Kampf gegen Jobcenter-Willkür

„Rede“ für die Aktion: Solidarität für Inge Hannemann am 26. Juni 2013 vor dem Jobcenter Hamm

Liebe Teilnehmer, Interessierte, Betroffene, Nicht-Betroffene und Jobcenter-Mitarbeiter

Solidaritätsbekundung Hamm 26. Juni 2013

Solidaritätsbekundung Hamm 26. Juni 2013

Diese Kundgebung steht unter dem Motto:

Gegen soziale Ungerechtigkeit und Behördenwillkür.“ 

Ein Motto, welches mehr und mehr in unserer Gesellschaft Beachtung findet und finden muss. Wir leben in einer Gesellschaft, die den Titel Gerechtigkeit immer mehr verliert. Gerade diese Tage kam die Meldung heraus, dass in Berlin jedes 3. Kind an Armut leidet. Davon betroffen sind insbesondere Migranten und Alleinerziehende, die zumeist von Hartz IV abhängig sind. Und das in einem Land, was zu den reichsten europäischen Ländern zählt. In einem Land, wo unsere Bundeskanzlerin aber auch unsere Arbeitsministerin Frau von der Leyen von Demokratie, sozialer Sicherheit und einem beschönigtem Armutsbericht sprechen. Passt das zusammen? Zählt Armut erst, wenn Menschen offen und demütigend zur Tafel laufen müssen? Oder ist Armut nicht schon etwas, wenn Betroffene sich nicht mal mehr ohne schlechtes Gewissen und Rechnen ein Eis erlauben dürfen?

Soziale Ungerechtigkeit beginnt dort, auch wenn sie teilweise versteckt ist, wo Menschen nur dann Leistungen erhalten, wenn sie gehorsam sind und diese von ihrem Wohlverhalten abhängt. Wolfgang Neskovic, ehemaliger Richter am Bundesgerichtshof fasst es mit einem Satz zusammen: „Tausche Gehorsam gegen Existenz.“ An diesen Satz hänge ich mich ran. Behördenwillkür durch oftmals vorherrschende Unwissenheit bei den Sachbearbeitern, sei es in den Jobcentern oder anderen Behörden, kann es als Ergebnis diese Willkür hervorbringen. Fehlt es den Mitarbeitern zum Teil auf der einen Seite an kompetenten Schulungen und Empathie sind es auf der anderen Seite die Betroffenen, die darunter zu leiden haben. Erschreckende Fallbeispiele von leistungsberechtigten Erwerbslosen zeigen auf, dass es die Behördenwillkür gibt. So schrieb mir ein Betroffener, welcher zu 100% sanktioniert ist, dass er keine Miete und die Nebenkosten zahlen kann. Seine Sachbearbeiterin wollte ihm ein Darlehen gewähren. Aufgrund des Widerspruchs dieser Sanktion steht der Betroffene in einer Auseinandersetzung mit der Teamleiterin. Mit ihr musste er das Darlehen besprechen. Die Teamleiterin lachte ihn daraufhin nur aus, meinte das es so etwas nicht gebe, und wenn doch, so würde sie einen Grund finden, dass der Betroffene kein Darlehen erhält. In diesem Fall kann nicht von Unwissenheit gesprochen werden. Es ist gewollte Willkür. Eine Erpressbarkeit durch die Jobcenter auf die Betroffenen. Zwei Sätze einer Mitarbeiterin, die eine ganze Existenz auslöschen kann. Und das innerhalb einer Minute.

Und dahinter steckt ein einfacher Mechanismus: Sanktionen, weil die Menschen nicht gehorchen, wie es ein einzelner Mitarbeiter im Jobcenter fordert. Ein Fußtritt gegen die Menschenrechte und Würde. Kein Jobcenter-Mitarbeiter darf sich jemals das Recht herausnehmen, im eigenen Ermessen Menschenrechte an Bedingungen zu knüpfen. Genau dieses passiert jedoch – tagtäglich. Sei es in Hamm, Berlin, Hamburg, Leipzig …. Wir leben in einem Sozialrechtsstaat und somit sind soziale Grundrechte niemals zu verhandeln. Menschenrechte gelten für alle und zwar ab sofort und immer! Das Prinzip „Fördern und Fordern“ ist gescheitert. Die Agenda 2010 kann als Konstrukt der Unterdrückung, Erpressbarkeit, Armut, soziale Ungerechtigkeit und Behördenwillkür betitelt werden und der Rückschritt unseres Sozialrechtsstaates wurde damit eingeleitet.

Inge Hannemann, im Juni 2013



Kategorien:Arbeitsmarktpolitik, Jobcenter

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118 replies

  1. Gleich den Widrigkeiten im o.g Beitrag werden bundesweit Menschen um ihre Menschenrechte gebracht. Auch in Schleswig-Holstein begegnen Menschen vielerlei Unglaublichkeiten durch Jobcenter (vormals ARGEn): Datenschutzverletzungen, verweigerte Empfangsbestätigungen von abgegebenen Anträgen ect. , Verstösse gegen das Grundgesetz Artikel 13 Unverletzlichkeit der Wohnung und dergleichen mehr bis hin zu teils temporär unauffindbaren Unterlagen. Sogar skandalöse Hinweise seitens Jobcenter Mitarbeiter wie „es können auch Unterlagen verschwinden“ reihen sich in die grossräumige Palette übler Machart ein. Die Rechtsstaatlichkeit sowie das Vertrauen in die deutsche Politik werden so unweigerlich nachhaltend geschädigt.

    Fazit: Das schlimmste Sanktionsprogramm gegenüber einer Bevölkerung seit dem 08. Mai 1945.

  2. Ein AG inserierte eine Vollzeitstelle, die mit 1.400,00 Brutto ausgeschrieben war. Er suchte gleichzeitig für diese Tätigkeit auch Minijobber und Teilzeitkräfte. Ich bewarb mich dort auf eine Teilzeitstelle. Im Bewerbungsgespräch stellte mein Gegenüber verwundert fest, dass ich nicht vom Amt geschickt wurde, und später wurde ich gefragt: „Können Sie denn von dem Geld auch leben?“ Worauf ich meinte, es gäbe noch andere Werte im Leben als den des eigenen Kontostandes. Ich habe die Stelle nicht bekommen, obwohl ich ausgerechnet diese trotzdem gerne genommen hätte unter dem Aspekt, dass manche Arbeit auch Spaß machen kann.

    Ich habe mir angewöhnt, mir über Sinn und Unsinn in solchen Situationen keine Gedanken mehr zu machen. Unzulässige Fragen müssen nicht wahrheitsgemäß beantwortet werden.

  3. Scheint sich ja bei den Kommentaren hauptsächlich nur noch um die persönlichen Streitigkeiten zwischen Tanguero und sugar base zu handeln.

    Schade eigentlich, dass Diskussionen oft derart persönlich ablaufen anstatt einfach bei der SACHE zu bleiben.

    Wir ALLE brauchen wieder mehr Respekt und Achtung voreinander, denn genau an diesen essentiellen Haltungen fehlt es dem gesamtgesellschaftlichen System (was das HIV-System mit beinhaltet).

    Wir ALLE sollten es vorleben, wie es besser geht, dann wird sich auch ALLES ändern.

    Liebe Grüße,
    Andy.

    • @Andreas Abel,

      zeugen solche Aussagen von Resepekt und Achtung?:
      „Der HartzIV Empfänger selbst wäre sofort in der Lage eine Änderung her zu stellen, jedoch tut er es nicht,er bleibt zu Hause sitzen und lässt andere für sich machen“
      “Entschuldigen Sie, wenn pers. Erfahrungen langweilig wirken, dann sollte man sie wirklich für sich behalten, denn nach wie vor benötigen HartzIV Empfänger Menschen, die ihnen sagen wo es lang geht”
      ” HartzIV Empfänger aus ihrerem Koma zu wecken”
      “Sie menschlich minder Bemittelter!”
      “großer Mund, nichts dahinter”

      Verstehen Sie nun, warum ich @sugar base hier angreife?

      Ich versuche, so weit ich es vermag, Hilfestellungen zu geben, über Hintergründe zu informieren
      und habe bereits etliches getan, um Änderungen herbeizuführen (u.a. Beschwerde vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte, auch mein Kommentar 4. Juli 2013 um 09:50,
      dürfte dies eindeutig zeigen).

      • Menschen, die ihnen sagen wo es lang geht”
        ” HartzIV Empfänger aus ihrerem Koma zu wecken”
        “Sie menschlich minder Bemittelter!”
        “großer Mund, nichts dahinter”

        Tatsächlich sind alle Merkmale auch bei SGB II Hilfebedürftigen zu finden – der Prozentsatz dürfte nicht mal besonders gering sein.
        Wäre es anders gäbe es die ganzen Mißstände lange nicht mehr.

        Der Souverän

        • @Der Souverän,

          selbst wenn dem so ist, ändern solche diskriminierenden Aussagen daran auch nur das Geringste?

        • …….“Menschen, die ihnen sagen wo es lang geht”
          ” HartzIV Empfänger aus ihrerem Koma zu wecken”
          “Sie menschlich minder Bemittelter!”
          “großer Mund, nichts dahinter”……………ist auf die komplette Gesellschaft zurück zu führen und hat eher nichts mit „dem“ Hartz IV Bezieher zu tun, es gibt nämlich nicht „DEN“ Hartz IV Bezieher……
          Hierbei handelt es sich nur um eingetrichterte Klischees des „Hartz IV Beziehers“. Falls es noch niemand gemerkt hat, Hartz IV zieht sich komplett durch die Gesellschaft, durch ALLE Schichten: Da sind zb: der/die nicht mehr gebrauchte Baustellenchef inclusive komplette Brigade, die Putzfrau, Verkäufer, Verkäuferinnen, Studierte, die vielen Kranken (welche sich Jahrelang ihre Knoche kaputt gearbeitet haben), Alte Leute, Junge Leute, die Desillusionierten, die Träumer welche meinen sie bekommen bald und schnell wieder Arbeit und alles wird wieder gut, die Faulen, die Fleißigen, die Schlauen, die weniger Schlauen, der Autoschlosser, der Lehrer, der Erzieher, der Selbstständige, der Rocker, der Rechte, der Linke, der CDU Wähler, der Grüne, der Hippie, der Philosoph, der Musiker,
          der Anwalt, der Psychologe …(diese und weitere sind alle dabei, nicht unbedingt Leute, die im Leben immer etwas miteinander zu tun haben / zu tun haben müssen)……………………………hier bitte selber weiter eintragen……………………

          • Danke für den Kommentar, so sieht es aus.
            Wir sind alles arme Schweine, die Leben, Lieben, Sterben,Leiden.
            Egal wer und was wir sind ….

            Grüße
            Rudi

    • @Aufgewacher, das seh ich auch so, Streit untereinander nützt niemanden. Das Problem sind die unterschiedlichen Meinungen und Einstellungen, hier muss noch gelernt werden, die jeweils andere Meinung zu akzeptieren, auch wenn man sie für „blöd“ oder „nicht Richtig“ hält. Der Umgang miteinander.
      Diskussionen sind wichtig, Beleidigungen und Streit eher Kontraproduktiv, da freuen sich nur die „Oben“.

  4. Alle wollen Akzeptanz und Anerkennung. Die gibt es wahrscheinlich wenn man mit Vernunft voran geht und mit einem gemeinsamen Nenner der Sache dient. Persönliches zurückstellen und einfach mit anderen zusammen stehen. Wenn die Meinungsstärksten hier im blog das hin bekämen, würden sich auch andere dazu gesellen.
    Der gemeinsame Nenner könnte sein einfach eine friedvolle Gemeinschaft zu bilden die bei Bedarf aktiv wird um das große Ziel zu erreichen. Es müsste ja niemand seine Überzeugungen über Bord werfen. Es müsste sich auch niemand unterordnen. Es müsste einfach nur darum gehen die Aktivisten zu unterstützen ohne durch individuelle, zusätzliche Meinungsbildung neben dem Hauptanliegen zu behindern.

    • @ ulysses
      Das wäre eine unterstützenswerte Idee, wenn damit diese zum Teil aggressiven „Herunterputz“- und „allgemeine-nur-Genörgel“-Kommentare dann einmal ein Ende fänden. Solche Kommentare haben einfach wenig Erkenntnis- oder Handlungsanleitungswert, koordinieren nichts, stoßen z. T. neue Besucher des Blogs ab, brechen Debatten auf persönlicher Ebene vom Zaun (was nur Energie- und Zeitverschwendung mit sich bringt) etc. – insoweit stimme ich mit Tanguero überein. Habe ja selber schon mich gegenüber den Betreffenden entsprechend geäußert.
      Es muß doch möglich sein, daß man seine eigene Meinung hat und sie hier auch kundtut, zugleich aber nicht auf der Ebene immer wieder wiederholten allgemeinen Darstellungen von heftigen „Sauereien“ stehen bleibt, dafür aber Pessimismus oder gegenüber anderen vermeintliche „Überlegenheit im wahren Wissen“ demonstrieren muß, indem andere Foristen als ahnungslos, naiv etc. angegangen werden, die nur noch nicht „richtig“ verstanden haben, wie schlimm die „Hintergründe“ nun „tatsächlich“sind.
      Es kann sein, daß ich irgendwann hier nicht mehr schreiben werde, wenn das so weiter geht.

      • @Olaf aus HH,

        „Es kann sein, daß ich irgendwann hier nicht mehr schreiben werde, wenn das so weiter geht.“
        das wäre sehr schade, denn Deine Kommentare lese ich gern, denn sie haben Hand und Fuß!

  5. Zur Erinnerung:
    Die Petition für Inge Hannemann:
    https://www.openpetition.de/petition/online/ruecknahme-der-beschuldigungen-ueber-frau-hannemann-und-eine-entschuldigung

    Eine sehr wichtige Petition gegen die Sanktionen:
    https://secure.avaaz.org/de/petition/Die_sofortige_bundesweite_Ausserkraftsetzung_jeglicher_nach_SS31_des_SGBII_verhaengter_Sanktionen/?aUTWHab&external=

    Europäische Bürgerinitiative zum Bedingungslosen Grundeinkommen
    http://www.ebi-grundeinkommen.de/

    Bitte mitzeichnen, wer es noch nicht getan hat!

  6. Guten Morgen Miteinander!!!!

    Habt IHR ALLE nichts besseres zu tun als euch gegenseitig fertig zu machen, und euch zu Streiten ???????????????????????????????????????????????????????????????!!!!!!!!!!!!!!!!!!
    Wir wissen das es nicht nur um Sanktionen geht!!!!!!! Besser ist wenn IHR EUCH GEDANKEN MACHT, wie man sich gegenseitig helfen kann!!!!!!! Alles andere ist am laufen…..mehr kann ich nicht sagen!
    Wir wissen das Hartz4 weg muss, der Niedriglohn auch. Wir sollten uns gegenseitig helfen, mit der gemachten Erfahrung unterstützen. Das Jemand sagt wenn er ne Waschmaschine braucht……!!!!!!!!!!
    Lasst euch von dem System nicht weiter kaputt machen und schon gar nicht gegeneinander aufhetzen!!! Das ist es echt nicht wert!!!!

    • Zu der Aussage von Frau Hannemann „Behördenwillkür durch oftmals vorherrschende Unwissenheit bei den Sachbearbeitern“, gebe ich noch einmal ein anschauliches Beispiel, was jedem, der einen Aufhebungs- und Erstattungsbescheid bekommen hat, hilfreich sein kann:

      Hier ein Ausschnitt aus meinen letzten Widerspruch:
      (Anrechnung einer Dividende, die bisher anrechnungsfrei war, < 100.- €):

      Sehr geehrte…….
      gegen den o.g. Bescheid erhebe ich insofern Widerspruch, als das es auf Seite 2 heißt,
      „Nach § 43 SGB II können Geldleistungen…, wenn es um Ansprüche auf Erstattung oder Schadenersatz handelt, die durch vorsätzlich oder grob fahrlässig unrichtige oder unvollständige Angaben veranlasst wurden.“
      Diese Unterstellung ist sachlich FALSCH, denn bereits zu Ihrer Anhörung in diesem Zusammenhang, habe ich mich auf den Vertrauensschutz berufen, der besagt, dass der Bürger sich bei seinen Dispositionen auf die bestehende Rechtslage verlassen darf und bei Gesetzesänderungen keine für den Bürger nachteiligen Rückwirkungen in Kraft treten dürfen.
      Meine Angaben waren zudem stets richtig und vollständig!
      Demnach ist dieser § 43 in meinem Fall nicht anwendbar, da die Voraussetzungen nachweislich keinen Bestand haben!
      Da die obige Begründung nicht den Tatsachen entspricht und somit diskriminierend und verleumderisch sind, erwarte ich innerhalb der nächsten 14 Tage eine formelle Entschuldigung.

      Für den Fall, dass Sie dem nicht nachkommen sollten, behalte ich mir das Recht vor, sowohl eine Verleumdungsklage, als auch eine Dienstaufsichtsbeschwerde zu stellen.

      Ein solches Schreiben an einen „Kunden“ hätte in der Privatwirtschaft schon für eine Abmahnung gereicht.

      Sobald von Ihrer Seite irgendwelche Aufrechnungen möglich sind, werden diese SOFORT durchgeführt, andererseits aber Forderungen von mir, wie z.B. für ein angemessenes Warmwassergeld nicht nachgekommen, so dass Klagen vor dem Sozialgericht notwendig werden, ich jahrelang auf Erstattungen warten muss und mich somit ständig auch in einer von Ihnen verursachten Unterdeckung befinde.

      Damit wird auch der Wirtschaftlichkeit im Sinne der Bundeshaushaltsordnung nicht entsprochen und der Steuerzahler (wie ich) unnötig belastet.

      Antwort des Jobcenter:
      Sehr geehrter Herr …,

      ich habe als zuständiger Teamleiter lhren Widerspruch erhalten und werde diesen heute an die zuständige Rechtsstelle zur weiteren Prüfung abgeben.
      Bis zur endgültigen Klärung werde ich die Aufrechnung nach § 43 SGB ll stoppen und lhnen die bereits einbehaltenen 13,20 Euro für den Monat Juli 2013 heute übenrweisen.
      Da ein Textteil im besagten Bescheid bei lhnen zu “lrritationen” geführt hat, bestätige ich lhnen hiermit, dass Sie alle Angaben dahingehend stets richtig und vollständig getätigt haben.
      Betrachten Sie dies in diesem Punkt als Entschuldigung.

      (Hervorhebungen von mir)

    • Schon die Römer machten es mit Erfolg: divide et impera!

    • So Tanguero, nur ein Ausschnitt , damit man endlich vor Ihnen Ruhe hat und das Wesentliche wieder in den Vordergrund rücken kann.
      Ich:
      Kampf gegen Jobcenter-Willkür,

      es brennt an allen Ecken und Kannten , nicht nur sind es Sanktionen die Existenz bedrohen, sondern , es gibt vielerlei Möglichkeiten ,durch andere Strafmaßnahmen, den selben Effekt her zu stellen.
      Schon ein kaputte Waschmaschine kürzt die Leistung um 30%(so bei uns, anderweitig gilt auch 10%), weil der Leistungsempfänger darauf angewiesen ist, sie sich durch ein Darlehen der JC anzuschaffen.., kommt dann noch eine Energienachzahlung hinzu, bleibt kaum noch Geld zum Leben, über Monate!.

      @sugar base,
      dazu tragen Sie mit Ihren Kommentaren auch eine Menge zu bei.
      Ständig dieses Geheule und Gejammer, was NIEMANDEN nützt!

      Tanguero
      3. Juli 2013 um 16:02

      Guten Morgen Miteinander!!!!

      Habt IHR ALLE nichts besseres zu tun als euch gegenseitig fertig zu machen, und euch zu Streiten ???????????????????????????????????????????????????????????????!!!!!!!!!!!!!!!!!!
      Wir wissen das es nicht nur um Sanktionen geht!!!!!!! Besser ist wenn IHR EUCH GEDANKEN MACHT, wie man sich gegenseitig helfen kann!!!!!!! Alles andere ist am laufen…..mehr kann ich nicht sagen!
      Wir wissen das Hartz4 weg muss, der Niedriglohn auch. Wir sollten uns gegenseitig helfen, mit der gemachten Erfahrung unterstützen. Das Jemand sagt wenn er ne Waschmaschine braucht……!!!!!!

      M B Konstanz
      4. Juli 2013 um 06:50

      Liebe/r MB Konstanz,

      keine Sorgen, das sind nur Fallbeispiele,betrifft mich nie selbst, wenn doch, schreibe ich das!
      Ich nehme Sie nur als Beispiel, weil Tanguero nichts versteht, wie auch bei der Mietgeschichte, wo er meint der Vermieter freut sich über HartzIV Empfänger, obwohl ich schrieb, er will sie los werden.Ebenfalls unterstellt er anderen Bloggern Schreiben, die er nicht geschrieben hat…was auch erst geklärt werden musste.

      Ich hoffe dieses leidliche Thema hat bald ein Ende, denn die Unwichtigkeit solcher Vorkommnisse sollte jedem klar sein!

      • Wer hier wohl nichts versteht?
        Ihre Überheblichkeit und Arroganz ist es, die hier viele vergrätzt!
        Beispiele Ihrer Diffamierungen habe ich ja bereits unten einige genannt und könnte sie
        endlos fortführen, insbesondere prsönliche Angriffe, wenn es keine sachlichen Argumente gibt!.
        Daher noch einmal die Frage: Wem können Ihre Kommentare hier etwas nützen?
        „damit man endlich vor Ihnen Ruhe hat und das Wesentliche wieder in den Vordergrund rücken kann.“
        Was ist denn von Ihnen „Wesentliches“ gekommen?
        Warum erhalten Sie Kommentare von @Olaf aus HH, @Frau B., und einige andere, die Sie
        ständig ignorieren?

        • Tanguero, sich auf ein paar Stimmen zu berufen, selbst wenn es die Mehrheit wäre, ist doch kein Indiz dafür, dass Sie richtig liegen…wie wenig zeigt unsere Geschichte!

          Olaf aus HH,

          ist es möglich dass Sie mündlich ein ganz anderes Urteil fällen würden?Nein , die Meinung steht fest…Nun einmal ehrlich, weshlab sollte man dann darauf etwas geben?

      • Oh je…
        Irgendwann werden Sie es begreifen, sugar base.

        • Olaf aus HH,

          wenn Ihr Gerechtigkeitssinn auch nur ein weinig ausgeprägt wäre,(ich habe die Hoffnung aufgegeben, man kämpft also ohne, für das Recht anderer) dann hätten Sie fest stellen müssen, ich reagiere nur,, Tanguero verfolgte mich schon lange auf Schritt und Tritt.Schade was Ihnen alles entgangen ist, oder bewusst entgangen ist.

          • Na toll – was wissen Sie über meinen „Gerechtigkeitssinn“ und dessen Ausprägung ? Und die Hoffnung – worauf ? Allgemein oder auf meinen Gerechtigkeitssinn bezogen ? – haben Sie auch schon aufgegeben.
            Schade, hier in Hamburg stirbt die Hoffnung zuletzt (zumindest, was einen bestimmten Fußballverein angeht).
            Weshalb Sie dann ohne Not leider immer wieder Tanguero in solcher Weise wie öfters schon geschehen auf persönlicher und nichtsachlicher Ebene attackieren, auch wenn er sein Wort nicht an Sie richtet, dann verfolgen Sie ihn, den Sie dann ausgerechnet noch als „Verfolger“ bezeichnen.
            Bestimmt haben Sie als Kenner/ Kennerin der Materie aufschlußreiche links, die Sie hier zu Verfügung stellen könnten. So etwas hilft.
            Oder gute Tips für den Hartzer oder dergleichen.
            Lassen Sie uns so etwas lesen. Sehr gern. Das bewirkt etwas für alle.

            • Tja, Olaf aus HH,

              da erkennt man doch sehr deutlich die kleinkindliche Trotzhaltung.
              Selbst wenn alle wie wir schreiben würden, wird sich diese Person in Ihrer Arroganz und Selbstherrlichkeit darüber hinwegsetzen, denn wir sind ja alle dumm und haben von Nichts eine Ahnung.
              Selbstkritik ist nun mal nicht jedermann’s, bzw. jederfrau’s Sache.

  7. Es gibt doch Millionen Arbeitslose. Die müssten alle auf die Strasse gehen und demonstrieren. Millionen Arbeitslose haben doch sicher die Macht diese ungerechtigkeit von Hartz 4 zu beenden wenn alle zusammenhalten würden.

    • Wir haben noch SEHR viel mehr Macht als „nur“ die Sanktionen zu beendigen.

      Der Souverän

      • Die Macht hat das Volk, wenn es das wieder erkennt, tut sich in diesem Land etwas und wie flösst man dem Volk Bewusstsein ein?!

        • mit Ihren Sprüchen bestimmt nicht!

          • @ Tanguero

            Sach mal, ist das irgendwie manisch bei Dir? Zumindest ist es extrem penetrant, wenn Du nach jedem Kommentar von sugar base einen abfälligen persönlichen Spruch hinterlässt, der mit keinem Thema was zu tun hat.

            Der Souverän

          • Tanguero,

            wenn die Linke zum Lebensretter wird, kann ich Ihre Vorgehensweise zumindest akzeptieren!

            • Nachtrag

              Und wenn Sie das als Jammern ab tun, was die Menschen erleben, dann sind Sie falsch hier, es geht nämlich auch um die Probleme, die die Menschen verachtenden SB täglich verursachen.
              Wie viele Selbstmorde verursachen Sie mit Ihrer Haltung, die einen zum Würgen bringen könnte?
              Schon einmal darüber nach gedacht, dass das möglich ist, wenn Sie mit allen Menschen so um gehen, die ihre Linke Tour nicht mit machen?Sie menschlich minder Bemittelter!

              • Waren Sie es nicht, die folgendes zu @Rolf geschrieben hat?
                „Entschuldigen Sie, wenn pers. Erfahrungen langweilig wirken, dann sollte man sie wirklich für sich behalten, denn nach wie vor benötigen HartzIV Empfänger Menschen, die ihnen sagen wo es lang geht“
                @Frau B. hat darauf schon treffend geantwortet.

                Und noch ein paar Ihrer geliebten Aussprüche:
                “ HartzIV Empfänger aus ihrerem Koma zu wecken“
                „Sie menschlich minder Bemittelter!“
                „großer Mund, nichts dahinter“
                „Wie viele Selbstmorde verursachen Sie mit Ihrer Haltung, die einen zum Würgen bringen könnte?
                Schon einmal darüber nach gedacht, dass das möglich ist, wenn Sie mit allen Menschen so um gehen,“

                Erkennen Sie nun endlich Ihre ständigen Widersprüche und Diskriminierungen?

          • Tanguero,

            ich hatte eine Frage gestellt, könnten Sie darauf antworten?

            • @ sugar base, ich warte auch noch auf eine Antwort von Ihnen…
              Zur Erinnerung:

              „@ sugar base: Was soll dieses Gejammer ? Wem hilft es weiter ? Wofür soll es gut sein ?
              Sie müssen ja Frau Hannemann nicht alle “liebhaben”, sich vor ihr auf Knien in den Staub werfen oder mit ihr in allen Dingen übereinstimmen. Niemand verlangt das, während sie es unterstellen. Zugleich nutzen Sie ihr Forum, nur leider nicht zur Bestärkung des Grundgedankens, der diesem Blog zugrundeliegt, oder der Diskussion und tragen eher wenig konstruktives bei. Sie mäkeln überwiegend auf persönlicher Ebene gegen Frau Hannemann oder Kommentatoren.
              Mal sehen, was Sie jetzt zu meinem Beitrag schreiben werden. Und: Nein – ich will nicht, daß Sie hier verschwinden o. ä., sondern nur, daß Sie mal etwas nützliches zum Thema beitragen. So wie andere es auch wollen.
              Wahrscheinlich kommt jetzt etwas wie: “@ Olaf aus HH, wie gnädig von Ihnen, daß Sie mir gestatten, … Nur haben Sie noch immer nicht begriffen, daß… So etwas lasse ich mir von Ihnen nicht sagen…” etc.
              Versuchen Sie es mal.

              Olaf aus HH

              30. Juni 2013 um 17:57“

          • @Tanguero
            ich fühle mich durch Ihre ständigen Einwürfe/Vorwürfe genervt und erlaube mir das zu sagen. Jeder Mensch denkt bzw.handelt aus seinem Universum o. seinem Horizont heraus. Was hindert Sie, dass mal zur Kenntnis zu nehmen und konstruktiv an der Sache dran zu bleiben? Ihre „Kritik hat leider oft einen diffamierenden Beigeschmack.

            • Wenn hier jemand diffamiert, dann ist es @sugar base.
              Von ihr kommen nur Sprüche, die nichts konstruktives besitzen, sondern sogar Hetze gegen ALG II-Empfänger beinhalten, wie es auch schon etliche andere Kommentatoren hier bemerkt haben.

              • Tanguero,

                wie sollte ich gegen HartzIV Empfänger hetzen, wenn ich selbst vom Staat abhängig bin.Ich bestehe nur darauf, dass HartzIV Empfänger ein Querschnitt der gesamten Bevölkerung dar stellen,und zwar mit allem Für und Wider, weshalb stört Sie das?
                Wenn sich andere Blogger an meine Kommentare stören, sollten sie so viel A….in der Hose haben und das schreiben, denn auf die berufen Sie sich ja!
                .So viel zum Mut, dem Obrigkeitsdenken etc etc
                Doch eines vergessen Sie, den wichtigsten Punkt, jeder liest wie er ist, legt in die Worte anderer seine persönlichen Erfahrungen,Prägung mit hinein.
                Ich hoffe Sie nicht mit dem Gedankengang überfordert zu haben und Sie unterlassen endlich Ihre haltlosen, nie auf meine Kommentare eingehenden Äußerungen.
                Und nun noch eine Lehrstunde:Ich gehe wann ich will, oder Frau Hannemann es verhindert hier zu schreiben, nicht wann „SIE“ es wollen..NIIIIE, merken Sie sich das gut!

        • WER ist das Volk? Deutsche, Migranten, Illegale ???

    • Haben sie, tun sie aber nicht und die Erklärung lautet, sie sind schon demotiviert, psychisch geschwächt, demoralisiert, die Wahrheit darf man hier nicht schreiben, weil man einfach nicht akzeptieren will, auch HartzIV Empfänger haben Egoisten, Neider, Faule, Gleichgültige, ja sogar komplett Unwissende.!Nun heißt es weiter suchen(man wird fündig, keine Sorge), denn der Querschnitt der Gesellschaft findet sich natürlich auch bei den Leistungsempfängern wieder, was mancher zum Anlass nimmt, gern einmal ihren Vormund spielen zu wollen. Klappt aber meist nicht, was zum Glück immer wieder abgewehrt wird.!!

      • @sugar base,
        dazu tragen Sie mit Ihren Kommentaren auch eine Menge zu bei.
        Ständig dieses Geheule und Gejammer, was NIEMANDEN nützt!

        • Tanguero ,
          würden Sie sich bitte ein bisschen mäßigen?

          • @ sugar base –
            wenn Sie es täten („sich mäßigen“), wäre Tanguero wohl sicherlich auch bereit dazu (das ist nur eine Vermutung, ich bin nicht sein Sprecher o. ä., dennoch guten Mutes, daß es klappen könnte). Und jetzt auch umgekehrt, wären Sie dann auch dazu bereit ?
            Also Leute, entspannt Euch alle mal für einen Tag, dann wäre ein Reset und Neustart das Mittel der Wahl.
            Wäre das eine Möglichkeit ?

    • Carl Friedrich von Weizsäcker bewertete das deutsche Volk angeblich so:
      Absolut obrigkeitshörig, des Denkens entwöhnt, typischer Befehlsempfänger, ein Held vor dem Feind, aber ein totaler Mangel an Zivilcourage!
      Der typische Deutsche verteidigt sich erst dann, wenn er nichts mehr hat, was sich zu verteidigen lohnt. Wenn er aber aus seinem Schlaf erwacht ist, dann schlägt er in blindem Zorn alles kurz und klein, auch das was ihm noch helfen könnte.
      Er hatte vermutlich recht!

      • Na, dann sind Frau Hannemann, einige Kommentatoren und ich wohl keine Deutschen.
        Blinder Zorn kann nie zu vernünftigen Ergebnissen führen und ich halte seine Aussage
        einfach für FALSCH!

        • Laut inoffiziellen Angaben leben in der BundesrepublikVonDeutschland nur noch 20% ethnisch Deutsche.

          Wer sich also als ethnisch Deutscher bezeichnen möchte, müsstest dieses erst einmal nachweise und das – mindestens – bis zum Jahr 1918 zurück.

      • Herr von Weizäcker hat vollkommen Recht, was überall zu bemerken ist, denn nicht umsonst heißt es, großer Mund, nichts dahinter.
        Sieht man sich einmal in Europa um, kein Volk würde das mit sich machen lassen,was wir hin nehmen, wir sind noch kranker, wir sorgen dafür, dass die, die das Volk verraten, es auch weiterhin tun können.
        Noch mehr Obrigkeitsdenken ist kaum noch möglich!
        Ob Arzt, Lehrer , Apotheker, Anwalt,Amt, der Deutsche zuckt zusammen, die Ausnahmen sind viel zu gering, als dass sie auffallen könnten.
        Wenn er sich jedoch dazu entschließt gegen den Strom zu schwimmen, dann kann man getrost annehmen, er hat sich vorher abgesichert.
        Erst wenn man sich eingesteht, dass dem so ist, kann man sich erfolgreiche Schritte überlegen, wie das zu ändern sein.Auf die Eltern kann man nicht hoffen, di haben es den Kindern, heutigen Erwachsenen bei gebracht.

  8. Dieser Rede von Frau Hannemann beinhaltet eigentlich alles was hier wiedergegeben wird.Man braucht eingentlich nicht seine persönlichen erfahrungen wieder geben.Es wäre schön, wenn man sich hier nur auf den Sachverhalt bezieht, vieleicht nur Aktionen die Aktuell gerade laufen.Sonst habe ich das Gefühl das zuviele Antworten und lange Antworten das Interesse sinken lassen, was schade wäre, da es eine gute Sache von Frau Hannemann ist.Sie hat den Kampf für uns aufgenommen und wir müssen Sie unterstützen.Ich erzähle jeden in meinen umfeld von Frau Hannemann und versuche den Focus darauf zu lenken.Genauso wie man über das Bedingslose Grundeinkommen reden muß, damit die nichtwissenden es zumindest gehört haben.

    • Rolf,

      man muss aber auch darauf aufmerksam machen, dass es nicht nur Sanktionen sind, die den Leistungsempfängern das Leben schwer machen.
      Entschuldigen Sie, wenn pers. Erfahrungen langweilig wirken, dann sollte man sie wirklich für sich behalten, denn nach wie vor benötigen HartzIV Empfänger Menschen, die ihnen sagen wo es lang geht…oder umgekehrt, meinen Menschen ihnen sagen zu müssen,was für sie gut ist, nur weshalb haben sie dann nie gewirkt??

    • Rolf,

      wenn Sie der Rolf sind, den ich annehme, dann wissen Sie(Du) sehr gut, dass reden allein keinerlei Änderungen nach sich ziehen und wenn gerade diese Erfahrung völlig vergessen wird, kommen wir nie weiter….auch das haben wir doch erlebt….oder.?
      Redner gibt es viele, sogar Gute, Herr Gysi war so einer und was hatte er bewirkt, obwohl er bei uns unumwunden Recht bekam, beklatscht wurde,und was kam dabei raus…Alles vergessen, wenn ja…dann ändert sich nie etwas, weil die angewandte Strategie falsch war, jetzt will man sie wiederholen?
      Mit reden, Demoläufen, Beklatschen von Nummerierungen ?
      Einzig und allein was erfolgversprechend wäre ist, die HartzIV Empfänger aus ihrerem Koma zu wecken und die , die schon wach sind, sollten versuchen sich zu bündeln.
      Doch man erstaune, dagegen sprechen sich viele angeblichen Unterstützer aus, weil das Mühe bedeuten würde,anzunehmen ist eher, da versuchen sich einige einen Namen zu machen, indem sie sich dafür entschieden hatte, als Einzelgänger, der die Unterstützung frei Haus erhalten möchte, sich durch zu wühlen.Siehe ELO etc etc

    • Es ist wichtig, dass man persönliche Erfahrungen schildert, denn damit wird untermauert, was in der Rede gesagt wird. Auch wenn man es kaum noch hören kann, weil es sehr schwer auszuhalten ist. Es soll niemand behaupten können, man habe von nichts gewußt. Sie haben es selber geschrieben: „…damit die nichtwissenden es zumindest gehört haben.“

      Genau so, wie jede andere Schandtat auch angeprangert gehört.

  9. Paul Krugman: Krieg gegen die Arbeitslosen

    Ist das Leben zu einfach für die Arbeitslosen? Sie sehen das vielleicht nicht so, und ich ganz bestimmt auch nicht. Aber erstaunlicherweise denken so viele, womöglich fast alle Republikaner. Und danach handeln sie dann auch: Es gibt eine landesweite Bewegung, die Arbeitslosen zu bestrafen, und zwar beruht die auf der Prämisse, man könne die Arbeitslosigkeit dadurch beseitigen, dass man das Leben der Arbeitslosen noch erbärmlicher macht…
    Aber der Kampf gegen die Arbeitslosen beruht nicht ausschließlich auf Grausamkeit, er ist eher eine Verbindung von schäbiger Gesinnung und wirtschaftlicher Fehleinschätzung…
    Ganz allgemein meinen die modernen Konservativen, unser Volkscharakter werde durch Sozialprogramme verdorben…
    Eine Lohnkürzung mag einem Beschäftigten helfen, den Job zu behalten, indem sie ihn oder sie als Arbeitskraft billiger macht als die Mitbewerber; Aber eine Kürzung der Löhne aller Beschäftigten senkt doch bloß auch das Einkommen aller Beschäftigten – und sie verschlimmert die Schuldenlast, die ja einer der Hauptgründe dafür ist, dass unsere Wirtschaft nicht auf die Beine kommt…

    http://www.nachdenkseiten.de/?p=17836

    http://www.nachdenkseiten.de/upload/pdf/130703_paul_krugman_30_juni_2013.pdf

    Der Souverän

  10. Kampf gegen Jobcenter-Willkür,

    es brennt an allen Ecken und Kannten , nicht nur sind es Sanktionen die Existenz bedrohen, sondern , es gibt vielerlei Möglichkeiten ,durch andere Strafmaßnahmen, den selben Effekt her zu stellen.
    Schon ein kaputte Waschmaschine kürzt die Leistung um 30%(so bei uns, anderweitig gilt auch 10%), weil der Leistungsempfänger darauf angewiesen ist, sie sich durch ein Darlehen der JC anzuschaffen.., kommt dann noch eine Energienachzahlung hinzu, bleibt kaum noch Geld zum Leben, über Monate!.
    Sanktionen lassen sich zwar spektakulärer lesen, jedoch sind sie nur ein Teil der ausgedachten Gemeinheiten, die sich so mancher SB gern ein fallen lässt.
    Bleibt nur die Frage:Glaubt man wirklich die Menschen ändern zu können?
    Egal ob Politiker oder Bürger die allzu gern bereit sind, ihr Machtspielchen auszuleben, am Ende würde nicht einmal eine Beseitigung der Sanktionen an dem heutigen Zustand etwas ändern.
    Und wer glaubt(s. gerade CDU) HartzIV würde abgeschafft werden , indem man ab und an in Zeitschriften erscheint, der glaubt auch das Zitronenfalter Zitronen falten, denn ohne einen großen Aufschrei in der Bevölkerung, wird sich nichts ändern.
    Ein sich menschlich verhaltender SB ist ganz schnell durch einen Sadistischen ersetzt, darin haben wir in unserem Land doch schon eine lange Tradition, Erfahrungen einfach aus schalten?!
    Fazit:
    Der HartzIV Empfänger selbst wäre sofort in der Lage eine Änderung her zu stellen, jedoch tut er es nicht,er bleibt zu Hause sitzen und lässt andere für sich machen.
    Versteh´wer will, ich nicht!

    • @sugar base,

      und Sie?

      • Tanguero,

        kann man sich darauf einigen, dass Sie mich einfach übersehen, überlesen, denn Ihre dumme Frage haben Sie schon zu oft gestellt.
        Rechenschaft bin ich Ihnen nicht schuldig, erwarte aber von anderen nie mehr ,als von mir selbst, so jedenfalls ist meine Einstellung anderen Menschen gegenüber!!!
        .Hoffe Sie können das endlich akzeptieren und nein, meine Mitwirkung gegenüber Ungerechtigkeiten werden ich hier „NIE“ publizieren, ich sammle keine Punkte, sondern bitte auch andere um Mithilfe und ich erhalten sie dankenswerterweise, nämlich auch dann wenn man für Frau Hannemann vor dem JC demonstriert..

        • NEIN!
          Die relevante Fragen, wie weiter unten beantworten Sie nicht (sehr bezeichnend!).
          Auch ist Ihnen noch immer nicht aufgefallen, dass Sie sich in Ihren „Kommentaren“ sogar ständig widersprechen! Das ich nicht der Einzige bin, dem Sie damit auf den Geist gehen, ignorieren Sie in Ihrer Selbstherrlichkeit natürlich auch.

    • @sugar base,
      „Der HartzIV Empfänger selbst wäre sofort in der Lage eine Änderung her zu stellen“
      Würden Sie uns dummen Mitmenschen auch verraten, wie?

      • Tanguero

        Das Wort Solidarität hat seine Bedeutung behalten, noch besser wäre die Solidarität der Noch-AN mit den HartzIV Empfängern, doch die begreifen immer erst, wenn sie auf den Fluren der JC sitzen.

        Die sofortige Änderung ist durch eine gesteigerte Wahlbeteiligung zu erreichen, und zwar mit einem Handstrich, oder will man uns erklären, nur schwarz/gelb/rot/grün wären fähig, sind gottgegeben??
        Getan wird ja so!
        Unsere 3.klassige Kanzlerin(Amerika sieht sie so) steht aber wieder vorn,sollte man der Staatspresse glauben, geht´s noch dämlicher?

        • und dennoch behaupten Sie: „jedoch tut er es nicht,er bleibt zu Hause sitzen und lässt andere für sich machen.“
          Was für ein Widerspruch!

          • Tanguero,

            weiter so, Sie wollen nicht verstehen, sondern verfolgen mich auf Schritt und Tritt…wovor haben Sie Angst…?.

      • Grundsätzlich muss man immer erst investieren bevor man Gewinn macht, sich eine Veränderung zeigt. Seit dem 1.Tag des Hartz IV Bezuges 2009 klage ich dagegen. Bis heute keinen Gerichtstermin, aber aufgeben würde ich nie.
        So könnte jeder seinen kleinen Teil dazu beitragen.
        Aber ich höre auch,ach was sollen wir denn machen, wir können doch sowieso nichts machen es ändert sich doch nichts ein 1 Euro Job ist besser als keine Arbeit, zuhause halte ich es nicht aus usw.
        Wer mit Hartz IV zufrieden ist-ok.Wer nichts gegen Hartz IV unternimmt ist dafür und damit einverstanden. Der braucht sich auch nicht beklagen.
        Jeder kann aus seiner Situation selbst etwas dagegen tun, investieren ohne Bevormundung,Anleitung,steht alles im Internet erklärt.
        Nicht immer ist das Geld ausschlaggebend sondern der Wille!
        Das Kranke mit anderen Problemen kämpfen ist auch klar,aber Aufstocker,prekär beschäftigte die Masse hätte eine ganz andere Macht wenn sie sich nicht immer wieder gegeneinander ausspielen lassen würde.
        Das wissen die Hartz IV Verantwortlichen und nutzen es immer wieder!
        Das Bewusstsein bestimmt das Sein und kein Jobcentermitarbeiter.

    • Hallo sugar base, anfangs habe ich auch so gedacht wie Sie. Aber das Problem mit dem Widerstand, der nicht geleistet wird, ist vielschichtiger, als Sie denken. Nachfolgend seien nur einige Beispiele genannt: Ich hatte Links zu PTBS und Anpassungsstörung eingestellt …. Menschen, die in der Kindheit lernen mussten, blind zu gehorchen, werden auch im Erwachsenenleben Probleme haben, ihre Rechte durchzusetzen. Menschen, die durch traumatische Erfahrungen geprägt sind, leben auf, wenn man sie anständig behandelt und nicht dadurch, dass weiter auf ihnen rumgetrampelt wird. Und selbst, wenn die Chance da ist, aufleben zu können, kann es Jahrzehnte dauern, selbstbewußt für seine Rechte kämpfen zu können. Näher möchte ich auf das Thema an dieser Stelle nicht mehr eingehen, weil es hier den Rahmen sprengen würde.

      Und gegen Dummheit kann man eh nichts machen. Und ja, es gibt auch unter Hartz IV Empfänger den gesamten Querschnitt der „normalen“ Bevölkerung. Darunter also auch Lügner und Betrüger. Außerdem habe ich noch nie verstanden, wie man sich mit Hartz IV ein Auto leisten kann, und sei es noch so klapprig. Wer schwarz arbeiten geht, den juckt Hartz IV nämlich herzlich wenig.

      • Frau B

        bis auf das Auto kann ich Ihre Aussagen zu 100% unterstreichen, denn Sie haben vergessen, ,man kann, bevor man in HartzIV rutschte, ein Auto gehabt haben, trägt die Kosten dafür weiter, weil man so die Möglichkeit hat sich auf Jobsuche zu begeben, der Radius wurde größer.
        In meinem Fall war das so, endete aber nach 2 Jahren durch die TUV -Kosten, die der SB mir nicht als Darlehen gab, somit musste ich den Job auf geben, der mich zumindest aus dem HartzIV Bezug geholt hätte..
        Auch was die Schwarzarbeit an geht, würde ich das nicht verallgemeinern, denn mancher Sanktionierte konnte sich dadurch Luft verschaffen , war vom JC nicht zu 100% ab hängig und das war diese kriminelle Vorgehensweise alle mal wert, denn über Schwarzarbeit regt man sich komischerweise mehr auf, als über gut 600Mrd zusätzliche Staatschulden, oder einem Hoeneß!..

        • Hab noch einige Argumente, warum die lauten Proteste selbst Jahre nach der EInführung von Hartz IV noch so verhalten sein könnten: Die Millionen Menschen, die angeblich auf Hartz IV verzichten, wogegen sollen die protestieren? Diejenigen, die nur Bruchstücke deutsch können oder unsere Sprache garnicht beherrschen, woher sollen die sich informieren? Wobei mich mal interessieren würde, wie hoch prozentual die Anteile von Sanktionen unter den vielen Nationen sind, falls Sie verstehen, was ich meine. Die vielen Aufstocker, die kaputt von der Arbeit nach Hause kommen, haben höchstwahrscheinlich keine Kraft mehr.

          Die vielen gewonnenen Verfahren zugunsten von Hartz-IV-Empfängern bezeugen Widerstand. Nur besser leben kann man von dem nachgezahlten Geld trotzdem nicht. Arbeitsloseninitiativen haben auch schon eine Menge auf die Beine gestellt.

          Wenn Deutschland lt. Wikipedia mit Stand vom 30. Juni 2012 insgesamt 80,399 Millionen Einwohner hat, dann dürfte es statistisch gesehen dem Großteil der Bevölkerung finanziell gut gehen.

          Und ich gestehe: Ich war noch nicht auf einer einzigen Demo.

  11. Ist eigentlich schon mal jemand auf die Idee gekommen das Hilfebedürftigen nicht geholfen werden soll??!
    http://www.jungewelt.de/2013/07-02/023.php
    Ich weiß es aus eigener Erfahrung!
    Jeden Mitarbeiter des Jobcenters habe ich vor Gesprächsbeginn darauf hingewiesen das ich als Bürger und nicht als Kunde da wahr. Dementsprechend würde ich auch meine Bürgerrechte nutzen und auch vor einer persönlichen Anzeige nicht zurückschrecken sollte sich das erforderlich machen.
    Das in einem ruhigen ,sachlichen aber bestimmenden Ton und mit einer inneren Verachtung meines Gegenüber.
    Ein anderes Gespräch habe ich erst gar nicht zugelassen.
    Danach konnte ich eigentlich immer mit denen verhandeln, nur war nichts da was ich verhandeln konnte.
    Ich kam vom Vorstellungsgesprächen und sollte am Bewerbungsträining teilnehmen usw.
    So könnte man noch mehr Unsinn auflisten.
    Aus meiner Sicht gibt es nur ein Ziel: Betroffene aus dem Leistungsbezug zu drängen, egal wie!

  12. Das Letzte: „Leicht vermittelbar“

    Ein Betroffener schreibt uns:

    Eine Personalsachbearbeiterin eines Unternehmens, bei welchem ich mich beworben hatte, berichtete mir heute, dass viele Arbeitsvermittler ihren Klienten gegenüber behaupten würden, sie seien sehr gut vermittelbar, so dass es auch bei der aktuellen Stellenanzeige zu einer unüberschaubar großen Flut an Bewerbungen kam, die sich von 80 bis 200 Bewerbungen bewegen können, von denen die meisten es allerdings nicht einmal bis in die engere Auswahl von ca. 5 Bewerbungen schaffen. Das macht den Personalabteilungen der Unternehmen sehr viel unnötige Arbeit, die – wie man zwar nicht hatte aussprechen, aber so doch indirekt hatte zum Ausdruck bringen wollen – schon bei der Auswahl der zu selektierenden VERMITTLUNGSVORSCHLÄGE eingespart werden könnte.

    Es schonte auch Ressourcen, die Arbeitssuchende völlig unnötig in vollkommen überflüssige, weil inadäquate Bewerbungsanstrengungen stecken müssen.

    http://www.nachdenkseiten.de/?p=17836

  13. noch was: Leute, in den Notsituationen könnt ihr zu Sozialdiensten gehen in euerer Stadt, Bahnhofsmissionen, SKF(Sozialdienst Katholischer Frauen) Kirchen, alle mögliche Sozialdienste! Die Unterlagen vom Job Center (Sanktionierung etc. Mietvertrag etc. mitnehmen!!!!!!) Geht zum Arzt wegen den Psychoterror und lasst euch das bestätigen und wenn ihr Krank seit zb.Posttraumatische Belastungsstörung, Krankmeldung! Schwangere bitte zum Frauenarzt!!!!!!! Die Sozialdienste werden für Miete, essen, helfen und sich mit dem Job Center in Verbindung setzen! Fragt auch ob Sozialarbeiter die mit euch zusammen aufs Job Center gehen. Geht in den Jobcentern zum CHEF!!! Bitte nicht verzweifen!!!! Schon gar nicht an Selbstmord denken!!!

    • M B

      Sofern ein Attest vom Hausarzt etc ausgestellt wird, tritt der Amtsarzt der JC in Aktion, der schnell wieder alles auf hebt!

  14. @somethingwrong: verantwortlich wird da niemand gemacht, weil es im SGB steht, die Staatsanwaltschaft wird die Sache einstellen! Setz deine Energie lieber ein in dem du Sofort! aufs Sozialgericht gehst und schaust das du eine Einstweilige Anordnung bekommst! Renn dem Richter usw. die Tür ein, um mit Ihm Persönlich zu reden! (hatte ich früher auch gemacht!) Geb die ganze Sache an einen Anwalt. Gehe zum Arzt, wenn du schon vom Job Center so psychisch angeschlagen bist, dann geh auch zum Psychiater, die helfen dir auch! Schalte Sozialarbeiter ein, die sind oft in Diakonie etc. schau da im Telefonbuch rein! Zudem ist bei drohender Obdachlosigkeit die Stadt (Ortspolizeibehörde) zuständig! Geh dahin und sag was los ist, aber bevor du Mietrückstand hast, wenn es geht! Stelle ein Antrag an dein nach dem anderen! Geht auch per email oder Fax, Da hat man auch die Nachweise das es angekommen ist 🙂
    Beantrage Vorschüsse, Mietweiterzahlung, Lebensmittelgutscheine etc.etc. bestehe auf schriftliche Antwort.
    Eigentlich findest du die email Adresse auf dem Bescheid , im günstigsten Fall auch die email der Sachbearbeiterin! Zum schluss noch, nicht vergessen dich an Inge Hannemann zu wenden, und an die Medien!!!! Alles Gute und Viel Kraft!

    • @M B Konstanz,
      nur ein kleiner Tipp. Als Antwort unter dem Kommentar von @somethingwrong würde es besser gefunden!
      Ansonsten stimme ich Dir natürlich zu (wie auch an meinem Kommentar zu erkennen)

    • Nun wollen wir einmal die Realität sprechen lassen,
      denn immer wieder kommt es vor, sofern ein Vermieter erfährt, dass er einen HartzIV Empfänger als Mieter hat, erhöht er sofort die Kaltmiete, natürlich nicht ohne sich vorher darüber zu informieren, in welcher Höhe die JC die K-Miete tragen.
      Teilweise schon so frech , dass er nicht einmal eine Anfrage stellt, die Mieterhöhung begründet, sondern sich kurz fasst, indem er schriebt:Hiemit erhöht sich die K-Miete zum …… um 38€, 5 Wochen später um 62€ mtl, in der Hoffnung den HartzIV Empfänger los zu werden, vor allem wenn er sich für die Neben-Betriebskosten interessiert.
      Solche Diskriminierung interessiert den Staatsanwalt ebenso nicht, auch wenn nur 2 HartzIV Empfänger diese Mieterhöhung erhielten, die restlichen Mitbewohner(24Wohnungen, keine H4 Empfänger) aber nicht!
      Und der Anwalt?
      Man lacht, damit man nicht heulen muss.

      • @sugar base,

        ja, die Welt ist schlecht!
        Zudem ist einem Vermieter nicht gerade unrecht einen ALG II-Empfänger als Mieter zu haben, denn dann kommt die Miete pünktlich, insbesondere, wenn sie vom Jobcenter direkt gezahlt wird.

        • Tanguero,

          diesem Vermieter waren die HartzIV Empfänger aber ein Dorn im Auge, obwohl er die Miete direkt vom JC erhält(habe mich extra erkundigt), es stellte sich aber raus, die Neben-sowie Betriebskosten will er nicht kontrollieren lassen Punkt, also will er den Mieter los werden.

          • Da gibt es zum Beispiel den Mieterschutzbund. Man muss halt aktiv werden und nicht nur jammern.

            • Tanguero,

              sie haben keinen blassen Schimmer, davon aber ganz viel!Wir haben auch Rechte, na und ?Also erst lesen, dann verstehen und dann erst schreiben!
              Und wenn Sie derartig weltfremd sind, nicht einmal die Höher der Gebühren für den Mieterschutz kennen, die als erstes verlangt werden, dann tun Sie mir leid.
              Sie armer linker Tropf!

  15. Dem Jobcenter und dem Gericht mache ich es tunlichst nicht leicht mit meiner Sanktion um 30 Prozent: http://mensch-im-internet.de/dokumente/jobcenter_sanktion_30pro_einstweiliger_rechtsschutz_sozialgericht.pdf
    Mittlerweile habe ich das Hauptsacheverfahren in Gang gesetzt und werde es unter http://mensch-im-internet.de/hab-ich-schwein-gegen-hartz-iv-behoerde dokumentieren.

    • @ Veit

      Schön das Du dich wehrst und denen richtig Arbeit machst. Ich glaube aber, daß Du – auch in der Hauptsacheverhandlung – keine Chance hast. Vielleicht hülfe es auf die Unsinnigkeit der Maßnahme hinzuweisen, da sie in keiner Weise dazu geeignet ist deine Hilfebedürftigkeit zu verringern, geschweige denn aufzuheben. Zudem stellt sie eine erzieherische Maßnahme dar und unterstellt, weil er unterstellt das Du aktiviert werden müsstest und orientierungslos bist. Dem Staat ist verboten erzieherische Maßnahmen gegenüber Erwachsenen anzuwenden.

      Der Souverän

      • Jüngst habe ich einen Bundesverwaltungsrichter auf einer Veranstaltung sagen hören, disziplinierende Maßnahmen staatlicherseits seien okay. Dem habe ich widersprochen. Ob ich eine Chance hab oder nicht, mir kommt es auf das Grundsätzliche an. Ich werde dem Gericht klarmachen, dass es mich offiziell zum Lügen zwingt, soweit es die Sanktion befürwortet, ich diskriminiert werde und Grundrechte verletzt bzw. eingeschränkt werden. Unabhängig davon, ob die Klage nach juristischen Maßstäben Erfolg haben wird oder nicht.

        • Wenn das Urteil gegen dich ausfällt, hast Du dem Gericht – und auch sonst niemandem – gar nichts klar gemacht.

          Der Souverän

  16. Zitat:
    „Doch kommen wir zurück zur Wahl. Volker Pispers hat sich da auch schon Gedanken gemacht, was sich nach der Wahl ändern wird. Seine Expertise stimmt vermutlich mit der der Nichtwähler überein. Nur machen die Nichtwähler den Fehler, die Parteien, die sie abstrafen wollen, zu stärken, deshalb predige ich seit Jahren: „Leute, geht wählen!“

    Inzwischen frage ich mich allerdings auch: „Wen denn?“. Ein Leser hat mich dann auf die Idee gebracht. Geht Wählen, wenn Eure Nichtwahl ein Protest sein soll. Doch statt ein Kreuz bei einer Partei zu machen, nehmt einen Marker und macht den Stimmzettel ungültig. Streicht den Wahlzettel komplett durch oder schreibt quer, dass keine wählbare Partei da ist oder klebt alternativ einen Aufkleber mit diesem Text auf den Wahlzettel. Aber geht hin zur Wahl, aus zwei Gründen.

    Man kann Euch nicht vorwerfen, ihr währt zu dumm, zu uninteressiert oder zu faul, um wählen zu gehen.
    Wenn z. B. die Zahl der ungültig abgegebenen Stimmen unter Umständen prozentual zweistellig ist, dann ist es ein nicht mehr zu übersehender Protest, den selbst die gleichgeschaltete Presse nicht mehr ignorieren kann, weil ihr Geschwätz von Politikverdrossenheit und Wahlmüdigkeit dann nicht mehr zieht.“

    Zitat Ende:

    http://www.flegel-g.de/2013-06-30-kommende-Wahl.html

    • http://www.wahlrecht.de/lexikon/ungueltig.html

      Stimmenthaltung und ungültige Stimme = Nichtwahl

      Eine Stimmenthaltung und die Abgabe einer ungültigen Stimme haben beide den gleichen Einfluss auf das Wahlergebnis – nämlich keinen. Nur in einem Ausnahmefall – der Abgeordnetenhauswahl in Berlin (bis 2004 auch bei der Landtagswahl im Saarland) – gilt für die Berechnung der Fünf-Prozent-Hürde die Zahl der abgegebenen statt der gültigen Stimmen, so dass ungültige Stimmen hier einen marginalen Einfluss haben können. Im Übrigen zählen sowohl für die Sitzzuteilung als auch für die Prozentangaben im Wahlergebnis stets nur die gültigen Stimmen.

      • Entscheidend sollen hier die bewusst vom Urnengänger abgegebenen ungültigen Proteststimmen sein, die sehr wohl gezählt werden und der Öffentlichkeit präsentiert werden. Man stelle sich vor wir hätten bei der nächsten Bundestagswahl 100% Wahlbeteiligung. 50 % davon gültige Stimmen und 50% begründete ungültige Stimmen. Keiner könnte dann mehr von einem müden Wahlvolk reden. Noch besser wäre allerdings die ankreutzbare Option auf dem Wahlzettel:

        X : Keine der aufgelisteten Parteien ist für mich wählbar.

        Das wäre dann die virtuelle Partei der Nichtwähler.

        Ich selbst wähle DIE LINKE

    • @Karl Görtz,

      auf die Frage „wen denn“, empfehle ich „Die Linke“!
      Sie ist die einzige Partei, die bereits Anträge auf Aussetzung der Sanktionen gestellt hat,
      die Partei, die einen erhöhten Regelsatz und letztendlich die Abschaffung von Hartz IV fordert.
      Bisher fehlten ihr allerdings die notwendigen Stimmen.

    • Die „geh wählen“ Parole verhallt – sofern nicht breit in den Medien diskutiert – sinnlos, weil das Nichtwählertum schlicht ein gewachsenes Ergebnis des politischen Lug und Trug ist. Resignation auch deshalb, weil „Wahlversprechen“ letztlich auf dem Niveau von Winkeladvokaten angepasst werden.

      Siehe HartzIV, man wollte die Arbeitslosigkeit bekämpfen, nun bekämpft man die „Arbeitslosen“.
      Oder siehe den Euro. Es ist nur eine Frage der Zeit bis die Blase auch hier platzt. Firmen haben ganze Abteilungen um auch den Letzten Euro Subvention abzugreifen, der „Kleine Mann“ zahlt und blutet zugleich langsam aus.

      Zugleich sinken Löhne und „Rücklagen“, etc. wegen der Zinspolitik und schöngerechneter Inflation. Wer etwas mehr, aber nicht das große Geld hat legt es bei Hedgefonts und Ähnlichem an, was durch deren „Investitionstätigkeiten“ wiederum zur Teuerung und damit gesteigertem Abhängen des „Kleinen Mannes“ führt.

      Egal welche Partei, alle arbeiten nur daran das System zu flicken und das Unvermeidliche hinaus zu schieben. Keine Partei , mit Ausnahme des AfD und der Linken vielleicht, versucht einen Schnitt jetzt wo es uns noch relativ gut geht.

      Meine Idee, zu der mir aber die Zeit fehlt wäre alle Nichtwähler im Netz auf einer Plattform zu versammeln und per Unterschrift zu bekunden, dass man die Entscheidungen der „gewählten“ Minderheitsregierung nicht bereit ist mitzutragen und selbst eine „Abstimmung“ (GG Art.20 Abs.2 in Verbindung mit Abs.4) darüber initiiert, ob die „Wahl“ für ungültig zu erklären ist weil sich seit Jahren undemokratische Lügenbolde an die Macht schwindeln.

      Die aktuelle Regierung wurde von nicht einmal 25 Prozent der _Wahlberechtigten_ gewählt, das heißt es werden weitreichende Entscheidungen für uns alle, von einer Minderheitenregierung getroffen, die aber real gesehen nicht wirklich demokratisch legitimiert ist, weil sie die Gruppe Wähler (~30 Prozent) ignoriert, die diese Wählerbetrüger und deren einseitige, auf Lug und Trug aufbauende Politik ablehnen und dies durch Nicht Wählen zum Ausdruck bringen, da dies noch die einzig verbliebene Möglichkeit zum Ausdruck des Widerstands gegen die gleich geschaltete, undemokratische Verlogenheit in Politik und Medien darstellt.

  17. Wenn eine existenzbedrohende 100%-Sanktion gegen mich verhängt wird … wer ist denn dafür verantwortlich?
    Muss ich darüber nachdenken oder kann ich umgehend eine Anzeige gegen den Sachbearbeiter erstatten?
    Kann mir das jemand in diesem Forum beantworten?

    • Solche Klagen sammelt der Staatsanwalt,denn selbst wenn der Sachbearbeiter tatsächlich vorsätzlich und wider besseren Wissens (was bewiesen werden müsste) einem berechtigten Anspruch nicht statt gibt, bzw sanktioniert,liegt hier kein Betrug im Sinne des StGB vor.

      • Es ist und bleibt Nötigung nach §240 StGB. Aber soweit ich weiss, ermittelt die Staatsanwaltschaft
        nicht weiter, da letztendlich auch der Gesetzgeber dafür zur Verantwortung gezogen werden müsste.

    • @somethingwrong,
      verantwortlich dafür sind die neoliberalen Parteien (CDU/CSU/FDP/SPD/Grüne), die diese „Gesetze“
      geschaffen haben.
      Ich würde mich erst einmal an das Sozialgericht wenden und einen Antrag auf einstweilige Anordnung zur Aufhebung von Sanktionen stellen. Natürlich auch Widerspruch gegen den Bescheid einlegen und
      klagen.
      Zusätzlich würde ich mich an den Europäischen Gerichsthof für Menschenrechte wenden.
      Auch wenn die Voraussetzung einer Beschwerde in der Ausschöpfung aller innerstaatlichen
      Rechtsmittel (d.h. bis zum Bundesverfassungsgericht) besteht, ist es einen Versuch wert.
      (Ich habe es bereits getan und meiner Ansicht nach auch eine Begründung geliefert, das
      die Voraussetzungen nicht realisierbar sind, da man nicht gegen ein Gesetzbuch klagen kann)

    • Wenn Du eine Anzeige erstatten willst, solltest Du folgendes beachten: Nie das Amt anzeigen (bringt nichts), die Anzeige bekommt derjenige Fallmanager der die Sanktion unterschreibt, er haftet allein, das Amt kann ihn hier nicht schützen. Allerdings sieht es rechtlich so aus, das Du zuerst den Fallmanager darauf aufmerksam machen mußt (am besten mit Beistand/Zeuge), das er eine strafbare Handlung begeht, hier muss das erklärt werden, oder schriftlich überreicht werden, genau das, auf was sich die spätere Anzeige beruft (Straftatbestand). Anzeige dann bei der Polizei aufgeben, die ermitteln dann kriminaltechnisch und bringen das vor Gericht. Das dauert alles sehr sehr lange. Das Gericht könnte dann aber wiederum, die Klage abweisen mit der Begründung, das das Sozialgericht zuständig sei….
      Wie dem auch sei, eine Klage zusätzlich vor dem Sozialgericht, wäre trotzdem, oder gerade deshalb wichtig und sinnvoll/sinnvoller. Siehe oben der Kpmmentar zu MB Konstanz. Die Klage vor dem Sozialgericht ist wichtiger, eine Polizeiliche Anzeige gegen den Fallmanager könntest Du zusätzlich aufgeben, wenn Du mal zurückschlagen möchtest und genug Energie hast, aber der Fallmanager muß erst von seiner strafbaren Handlung wissen, nur so kann eine Anzeige durchgebracht werden.

    • Anzeigen gegen Mitarbeiter der ArGen und MAs sind zwecklos. Der Amtsmissbrauch, die Nötigung und all diese Entgleisungen unfähiger und schlimmer noch, überlasteter SBs sind politisch gedeckt und gewollt, da macht sich kein Staatsanwalt die Finger dran schmutzig.
      Das wird hier gut erklärt…
      http://www.elo-forum.org/infos-abwehr-behoerdenwillkuer/75355-anmerkungen-thema-strafanzeige-gegen-behoerdenmitarbeiter.html

      Du hast nur die Möglichkeit des „Rechtsweges“ und schlussendlich das BVerfG. Letzteres allerdings hat sich anschaulich bereits so positioniert, dass es den Sanktionsschwindel weiter decken wird, so wie es auch erst vom EUGH in Sachen Menschenwürde und „Sicherheitsverwahrung“ eingebremst werden konnte.

      Die Anerkenntnis der Menschenwürde von „Leistungsberechtigen“ setzt bei unserem BVerfG (Nein! Nicht BVG, also Bundesverwaltungsgericht!) erst lange nach „Verwaltungsvereinfachung“ und eines ominösen Konstrukts Namens „Steuerzahler“ ein.
      Dabei hätte es längst zumindest dort eingreifen müssen, wo „Leistungsberechtigte“ nun Jahrelang in sinnlose Maßnahmen gezwungen und geparkt werden, anstatt ihnen, der Intention des SGBII-Gesetzes folgend, einen existenssichernen Job außerhalb der HatzIV zu geben, auch wenn dies ABM heißt. Denn bisher ist der „Leistungsberechtigte“ nur reines Objekt scheinheiligen staatlichen Handelns um HartzIV zu rechtfertigen.
      Eine Mehrheit Leistungsberechtigter wird seit Jahren quasi in HartzIV gefangen und letztlich für den Kommerz, im Pferch der Sanktionsmatrix, fast beliebig nutzbar ständig bereitgehalten.

  18. .. nur eine winzige Passage aus
    ‚Vaterlandslied‘ von Arndt

    [..]
    drum gab er ihr den kühnen Mut
    den Zorn der freien Rede
    [..]

  19. Liebe Leute, man muss in den sog.Tafeln etwas bezahlen für die Sachen! Was 100% Saktionierte nicht können! Liebe , Machts Sinn, habe keine Angst! Wende dich an Inge!

  20. Liebe Inge! Ich sage dir DANKE! Du bist Klasse! Liebe grüsse !

  21. „Die Agenda 2010 kann als Konstrukt der Unterdrückung, Erpressbarkeit, Armut, soziale Ungerechtigkeit und Behördenwillkür betitelt werden und der Rückschritt unseres Sozialrechtsstaates wurde damit eingeleitet.“

    Die Folgen, wenn wir von Hartz IV als Folterung sprechen (hungern lassen, schikanieren, demütigen):

    https://de.wikipedia.org/wiki/Posttraumatische_Belastungsst%C3%B6rung

    Ansonsten steht in diesem Link:

    „Psychische Symptome infolge solcher nicht-katastrophalen Ereignisse werden nicht als PTBS, sondern als Anpassungsstörung (IDC-10: F43.2) klassifiziert.:“

    Womit wir hier weiterlesen können:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Anpassungsst%C3%B6rung

    • Danke Frau B. für die Links.

      Viele Sachbearbeiter, Fallmanager und Arbeitsvermittler sind psychologisch nicht geschult und dürften erst gar nicht tätig werden. Von denen reichen nur ein paar verkehrte Worte um einen posttraumatisch belasteten Kunden in den Suizid zu treiben. Verantwortlich hierfür sind SPD, CDU, FDP und DIE GRÜNEN.

    • Die Bezeichnung „Anpassungsstörung“ wörtlich genommen heißt das also daß die Ursache und Schuld beim Opfer liegt: Sie oder er ist nicht fähig (bereit?) dazu, sich den gegebenheite anzupassen.

      Das scheint mir schwarze Psychologie zu sein.

      • Hallo CJB,
        ich möchte Sie nicht belehren, dafür fehlt mir die Kompetenz.
        Aber. Genauso unwissend wie Sie, fragen auch viele Fallmanager, Sachbearbeiter und Arbeitsvermittler, die Zahlen liefern sollen, die passen.
        Der „Kunde“ steht hier zwischen Boni und Aufstiegschancen. Da kommen psychische Erkrankungen der „Kunden“ gerade recht um sie auf die eine oder andere Art auszusortieren. Jedenfalls mit denen, wo man glaubt, es machen zu können.

      • Das ist mehr als schwarze Psychologie. Denn das heißt übersetzt; unterordnest du dich nicht meinem Willen/Befehlen, bist du krank – ab in die Klapse…

        Der Souverän

        • Das sind ganz legale Begriffe aus der Psychologie, damit wird in Psychotherapien gearbeitet. Was ich über das Thema denke, lasse ich jetzt mal außen vor. Aber für alle, denen es noch nicht reicht, habe ich noch das hier:

          https://de.wikipedia.org/wiki/Paranoide_Pers%C3%B6nlichkeitsst%C3%B6rung

          Im Übrigen sind alle Krankheiten im ICD10 beschrieben. In diesem Jahr kam eine neue Fassung heraus, die stark umstritten ist. Lt. den neuen Festlegungen ist schon gestört, wer länger als 4 Wochen nach dem Tod eines geliebten Menschen trauert. Und nun raten Sie mal, wer von dem Ganze davon profitiert?

          Besonders interessant sind in diesem Zusammenhang die Kapitel F00 – F99.

  22. Sehr geehrte Frau Hannemann,

    ich unterschreibe jedes einzelne Wort!
    (wenn auch nur mit Synonym; die meisten
    sind nicht so mutig wie Sie … )

    Machts Sinn

  23. Zum Begriff der Arbeit

    Das Renteneintrittsalter von 65 Jahren auf 67 Jahre zu erhöhen ist ja seit dem 1.1.2008 abgemachte Sache. Eine Forderung, diese gar auf 70 Lebensjahre zu erhöhen wird gerade erst wieder geäußert. Wohl um die “Öffentlichkeit” schon einmal auf diese Vorderung hin “anzuwärmen”; wohl mit dem doch recht vordergründigen Argument, sich auch noch im “hohen Alter” durch Lohnarbeit einbringen zu dürfen. Aber bei dem Gedanken einer Rente mit 67, gar 70 Jahren im Kontext einer (nicht nur dazu) dringends notwendigen Umgestaltung unserer Gesellschaft kommt man nicht umhin, sich zuvor auch mit dem Begriff der “Arbeit” in unserem kapitalistischen Wirtschaftssystem auseinanderzusetzen.

    Wenn wir den Begriff “Arbeit”, “Arbeiten gehen” verwenden, denken wir, implementieren wir automatisch “Lohnarbeit”, abhängige Arbeit gegen Lohn, der uns ein “Einkommen” ermöglicht, mit dem wir als Konsumenten im Wirtschaftskreislauf mehr oder weniger erfolgreich unseren Lebensunterhalt bestreiten sollen.

    Arbeit an sich ist aber in unserer heutigen Welt wesentlich mehr als nur diese “Lohnarbeit”, die uns in Abhängikeiten zwingt. Arbeit ist alles, was uns im täglichen Leben so agieren lässt. Gesellschaftlich-, familiäre Reproduktionsarbeit (Haus- und Familienarbeit, soz. Engagement), politische und kulturelle Teilhabe und -Bildung, alles. Dabei geht es nicht nur um “Beschäftigung”, sondern auch “Gestaltung”, um Gestaltung des menschlichen Seins an sich. Im Gefüge unserer (modernen) Gesellschaft ergibt sich durch das tägliche Gestalten des eigenen Ichs und seines Umfeldes eine Rückkopplung auf das eigene “Ich”; die eigene Identifikation durch Reflektion in unserer “Sozialgesellschaft”.

    Inzwischen hat sich der Begriff der “Arbeit” so weit über seine bisher beschriebene Bedeutung (Marx, Arendt) ausgedehnt, dass Tätigkeiten als “Arbeit” bezeichnet und in die Lohnarbeit eingemeindet werden, die ursprünglich der Freizeit vorbehalten waren: Sport, Theater, Politik, sogar Gottesdienste. Das geht soweit, dass eine Tätigkeit, die nicht “Arbeit” ist garnicht mehr anerkannt wird. Warum sollten sich somit auch Arbeit und “Frei”-zeit gegenwärtig auf diese Weise unterscheiden? “Freizeit” bekommt nur seinen Sinn als Gegensatz zur “Lohnarbeit”, der “Unfrei”-Zeit, und wird von dieser somit auch noch vereinnahmt und wie der Begriff der Arbeit ökonomisiert. Deshalb lässt sich in unserer heutigen vernetzten Welt “Arbeit” und “Freizeit” nicht mehr so ohne weiteres unterscheiden. Somit ist es aus der Sicht der Protagonisten u. a. der Rentenfrage sehr wahrscheinlich auch nur ein kleiner, vielleicht allzu unwesentlicher Schritt auch noch die “Freizeit” der Rente zu ökonomisieren, egal ob mit 65, 67 oder 70.

    “Lohnarbeit” ist eine spezifische Form in einer Gesellschaft, in der die Produktionsmittel Privateigentum sind, was die einen haben und die anderen nicht. Es wird – deshalb eben nicht auf gleicher Augenhöhe ausgehandelt, auch nicht durch Stellvertreter, Gewerkschaften etc. -, die Ware Arbeitskraft derer bezahlt, die keine eigenen Produktionsmittel haben. Somit ist sie abhängig, und ist nur eine Spielart, eine besondere Definition der ursprünglichen, natürlicheren Form der täglich unabdingbaren Arbeit unserer menschlichen Existenz. Lohnarbeit bedingt zusätzlich in der Ausprägung unserer jetzigen durchökonomisierten Gesellschaft eine künstlich geschaffene, übergestülpte Ersatzform dieser ursprünglicheren, natürlicheren “Sozial”-gemeinschaft. Soziale Aspekte werden beliebig hinein, und wieder hinausgerechnet. Hineingerechnet z.B., wenn der Kontext auf “Selbstbestätigung” durch reine Beschäftigung gelegt wird, egal wie prekär diese Beschäftigung dann für den (Lohn-) Abhängigen wird, herausgerechnet durch anscheinend systembedingte, ökonomische Gründe des Arbeitgebers, wenn er “mehr oder weniger” gezwungen, diese dem Sozialstaat wieder vor die Füße kippt.

    Ein beliebtes Spielchen ist es nun Inhalt und Bedeutung der Begriffe “Arbeit” und “Lohnarbeit” wechseln zu lassen, bis deren unterschiedliche Bedeutungen miteinander verschmelzen, in täglicher Anwendung von der Allgemeinheit gleichgesetzt werden. Dann können auch erst Sprüche wie “wer nicht Arbeitet soll nicht essen” etc. wirken. Der Spruch “Sozial ist, was Arbeit schafft”, ist deshalb auch besonders perfide, weil er auf die “Dummheit” der Allgemeinheit zielt, die abgegrenzte Bedeutung der abhängigen “Lohnarbeit” nicht mehr erkennen zu können.

    Wie man sieht, passen also schon alleine der Begriff “Verrentung” (mit 70?) nicht zum Gedanken einer Überwindung des bisherigen ökonomisierten Begriffes der “Arbeit” zur reinen “Lohnarbeit”. Wenn man davon ausgeht, dass eigentlich auf Grund einer immer weiter steigenden Automatisierung der bisherigen “Arbeit” und somit einer immer weiter steigenden Produktivität der Arbeitsplatz eines Lohnarbeiters auch immer mehr in Frage gestellt wird, sollte man sich fragen, welchen Sinn es überhaupt macht, unsere notwendigen Sozialkosten an “den” Arbeitsplatz dieses Lohnarbeiters zu koppeln?! Wenn immer mehr “Lohnarbeit” abgebaut wird, sollte man sich fragen, wie sich denn nun ein adäquates Einkommen einer Familie und damit unser Staat, unser Rechtswesen, unser sozialer Bezug , – denn der Einzelne auf sich allein gestellt könnte nicht überleben -, gestalten sollte?!

    Gleichzeitig muss man ausdrücklich davor warnen, das große zu beackernde Feld der Finanzierung eines Sozialsystems hauptsächlich zu privatisieren. Es müsste immer erst eine angemessene Rendite bezahlt werden; ein Restbetrag würde an die Versicherten ausgeschüttet. Wobei es dem Versicherten natürlich auch nicht ermöglicht würde, (demokratisch) auf seine Anteilshöhe einzuwirken. Das KANN nicht im Sinn des Versicherten funktionieren. Eine Sozialversicherung dieser Größenordnung und Art (Rente, Gesundheitswesen, etc) sollte also immer in der Hauptsache umlage- und, oder steuerfinanziert, und gleichzeitig in ein adäquates Überwachungssystem einer demokratisch ausgerichteten Sozialgemeinschaft eingebunden sein.

    Wenn man sieht, dass durch eine von allen Menschen erschaffene und intakt gehaltene Infrastruktur es ermöglicht diesen gemeinsam erwirtschafteten Profit dieser Gemeinschaft vorbei in die Taschen einiger weniger Superreichen zu schleusen, die auf Grund ihrer Höhe diese Werte gar nicht mehr verkonsumieren können, diese dem Wirtschaftskreislauf entzieht und noch dazu durch die ständige Verzinsung ohne “Abeit” enormen Mehrwert für genau wieder diese Superreichen schafft, also die real im Wirtschaftskreislauf erschaffenen Werte ersetzt und abzieht, sollte man sich nicht nur die Gedanken machen, auch genau an dieser Stelle für unsere lebensnotwendige Sozialgemeinschaft abzuschöpfen.

    “Sozial” und “Staat” sind aufgrund unseres, den Staat definierenden Grundgesetzes (-Verfassung?), identische Bedeutungen für unsere Gesellschaft. Wer unseren Staat entsolidarisiert und entsozialisiert, zerstört unsere Gesellschaft!

    Die Ökonomie des Kapitalismus an sich hat KEINEN sozialen Auftrag!

    Gruß,
    H.-W.

    • Ein bisschen spät dran,

      es gibt schon regierungsnahe Wissenschaftler(Merkel lässt sie regelmäßig an tanzen), die es als eine Notwenigkeit an sehen, des Renteneintrittsalters auf 70 Jahre hoch zu schrauben.

      • Dieser Artikel von mir ist auch schon etwas älter, nichtsdestotrotz immernoch genauso aktuell.

        Mir kam es auch eher darauf an, den in uns hineinmanipulierten verfälschten Sinn des Begriffs der Arbeit mal wieder etwas zu differenzieren und in Erinnerung zu holen.

        Arbeit Lohnarbeit

        Lies es doch auch mal ganz…

        Gruß,
        H.-W.

  24. Kein JC-Mitarbeiter darf diese oder jenes nicht, er tut es aber, unterstützt von den Mitarbeitern der Stadtküchen, die dem Staat täglich zu arbeiten, denn würde endlich Hunger in Deutschland entstehen, dann wäre es schon lange nicht mehr so still bei uns.
    Die Sanktion-Maßnahmen werden so lange durch gekaut, bis sie ausgelutscht sind, man tut gerade so, als wäre dass das einzige Mittel die HartzIV Empfänger finanziell zu schwächen, dabei erhalten sie die schon regelmäßig in Form von Verteuerungen.Die Energiekosten fressen ihnen die Haare vom Kopf und zwar monatlich.
    Also weiter Sanktionen-Debatte, sie hängt einen schon aus den Ohren, denn was nützt dem Sanktionierten die Deklaration, wo er doch weiß , alle HartzIV Empfänger werden durch den Staat, der Mitbevölkerung regelmäßig bestraft, nur die Form fällt verschieden aus.
    Aber weiter…..

    • Hallo sugar base –

      bitte mich nicht gleich wegklicken… im Kern haben Sie natürlich recht, daß die „Suppenküchen“ oder (Ortsnamen-) Tafeln „dem System“ quasi „objektiv“ zuarbeiten und „den [zugrundeliegenden] Konflikt“ entschärfen, indem sie Menschen am Leben halten, die wohl sonst materiell/ physisch ernstlich gefährdet wären. Es gibt Fälle in der Vergangenheit, wo „Hartzer“ regelrecht verhungert oder an Armutskrankheiten verstorben sind.
      „Hunger in Deutschland“ haben wir „endlich“ schon, der muß nicht mehr extra geschaffen werden. Wir brauchen auch keine weiteren Sterbefälle aus Hunger, die dann skandalisiert werden. Das fände ich dann doch eher zynisch.
      Sie könnten die Tafeln und die Erst-Helfer etc. auch genausogut einmal für die „Erste Hilfe“ loben und ggf. anregen, daß diese neben anderen auch Alarm schlagen (was sie durchaus schon öfter bzw. länger tun). Je mehr Menschen dort – wohl eher unfreiwillig – auftauchen und um Nahrungsmittel bitten, umso greller scheint das große Problem auf, das auch Sie und mich und viele andere quält und zu recht empört. Das könnte man natürlich öfter, beharrlicher und deutlicher an die Öffentlichkeit bringen – hier ein entsprechender Appell an die Medien.
      Machen Sie etwas draus und nörgeln Sie nicht nur allein an „systemstabilisierenden Aktivitäten“ dieser Menschen herum.
      Sie haben recht, wenn Sie üble stumpfe Praktiken der Jobcentermitarbeiter/ der „Fallmanager“ anprangern.
      Aus irgendeinem Grund verstehe ich Ihre Loserlyrik aber nicht wirklich.
      „Es is‘ ja, wie es is'“ (Stephanie, die mit dem Frühstück bei ihr im Imbiß – N 3) – ja.
      Es gibt vielerlei Ansätze zum berechtigten Machen, Lästern und Kritisieren, was das Geschehen angeht.
      Frust drängt sich auf, ganz klar – auch Resignation, lakonische Äußerungen und all das.
      Aber es geht noch mehr…

      • Olaf aus HH,

        wenn Sie sich darum kümmern, dass einem Mann, dessen Ehefrau vor 5 Wochen gestorben ist, er mit seinen 2 Kindern(7u11J) ein Schrieben vom JC erhält, er müsste sich eine kleinere Wohnung suchen, dann interessieren ihn nicht mehr Sanktionen, nicht einmal sein Recht wird ihm da mehr klar.Da muss man einschreiten, Widerspruch ein legen, denn die 6 Monate Miet- Fortzahlung hatte man einfach unterschlagen!
        Oder die Frau die nicht ihre Erstausstattung komplett erhielt, da muss man Kühlschrank, Bettlaken, Tücher, etc zusammen suchen,wer hat ist geizig, ärmere Menschen geben eher etwas!,(eh wieder ein Gericht entscheidet) da interessieren keinerlei Sanktionen, nein der Alltagsstress wird ständig durch die JC erhöht..usw usf!
        So nun gehen wir tanzen……

        • Zu der Gewinnmaximierung der Lieferfirmen sagen ich lieber nichts, denn steuerliche Erleichterungen gehen jetzt schon in die Mrd€ udn die 1€ Jobber werden gefördert, da die Tafeln teilweise als gemeinnützig deklariert sind. 500€ pro € € Jobber mtl ist auch nicht zu verachten!

          • Und wenn man dann noch hinter die Kulissen guckt, erfährt man vom Unternhemensberater Kienbaum!

      • Olaf aus HH

        noch ein Wort zu den Suppenküchen, (so nenne wir sie hier)!
        Es kann nicht sein und da geht mein Verständnis dem Ende entgegen, dass Verwandtschaft, Bekanntschaft nicht einmal so weit hilft, dass Mütter/Väter gezwungen sind, dorthin zu gehen.
        Weshalb nie ein Appell an die Mitmenschlichkeit in der Bevölkerung?
        Wieso gucken Onkel, Tante , Eltern , Geschwister zu, wie die eigenen Verwandten sich mit Wohlstandsmüll über die Runden bringen müssen?
        Es gibt es Frauen die ihre Kinder dort mit hin nehmen, anschließend geht es zum Schlachter, den man um Wurstreste bittet, später zum Second-Hand-Shop, das Kleine immer noch an der Hand fest haltend.
        Wenn ein Kind so auf wächst, sollten wir uns nicht wundern, wenn es das eines Tages als Normalität an sieht.
        All diese Auswüchse sind nur durch den Individualismus entstanden, gepaart mit Egoismus, welches eine kranke kranke Gesellschaft entstehen ließ.. HartzIV ist die Gelegenheit die Gesellschaftsform wieder in ein gesundes Gleichgewicht zu bringen, dass Miteinander entsteht aber nur durch Elend, man denke an die Nachkriegszeit, aber anscheinend haben wir noch nicht genug davon, oder aber die Dickfälligkeit hat bei den Menschen, anstelle dem Herzen eine Registrierkasse entstehen lassen..

        P.S
        Hoffe Merkel liest nicht mit, sonst glaubt sie noch HartzIV wäre etwas Gutes, was weiter existieren muss !

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  1. Aufgelesen und kommentiert 2013-07-03 - Duckhome
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