Euro Jahresgehalt zahlen wollte. „Das haben wir beanstandet, seitdem wird wieder wie im öffentlichen Dienst bezahlt.“

        Quelle:

        http://www.taz.de/!131088/

    • @Rosi, @all,

      “Jobcenter – viele haben keine Zulassung“

      Könnte man daraus ableiten, dass ein VA erlassen von einem solchen „Jobcenter ohne Zulassung“ ebenfalls juristisch unwirksam ist?

      • @H.-W.,

        die Antwort auf diese Frage würde mich auch brennend interessieren!

        • Das habe ich dazu gefunden:
          §6 SGB II Träger der Grundsicherung:
          „(3) Die Länder Berlin, Bremen und Hamburg werden ermächtigt, die Vorschriften dieses Gesetzes über die Zuständigkeit von Behörden für die Grundsicherung für Arbeitsuchende dem besonderen Verwaltungsaufbau ihrer Länder anzupassen.“

      • @H.-W.

        Meine Logik sagt eindeutig „ja“. Ich würde beim Widerspruch gegen einen VA mit meinen Anwalt den Tatbestand abklären und darauf bestehen es u. a. in die Begründung mit aufzunehmen.

        Mein Jobcenter ist eine zugelassene Optionskommune, das habe ich gleich nachgeschaut.

      • @H.-W.

        Natürlich hat die Nichtzulassung rechtliche Konsequenzen, auch im Bezug auf jeden Bescheid dieser Institutionen.

  7. Ich habe hier für mich ein Problem, was sie nicht direkt auf das Thema bezieht.
    Vielleicht kann ich ja eine Antwort bekommen.

    Ein Arbeitgeber/Personaldienstleister sucht sich in der Jobbörse einen für Ihn
    geeigneten Bewerber heraus. Dort gibt es eine Auswahl „Nachricht an Bewerber“
    Der Berwerber ist in dieser Übersicht anonymisiert.
    Meine Vermutung ist das dann ein automatisiertes Schreiben an den Bewerber generiert
    und versendet wird. Ich habe so ein Schreiben erhalten.

    Das Schreiben lautet dann mit Titel

    Ein Arbeitgeber möchte Sie auf seine Stelle aufmerksam machen

    Sehr geehrter Herr XXX

    der Arbeitgeber XXX hat aufgrund der Veröffentlichung Ihres Bewerberprofils in der JOBBÖRSE
    folgende Nachricht für Sie hinterlegt.

    Sehr geehrter Bewerber/in

    der Arbeitgeber XXX ist aufgrund der Veröffentlichung Ihres Bewerberprofils in der JOBBÖRSE an einer Bewerbung
    von Ihnen interessiert.

    Das entsprechende Stellenangebot können Sie über den „Link zum Stellenangebot“ aufrufen. Dort erfahren
    Sie auch die Kontaktdaten des Arbeitgebers sowie die gewünschte Art der Bewerbung.
    Sollten Sie weitere Informationen zum Anliegen des Arbeitgebers wünschen, setzen Sie sich bitte direkt mit
    diesem in Verbindung.

    Viel Erfolg bei Ihren Bemühungen!

    Mit freundlichen Grüßen

    Ihr Team JOBBÖRSE

    Hinweis: Dies ist eine durch die JOBÖRSE der Bundesagentur für Arbeit automatisch erzeugt Nachricht. Dem Arbeitgeber wurden Ihre Kontaktdaten nicht bekannt gegeben.

    Anlage: Beschreibung des Stellenagbotes
    ES WURDE KEINE RECHTSFOLGEBELEHRUNG BEIGEFÜGT!

    Meine Frage:
    – Muß man sich auf solche Vorschläge bewerben
    – Was kann es für Folgen haben wenn man sich nicht bewirbt
    – Wird von der BA/JOBBÖRSE kontrolliert ob man sich beworben hat
    – Kann/wird der Arbeitgeben Rückmeldungen an die BA geben

    Es wäre sehr nett wenn ich über dieses Problem eine Antwort bekommen könnte.

    • @Heinrich

      Ohne Beifügung der Rechtsfolgebelehrung ist Dir die Bewerbung freigestellt und es darf nicht sanktioniert werden. Ist jedenfalls bei mir so.

      LG Rosi

      • Nach einiger Überlegung sehe ich es eigentlich auch so, bin mit aber nicht sicher.

        Schön wäre es wenn mit Frau Hannemann dazu eine Antwort geben könnte, da Sie ja
        möglicherweise den Vorgang eines „Nachricht an Bewerber“ kennt.

        Dank im Voraus.

        Heinrich

  8. Studie: Arbeitslosengeld wird Ausnahme
    Immer mehr Menschen landen bei Arbeitslosigkeit direkt bei Harz IV. Das geht aus einer Studie der Universität Duisburg-Essen hervor, die am Dienstag (28.01.2014) veröffentlicht wurde.

    http://www1.wdr.de/themen/infokompakt/nachrichten/nrwkompakt/nrwkompakt24624.html

  9. Merkels Regierungserklärung
    „Im Zweifel für den Menschen“???

    „“Wir tragen maßgeblich dazu bei, dass die europäische Staatsschuldenkrise überwunden werden kann“, sagte sie. Deutschland gehe es so gut wie lange nicht mehr. Es gebe die höchste Beschäftigung seit der Wiedervereinigung. „Von der sozialen Marktwirtschaft als Auslaufmodell spricht keiner mehr.“
    „Dies sei Ausdruck gelebter sozialer Marktwirtschaft.“

    Diese „Aussagen“ zeigen deutlich das verklärte (neoliberale) Bild der „sozialen Marktwirtschaft“, die mit „sozial“ ja nicht mehr das Geringste zu tun hat!

  10. Psychisch krank – früher in Rente
    http://www.tagesschau.de/inland/fruehrentner100.html

    Das eine der Hauptursachen, nämlich die „Agenda 2010“, nicht genannt wird,
    aber auch, dass diese bei den „Empfängern“ für ebensolche Auswirkungen „sorgt“,
    wird natürlich von den „öffentlich-rechtlichen“ mal wieder bewusst verschwiegen!

    • Wer mit 60 aus dem Arbeitsleben geworfen wird, ist mit Krankschreibung besser dran als mit H4. Und auch deswegen steigen die Krankheitszahlen.

      Selbst der Knast, also der geschlossene Strafvollzug, ist würdevoller als H4, der offene Strafvollzug (Die Bezeichnung von H4 als offenem Strafvollzug stammt von Götz Werner).

  11. Sehr geehrter Herr [DELETED],

    zu meiner Schulzeit in den 80er Jahren hat man mir auf dem Gymnasium viel beigebracht über Mechanismen totalitärer Systeme und die daraus resultierte Form unserer grundlegenden Rechte, welche wir als unveräußerlich betrachten. Auch hielt man mich stets zu intellektuellem Widerstand und aktiver Anteilnahme bezüglich des damals brennenden Rassentrennungsproblems in Südafrika an.
    Angesichts der sich nun schon seit Langem auftürmenden und sehr bedenklichen Vorkommnisse im Bereich der Umsetzung der Agenda 2010 in unserem Land, welche mich erschüttert zurücklassen und aus niederstem Instinkt begangen werden, nämlich einem Neid auf Armut, möchte ich Ihnen heute all dieses Wissen zurückgeben. Es hat keinen Wert mehr für mich.
    Ich habe mal ein wenig recherchiert und gerechnet. Als 1949 das Grundgesetz in Kraft trat, waren Sie neun Jahre alt. Wie alle Kinder Ihres Alters wussten Sie die Tragweite einer solchen Vereinbarung sicherlich noch nicht zu erfassen. Aber Ihre Eltern und Großeltern konnten das für Sie.
    Mein Großvater mütterlicherseits war bei der Marine. Meine gesamte Familie stammt aus Kiel. Mein anderer Großvater hatte dort bei Hagenuk gearbeitet. Einfache Familien. Meine Eltern haben mich stark sozialdemokratisch geprägt erzogen. Als Helmut Schmidt einmal bei uns in der schleswig-holsteinischen Kleinstadt nahe Hamburg auf Tour kam, in die meine Eltern mit uns Kindern in den 70er Jahren gezogen waren, bin ich noch sehr klein gewesen. Ich erinnere mich nur daran, wie einer seiner Sicherheitsleute mich um Nadel und Faden für eine Hose gebeten hatte. Das war bei uns zu Hause auf der Toilette. Als Kabarettist würde ich sagen, das ist meine erste Begegnung mit der Politik gewesen. Aber dafür ist das Thema eigentlich viel zu ernst.
    Ich bin jetzt 44 Jahre alt, von Beruf Softwareentwickler, und schon ein weites Stück gelaufen mit unserer Republik. Ich sehe mich mit ihr verwachsen und begreife mich als ein Teil von ihr. Und falls Sie meinen Wissensschatz aus der Schulzeit nicht behalten möchten, weil Sie ihn vielleicht als genau so wertvoll erachten wie ich meine Heimat, dann bitte ich Sie darum, genauer hinzuschauen und zu erkennen, dass ein Sanktionsmoratorium beim Arbeitslosengeld 2 zuallererst einmal von humanitärer Notwendigkeit ist fern aller parteipolitischen Inhalte und staatshaushaltlicher Abwägungen. Wir sind in eine Lage geraten, wo wir Menschen ein Existenzminimum verweigern und ihnen in diesem Prozess weniger Rechte zugestehen, als wir es bei Straftätern tun. Auch haben wir eine große Zahl an Angestellten, die erheblich darunter leiden, so mit ihren Mitbürgern umgehen zu müssen, es aus Sorge um den Verlust des eigenen Arbeitsplatzes dennoch tun.
    Ich schreibe Ihnen das, weil ich mir vorstellen kann, dass Ihnen bisher die Zeit dafür fehlte, sich umfassend an der Basis zu informieren. Es ist viel Material aufgelaufen. Es würde mich daher sehr freuen, wenn Sie dem weiteren Verlauf der Online Petition 46483 beim Deutschen Bundestag besondere Aufmerksamkeit zukommen lassen können.

    Mit freundlichen Grüßen
    [DELETED]

  12. Produktion von Parias (29.08.2005)

    Bericht aus den Eingeweiden der Arbeitsagentur

    http://www.taz.de/1/archiv/archiv/?dig=2005/08/29/a0180

    „Der Bismarck’sche Sozialversicherungsstaat wird (mittels Hartz IV) in einen Almosenstaat verwandelt, die sozialversicherten Arbeitslosen in ein Heer von Almosenempfängern und billigen Dienstleistungssklaven. Die können ja keinen ,sozialen Frieden‘ mehr gefährden.“

    Diese Frau hat schon damals ziemlich genau vorher gesehen, weshalb Hartz IV immer noch läuft und wohl auch in absehbarer Zeit keine sozialen Unruhen ausbrechen werden.

    „Nein, das (Hartz IV) ist staatlich verordnetes Vegetieren, jenseits vom normalen – noch normalen – gesellschaftlichen Leben. Was dabei herauskommt, ist die Produktion von Parias. Das ist dem Mittelstand und den gebildeten Schichten immer noch nicht klar, dass die Maßnahmen auch sie erfassen können, deshalb wundert mich eigentlich die Ruhe im Lande.“

    Die durch Hartz IV eingeleitete massive Entsolidarisierung innerhalb der mittleren und unteren Gesellschaftsschichten war damals so noch nicht absehbar. Auch die gezielte mediale Propaganda gegen Arbeitslose und für die angeblich notwendige und gerechte Arbeitsmarktreform steckte damals noch in den Kinderschuhen.
    Inzwischen werden alle vertretungslosen Bevölkerungsgruppen ohne nennenswerten Widerspruch im marktradikalen Sinne gegeneinander ausgespielt.
    Ein gezieltes und gemeinsames Vorgehen gegen Hartz IV scheitert seit dem regelmässig, weil die Gesellschaft inzwischen fast komplett entsolidarisiert ist. Das ist mMn schon ein Fall für kompetente Soziologen und Psychologen, denn solange dieses Problem innerhalb der Betroffenen nicht erkannt und behoben wird, kann die herrschende Klasse das System immer weiter ausbauen und verschärfen.
    Auch muss man sich nicht darüber wundern, dass die Köpfe der Bewegung im öffentlichen Raum keine Chance zur Aufklärung der breiten Masse haben, denn die Gegenseite hat, anders als die Betroffenen, immer tausende an psychologisch und sachlich sehr gut geschulten und erstklassig bezahlten „Experten“, die sie in die Meinungsschlachten schicken kann. Und wenn man mit geschickt verdrehten Fakten und Argumenten nicht weiter kommt, weil die Wagenknecht immer extrem gut vorbereitet ist und sachlich bleibt, haben diese Marktradikalen immer noch so willfährige und tumbe Blender wie den Lanz oder den Jörges, die dann versuchen, die Gegenseite in ihre Jauchegrube aus Scheinheiligkeit und schlechtem Benehmen hinein zu ziehen. Das hat in diesem Falle nicht geklappt, aber man sieht daran, das auch den „Öffentlich-Rechtlichen“ inzwischen jedes Mittel recht ist, eine verschwindende Opposition auch noch mundtot und unmöglich zu machen. Darüber sollten sich alle mal Gedanken machen, statt immer wieder nur über Ungerechtigkeiten zu jammern und sich gegenseitig in seiner Hilflosigkeit zu bestätigen…..

    • Ach…
      Die ÖR waren schon immer entscheidender Teil der Gehirnwäsche.

      “ Darüber sollten sich alle mal Gedanken machen, statt immer wieder nur über Ungerechtigkeiten zu jammern und sich gegenseitig in seiner Hilflosigkeit zu bestätigen…..“

      Du bist nicht der erste, der sich hier auf dieses „Roß“ setzen will.
      Was glaubst du, mit wem du es hier zu tun hast?

      • Fehlt noch ein:

        SCNR

      • ich brauche nicht glauben, ich kann ja lesen und sehen mit wem ich es wieder mal „zu tun habe“.

        Wieder mal nur Kleinstgrüppchenbildung von Leuten das hohe „Ross“, tot reiten, entweder weil sie nicht anders können oder weil sie daran ein Interesse haben.

        Tos
        29. Januar 2014 um 11:37
        „Ein gezieltes und gemeinsames Vorgehen gegen Hartz IV scheitert seit dem regelmässig, weil die Gesellschaft inzwischen fast komplett entsolidarisiert ist. Das ist mMn schon ein Fall für kompetente Soziologen und Psychologen, denn solange dieses Problem innerhalb der Betroffenen nicht erkannt und behoben wird, kann die herrschende Klasse das System immer weiter ausbauen und verschärfen.“

        Willst du das ernsthaft bestreiten?

  13. Erste Klageschrift eines Deutschen gegen Hartz IV vor den Europäischen Gerichtshof. Hier zu finden:
    http://savaran.wordpress.com/2012/10/31/united-nations-qualifizieren-hartz-iv-als-volkerrechtsbruch/

    • @Andi,

      das die Vereinten Nationen geantwortet haben (noch dazu in unserem Sinne), ist beachtenswert.
      Leider wird bezüglich der Klage/Beschwerde vor dem europäischen Gerichtshof keine Aussage über den Stand gemacht, die wahrscheinlich, wie bei meiner Beschwerde, einfach zurück gewiesen wurde, da erst der innerstaatliche Rechtsweg (Bundesverfassungsgericht) ausgeschöpft werden muss!

  14. Austrittsrede

    von Dagmar Henn

    Im kommenden Sommer ist es zehn Jahre her, dass die WASG gegründet wurde. Es schien ein Aufbruch und ein Aufbrechen; und dies war dringend nötig, die bundesdeutsche Linke aus dem Dornröschenschlaf zu wecken, in den sie seit 1989 verfallen war, als die Regierung Schröder mit ihren Hartz-Gesetzen ein Sozialstrafrecht in die Welt stieß, das zurück in die Zeit der Arbeitshäuser und Galeerensklaven wies. In den Anfängen sammelte sich eine vielfältige Mischung, und es hätte eine lebendige und wirkungsmächtige Partei werden können, die endlich die so dringend erforderliche Alternative zum Kapitalismus wieder zum gesellschaftlichen Thema macht.

    weiter:

    http://www.scharf-links.de/90.0.html?&tx_ttnews%5Btt_news%5D=42085&tx_ttnews%5BbackPid%5D=56&cHash=352418ce43

    • @schigo,

      dass „Die Linke“ als einzige Partei im Bundestag weiterhin die Abschaffung von Hartz IV fordert und somit
      die Behauptungen von einer Frau (die sich zudem nur auf Bayern bezieht) wohl nicht als „Allgemeingültig“ hingestellt werden können, dürfte wohl jedem klar sein!
      Ist Katja Kipping mit ihrem unermüdlichen Engagement gegen Hartz IV nicht das genaue Gegenbeispiel?

      Daher meine konkrete Frage an Dich:
      Was willst Du mit dem Bashing gegen „Die Linke“ erreichen?
      Welche Alternative gäbe es denn noch?

      • @Tanguero…..Ich denke es geht darum, aufzuzeigen das die Partei die Linke, nicht richtige „Linke“ sind, da sie ja in einer Partei sind. Einigen geht es sowieso nur darum, eben dies auf zuzeigen. „Richtige“ Linke sind also nicht in einer Partei, und deshalb „bessere“ Revolutionäre, weil Parteien ja nicht handeln sondern nur erzählen. Katja Kipping und überhaupt der Linken wird inzwischen mal wieder vorgeworfen, sich nur als Trittbrettfahrer für „ihre“ Ziele, gegen Hartz IV zu angagieren, wo zuvor kritisiert wurde, die Linke setzt sich nicht genug ein. Ich hörte auch Meinungen, die Linke haben sich nun Frau Hannemann „unter den Nagel gerissen“, um sie für ihre Ziele zu missbrauchen. Fragt man dann aber tiefer, kommt heraus, das man ja gern überhaupt keine Partei hätte die regiert….und nur darum gehts, der Glaube, wenn man keine Partei wählt, alle ignoriert, dann lösen sich angeblich alle Parteien in Luft auf, und allen gehts dann besser….

        • @Andi,

          Du hast es mal wieder richtig erfasst!
          Meckern ist und bleibt nun mal einfacher, als konkrete Vorschläge zu machen, geschweige denn,
          sie in Handlungen umzusetzen, wie es Inge, Katja und etliche andere tun.

      • @Tanguero,
        du scheinst jegliche Kritik an der Partei Die Linke als Bashing zu bezeichnen.
        Auf die Inhalte der Austrittsrede gehst du gar nicht erst ein.
        Typischer Beissreflex um jedes Gegenargument im Keim zu ersticken.

        • @Schigo,

          wenn es sich um berechtigte Kritik handeln würde. würde ich auch anders darauf eingehen.
          Da Du meine Fragen nicht beantwortest, scheinen auch Dir die geeigneten Argumente zu fehlen.

        • Kritik ist immer und überall berechtigt. Auch sollte Jeder seine Meinung sagen dürfen, ohne das sie gleich als Angriff gewertet wird. Nur durch Kritik, und eine konstruktive Auseinandersetzung damit, ändert sich etwas an den Zuständen. Das was du machst ist „Bashing“, falls dir das noch immer nicht aufgefallen sein sollte, und nicht die Kritiker sind am Stillstand schuld, sondern Leute wie du!

          Und schließlich bist du doch wohl nicht derjenige, der Kritik als berechtigt oder unberechtigt qualifizieren sollte, so handeln gemeinhin Extremisten und Diktatoren!

          • @Tos,

            es wäre hilfreich, wenn Du den angesprochenen benennen würdest 😉
            Meinst Du also mich, oder @Schigo ?

            • es wäre hilfreich, du würdest lesen, nachdenken und verstehen, bevor du schreibst

              • @Tos,

                danke für Deine nette „Belehrung“ und die konstruktive Auseinandersetzung.
                Ich unterscheide Kritik von unhaltbaren Unterstellungen, von denen der entsprechende Artikel nur so strotzt!
                Beispiel:“als gelegentlich auf SPD-Wahlkampfaktionen wie „Umfairteilen“ ein paar Linke-Fähnchen schwenken zu dürfen.“,
                ist wohl sehr fragwürdig , denn die Plattform „UmFAIRteilen“ ist bestimmt KEINE „SPD-Wahlkampfaktion“, sondern UNABHÄNGIG von Parteien.
                Auch dass „selbst Gysi in seiner Rede zur ‚NSA‘ eine lupenrein rechte Argumentation liefert“ kann wohl nur als Unterstellung angesehen werden
                Konstruktives ist erst recht nicht erkennbar.
                Und natürlich beurteile ich, ob eine Kritik berechtigt ist oder nicht, was Du mir als Extremist,
                bzw. Diktator auch nicht untersagen kannst!
                Auch ist fraglich, ob es die Meinung von @Schigo war, oder er einfach nur etwas übernommen hat.

      • Schigo,

        ich empfehle Dir dringend, die Rede von Gregor Gysi in Ruhe anzuhören (Link dazu wurde von
        @Streefighter gepostet: https://altonabloggt.wordpress.com/2014/01/26/wurdelosigkeit-quasi-per-gesetz/#comment-12817).
        Da wird all dem widersprochen, was die Frau Henn als Austrittsgrund benannt hat!

  15. Achtung!

    Wegen einer Software-Umstellung bei den Jobcentern könnte es im April zu Problemen bei der Auszahlung von Hartz-IV-Leistungen kommen. Betroffen seien vor allem die Ballungsräume und Großstädte, warnt Personalratschef Lehmensiek im Deutschlandfunk. Es gehe um vier Millionen Empfänger und deren Kinder.

    • @Mareile,

      danke für diesen aufschlussreichen Beitrag!
      Da zeigt sich wieder der gravierende Unterschied zwischen Anspruch und Wirklichkeit!
      Das dabei auch die tatsächlichen Zahlen und die hohen Krankenstände (nicht jedoch deren Ursachen)
      aufgezeigt werden, führt die BA und deren „Aussagen“ weiterhin Ad Absurdum!
      Die Unfähigkeiten der Vorstände und deren „falscher Blick“ auf die Tatsachen wird immer deutlicher
      und sollten daher, gerade in der Politik, unbedingt zu SOFORTIGEN Personaländerungen führen!

  16. Man hat just – nach zwei Abmahnungen – dem mutigen Marcel Kallwass gekündigt. Für die BA noch immer der einfachste Weg, mit Kritik umzugehen.

    http://kritischerkommilitone.wordpress.com/

    • Genauso wenig, wie man nicht ewig Hartz-IV-Menschen drangsalieren kann, ohne dass irgendwann das Fass überläuft, genauso wenig kann man die Missstände in der BA unter den Teppich kehren, indem man sich sämtlicher kritischer Mitarbeiter entledigt.

      Wenn ich in der BA-Führungsriege wäre, dann hätte ich doch gesagt: „Lasst dem jungen Mann (Marcel Kallwass) seinen Raum zum schimpfen, aber macht aus ihm, um Himmels Willen, keine zweite Inge Hannemann“.

      Dazu bedarf es aber einer gewissen Restintelligenz in der BA-Führung, und die scheint dort nicht mehr vorhanden zu sein. Ich frage mich, weshalb wir hunderttausende von arbeitslosen Akademikern in Deutschland haben, aber in der BA die Verantwortlichen offenbar alle den IQ eines Haushaltsschwamm besitzen?

      Vielleicht sollten wir uns aber über soviel Abwesenheit von Intelligenz in der BA auch einmal freuen.

      Die gegenwärtige BA-Führungsriege hat uns schließlich nicht nur eine „Hannemann“, sondern jetzt auch einen (ich entschuldige mich schon einmal im Voraus für den vulgären Ausdruck) ziemlich angepissten jungen Mann mit BA-Insiderwissen, der sicherlich jetzt erst recht den BA-Laden aufmischen wird, beschert.

      Danke, liebe BA.

    • Ich hoffe er legt Rechtsmittel ein!

    • Wenn ich persönlich an dessen Stelle wäre würde ich persönlich sofort einen Anwalt einschalten und dagegen vorgehen das mir so kurz vor dem Ende gekündigt wurde
      Und wenn er keinen guten hat und Kontakt zu Renate Hartwig noch hat durch den gemeinsamen Auftritt soll er doch mal Renate fragen,ob die ihm in seinem Bereich einen empfehlen kann, denn die kennt doch viele Leute

  17. Warum kommt dieser Bericht von Frau K. erst nach 10 Jahren an die Öffentlichkeit?

    Auszug aus dem Bericht von Frau K. :
    „Nein, das ist staatlich verordnetes Vegetieren, jenseits vom normalen – noch normalen – gesellschaftlichen Leben. […] Das ist dem Mittelstand und den gebildeten Schichten immer noch nicht klar, dass die Maßnahmen auch sie erfassen können, deshalb wundert mich eigentlich die Ruhe im Lande.“

    Diese Ruhe im Land wundert mich überhaupt nicht. Das ist ja auch ein Grund, weshalb ich auf die Einführung von Hartz-IV in Frankreich hoffe. Wie ich schon in einem anderen Kommentar geschrieben hatte: „Das wird sicherlich lustig, wenn in Paris die französischen Arbeitslosen dem Präsidenten zeigen, das in ihnen immer noch das Blut ihrer Vorfahren vom 14. Juli 1789 fließt. Vielleicht kommt dann der deutsche Hartzer auch aus seiner Lethargie heraus und steht am nächsten Tag endlich auf der Straße. Der Deutsche ist und war immer ein Duckmäuser, der sich erst gegen Unrecht zur Wehr setzt, wenn ihn ein anderer ermutigt und mitschleift.“

    Auszug aus dem Bericht von Frau K. :
    „Aber es gibt eben auch die andere Seite, die Kritischen, und das werden immer mehr nach dem ersten Schreck über den völligen Umbau der Bundesanstalt.“

    Mit diesen „Kritischen“ sind die Mitarbeiter der BA gemeint. Ich sehe das aber nicht, dass immer mehr BA-JC-Mitarbeiter sich gegen dieses Unrecht auflehnen. Wie könnten sie auch, wenn sie ihren Arbeitsplatz behalten möchten?
    Am Beispiel von Inge Hannemann (Suspendierung) und dem HdBA-Studenten Marcel Kallwass (Abmahnung) erkennt man aber gut, dass nicht nur die Hartz-IV-Empfänger unter der übermächtigen BA zu leiden haben, sondern dass die BA sich auch ihrer eigenen kritischen Mitarbeiter entledigt, sobald die sich Gedanken über unser Grundgesetz und geltende Menschenrechte machen. So kann man natürlich die anderen BA-JC-Mitarbeiter, die sich vielleicht auch über das grundgesetzwidrige Hartz-IV-System einmal Gedanken machen, schnell wieder auf „Linie“ bringen.

    Auszug aus dem Bericht von Frau K. :
    Achtzig Prozent der Arbeit, die wir täglich machen, geht in die Bewältigung von Verschlüsselung, in die Herstellung der Statistik! […]
    „Und so wird sie ganz automatisch zu einer Maschinerie des Betrugs und Selbstbetrugs. Mit einem riesigen Apparat an Personal, Material, Geld, Gebäuden, Kunden, Fragebögen, Akten kümmern wir uns energisch um die Verbesserung der Arbeitslosenstatistik. Was ja der reinste Wahnsinn ist, angesichts von inzwischen über sechs Millionen Arbeitslosen – also ich rechne über den Daumen gepeilt die herausgerechneten Arbeitslosen wieder mit rein. Solche Zahlen hatten wir das letzte Mal 1933 und wir wissen, wozu sie geführt haben. Aber darüber darf nicht gesprochen werden, auch nicht intern, höchstens mal im kleinen Kollegenkreis, oder mal privat mit Kolleginnen, das grenzt nämlich an Hochverrat, und deshalb ist das Thema einfach tabu. […]
    Das mit den versprochenen Arbeitsplätzen ist natürlich eine Illusion. Es gibt keine Arbeitsplätze und es wird auch keine geben. Nie mehr! „

    Dazu muss man nichts mehr hinzufügen.

    Vielleicht am Schluss noch einige Gedanken von mir. Es bringt nicht viel, wenn sich hier ein paar Leute austauschen, die in der Lage sind Kabarettisten wie Urban Priol, Erwin Pelzig, Volker Pispers, Georg Schramm und Max Uthof zu verstehen und die sich mit dem einen oder anderen SGB-II Paragraphen auskennen. Ohne die breite Masse im Hintergrund ist das hier alles nur ein akademischer Diskurs ohne einen geringsten Wert. Und sind wir einmal ehrlich, die 90.000 Unterschriften die Frau Hannemann da wochenlang zusammengetragen hat, dass ist doch nur ein Tropfen auf den heißen Stein, der von der Politik nicht einmal wahrgenommen wird. Sechs Millionen Hartz-IV-Empfänger und Millionen von Niedriglohnempfängern könnten mehr auf die Beine stellen, wenn sie endlich begreifen würden, dass es um sie selbst, ihre Kinder und und um die Zurückgewinnung ihrer Freiheit geht.
    Die wichtigste Frage ist doch jetzt: Wie bekommt man diese lethargische Masse endlich zum Aufstehen? Wir können ja nicht erst auf eine Revolution in Frankreich oder Spanien warten, bis hier auch endlich einmal etwas passiert.

    • Wenn sich Foreen, Blog-Betreiber nicht einmal einigen, weil Ihnen Ihr Baby zu wichtig ist, wird man nicht ein ganzes Volk vereinigen können.Es gibt genug Menschen die öffentlich, manche sogar mit Einfluß, auf treten, allesamt passen auf, dass sie ja für sich allein wahr genommen werden.Auch das ist nur ein Kuchen, den man nicht teilen will!

      • @Anette,

        wie kommst Du nur auf solche (angeblich allgemein geltenden) Aussagen?
        Das es Zusammenarbeit in verschiedenster Form gibt, zeigt z.B. die Verlinkung, oder direkte
        Aufnahme von Beiträgen in den Blogs (Ralph Boes weist auf Inge Hannemann hin, Katja Kipping
        weist auf Inge Hannemann hin und veröffentlicht ihre Beiträge auch auf ihrer Seite:
        http://www.katja-kipping.de/)
        Also mal wieder nur (unbegründete) Vorurteile!

        • Tanguero,

          sie missverstehen mich!
          Es geht mir nicht um die Verlinkung, sondern um ein eventuelles Team.Wenn man sich zusammen tut, jeder nicht nur für sich schreibt, ist das Erscheinungsbild in der Öffentlichkeitein ganz anderes.So etwas wirkt stärker, glaubwürdiger etc etc und ein Beckmann hätte sich wohl überlegt, wen er sich ein lädt!
          Dem Doppeldoktor hätte man Grundlagen seiner blödsinnigen Argumentation damit entzogen, weil der Hinweis auf die anderen Teammitglieder ihn hätte verstummen lassen müssen.Vor allem hätte sich der Zuschauer zumindest gefragt, will der Medien-Dr damit sagen, alle lügen? !Denn eines ist sicher, die Staatssender verhalten sich nicht neutral, haben sich ihrer eigentlichen Arbeit, Aufklärung, entzogen und tun , angesichts ihrer schlechten, finanziellen Lage, alles was der Staat von ihnen will!

          Zu den Foren!

          Das hat nichts mit Vorurteilen zu tun, sondern dem Erlebten, wo Grabenkämpfe ausgetragen wurden, weil Forenbetreiber es verhinderten, dass obwohl man sich schon privat traf(HartzIV Empfänger machten zusammen mit den Kindern in den Sommerferien Urlaub und zwar aus ganz Deutschland(Treffpunkt Karlsruhe) etc etc. wie das finanziert wurde, würde jetzt zu weit abschweifen), was hätte ausgebaut werden können(Interessengemeinschaft).Doch dann begann der Krieg von Oben, mit dem Resultat, jeder wurschtelt, trotz Verlinkung, vor sich hin!!
          Über PC -Hilfe, Kleidersammlung kamen immer mehr persönliche Kontakte auf, regional wurden manche Gruppen immer größer, alles verlief im Sande, weshalb?So mancher, der nun allmählich klar sah, wurde gesperrt, einer nach dem anderen, denn wer mehr wollte, als nur schreiben und Geld spenden, der flog!Auch die entstandenen Fahrgemeinschaften zu Demonstrationen liefen dann ins leere, obwohl wir mehrere Mal sogar nach Duisburg, Berlin etc fuhren…Also keine Vorurteile, gelebtes Leben Tanguero!

          Und nun eine pers Bitte, lassen Sie mich pers. mit Ihrer Linken in Ruhe, demokratisch denkende Menschen müssen auch lernen,dass andere Menschen anders denken, wollen, können, dürfen,ohne die Gefahr einzugehen,gleich verunglimpft zu werden.

          • @Anette,

            ich missverstehe Dich nicht!
            Auch hat dieser Beitrag mit „Die Linke“ nicht das Geringste zu tun!

            Hast Du Dich einmal gefragt, ob Deine „Erfahrungen“ eventuell etwas mit Dir und Deinen Einstellungen
            und Äußerungen zu tun haben?
            Ich persönlich mache ganz andere Erfahrungen und auch der Zusammenhalt unter den Blogbetreibern, wie z.B. Norbert Wiersbin, Burkhard Tom-Bub, etc. ist wohl mehr als eindeutig,
            ebenso wie die Zusammenarbeit, auch wenn sie vielleicht etwas anders aussieht, als Du sie Dir vorstellst.

            Daher meine persönliche Bitte, schließe nicht immer von Dir auf die andere , bzw. die Allgemeinheit
            und verurteile nicht das, was Du selbst ständig machst.(Verunglimpfung, Verleumdung, Grabenkämpfe, die Du auch hier betreibst, etc.,etc.)

            • @Anette @ Tanguero

              Ich habe den Eindruck, dass Anette evtl. meint, dass sich selbst die Elos-Inis untereinander konkurrieren samt angegliederten Foren. Ich stelle fest, dass es durchaus Foren gibt, die Aktivisten komplett ausschließen bis hin zur Diffamierungen. Bsp. Es gibt ein Forum, wenn dort der Name Kallay fällt, wird dieser gesternt. Kallay, als einer der Wenigen, der zumindest ein Teilerfolg vor Gericht verbuchen konnte. Wie kann es sein, dass sich innerhalb einer Elos-Inis, die sich noch nicht mal einig sind. Für Betroffene, Hilfesuchende schwierig.
              Sinnvoll wäre es vllt. mal, dass diese sich, ohne Konkurrenzgedanken, zusammen tun, um gemeinsam mit ihrem Spezialwissen aufzutrumpfen. Im Sinne der Hilfesuchenden. Nicht die lustigste, aggressivste Guirella-Aktion sollte im Vordergrund stehen, sondern wie zumeist überall: die tatsächliche Hilfe.

              In der Politik sieht es ja nicht unbedingt besser aus. Aber gab es das jemals? Dafür sind wir viel zu sehr Mensch. Und der Sportverein um die Ecke ebenso 😊.

              Warum tun sich die Elos-Inis nicht mal zusammen, um eine gemeinsame sog. Streitschrift heraus zu bringen? Als Beispiel.

              • @ Inge – @ all
                Mensch, das ist ja mal interessant zu lesen. Und ich dachte schon, ich bilde mir das immer nur ein…
                Woran liegts? Fehlendes Selbstbewusstsein? Angst, vom Kuchen nicht genug ab zubekommen? Ein Nobody zu bleiben?
                Inge, ich hab das Gefühl, so einfach wird das nicht. Auch wenn ich es – auch – gerne anders hätte. Aber ich hab das Gefühl, jeder will die dicksten Eier haben, sorry, wenn ich das so schreibe, aber – da frag ich mich immer, was daran noch sozial ist. Wohin das führen soll? Was für einen Sinn und Zweck hat das? Einbahnstraßen haben leider keine Abzweigungen…
                Ich mach dann doch lieber lustige Guerilla-Aktionen (und keine aggressiven), vor den JC.
                Aktionen mit Konzept <—- !!! und nicht à la ABM-Maßnahme.

                Wenn ich die Reaktionen schon im Forum lese, ja – ich bin jetzt in einem – wo kritisiert wird, warum die JC-Telefonlisten von den Piraten geleakt wurden (weil: alles sinnlos), man nur am meckern ist, Themen dazu völlig ignoriert werden – ganz viele Dinge, die von einigen Menschen lange erarbeitet oder bearbeitet wurden – lächerlich gemacht, dann weiß ich nicht, was das für Leute sind, in den Foren…
                Und immer diese ganzen Diskussionen um Parteien…ich kann´s echt nicht mehr verstehen. Da suche ich mir lieber Menschen, die objektiv und mit Zuversicht nach vorne schauen und wirklich mit anpacken.

                Ich glaube, richtige Zusammenarbeit – von wirklich guten Leuten kann nur in Reality erfolgen. Auf gleicher Augenhöhe und – von Angesicht zu Angesicht. Vor allem – auf gleicher Augenhöhe – ganz wichtig!!!
                Das ist nur meine Erfahrung aus den letzten Monaten…kann natürlich auch anders sein – jeder wie er es am liebsten mag oder kann.
                …………………………………………………….
                Der Doppel Dr. hat natürlich den Vogel abgeschossen – bei Beckmann, ganz klar. Der war bestimmt bezahlt 😀
                Seine Kolumne bei der SZ lässt jedenfalls bei mir nur die Augenbrauen hochziehen….und meinen Kopf schütteln…wie ich schon mal schrieb, das ist fremdschämen pur…
                …………………………………………………….
                Ich jedenfalls "verabschiede" mich von Leuten, die nur kommentieren, rum maulen, nichts machen als Stunk und Unfrieden zu verbreiten und bin nur noch mit Leuten zusammen, die wirklich hinter ihren (geschriebenen) Worten mit Taten auch stehen. Was ich sehen kann!
                Alles andere ist verschwendete Energie und Kraft. Die ich nicht für Leute einsetze, die sich wohl schon seit Jahren in ihrem Selbstmitleid rumsuhlen.

                Schönen Abend noch! Ich esse jetzt 🙂

              • Die einigermassen gut frequentierten sog. Hartz IV- und Sozialforen werden genau so betrieben, wie Suppenküchen, Tafeln, Kleiderkammern, Jobcenter, denn die Betroffenen werden größtenteils nur verwaltet und für die eigenen Ziele missbraucht. Wer darauf angewiesen ist dort richtige und effektive Hilfe zu bekommen, muss aufpassen, das er in der Zwischenzeit im Real-Life nicht unter die Räder kommt. Es geht den Betreibern nach eigenen Aussagen und Vorkommnissen ausschließlich um den Fortbestand des eigenen Forums, und dem wird alles andere untergeordnet. Werbeeinahmen, Höhe der Klicks und Anzahl der „Mitglieder“, das ist wichtig! Daher ist es nicht verwunderlich, dass es keine gemeinsamen Projekte gibt. Wenns hoch kommt, beschränkt sich die Solidarität auf die Erlaubnis von gegenseitiger Verlinkung.

                Die jeweiligen Foren-Betreiber sind für ein gemeinsames Vorgehen dabei das größte Hindernis, weil genau wie unter den Betroffenen selbst, ein großes Konkurrenzdenken über die richtigen und machbaren Vorgehensweisen herrscht. Und machen wir uns doch nichts vor, mit Leuten, denen „ihr Forum“ inzwischen wichtiger ist als die Abschaffung von Sanktionen und Hartz IV, von solchen Besitzstandswahrern und Blendern kann man nichts und wieder nichts erwarten. Dazu kommen dann noch die mehrere Dutzend tagtäglich anwesender „Experten“ und Speichellecker dieser Westentaschen-Diktatoren, die regelmässig die Meinungs- und Pressefreiheit mit Füssen treten, und schon haben wir alle Gründe beisammen, warum sich in Sachen Hartz IV nichts zum Besseren ändert, ,

                Der Kalley hat sich in so gut wie jedem Forum unmöglich gemacht, zum Einen aufgrund seines kompromisslosen bis überheblichen Auftretens und zum Anderen ist so einer natürlich den selbstherrlichen Forenbetreibern aufgrund seines Wissens ein ständiger Dorn im Auge, mal ganz davon abgesehen, das jeder halbwegs gebildete Mensch dort Augen- und Kopfkrebs von dem Unsinn bekommt, der dort geschrieben wird.

                Man stelle sich vor, Hartz IV wäre abgeschafft. Was für eine Stellung hätten dann noch diese „Forenbetreiber“ mit ihren miesen Zensur- und BlaBla-Foren???

                • @all und tos
                  dazu – zu Kallay kann ich nix sagen, finde aber (alles nur lesen) was da verwarnt und gesperrt wurde, wegen wahrer Tatsachen – da brauch man in keinem Forum sein (außer um Infos zu holen und Werbung zu machen – das finde ich ziemlich gut) aber der Rest…Zensur. Und sonst nur das, was man – die anderen „hören möchte“. Wie im wahren Leben…

                  Was ich noch sagen wollte – wenn ich mal bei bin, es ist so schade, das es nie zu einem gewissen Nenner, zu vielen Leuten kommt, weil jeder sein Süppchen macht.
                  Die BGE-Leute (die richtig „harten“ solidarisieren sich zwar für H4, aber würden nur Aktionen fürs BGE machen. (Das ist nur ein Beispiel – meine Meinung). Warum? Beziehen diese kein H4? Haben diese nicht auch mit Missständen zu tun?

                  Ich sage immer, wir alle sollten vielleicht mal von unserem eigenen Ego (und der Geschichte, die wir einzeln-unterschiedlich erleben mussten) weg kommen und gemeinsam gegen H4, Sanktionen und weiteres vorgehen. Uns zusammen tun. Fernab von irgendwelchen politischen Meinungen oder sonstigem, was bei Missständen bei Hartz IV einfach nicht hingehört!

                  Mal über H4 auch hinweg sehen, es gibt noch so viel andere Missstände, wo man sich beteiligen kann, Menschen kennen lernen, sich zusammen tun kann. Für beide Zwecke. Ideen austauschen. Offen für was neues sein und nicht immer nur die „alte Schiene“ fahren.
                  Aktivisten kennen lernen, sich austauschen, reden, sich Wissen aneignen. Sich irgendwann auch solidarisieren? Sie tun es auf jeden Fall mit H4!

                  Ich möchte gewiss nicht schlau sprechen oder wie jemand, der schon lange dabei ist – so rüber kommen, das bin ich gewiss nicht. Und das ist hiermit auch nicht so angedacht. Aber vielleicht regt es mal zum Nachdenken an.
                  Hier von Inges Blog ist auch jemand, der sich bei Pflege am Boden mit hinlegt. Trotz H4, aber eben aus der Pflege!

                  Ich habe mir diese letztens nochmal angeschaut. Pflege am Boden. Zu einem wirklich nicht angemeldeten Flashmob, wie man es sonst von der Seite der Aktivisten kennt und war begeistert.
                  Ich bin von dem Konzept so geflasht.
                  Die waren dort, wo die Politiker und die gesamte deutsche Presse waren. Zum ersten Deutschen Plfegetag in einem Hotel in der Friedrichstraße Berlin. Das war der Hammer! Und – die kamen wegen ein paar Minuten – bundesweit! Ich weiß, das ist wieder eine finanzielle Sache, aber man könnte das auch Städteweit machen. Jeder da, wo er wohnt.
                  Die haben von Anfang an ein Konzept. Und sind mittlerweile deutschlandweit vertreten.

                  Dort ist es egal, ob man Krankenschwester, Altenpfleger oder „nur“ Sozialassistent ist. Dort geht es um Missstände in der Pflege – genauso – wie es bei uns um Missstände im Hartz IV-System geht.
                  Dort gibt es aber keine Spaltung. Dort hält man zusammen und zieht das Ding gemeinsam und bundesweit durch. Weil es einfach nur um die eine Sache geht: Missstände!!!
                  Die haben erst 4 Aktionen gemacht!!! NUR 4 und das Ding läuft!

                  Warum schaffen das keine Aktivisten von H4? Seit 10 Jahren?
                  Was musste ich mir letztens von einem H4-Aktivisten sagen lassen? „Dann mach doch da mit“. Sorry, aber das macht mich so sprachlos, zumal ich auch noch nicht mal aus der Pflege komme.Und eigentlich „nur“ fotografiere! Und da denke ich, schlafen viele einfach nur oder haben es nicht verstanden, um was es wirklich geht. Immer noch nicht. Oder sind einfach nur egoistisch. Interessieren sich eigentlich wirklich nicht um die Missstände bei Hartz IV, verklagen aber alles, was ihnen über den Weg läuft…
                  Pflege am Boden kämpft „in einem anderen Schein“ genau für das, was wir auch wollen: Eine Lobby haben.

                  Zitat:
                  „Beim heutigen Flashmob legten sich ca. 120 Teilnehmer/innen auf den Boden. Die Stimmung war neugierig, gebündelt und offen. Mehrere Pflegedienstleitungen waren vor Ort und sprachen der Aktion „Pflege am Boden“ viel Erfolg aus. Eine Ausbildungsleitung aus dem pflegerischen Bereich brachte vieler ihrer Schüler/innen mit und lobte uns dafür, dass wir versuchen, alle in das Boot zu holen. Die Passanten waren ebenfalls neugierig und blieben stehen. Viele sprachen uns ihren Zuspruch aus. Sehr viele Fotografen waren vor Ort. Ein sehr erfahrener Dokumentar- und Sozialfotograf lobte uns und sagte, dass wir weitermachen sollen. Wir sind die Gesichter die unbedingt auf die Strasse gehören, um ein Zeichen gegen den Pflegenotstand und Sozialabbau zu setzen! Hinterher entstanden noch lange Gespräche unter den Teilnehmenden. Es wurde Kontakte geknüpft und die Menschen wirkten glücklich. Am 25.01.2014 trifft sich das Orga- Team, danach werden wir uns an die Öffentlichkeit wenden, um „Pflege am Boden“ etwas genauer zu erläutern und mehr Transparenz herzustellen. Für Berlin wird momentan ein Raum gesucht, wo ein regelmäßiger Pflegestammtisch stattfinden kann. Solltet ihr Räume kennen, gerne per PN mitteilen
                  ANSONSTEN DANKEN WIR EUCH. IHR WART GROßARTIG!“

                  Warum müssen wir uns in zig Foren rum tollen, nur online sein, fantasieren, was alles gemacht werde könnte. Wie schön es mit meinem BGE wäre (wofür ich auch auf die Straße gehe, so ist es nicht, ich finde das BGE auch wichtig)
                  Tausend schriftliche Sachen verschicken – drin in der Wohnung (wovon einige sicherlich sehr wichtig sind), aber was ich dazu sagen möchte: Warum nicht so ein Flashmob gegen Hartz IV? Fehlt nur noch der Slogan dazu (nicht Hartz IV oder so, wo die Leute gleich wegschauen). Das muss was sein, was die Leute anhält, stehen zu bleiben. Aufhören mit dem Selbstmitleid, sondern aufstehen und was tun!
                  Kein Transparent mit Sanktionen und H4 (auch wenn das „unser“ Kampf dagegen ist, sondern etwas, was Aufsehen erregt, zum Nachdenken.
                  H4 sehen die Leute seit über 10 Jahren. Zu Armut bekennt man sich nicht.
                  Aber zu Missständen!!! Bei Missständen ist jeder betroffen, ob H4, Aufstocker, prekärer Arbeitsmarkt, vor allem in den sozialen Berufen.

                  Zumindest in Berlin gibt es Filmer und Fotografen, die kommen. Sie müssen aber auch was zum Fotografieren haben, damit es auch von anderen gesehen wird, die nicht in Berlin sind. Wir sind hier am rödeln ohne Ende, um evtl. auch Kontakte zu Presse etc. aufzubauen u.u.u.
                  Aber – wenn nix ist, kann auch nix werden! Dann kommen auch wir nicht weiter! Selbst eine Samba-Gruppe könnte zu einer nächsten Demo hier in Berlin gratis vor Ort sein!

                  Also – Slogans zu Missständen im System H4 brauchen wir! Und ein einheitliches Konzept statt vieler Transparente mit unterschiedlichen Orgas drauf. Keine Profilierung einzelner Organisationen – sondern ein einheitliches Konzept mit Menschen vor Ort!

                  Gute Nacht!

                  • Hier werden meine Erfahrungen geschildert, Danke dafür.

                    Bin so zornig als „Nichtbetroffener“ von H4, weil keiner verstehen möchte was ich fühle.

                    Bin es wirklich leid mit meinen Steuern und Abgaben dieses Menschenverachtende System zu finanzieren. Finde nur keine Mitstreiter und Unterstützer!

                    • Tja das ist ebenso ein Problem.
                      Selbst wenn man in der eigenen Familie versucht das Risiko HartzIV Empfänger zu werden, dar zu stellen….es erfolgt Interessenlosigkeit, obwohl, wie bei einem baldigen Familienmitglied, die Leiharbeitsfirma schon an der Tür klopfte.
                      Die meisten AN sind nicht anders gestrickt als Leistungsempfänger, weshalb von inner heraus auch nicht viel geschieht!
                      Der Egoismus hat viele blind gemacht, schlimmer noch, selbst die Ausrichtung der eigenen Zukunft wird nicht einmal bedacht!

                      Was für Eltern müssen das gewesen sein, die solche Nachwuchs hervor brachten?

                      Doch erstaunt war ich(aber nur so lange bis ich von Herrn Kallwass udn vor allem seinen Kommilitonen las, was unsere angeblche, zukünftige Elite zustande bringt
                      An der Uni herrscht, jedenfall die ich intern kenne, Oberflächlichkeit bis zum Erbrechen.Politisch, hier spreche ich von Jura-Studenten, völlig desinteressiert, die Hauptsorge betrifft nur, welches Hauptfach nehme ich(ein Dozent stellte die Frage)…, raus kam dabei, Wirtschaftsrecht, -kriminalität etc etc, das Hauptargument, dort verdient man am meisten.
                      Mir graut vor dem was noch auf uns zukommt!
                      Weshalb es ganz wichtig ist Menschen zu treffen, finden, die noch mit beiden Beinen im Leben stehen, (über Charakter verfügen) und das ist nicht vom Einkommen abhängig, sonst wird man verrückt!!

                      So nun genug gemenschelt, die Realität ruft!

                  • Weshalb stehen wir nicht für unsere Kinder, Enkel auf, sind wir ihnen das nicht schuldig? Bildung Gesundheit, Chancengleichheit!

                • Ob in Sozialhäusern, Suppenküchen etc etc, es sind zum größten Teil HartzIV Empfänger, die Ihresgleichen ausnutzen, sie nennen es Hilfe!
                  Man kann sich die Welt ja schön reden. Doch wenn man einmal auf den Hintergrund achtet, dann sitzen Oben Leute, die sich gern durch die erhaltende Armut, ihren Dukatensch…. auf füllen lassen.

                  Man fragt sich wirklich, kann ein Mensch bis zur persönlichen Selbstaufgabe gebracht werden, nur weil er nicht mehr über viel Geld verfügt, oder hat er sich wirklich nur über sein Einkommen identifiziert? Letzteres scheint wahrscheinlich zu sein.
                  Ein Phänomen welches dem Kapitalismus entsprungen ist?
                  Dann war Schröder clever , bzw seine Kommission,indem er wahrscheinlich psychologische Hilfe für das HartzIV Konstrukt in Anspruch genommen hatte!?

              • @altonablooggt

                Ich muss Ihnen Recht geben, dass es diese Gruppen gibt, wo Meinungsmache deutlich wird. Dabei liegt die Verantwortung hier aber allein in den Händen der Betreiber. Es führt in die falsche Richtung auf die dort schreibenden Erwerbslosen hinzuweisen.

                Ich bin seit Jahren aktiv auch in einer Erwerbsloseninitiative tätig, die bundesweit vernetzt ist, das ist organisatorisch und finanziell ein hoher Aufwand und nicht von einem Forenbetreiber zu leisten, daher differiere ich in diesem Fall stark.

                Um politische Aktionen durchzuführen bedarf es einen Hintergrund, der dies erst möglich macht, nach einem solchen Hintergrund sollten Erwerbslose suchen.

                Grüße
                Angelika

            • Tanguero,

              Inge hat es auf den Punkt gebracht und was Herrn Kallay betrifft, folgender Link dazu, bekannt ist er wie ein bunter Hund.Unnachahmlich in seinem Stehvermögen, vor allem mit dem Hintergrund, dass ihm viele Steine in den Weg gelegt wurden.Und zwar von allen Seiten, Unterstützung erfuhr er nie, obwohl doch alles nicht lange her ist.Wo waren da die , für die er auch stritt? (http://www.zeit.de/2011/08/Hartz-IV-Klaeger/seite-2)
              Und da kommen wir wieder bei dem Punkt, Alleingänge“ an!Einmal ehrlich, hätte man bei engerer Zusammenarbeit nicht schon mehr erreichen können?

              • Nachtrag

                Tanguero,

                vielleicht doch ein Mißverständnis, denn ich war im Leben noch nie ein Foren-Betreiber, sondern immer nur ein Mensch der sich über Taten identifiziert, so auch Menschen danach beurteilt was sie tun, weil es zu viele Menschen gibt, bei denen das Mundwerk nur fleissig ist, damit ist aber nicht einem einzigen Menschen geholfen worden!

          • Der Doppel Dr ist mir in meiner Vergangenheit schon öfters begegnet.Tiefsinninge Gespräche brauchen Tiefsinniges Materilal(Hasch mich ich bin der……..).

      • So was nennt man Spaltung, an der Axt hängen zu viele Hände.Man sollte seine Kraft bündeln um Änderungen zu erreichen.Es muß eine Institition sein, die die Intelligenz hat, den Totschlagargumenten der Befürworter der A2010 zu trotzen.Und es muß eine Instutition sein,die von den Medien hofiert wird.

        Ich könnte mir alle Prominenten Kritiker(Götz Werner,Richard David Precht,Augstein u.s.w.)als glaubwürdig und das was Sie sind, da unabhängig, als Zugpferde vorstellen.

        Habt Ihr noch Ideen?Das würde hier in diesen Blog gut reinpassen.Kreativ gegen die Verletzung der Menschenwürde.

        • Ein sehr sozial eingestellter AG ist Wolfgang Grupp !
          Er ist alleiniger Inhaber und geschäftsführender Gesellschafter der Textilfirma Trigema.
          Jou Tube gucken, habe ihn oft im TV gehört.
          Link ist für mich nicht verfügbar, da das Audiogerät geschluckt wurde, so sagt mein Gerätemanager!

  18. Hartz 4 macht die Sachbearbeiter zu kleinen Göttern:

    Nur ein Beispiel aus meiner Hartz 4 Erfahrung: Ich habe Widerspruch zur Zuweisung in ein der berüchtigen Bewerbertrainings eingelegt. Es kam zum Prozess, wo die Zuweisung als rechtswidrig aufgehoben wurde. Im Verlauf des Verfahrens verfügte das Jobcenter einfach nochmals die Zuweisung in die gleiche Maßnahme. Im folgenden Verfahren erhielt ich Rechtsschutz -das JC hob in er Folge die Zuweisung/Sanktion wieder auf+erstellte nochmals neu die Zuweisung usw….

    • @hans,

      solche konkreten Tatsachen bitte mit Nachweisen an den Bundesrechnungshof melden, denn es zeigt, wie auch in anderen Fällen, dass die Jobcenter offenbar bewusst gegen ihre Pflicht, wirtschaftlich im Sinne der Bundeshaushaltsordnung zu handeln, verstoßen.
      Ebenso würde ich eine Eingabe bei der Landesregierung machen und mich beschweren.
      (Ich bin auch entsprechend vorgegangen).

      • Der Bundesrechnungshof hat wie folgt geantwortet:
        „Bearbeitung von Leistungsanträgen durch das Jobcenter team.arbeit.hamburg
        Sehr geehrter Herr …..,

        wir bedanken uns für Ihre E-Mails vom 13. und 16. November 2013 über Ihre Erfahrungen
        mit dem Jobcenter team.arbeit.hamburg während des Bezuges von Leistungen der
        Grundsicherung nach dem SGB II.
        Wir werden Ihre Hinweise bei unserer Prüfungstätigkeit berücksichtigen.
        Wir bitten jedoch um Ihr Verständnis, dass dies regelmäßig nur in bundesweiten Schwerpunktprüfungen
        geschehen kann. Da unsere Prüfungskapazitäten begrenzt sind, können wir
        allen Bürgerhinweisen nicht sofort gesondert nachgehen. Wir nehmen diese Hinweise ernst
        und entscheiden über das weitere Vorgehen nach pflichtgemäßem Ermessen. Weitere Informationen
        können Sie dem beigefügten Merkblatt entnehmen.
        Für Ihr Interesse an der Kontrolle der öffentlichen Ausgaben danken wir Ihnen.

      • Auch der Petitionsausschuss des Bundestag hat am 07.01.2014 geantwortet:

        Beschwerden über Landesbehörden
        Sehr geehrter Herr ….,
        Ihre Petition vom 7. Oktober 2013 (46172) wird innerhalb Ihrer
        Petition mit bearbeitet.
        Die aufgrund Ihrer Eingabe eingeleitete Prüfung dauert noch an.
        Sobald es möglich ist, erhalten Sie abschließend Bescheid.
        Ich bitte Sie, sich bis dahin zu gedulden.
        .

        Zumindest der Petitionsausschuss muss sich nun mit ganz konkreten, nachgewiesenen und schwerwiegenden Vorwürfen gegen das Jobcenter und dessen Mitarbeiter (insbesondere dem Geschäftsführer!) auseinander setzen und wird hoffentlich das beantragte Disziplinarverfahren gegen diese „Personen“ in die Wege leiten.
        Zumindest kann keiner von denen nun behaupten, sie hätten nichts gewusst!

  19. Unser Peter Hartz berät Hollande

    http://www.bild.de/politik/ausland/francois-hollande/bekommt-frankreich-jetzt-hartz-4-34428112.bild.html

    Upps…ich glaube, Inge bekommt bald eine schon bekannte Mitstreiterin 🙂

    • Ich glaube, die Franzosen wissen die Ideen eines Peter Hartz schon richtig einzuordnen:

      „Wie kann man sich von jemandem, der die Rechte der Arbeitslosen in Deutschland zerstört hat, beraten lassen? Das ist unverständlich“, sagte der Chef des Gewerkschaftsbundes FO, Jean-Claude Mailly.

      Quelle:
      http://www.welt.de/wirtschaft/article124321660/Frankreich-fuerchtet-sich-vor-den-Ideen-des-Peter-Hartz.html

    • Anscheinend glaubt die deutsche Politk (Herr Hartz agiert doch nicht ohne Merkel, die immer jemanden findet, der die Dreckarbeit für sie übernimmt)) bei den Franzosen fließt kein revolutionäres Blut mehr, sie werden erstaunt sein, denn 1. ist das Volk nicht derartig entsolidarisiert, wie bei uns, 2. hat es seit den 90ern eine erstaunliche Entwicklung durch gemacht, die Allen Bürgern zu Gute kam.Der Abwärtstrend entstand durch die letzten beiden Präsidenten(eitle Gockel),das Volk wird sich nicht wieder in die Anfang der 80er zurück kastapultieren lassen!
      Davon abgesehen, das franz HartzIv wird nicht dem Deutschen identisch sein , dafür sind die Grundvoraussetzungen, wie Steuer, KG, Kita. Bildung etc etc,zu verschieden,denn bei den Themen ist der Franzose sehr gut versorgt worden!

  20. Im TAZ 2005 steht die Wahrheit und was dahinter steckt! Darum machen die Oben nichts, und werden auch nichts machen!

  21. Hat dies auf Forum Politik rebloggt und kommentierte:
    Gedanken zu Hartz IV

  22. Des Wahnsinns letzter Schrei

    BRD 2005, ein Film über Hartz 4 von Bärbel Schönafinger und Tanja v. Dahlern

    Eine Dekade später ist die Saat aufgegangen:
    Schüler in der Leistungsfalle – Durchgeplant und ausgebrannt
    http://www.zdf.de/37-Grad/schueler-in-der-leistungsfalle-durchgeplant-ausgebrannt-burnout-stress-31372176.html
    Ich empfehle die Interviews von Katrin Wegner auf der Seite.

    • „Erfolg ist das, was zählt in der Welt“, sagt die 10-jährige Mia…

      Diese eine Aussage dieses kleinen Mädchens sagt doch schon alles aus.

      Was für eine Monster-Gesellschaft haben wir global auf der Erde erschaffen? Nicht Liebe, Fürsorge und Empathie ist das was zählt in dieser Welt, sondern Erfolg und Leistung.
      Das ist offenbar das, was Kinder vor allem lernen, wenn sie heranwachsen. Dies führt zur Entmenschlichung und Entwürdigung.

      Kein Wunder, dass diese (schon von Kindheit an übernommene) Denk- und Lebensweise auch bei Jobcenter-Mitarbeitern dazu geführt hat, dass sie viel zu wenig das System HINTER HartzIV durchleuchten wollen.

      Kinder lernen: Der Wert eines Menschen steigt mit seiner Leistungsfähigkeit- und bereitschaft.

      Das ist das Grausamste, was man Menschen antun kann, denn dadurch sehen sie in sich selbst und anderen nicht mehr die Seele, die bedingungslos wertvoll für die Gesellschaft ist.

      Darum sollten wir jeden immer wieder daran erinnern, wie wertvoll er und sie ist, ganz ohne irgendwelche Bedingungen dafür erfüllen zu müssen.

    • vielen Dank für das Link zu diesem Film – da konnte ich mir nur ein Drittel ansehen und das hat bei mir schon regelrechte körperliche und seelische Schmerzen ausgelöst…….
      wenn ich diese Typen, in ltd. Stellungen labern höre kommt mir das kotzen …. diese laberei ist sowas von verlogen und dämlich…… da mußte ich abstellen…… es ist sowas von traurig, daß unsere Verblödungsindustrie so einen Erfolg hat, das ist nur noch widerlich………

  23. Ich vermute der „Hartz IV“-Abwertstrudel bezieht seine Rotationenergien aus den Niederlagen der Leistungsberechtigten!

    Ich befürchte überdies dass Hartz IV in naher Zukunft abgeschafft werden wird und zwar ersatzlos!

    Ich nehme an, dass ERST wenn sich bei der Majorität (aller Einwohner Deutschlands) finanzielles Unbehagen einstellen würde und diese (Majorität) sich (entsprechend) Gehör verschaffen würde, unser Sozialstaat zukünftig sozial agieren würde.

    Würde man jetzt nach (Ost-)Europa schauen, könnte man spekulieren was unserem Land ggf. bevorstehen könnte, würde sich der Abwärtstrend in Deutschland (weiter) fortsetzen .

    Ich gehe davon aus dass jeder der beruflich (also finanziell) nicht an Deutschland gebunden ist, also seinen Lebensunterhalt besser (oder genauso gut) im Ausland bestreiten könnte repektive dort „freier“ leben könnte, aus Deutschland auswandern könnte.

    Im Ergebnis blieben demnach nur all diejenigen in Deutschland (zurück), welche sozialschwach wären – Deutschland würden somite somit qualifizierte Fachkräfte fehlen.

    Die Schlussfolgerung wäre sodann dass der Sozialstaat sich nicht mehr finanzieren könnte.
    Ist dass erstrebenswert ?! – Ich hoffe nicht !!

    Aber warum reagieren die Verantwortlichen in der Politik nicht entsprechend – ich denke jeder wird hierzu seine eigenen Vermutungen anstellen!

  24. Die Hartz-Verbrechen aus Sicht einer Insiderin. Eine Erschütternde Bestandsaufnahme, auch noch nach 8 1/2 Jahren.

    Was mich interessieren würde: Wie sieht die Blogbetreiberin die heutigen Zustände im Vergleich zum damaligen Bericht. Was hat sich geändert? Was hat sich nicht geändert? Wie ist die Entwicklung seit damals verlaufen? Wo stehen die Hartz-Verbrechen heute, im Vergleich zu damals, sowohl für die Opfer, als auch im gesellschaftlichen Kontext?

  25. Auf dieser Seite läuft die Petition „Abschaffung des menschenunwürdigen HARTZ IV !“
    https://www.openpetition.de/petition/online/abschaffung-des-menschenunwuerdigen-hartz-iv
    Ist dies schon bekannt und sollte das nicht von allen Betroffenen unterstützt werden ?

    • @Thimas

      danke für die Info.
      Ist erledigt.

      LG Rosi

    • @Tomas…..Das ist mir etwas unsicher. Klar, Hartz IV gehört abgeschafft…aber was dann? Im Text der Petition steht nur etwas von „Lebenswerter Grundsicherung“. Wenn der Politiker es möchte und der Meinung ist 500 Euro reichen zum Leben, dann gibts eben nur die, anstatt Hartz IV…und sparen würden sie auch daran. „Prima“ Sache. Es ist wie mit dem Grundeinkommens Überlegung innerhalb einiger in der CDU, ihre Bemessung fällt sehr niedrig aus, so das ich deren Grundeinkommen mit Sicherheit nicht möchte.
      Was und wie hoch ist dann also eine „Lebenswerte Grundsicherung“? Schon jetzt besteht für jeden ein „Existenzminimum“, das im Grunde nicht unterschritten werden darf !!! (Bundesverfassungsgericht) wo sich die Politiker, BA und Jobcenter,und Richter überhaupt nicht daran halten., da es ständig unterschritten wird, bzw man damit droht, dies zu unterschreiten.
      Wie sähe so etwas also mit einer eingeforderten und dann umgesetzten „Lebenswerten Grundsicherung“ dann aus?
      Ich bin hier sehr skeptisch, zumal ja vorher schon, nicht einmal auf Petitionen zur abschaffung der Sanktionen in Hartz IV seitens der Politiker eingegangen wurde.

      • @Andi,

        ich habe zwar mitgezeichnet, räume aber dieser Petition wenig Chancen ein, denn, wie Du schon richtig erkannt hast, ist sie ziemlich „schwammig“ formuliert. Zudem ist es eine „Open Petition“, d.h. die politische Wirkung dürfte wesentlich schwächer sein, als die Petition für die Abschaffung der Sanktionen beim Bundestag. Auch bezweifle ich, ob sie eine solche Verbreitung finden wird, wie die von Inge, denn von den Medien wissen wir bereits, dass sie über so etwas garantiert nicht berichten werden.

      • andi: nichts für ungut, wir kennen uns ja schon ne zeit, aber: wer in seinem „kindlichen trotz“ gegen alles ist, nicht böse sein, bekommt am ende den tritt in den a. das böse cdu-modell wäre ein fortschritt!

        • @ribi….Keine Ahnung, was Du mit Kindlichen Trotz, meinst….

          • andi: ich mag dich, weißt du ja, aber: du scheinst mir gegen alles zu sein, wer gegen alles ist, hat ein erkenntnisproblem, es kann auch nützlich sein, versöhnlich an themen zu gehen! ich gebe dir ja recht, auf bundesebene sollten arbeitslsoe mindestens mit der zweitstimme nicht die großen parteien wählen!

    • Erwerbslose sind immer noch Steuerzahler. Jeder HartzIVler ist Steuerzahler.

      In allem, was Du kaufst, sind Steuern enthalten (40 bis 50%, Stichwort: Staatsquote —>http://www.hanisauland.de/lexikon/s/staatsquote.html), egal, ob Waren oder Dienstleistungen. Jedes Unternehmen kalkuliert in seinen Preisen diese Staatsquote mit ein und gibt so die Kosten, die er an den Staat abführen muss, an den Kunden weiter.

      Insofern ist die Sache mit der Zumutbarkeit für Steuerzahler eh immer an den Haaren herbeigezogen und soll lediglichlich Druck auf auf die HIVler ausüben.
      Das meiste Geld, welches der Hartzer ausgibt, fließt auch wieder zurück in den Wirtschaftskreislauf, er wird kaum Geld „bunkern“ können. 😉
      Die tatsächlichen Ausgaben für Erwerbslose sind deshalb nicht wirklich hoch.

    • So sollen nun wohl auch noch die Vermieter auf dem Land unter Druck gesetzt werden?

      Gibt es keine aufgelassenen Liegenschaften der Bundeswehr, wohin man Erwerbslose zwangsumziehen kann, in dieser Gegend?

      Frage mich gerade ob die betroffenen Erwerbslosen sich vielleicht nun zusammen tun, ein gemeinsamer Umzug in die ARGEN wäre eine gute Sache. Mit Kind und Kegel möglichst;-)

  26. Was mich am meisten dabei stört ist das alles unter einem ostdeutschen und einer ostdeutschen an der Schpitze stattfindet. Selbst über die Brutalität der Jobcentermitarbeiter die ich vom Arbeitsamt noch kannte(ostdeutsche) war ich zu Anfang erschrocken.
    Als mich 2009 eine Jobcentermitarbeiterin aus einer Fortbildungsmaßname holte die 100 km entfernt war nur um mir mitzuteilen wie sie mich sanktionieren könnte da wusste ich Bescheid.
    Die Fortbildung war noch vom Arbeitsamt und nicht von der Hartz IV Behörde.
    LKW-Ladekran und Ladungssicherung, also durchaus eine nützliche Aktion.
    Die Gehirnwäsche der Jobcentermitarbeiter haben diese wohl selbst nicht begriffen, bis heute nicht!!
    Heute habe ich für Typen die Menschen sanktionieren nur noch abgrundtiefe Verachtung übrig, denn sie würden unter einem anderen System das es in Deutschland schon mal gab das gleiche tun!
    Sie wissen nicht mal das nur der Verrat geliebt wird und nicht der Verräter!!

  27. Fr. Hannemann was ist los? Warum haben Sie den Orginallink zu der Fr. K. gelöscht? Gestern bin ich nicht mehr dazu gekommen das zu lesen und jetzt ist es weg, schade.

    • Schauen Sie unter TAZ Link. Dort ist er. 😀

      • altona: auf lbornet war dieser bericht schon vor einigen jahren. würde man mir hier zustimmen, dass die entbeamtung auf dem arbeitsamt richtig war!

        • ich meinte natürlich labournet! zur entbeamtung stehe ich aber trotzdem!allerdings gibt es auch bei der bea einige am sozialstaat orientierte beamte, die sich nicht glücklich über bestimmte unarten zeigen!

  28. Erziehung ist der falsche Begriff. Es geht um diktatorische Methoden.

  29. In den Ämtern ist einfach zuviel Willkür und das wird schamlos ausgenutzt

    • Wenn man Leute, die oft unzureichend geschult worden sind, mit einem weiten Ermessensspielraum ausstattet und ihnen aufgibt, auf jeden Fall Gelder einzusparen kann nicht viel anderes als Willkür dabei herauskommen. Die Willkür ist das wohl auch gewollte Ergebnis der von der Politik vorgegebenen Rahmenbedingungen. Der Fisch stinkt vom Kopf her und der Kopf stinkt in diesem Falle ganz gewaltig.

  30. Am Allerschlimmste finde ich, das die Macher, (und diejenigen die mitziehen), womöglich ganz genau wissen was sie da tun, aber dennoch nicht umkehren. Dieses System wird nie und nimmer standhalten. Die EU wird mit Sicherheit genauso untergehen wie das alte Rom.

  31. Aus Happy Birthday, Schweinesystem!
    “ …
    Die Agenda 2010 mitsamt den Hartz-Arbeitsgesetzen zielte auf die
    Absenkung des Preises der Ware Arbeitskraft, die Verschärfung des
    Arbeitsregimes, die umfassende Prekarisierung des Arbeitslebens sowie
    die Entrechtung und Entmachtung der Lohnabhängigen in Deutschland. Es
    ist kein Zufall, dass der damals in der Bundesrepublik umgesetzte
    Demokratie- und Sozialabbau den heutzutage in Südeuropa
    durchgepeitschten Sparterror zum Verwechseln ähnelt. Die Enteignung
    und Entrechtung der Lohnabhängigen vollzog sich unter anderem durch
    die Senkung der öffentlich als „Lohnnebenkosten“ bezeichneten
    Einkommensanteile, durch massive Leistungskürzungen in der
    Krankenversicherung, die Aushöhlung des Rentensystems oder die
    berüchtigten „Lockerungen“ des Kündigungsschutzes, die den Ausbau von
    Leiharbeit in einem Niedriglohnsektor beförderten.
    …“

    Neben den vielfachen mittelbaren Nutznießern dieser Situation stellt sich die Frage, warum lassen wir das zu, warum lassen wir so etwas mit uns machen?

    Einerseits erkannte schon Emanuel Kant:
    – „Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen sich seines Verstandes ohne Leitung eines Anderen zu bedienen.“
    – „Faulheit und Feigheit sind die beiden Ursachen warum ein Teil der Menschen gerne Zeitlebends unmündig bleibt, und warum es anderen so leicht wird, sich zu dessen Vorbildern aufzuwerten!“
    – „Es ist so bequem unmündig zu sein.“

    eine weitere Antworten wäre der Zustand der „kognitiven Dissonanz“, die Angst davor, das eigene verinnerlichte (heile) Weltbild zu verlieren:

  32. Fast 10 Jahre Entwürdigung von 6 Millionen Menschen in Deutschland, und die Hartzparteien nehmen es nicht zur Kenntnis. Das ist wirklich traurig.

  33. Reblogged this on Kulturbuendnis and commented:
    Ein Dokument für „mein gesammeltes Unrecht“ in diesem Blog. Danke.

  34. Und Dank des Zwangs durch SachbearbeiterInnen in den argen Argen, die Arbeitslosen in nicht mehr versicherungspflichtige Sklavenjobs zu drängen… brauchen sich diese „intelligenten“ SB dann nicht darüber zu wundern, wenn sie selbst AUCH keine Rente mehr erwarten können!!!

    Im übrigen wurde die sogen. „gesetzliche“ Rentenversicherung auch schon verkauft – an private Profitjäger…

    Dank Hoch- und Landesverrat!

  35. Hat dies auf Schramme Journal rebloggt und kommentierte:
    http://gedankenfrei.wordpress.com/2008/08/04/agentur-fur-armut/ Nun habe ich selbst von einem Jungen Mann die EGV veröffentlicht. Er hat diese nicht unterschrieben. Jeder kann sich dieses Werk an Diktat von Unmenschlichkeit durchlesen. 7 Seiten Unfassbare Deutsche Geschichte, die sich zu wiederholen scheint. In den Jobcentern sitzen den Erwerbslosen immer öfter Leihzeitnehmer mit einem Hungerlohn gegen über. So erzeugt die BA absichtlich niedrige Instinkte. Wenn wir nicht endlich aufstehen, wird dieses Land genau da landen, wo die Schreckensdiktatur, wie die Autorin richtig erkannt hat, 1933 angefangen hat!

  36. Das eigentlich erschreckende an dem gut geschriebenen Artikel ist, daß er schon fast zehn Jahre alt ist, daß sich aber an den beschriebenen Umständen kaum etwas geändert hat. Wie dumm, gleichgültig und letztlich auch schwach muß ein Volk sein, daß solch einen desaströsen Abbau des Sozialstaats einfach so hinnimmt?

    „Die Demokratie ist nur lebensfähig, wenn der Einzelne bereit ist, für das Ganze Verantwortung zu übernehmen.“
    Freiherr Dr. Richard von Weizsäcker

    • Die Deutschen waren schon immer ein sehr obrigkeitshöriges Volk. Abgesehen davaon sorgen verschiedene Strömungen in der Gesellschaft dafür, dass die Hartz IV-ler unten gehalten werden und keine Stimme bekommen.

      Unsere Politiker sind gut drin verschiedene Gesellschaftliche Schichten gegeneinander auszupielen.

      Der Lateiner wusste „divide et impera“, Teile und Herrsche – die Teile sind einzeln zu schwach, um sich gegen die Herrschaft zu wehren. Schwierig wird es erst, wenn man sich solidarisiert. Aber wer in Deutschland könnte es erreichen, dass das Volk untereinander solidarisch wird?

      Seit Jahren werden Kinder auf Leistungswettbewerb getrimmt, der Wettbewerbsgedanke schliesst solidarität aber weitgehend aus. Um slebst Vorteile zu haben, darf man den anderen nicht helfen. Nach 10 oder 12 Jahren Schule ist das dann ganz tief in den Hirnen eingebrannt.

  37. Ein toller Text, den Sie da für Ihre Leser gefunden haben … er macht einfach nur sprachlos und ist es natürlich wieder wert, weiter verbreitet zu werden. LG Renate

    • Liebe Leute,
      was ist denn die Alternative zu Hartz IV?
      Grundsicherung ohne Bedinungen?
      Die sogenannten Fachkräfte aus dem Südosten Europas werden sich freuen….

      wir leben nicht auf einer Insel….auch wenn ihr Euch vielleicht gerne eine grosse Mauer wünschen würdet..

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