Vermittlungsskandal 2002 BA trifft auf Hannemann

und die kugel rollt

und die kugel rollt

 

Es war einmal und ist noch immer (?) …

Ein aktiv beschäftigter BA-Mitarbeiter (Echtheit geprüft) aus einem Jobcenter schickte mir folgende Hinweise …

Den Beitrag können Sie gerne einstellen, z.B. unter dem Pseudonym „Vermittlungsskandal“.

 

 

 

 

 

Parallelen zum Vermittlungsskandal (2002)

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) kann mit (berechtigter) Kritik nicht umgehen. Das dokumentiert sie durch die Pressemitteilung (PM) „Inge Hannemann gefährdet tausende Mitarbeiter der Jobcenter. Presse Info 035 vom 14.06.2013“ (Quelle: http://www.arbeitsagentur.de/nn_27044/zentraler-Content/Pressemeldungen/2013/Presse-13-035.html ).

Diese PM ist ein beeindruckendes und desillusionierendes Zeugnis für die Fähigkeit mit Kritik und mit Veränderungsvorschlägen umzugehen.

Beim ersten Lesen der PM musste man davon ausgehen, dass es sich um ein Fake handelt. Man konnte sich nicht vorstellen, dass eine derartige Erklärung von einer Bundesbehörde veröffentlicht wird. Man wartete darauf, dass diese PM von der BA oder von der zuständigen Bundesministerin korrigiert wird und eine Gegendarstellung im eigenen Interesse erfolgen würde. Und wartet noch immer …

Auf eine Kritik der PM wird hier verzichtet, weil (u.a.) Prof. Dr. Stefan Sell (Hochschule Koblenz) eine hervorragende und ausgewogene Würdigung veröffentlicht hat:  „Wozu Kritik an den letzten Außenposten des Sozialstaats führen kann: Die Bundesagentur für Arbeit exkommuniziert Frau H. aus H. und schießt ein veritables Eigentor“

(Quelle: http://aktuelle-sozialpolitik.blogspot.de/2013/06/15.html).

Der Umgang mit der Botin einer schlechten Nachricht erinnert an den Umgang der gleichen Behörde, die damals noch Arbeitsamt hieß, mit Erwin Bixler.

Herr Bixler war Mitarbeiter des Arbeitsamtes und entdeckte im Rahmen seiner Arbeit (er war als Revisor tätig) Unregelmäßigkeiten.

Kurz: das Arbeitsamt schönte die Statistiken hinsichtlich der durch Vermittlungsarbeit des Arbeitsamtes besetzen Arbeitsstellen. Damit wurde der Öffentlichkeit eine Effektivität vorgeführt, die sich bei näherer Betrachtung als nicht real erwies.

Die Parallele zu Frau Hannemann: Was Hr. Bixler intern vortrug wurde nicht beachtet … über Monate nicht beachtet. So sah er sich, um Schaden vom Arbeitsamt abzuwenden, verpflichtet nach außen zugehen. Erst nach einem Gespräch mit Arbeitsminister (Riester), kam eine Dynamik auf, die dazu führte, dass Herr Jagoda (damaliger Chef des Arbeitsamtes) gehen musste und die Behörde komplett umgebaut werden sollte. Mit diesem Umbau, ist man trotz gegenteiliger Beteuerungen und, wie die PM zeigt, noch nicht fertig.

Dass hier möglicherweise noch Reformbedarf besteht kann dem Aufsatz „Perspektive Qualität“ (aus 2012) von Herrn Einsiedler (Hauptpersonalrat der Bundesagentur für Arbeit) entnommen werden (insbes. auf Seite 3 wo von 19 Millionen Vermittlungsvorschlägen berichtet wird und einer Erfolgsquote von 2,1 %. http://www.nachdenkseiten.de/upload/pdf/121213_bundesagentur_analyse.pdf ).

Dieser Skandal (aus dem Jahre 2002) ist im www gut dokumentiert. Hier sei auf zwei Quellen verwiesen:

1) Bundeszentrale für politische Bildung

http://www.bpb.de/politik/innenpolitik/arbeitsmarktpolitik/55132/oeffentliche-arbeitsvermittlung?p=all

2) „Gegen gefälschte Statistiken in den Arbeitsämtern: Erwin Bixler

Ein engagierter Arbeitsamt-Revisor aus dem Landesarbeitsamt Saarbrücken gegen die Übermacht eines deutschlandweiten Behörden-Apparats

Erwin BIXLER ist inzwischen (früh)pensioniert und lebt von einer bescheidenen (Früh)Pension. Sein Widersacher, der auf politischen Druck hin ‚gehen‘ musste, ist ebenfalls Pensionär: Bernhard JAGODA, Träger des Bundesverdienstkreuzes und des Bayerischen Verdienstordens.“

(Quelle: http://www.anstageslicht.de/index.php?UP_ID=14&NAVZU_ID=57&STORY_ID=54)

Ich wünsche mir, dass man das großartige theoretische und praktische Fachwissen von Hannemann und vielen anderen Mitarbeitern der BA/ der JC nutzt, um dringend notwendige Veränderungen einzuleiten.

Dass Frau Hannemann, ähnlich wie Gustl Mollath (siehe : Gustl for help“), einen Skandal aufdecken und dafür mundtot gemacht werden sollen, erschüttert unsere Freiheitliche demokratische Grundordnung, die wir ja vom Papier her haben sollten, bis auf das Mark.

Letzte Anmerkung:

Frau Hannemann hat meiner Erfahrung nach vollkommen Recht, wenn Sie behauptet, dass die Mehrheit der Mitarbeiter der BA und der JC motiviert und kundenorientiert sind. Leider gibt es in der Bundesagentur und den JC, beeinflusst durch die herrschende Politik, keine Diskussions- und Veränderungskultur. Es gibt politisch motivierte Zielvorgaben über die die Mehrheit der Mitarbeiter und der Führungskräfte – seit Jahrzehnten – den Kopf schüttelt.

Diese Inkompetenz zu einer Neuorganisation aus eigener Kraft hängt maßgeblich davon ab, dass jede Bundestagswahl, jeder Wechsel im verantwortlichen Ministerium dazu führt, dass neue Säue durch das Dorf getrieben werden, lange bevor festgestellt werden kann, ob die letzte Sau nicht doch ein Goldtaler legender Esel, gewesen wäre.

Ich verweise hier auf den Fall Gustl Mollath, weil die Machtstrukturen, die dafür sorgen, dass ein Mensch sieben Jahre weggesperrt und seiner Menschenrechte beraubt wird, die gleichen sind, die verhindern, dass das wahre Ausmaß der „Krise unseres Staates“ bekannt, und geändert, wird. Frau Hannemann hat aber den Vorteil, dass das Unrecht was ihr geschieht von Anfang öffentlich ist, während Gustl Mollath viele Jahre warten musste bis sich ein Unterstützerkreis bildete, der für Öffentlichkeit sorgte. Und dennoch: Was sich die verantwortlichen Gerichte in Bayern derzeit leisten „geht auf keine Kuhhaut“.



Kategorien:Arbeitsmarktpolitik, Berlin, Bundesagentur für Arbeit

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114 replies

  1. Vor kurzem hat sogar der Spiegel, der ja sonst wie andere nur den Fachkräftemangel herbeiphantasiert, zugegeben, dass die Zahlen der „Arbeits“-Agentur gefälscht sind. Das ist ja schon mal was. Jetzt fehlt noch, dass die Grundgesetzwidrigkeit der Hartzgesetze zugegeben wird.

  2. Inzwischen gibt es außer einer Pressemitteilung der Bundesagentur

    http://www.arbeitsagentur.de/nn_27044/zentraler-Content/Pressemeldungen/2013/Presse-13-036.html
    auch ein Interview mit Herrn Weise

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/arbeitsamt-chef-weise-nimmt-stellung-zu-manipulations-vorwurf-a-907599.html

    Beides ist fürchterliches Gesülze: quer über die Bereiche von Arbeitslosengeld und Hartz IV hinweg, irgendwo im Spannungsfeld zwischen Sanktion und Untätigkeit, zwischen Arbeitsagenturen, Jobcenter und Optionskommunen …

    Aber vielleicht hat Inge Hannemann ja längst den BRH-Prüfbericht? Alles zu seiner Zeit: Salami-Taktik der Offenbarung macht das Thema anhaltend spannend.

    Aber der Nebel wird sich sicher noch vor der nächsten Wahl lichten.

  3. 1. HartzIV oder genauer gesagt Agenda 2010 ist kein Zufall. Jede andere Partei hätte dieses Werk eingeführt. Somit ist es unwichtig welche Politiker in welcher Partei sind. Manchmal sagen Politiker ob gewollt oder ungewollt die Wahrheit oder Dinge, die der Realität am nächsten kommen. Ein genaues Hinsehen ist dabei wichtig.
    2. Die BA und JC sind nicht wirklich verändert worden. Eine Reform (Zurück zum Alten) fand statt. Nach außen in die Öffentlichkeit wird eine gute Schein-Welt gezeigt, es werden Zahlen jeden Monat präsentiert, die aus einem guten Märchenbuch stammen könnten. Wer die 2,9 Millionen Arbeitslosen glaubt, der glaubt auch, dass die Politiker, die über Wirtschaft und Finanzen reden, diese auch für das Wohl der Bürger einsetzen würden.
    3. Die Geschichte hat erst angefangen. Medien wiederholen jeden Tag das schöne Wetter und Wiederholungen der Wiederholungen. Arbeitnehmer werden gegen Arbeitslose und umgekehrt ausgespielt. Alte gegen Junge und umgekehrt. Wer da mitmacht ist beschäftigt und vergisst einfach mal Nach zu Denken.

    Ich frage mich, wer hat diese Politdarsteller gewählt? Wer nur ein bisschen diesen Darstellern zuhört, sollte wissen, dass diese nicht mal im geringsten seine Interessen vertreten wird. Ein Steinbrück, Merkel, Trittin usw. werden weder HartzIV abschaffen oder andere Dinge für den kleinen Mann unternehmen. In allen Parteien hat die Basis nichts mit der Parteiführung gemein.

    Das Internet ist die einzige schnelle Möglichkeit Informationen ungefiltert zu Verfügung zu stellen. Denn jeder Fall HartzIV Sanktion ist unmenschlich. Die Eingliederungsvereinbarung ist kein Vertrag, sondern verlangt vom ALGII Empfänger das bedingungslose Aufgeben seiner Rechte. Jeder sollte mal nachsehen, in welcher Epoche so etwas bereits gesetzlich vorhanden war. Bis heute sind diese Gesetze VERBOTEN. Sanktionen beinhalten den Verlust der Wohnung, Hunger, geistige und körperliche Folter (Verhungern) die bis zum Tod führt. Einen Zaun ist heute überflüssig. Denn wenig bis kein Geld macht unbeweglich und krank.

    Kennen sie Frank-J. Weise, Vorsitzender des Vorstandes der Bundesagentur für Arbeit, Raimund Becker, Vorstand Arbeitslosenversicherung der Bundesagentur für Arbeit und Heinrich Alt, Vorstand Grundsicherung der Bundesagentur für Arbeit?

    Dieses Personal kennt die Vorgänge bis ins Kleinste sehr genau. Seit Jahren unternehmen diese Herren nichts dagegen. Haben diese Herren womöglich dazu einen Auftrag?

  4. „Es war einmal und ist noch immer (?) …“

    Es war einmal und ist noch immer (!!!) …
    Das ist meine langjährige Erfahrung mit dem Arbeitsamt und allen nachfolgenden Institutionen.
    Jede Reform bringt lediglich einen neuen Namen und einen neuen Briefkopf, und selbstverständlich neue kreative Möglichkeiten, die Arbeitsvermittlung in einem guten Licht darzustellen. Eine neue Tapete, aber dahinter wird der Sumpf weiter instand gehalten.
    Wenn also nur mit einem riesigen Aufwand Statistikfälschung betrieben wird, dann muss diese Behörde abgewickelt werden und für immer verschwinden. Da werden Milliarden frei für das bedingungslose Grundeinkommen.
    Für die Statistikfälschung reicht ein einziger Mathematiker im Bundesmysterium für Arbeitslosigkeit und Sozialabbau aus.

  5. Reblogged this on Jasminrevolution and commented:
    Füge hier deine Gedanken hinzu… (optional)

  6. Alle geprüften Eingliederungsvereinbarungen waren fehlerhaft

    Ein Prüfbericht des Bundesarbeitsministeriums kommt zu dem Ergebnis, dass alle geprüften geschlossenen Eingliederungsvereinbarungen (EGV) die mit Hartz IV Beziehern im Jahre 2010 geschlossen worden sind, die gesetzlichen Anforderungen nicht erfüllten. Demnach war keine der geprüften Vereinbarungen vollständig rechtskonform und korrekt.

    Ein Hauptproblem bei Hartz IV ist, dass die Betroffenen für ihre Erwerbslosigkeit schuldig gesprochen werden. Sprich, der Arbeitslose wird für seine Arbeitslosigkeit hauptverantwortlich gemacht. Deshalb geht die Bundesregierung davon aus, dass Betroffene beeinflusst werden müssten, um ihre Arbeitsfähigkeit für den Markt wieder herzustellen. Gründe wie chronische Krankheiten, Alter oder das Wegbrechen von Arbeitsplätzen spielen bei diesen ideologisch eingefärbten Überlegungen kaum bzw. eine untergeordnete Rolle. Um eine Eingliederung im Sinne des Gesetzgebers zu unterstützen, gibt es sogenannte Eingliederungsvereinbarungen. Die Betroffenen haben bei der Gestaltung kaum Möglichkeiten der Einflussnahme und werden zumeist zu Dingen gedrängt, die sie überhaupt nicht wollen. Der Vertrag wird immer unter Androhung der Mitwirkungspflicht (Sanktionen) geschlossen. Wer gegen die „Vereinbarungen“ verstößt, wird mit Hartz IV Kürzungen bestraft.

    Ein Bericht des Bundesarbeitsministeriums an den Haushaltsausschuss des Bundestags zeigte nun, dass ausnahmslos alle geprüften Eingliederungsvereinbarungen rechtswidrig sind. Die Prüfer des Ministeriums hatten zwölf Jobcenter von Berlin-Mitte bis Villingen-Schwenningen überprüft. Jede dritte Vereinbarung enthielt beispielsweise keine Angaben darüber, welcher Ein-Euro-Job der Betroffene ausüben soll. In nur zwei Drittel der geprüften Verträge wurde überhaupt vermerkt, welche Eigeninitiative erwartet wird. „Hierbei wurden allerdings häufig Textbausteine verwendet, die nicht individuell auf den Einzelfall eingingen“, heißt es in dem Prüfbericht. Demnach werden – anders als ursprünglich gedacht – nur die wenigsten EGV´en individuell erstellt.

    Quelle: http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/hartz-iv-fehlerhafte-eingliederungsvereinbarungen-5655653.php

    Prüfbericht des Referates IIb7

    „Ein Prüfbericht des Bundesarbeitsministeriums kommt zu dem Ergebnis, dass alle geprüften geschlossenen Eingliederungsvereinbarungen (EGV) die mit Hartz IV Beziehern im Jahre 2010 geschlossen worden sind, die gesetzlichen Anforderungen nicht erfüllten. Demnach war keine der geprüften Vereinbarungen vollständig rechtskonform und korrekt“

    Hier geht’s zum Prüfbericht:

    http://www.elo-forum.org/attachments/eingliederungsvereinbarung/41194d1324844080-pruefbericht-referates-iib7-bericht_egv_10.2009_01.2010.pdf

    Die Gültigkeit war bis 30. September 2011 festgelegt. Durch die HEGA 02/10 vom 19. Februar 2010 wurde die GA 28/006 ab 22. Februar 2010 aufgehoben und durch Fachliche Hinweise mit Weisungscharakter ersetzt. Die Prüfergebnisse wurden dabei nicht berücksichtigt.

    Die Prüfergebnisse wurden dabei nicht berücksichtigt, bis heute nicht!

    Nette Grüße aus Celle

    Das Team vom BSG – Celle 2012

    • Ergänzend:

      http://www.bundesrechnungshof.de/de/@@search?sort_on=Date&sort_order=reverse&Subject:list=BA

      Wann wird der bisher geheim gehaltene Prüfbericht der Öffentlichkeit zugänglich?

    • Die Skandale rund um Hartz IV haben inzwischen ein episches Ausmaß erreicht. So lange der Mob jedoch zu blöd ist, dies zu kapieren und keinen Handlungsbedarf sieht, kann man leider Gottes nur hoffen, daß möglichst viele Menschen in den Genuß kommen, mit Hartz IV direkt und persönlich konfrontiert zu werden.

      • „…daß möglichst viele Menschen in den Genuß kommen, mit Hartz IV direkt und persönlich konfrontiert zu werden.“

        Genau so ist das. ich bin zwar nicht Schadenfroh, aber doch froh je mehr aus der Mittelschicht – da arbeitet die Regierung ja fleißig dran – in Hartz IV Bezug kommen.

        Der Souverän

      • Leute, ist ja alles schön und gut, was ihr hier schreibt, aber letztendlich unterscheidet sich der Inhalt der Postings nicht vom jahrelangen Geschwalle in den entsprechenden Foren. Und..? Hat`s was gebracht? Wie viele von euch stecken in einer Maßnahme? Wie viele haben eine EGV unterschrieben? Wer arbeitet für 1,30 € oder beim Sklavenhändler? Wer ist alles Aufstocker? Wie viele von euch legitimieren durch ihre Aktivitäten dieses System? Fasst euch endlich mal selbst an die Nase, der Mensch macht sich durch Verschiebung der Verantwortung selbst zum Sklaven und schafft sich so seine Herren, die ihm sagen, was er zu tun hat.

        Anstatt mit sofortiger Wirkung zu beschließen, dass fürs Denken, Handeln, Fühlen und Wahrnehmen, für die eigene Situation, wie auch für die Situation, in der sich die Gesellschaft befindet, die volle eigene Verantwortung übernommen wird, wird nur verurteilt und gemotzt.

        Ist ja auch schon immer einfacher gewesen.

      • @zak,

        in Deinem Kommentar erkenne ich keinen Unterschied zu den anderen!
        Und wenn Du hier mal genauer lesen würdest, erkennst Du auch, dass einige hier konkret etwas tun.
        Zudem bin ich weder „Aufstocker“, noch habe ich einen 1€-Job, keine EV unterzeichnet und
        stecke auch in keiner Maßnahme, da ich (und da bin ich nicht der Einzige) mich wehre!

      • @ zak:

        Was meine Person anbelangt, habe ich eine klare Einstellung zu Hartz IV und handle auch dementsprechend. Das kannst Du mir glauben!

  7. BA „trickst“ ! – Niebel´s neue Chance ?

    Mit Niebel im richtigen Ressort wäre das nicht mehr passiert:

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/arbeitsagentur-manipuliert-laut-rechnungshof-vermittlungs-statistik-a-907356.html

    Aber Inge Hannemann ist noch „nicht soweit“.

    Gruß!
    Machts Sinn

    • @Machts Sinn
      Was hat das mit Dirk Niebel zu tun?
      Und inwiefern ist Frau Hannemann „nicht soweit“?

      • @Tanguero

        Nun, Dirk Niebel hat sein Herz (ebenfalls?) nicht an den Job als Arbeitsvermittler verloren und war später für die jetzige Funktion von Ursula v. d. L. im Gespräch. Ich bin ziemlich sicher, ihm an ihrer Stelle wäre das nicht schon wieder passiert.

        Noch „nicht soweit“ meint, Inge Hannemann sollte sich stärker „nach vorne“ orientieren, hab´ das schon mal angedeutet …

      • @Machts Sinn,

        Ihre Vermutung, dass dies unter dem neoliberalen Niebel nicht passiert wäre, halte ich für sehr weit hergeholt. Unter ihm hätte es meiner Meinaung nach sogar noch schlimmer werden können.
        Allein seine Einstellung zur „Liberalisierung“ der Wasserversorgung, die zum Glück nun von der EU gekippt wurde, ist ein deutlicher Hinweis.

    • Diese Meldung kann ich NUR bestätigen. Damals menschlich am Boden gewesen (mit erlerntem Beruf!, Arbeitskräfte fehlen?), statt mir erst Hilfe zuteil kommen zu lassen wurde versucht mich, sinnloserweise, auf den ersten Arbeitsmarkt zu drücken. Hat verständlicher weise nicht funktioniert. Hieß das, dass ich dann Hilfe erhalten hätte? NEIN, einzig ein „Mehraufwand mit Arbeitsentschädigung (sogenannter: Zusatzjob)“

      Von allen Seiten hagelt es Kritik, aber trotzdem versucht man krampfhaft immer und immer wieder dieses System zu verteidigen, gegen alle.

      • Kleiner Nachtrag: Man beachte die Kommentare auf „Spiegel“ Bericht veröffentlicht: heute um 08.09 Uhr, KommentarSEITEN 28, innerhalb von drei Stunden. Also: Weiter machen, Öffentlichkeit ist der Weg!!!

    • Das darf jeder für sich beurteilen – auch den Zusammenhang von Vermittlungsstatistik und Wasserversorgung.

    • Der Bundesrechnungshof müßte die rechtliche Mittel/ Macht haben sofort bei Fehlverhalten die verantwortliche zur Rechenschaft ziehen zu können, ähnlich ddwie die Bundesnetzagentur und das Kartellamt, denn so kann er zwar kritisieren, aufdecken aber das wars dann

      • Wenn es um ökonomische Interessen geht, ist die Bundesnetzagentur zusammen mit dem Kartellamt, zahnlose Tiger, ein Beispiel sind Strompreise, oder Spritpreise ( Benzin, Diesel, Kerosin) !!! P.S.: Der Bundesrechnungshof, kann Feststellen und Anprangern und darüber hinaus, sind ihm die Finger gebunden, wenn dass einmal, nicht zum System, dazugehört ???!!!

  8. Ein Bericht über Lohnsklaven (die es angeblich ja nicht gibt!):
    http://www.tagesschau.de/inland/lohnsklaven-deutschland100.html

  9. Kein Zweifel, die BA hat sich mit ihrer infamen Pressemitteilung so weit aus dem Fenster gelehnt, dass ihr zu Recht ein heftiger Wind um die Nase weht.

    Das sollte aber nicht vergessen machen, dass es in diesem Fall nicht die BA ist, die Inge Hannemann „freigestellt“ hat, sondern das SPD-geführte Land Hamburg in Gestalt der Sozialbehörde BASFI.

    Die ständigen Verweise auf „die BA“ ganz allgemein verschleiern die tatsächlichen Zuständig- und Verantwortlichkeiten.
    Zwar gibt es eine grobe Einteilung der Zuständigkeit für Lebenshaltung (Regelsatz) und aktiver (Arbeitsförderungs)Leistungen seitens der BA sowie KdU seitens der Kommune, das ist zum einen historisch bedingt – vorherige Aufgabenbereiche, als auch aus Praktikabilitäts- und Finanzgründen so festgeschrieben.
    So scheinen wesentliche Kritikpunkte am SGB II ausschließlich zu Lasten der BA zu gehen. Dieser Eindruck entsteht nicht zuletzt durch die sogen. HEGA die seitens der BA herausgegeben und veröffentlicht werden. Die Veröffentlichung wurde von tacheles e.V. per Rechtsstreit erzwungen, die Kommunen hingegen verweigern hartnäckig die Veröffentlichung ihrer entsprechenden Richtlinien etc.

    Die tatsächlichen Gestaltungsmöglichkeiten der Kommune sind aber u.a. über die paritätische Besetzung der unmittelbar weisungsbefugten Trägergesellschaften der JC weit größer als es den Anschein hat, z.B.

    1. MAE (1-Euro-Jobs; Zwangsarbeit)
    die sogen. Arbeitsförderungen mit Mehraufwandsentschädigung, somit BfA – entstammen dem früheren Sozialrecht (gemeinnützige Arbeit n. BSHG) und werden kommunal durch die Trägergesellschaften der JC unter Beteiligung von AG- und AN-Verbänden geregelt,

    2. Residenzpflicht
    der undefinierte zeit- und ortsnahe Bereich entstammt zwar dem früheren AFG (EAO), eine genauere, realitätsnahe Bestimmung wäre der Trägergesellschaft aber möglich. Die abschließende Bewertung unterliegt der gerichtlichen Überprüfung.

    3. Sanktionen
    Sanktionen als Reaktion auf Arbeitsförderungsmaßnahmen, somit BfA – entstammen im Wesentlichen ebenfalls dem früheren BSHG sprich den Sozialämtern.
    Es gibt allerdings eine Regelungslücke, die auch von Inge Hannemann völlig legal genutzt wurde und die jede(r) SB nutzen kann, indem erst nach Feststellung einer „Pflichtverletzung“ (Sanktionstatbestand) der Automatismus der Sanktion greift. Wird diese Pflichtverletzung nicht festgestellt, weil sie z.B. entschuldbar ist, gibt es auch keinen Sanktionsgrund. Hier könnte die Trägergesellschaft unterstützend eingreifen.

    Hinzu kommt ein weiterer und angesichts der weit verbreiteten Wohnungsknappheit i.V.m. steigenden Mieten alle Leistungsberechtigten betreffende Umstand, die Ausgestaltung der KdU ff. im Zusammenhang damit stehender Leistungen.
    Dieser Bereich fällt in die ausschließliche Verantwortung der Kommunen.

    Was dabei geschieht ist, ohne das ich hierbei in „Konkurrenz“ zu Sanktionen gehen will, geradezu haarsträubend und reicht von willkürlichen, d.h. bewussten Falschberatungen (feste Qm-Größe) über bewusst irreführende Termini (Zustimmung statt Zusicherung), fehlende Konzepte zur MOG, Unterdeckung der KdU, Zwangsumzügen bis zu Zwangsräumungen mit Todesfolge.
    Mit anderen Worten, die gröbsten und durchschlagendsten Repressalien entstammen dem früheren Sozialrecht und werden von den „Partnern“ der BA, den Kommunen, verwaltet.

    Nicht zu vergessen, es war erklärtes Ziel, die „Überflüssigen“ auf Sozialhilfe(rechts)niveau zu drücken.

    Ceterum censeo HARTZ4 esse delendam 😉

    (frei nach Cato zum Schluss jeder Rede im römischen Senat: „im Übrigen bin ich der Meinung (stelle ich den Antrag ! ), dass KARTHAGO zerstört werden muss!“)

    Die Hierarchie der gemeinsamen Einrichtungen s. http://tinyurl.com/myl9e4p

    Ergänzungen und mögliche Korrekturen bitte an http://t-ac.de

    • Hallo Horst

      Zum ersten Abschnitt möchte ich sagen, dass mich Jobcenter team.arbeit.hamburg freigestellt hat. Nicht die Basfi. Die haben mir nur im März einen mündlichen Arbeitsvorschlag gemacht: Dateneingabe ohne Menschenkontakt und auch unter meiner Gehaltsstufe ( wäre zwar angeglichen wurden), jedoch war die Gleichwertigkeit weit unten drunter. Ziel: Status als JC Mitarbeiterin zu verlieren, damit die Medien das Interesse verlieren. So wurde mir das auch von einem Vertreter der Basfi gesagt. Ebenso wurde gesagt, dass die BA Druck mache.

      • Hinzu kommt jetzt auch noch die Tatsache, dass die Trägerversammlung in Zusammenhang mit ihren
        Kompetenzen eingeschränkt wurde. Das hat unter anderem zur Folge, dass Beschwerden gegen die Jobcenter nun nicht mehr vom Eingabenausschuss der Hamburger Bürgerschaft erledigt werden, sondern
        nun direkt beim Bundestag eingereicht werden müssen.

        • Jetzt verstehe ich, warum man Beschwerden über Jobcenter Hamburg nicht im Trägerausschuss und Versammlung bearbeitet. Und in Berlin landet es dann wo …? Wer ist zuständig für Arbeit usw. ? Hat HH nicht ein Transparenzgesetz? Oder so ähnlich? Advent, Advent ein Lichtlein brennt!

      • Großartige „Demokratie“, nicht wahr?! 😉

        Um so wichtiger, dass die Medien NICHT das Interesse verlieren, und dass wir „Kritiker“ über all diese Dinge rund um HartzIV, Missbrauch und not-wendige Veränderungen in der Gesellschaft immer weiter und immer mehr sprechen.

        Es ist jetzt DIE Zeit, alles zu verändern…

      • hallo Inge,

        „…Zum ersten Abschnitt möchte ich sagen, dass mich Jobcenter team.arbeit.hamburg freigestellt hat. Nicht die Basfi…“

        das ändert aber nichts an der Tatsache, dass nicht das Jobcenter team.arbeit.hamburg dein Arbeitgeber ist sondern die Basfi.
        Das dein fiktiver Arbeitgeber Jobcenter team.arbeit.hamburg dich nicht mehr „mag“ 😉 ist ja „irgendwie“ verständlich, schließlich „spielst du ja mit den Schmuddelkindern“ und das ist „pfui“ 😉

        Mein stärkerer Fokus auf die politisch Verantwortlichen auch in Land und Kommune ist natürlich nicht als Entlastung der BA zu verstehen, sondern soll einfach denen, die sich zu sehr auf die BA und den Bund konzentrieren, einen zusätzlichen Handlungspielraum eröffnen -> als Gesetz kann das SGB2 nur vom Bund zurückgenommen, die Repressalien können aber auch auf tieferen Ebenen angegangen werden.

        Ceterum censeo HARTZ4 esse delendam 😉

        (frei nach Cato zum Schluss jeder Rede im römischen Senat: „im Übrigen bin ich der Meinung (stelle ich den Antrag ! ), dass KARTHAGO zerstört werden muss!“)

        btw. praktische Solidarität: solltest du einmal eine Auszeit/Erholung benötigen, biete ich dir eine bequeme „Couch“ natürlich incl. Netzzugang im nicht ganz unattraktiven Aachen an.

        an den #aufschrei – das ist KEIN Sexismus 😉

      • „Die haben mir nur im März einen mündlichen Arbeitsvorschlag gemacht: …

        So wurde mir das auch von einem Vertreter der Basfi gesagt. Ebenso wurde gesagt, dass die BA Druck mache.“

        Ich hoffe sehr für Dich, dass diese Deine Aussagen jeweils von einem anwesenden Beistand/Zeugen/Personalrat/Anwalt o.Ä. bestätigt werden können. Andernfalls könntest Du sehr schnell und schmerzhaft lernen müssen, dass mündliche Aussagen von Behörden(vertretern) im Streitfall keinerlei Relevanz haben und deren nach bestem Wissen und Gewissen erfolgte Wiedergabe Dich sogar in üble Schwierigkeiten bringen kann, sofern Du sie mit nichts, ausser dem eigenen Wort belegen kannst.

        @horst: Der Exkurs in die (Rechts-)Historie ist durchaus informativ. Nur sollte auch erwähnt werden, dass die Wurzeln der Repression zwar bereits in der früheren Sozialgesetzgebung existierten, aber erst durch das aktuelle SGB II spürbar austrieben und unter Federführung der BA in den sogenannten Argen (später „Jobcentern“) zu ihrer perversen Blüte gelangten. Die anfangs gar nicht bzw. sehr spärlich existierenden „Optionskommunen“ spielten dabei kaum eine Rolle.

      • hallo Inge, Frank H., alle 😉

        Natürlich ist die BA allein aufgrund ihrer Größe und der langen Erfahrung als Bundesverwaltung ein sehr mächtiger Arm der jeweiligen Bundesregierung der sie über das BMAS direkt unterstellt ist.
        Wie aber anhand der Hierarchie zur eG zu ersehen ist, haben die jeweiligen „Parlamente“ (Bundes-, Landtag, Kreis-, Stadt-, Gemeinderäte) auf Basis ihrer jeweiligen (Sozial)Ausschüsse eine direkte Einflussmöglichkeit die sie nutzen können/könnten oder eben nicht, denn die jeweiligen Verwaltungen, einerseits BA andererseits Sozialdezernate, sind nun mal, trotz allen „Expertenwissens“ und zähem Widerstand, an die Weisungen der Politik gebunden, da beißt keine Maus den Faden ab.

        Aufgrund meiner langen Erfahrung mit diesen Verwaltungen, deren Haltungen und dem „Geist“ der in ihnen herrscht(e), bezweifele ich aber die „geistige“ Federführung der BA.
        Schon lange vor dem SGB II waren, ungeachtet der Rechtsposition die das BSHG (1962; soziales Recht statt Fürsorgeleistung) den Betroffenen gegeben hatte, diese in den Sozialämtern durchgängig als mit Steuergeldern zu verwaltende „Sozialschmarotzer“ diffamiert. Eine Ausdrucksweise und Haltung! (Menschenbild) die später von Schröder, Clement und der ganzen Mischpoke nicht erfunden, sondern lediglich auf den dann erweiterten Kreis übertragen wurde.
        Und genau diese Haltung wurde über die Trägergesellschaften in die ARGEn bzw. jetzigen Jobcenter transportiert, indem z.B. leitende Angestellte der Sozialämter mitsamt ihrem Mitarbeiterstab in die Geschäftsführungen der ARGEn abwanderten.

        Völlig anders hingegen das Menschenbild in den ehemaligen Arbeitsämtern, da ging es um Vermittlung und/oder Weiterbildung, Umschulung, etc. auf der Basis von Versicherungsleistungen. Der Abstieg in die steuerfinanzierte Arbeitslosenhilfe war dann zwar durchaus vorhanden, das grundsätzliche Menschenbild änderte sich aber aufgrund der personellen und instrumentellen Kontinuität nicht oder kaum.
        Das die ehemaligen Arbeitsämter, jetzige BA, seit Mitte/Ende der 90-ger Jahre einen grundlegenden Wandel und, aufgrund der strikten Klassifizierung in „arbeitsnah“ und „arbeitsfern“ !!! nebst finanzierter ! Abschiebung ins SGB II (Aussteuerungsbetrag), sich dem Menschenbild der Sozialämter angenähert haben, ändert an dem historisch bestimmenden Charakter wenig.

        Selbstverständlich gilt diese Haltung nicht für jeden Mitarbeiter der jeweiligen Institution, dem bestimmenden Charakter kann sich aber kaum jemand entziehen und wenn, wird er als Abweichler oder „als nicht für diesen Beruf geeignet“ „gebosst“ (sic!).
        Ein kleines (Motiv)Detail am Rande, viele Mitarbeiter arbeiteten seinerzeit vorübergehend im Sozialamt weil dort beschleunigt befördert wurde. Ob das heute noch so ist bzw. mit der Abordnung ins Jobcenter seine Fortführung gefunden hat, entzieht sich, mangels mittlerweile fehlender Insiderkenntnisse (Wohnortwechsel und Rentner 😉 ), meiner Kenntnis.

        Und, wozu das Ganze?
        Nun, ich denke Wissen, insbesondere „Herrschaftswissen“ oder verborgene Informationen, bricht Herrschaft auf und ist Teil der Solidarität, der einzig wirksamen „Waffe“ die wir haben.
        Solidarität (Vernetzung; Ressourcenteilung; größtmöglicher, gemeinsamer Nenner) als erneuter Gegenentwurf zu der jahrzehnte(hunderte)lang betriebenen Vereinzelung, Individualisierung ff. Stellvertreterdenken und Egoismus bietet die Chance Gesellschaft zu verändern. Das zeigen die größtenteils blindwütigen Reaktionen darauf.
        Es ist nicht etwa unmittelbare Angst oder gar Dummheit, sondern Hilflosigkeit gegenüber diesem „neuen“ Phänomen die die jeweiligen „Machthaber“ zu den drastischen Gegenmitteln greifen lassen.
        Der Unterschied zu Tahrir-, Taksim-, „puerta del sol“Platz, Brasilien, bloccupy Franfurt oder auch der Pressemitteilung der BA ist dabei nur graduell, wenngleich schon unterschiedlich schmerzhaft.

        Nicht „Mensch oder Masse“ sondern „Mensch und Masse“ wird dem Neofeudalismus, der selbst die französische Revolution überlebt hat, ein Ende bereiten – hoffentlich, endlich.

        Ceterum censeo HARTZ4 esse delendam 😉

        (frei nach Cato zum Schluss jeder Rede im römischen Senat: „im Übrigen bin ich der Meinung (stelle ich den Antrag ! ), dass KARTHAGO zerstört werden muss!“… und es wurde zerstört!)

    • Ich möchte auf ein Verfahren gegen einen Mitarbeiter hinweisen wegen Verdacht der Untreue wegen der führerscheinfinzierung von jungen Arbeitslosen http://www.saarbruecker-zeitung.de/sz-berichte/saarland/Fuehrerscheine-fuer-Arbeitslose-Beamter-der-Untreue-bezichtigt;art2814,4827334

  10. Ich erlaube mir einmal, einen Ausschnitt aus meinen letzten Widerspruch zu veröffentlichen.
    (Anrechnung einer Dividende, die bisher anrechnungsfrei war, < 100.- €):

    Sehr geehrte…….
    gegen den o.g. Bescheid erhebe ich insofern Widerspruch, als das es auf Seite 2 heißt,
    „Nach § 43 SGB II können Geldleistungen…, wenn es um Ansprüche auf Erstattung oder Schadenersatz handelt, die durch vorsätzlich oder grob fahrlässig unrichtige oder unvollständige Angaben veranlasst wurden.“
    Diese Unterstellung ist sachlich FALSCH, denn bereits zu Ihrer Anhörung in diesem Zusammenhang, habe ich mich auf den Vertrauensschutz berufen, der besagt, dass der Bürger sich bei seinen Dispositionen auf die bestehende Rechtslage verlassen darf und bei Gesetzesänderungen keine für den Bürger nachteiligen Rückwirkungen in Kraft treten dürfen.
    Meine Angaben waren zudem stets richtig und vollständig!
    Demnach ist dieser § 43 in meinem Fall nicht anwendbar, da die Voraussetzungen nachweislich keinen Bestand haben!
    Da die obige Begründung nicht den Tatsachen entspricht und somit diskriminierend und verleumderisch sind, erwarte ich innerhalb der nächsten 14 Tage eine formelle Entschuldigung.

    Für den Fall, dass Sie dem nicht nachkommen sollten, behalte ich mir das Recht vor, sowohl eine Verleumdungsklage, als auch eine Dienstaufsichtsbeschwerde zu stellen.

    Ein solches Schreiben an einen „Kunden“ hätte in der Privatwirtschaft schon für eine Abmahnung gereicht.

    Sobald von Ihrer Seite irgendwelche Aufrechnungen möglich sind, werden diese SOFORT durchgeführt, andererseits aber Forderungen von mir, wie z.B. für ein angemessenes Warmwassergeld nicht nachgekommen, so dass Klagen vor dem Sozialgericht notwendig werden, ich jahrelang auf Erstattungen warten muss und mich somit ständig auch in einer von Ihnen verursachten Unterdeckung befinde.

    Damit wird auch der Wirtschaftlichkeit im Sinne der Bundeshaushaltsordnung nicht entsprochen und der Steuerzahler (wie ich) unnötig belastet.

    • Egal ob eine Petition im Deutschen B undestag oder ikm eingabeausschuss bearbeitet wird gilt folgendes.
      Wenn kein Interesse m.E.n.daran besteht Fehler feststellen zu wollen des JC, dann stellt man die nicht fest
      Beispiel:
      JC HH machte weder auf ein 2004 abgeschlossenes Studium noch auf 2 von 3 selbst gesuchte,dem JC vorgeschlage Vemittlungsangebote .auf die 3.Weiterbildung (beendet 6/06 kam ein Vermittlungsangebot 11/08 vom AA Essen und gelegetlich ab 8/10 vom JC HH:Vorwiegend schickte das ab 8/10 Vermittlungsangebote in einem Bereich in dem man nicht mehr voll arbeiten sollte.Der Bundesdatenschutzbeauftragte schrieb in einem 4 seitigen Schreiben , dass man die hätte nicht machen dürfen wo jemand gezwungen wird gesundheitliche einschränkungen offen zu legen und das sich das JC HH entschuldigt, aber das BMWA und der HH Eingabeausschuss sahen natürlich keine Fehler des JC HH

      • @Merlin,

        das stimmt so nicht!
        Meine Eingabe bei der Bürgerschaft war bereits in der Bearbeitung und auch an die Trägerversammlung geleitet worden, d.h. der Senat ist meinem Anliegen nachgekommen. Aber bei der Trägerversammlung ging es nicht weiter, da diese jetzt nun nicht mehr zuständig sei!

        Beim Bundestag kann ich noch nichts sagen, da meine Beschwerde erst diese Woche abgesandt wurde.

      • Na dann hast du bessere Erfahrungen gemacht,wie ich,aber ich bereite eh schon ein Antragsverfahren auf PKH auf Zulassung einer Klage gegen das Jobcenter HH und einzelne Mitarbeiter vor,die noch bis zum Jahresende an das zuständige LG geht

      • @Merlin,
        toi, toi, toi!
        Ich warte bereits seit Februar 2012 auf ein Verfahren vor dem Sozialgericht (weitere stehen an,
        da schon etliche Klagen eingereicht).
        Vielleicht geht’s beim LG etwas schneller.

  11. Hm, ich weiß was ich will. Deshalb stellen sich mir viele Fragen nicht mit denen andere kämpfen. Ich habe mal in einem Forum geschrieben dass der mein Held ist der Hartz-IV beendet, selbst wenn es Leo Trotzki persönlich wäre. Ich versuche zusammen zu arbeiten. Und Inge Hannemann sehe ich auch in diesem Lichte. Sie weiß was sie will und das riecht für mich stark nach Erfolg. Inge Hannemann lässt sich, so wie ich das sehe, nicht beirren und das macht sie stark und angstfrei. Sie ist in meinen Augen geradeaus und offen und ehrlich. Durch die Glaubhaftigkeit der Sache Hannemann werden es immer mehr werden die wissen was sie wollen und worum es tatsächlich geht. Viele der Fragen die jetzt auch oft nicht ganz zufällig auftauchen können später einmal beantwortet werden oder eben gar nicht. Wenn die auf die es ankommt wissen was sie wollen und diese zusammenarbeiten muss sich niemand Sorgen um das Gelingen des Hannemann’schen Anliegens machen. Das bedeutet gleichermaßen dass alle Betroffenen der Hartz-Gesetzgebung davon profitieren werden.

    • @ulysses,

      volle Zustimmung. Auch kann man bereits jetzt schon klar erkenne, dass sich immer mehr
      veranlasst sehen, sich hier zu äußeren. Allein dies ist schon ein toller Erfolg, denn je mehr
      wir sind. desto größer der Einfluss und Erfolg.

  12. Ich arbeite Teilzeit in einem Job den ich mir selbst gesucht habe, wie auch alle Jobs zuvor. Die Jobs die ich vom JC vorgeschlagen bekomme sind meist schon vergeben wenn man das Angebot erhält. Wirklich gross ist das JC in der Vergabe von Maßnahmen die keinem nützen.Wenn man schon für viel Geld solche Maßnahmen schafft,sollte dort wohl am Ende Minimum eine neu erworbene Qualifikation bei raus kommen.Ich persönlich habe in meiner Jugend z.B. gelernt mir einem PC umzugehen, auch mein Englisch ist nicht schlecht…zumindest ist davon auszugehen, denn ich werde immer wieder von Engländern gefragt aus welchem Teil Nordenglands ich komme. Gerade das mit dem Englisch regt mich auf wie Bolle: ich habe in meiner Freizeit mit einem Mitarbeiter eines amerikanischen Flughafens zusammengearbeitet, Kundenbriefe und Gebrauchsanweisungen von deutsch nach Englisch und umgekehrt übersetzt.Ich habe auch ein wunderhübsches Empfehlungsschreiben, natürlich in Englisch, darüber erhalten…..Firmenpapier mit Wasserzeichen, Unterschrift sowieso, und Telefonnummer mit Bitte um Rückruf für mehr Info über mein Arbeitsverhalten ect. Das Arbeitsamt hat mir gesagt ich kann das nicht in einer Bewerbung verwenden !!! Weil es in englisch verfasst ist…ich hab natürlich gesagt das ich das ohne Probleme sofort auf deutsch vor lesen kann…aber abgelehnt. Ich müsste das von einem lizensierten Übersetzer übersetzen lassen und das kostet ca 80 Euro, wie man mir erklärte. Das ist für ne alleinerziehende Hartz-Mamma ein Heidengeld…und das Arbeitsamt übernimmt die Kosten nicht, auch nicht als Kredit…..und das obwohl ich in einer Touristen-Stadt (Hameln) lebe . Ist nicht vorgesehen hieß es. Es geht hier nicht um Schulenglisch wie es fast jeder kann sonder um fließendes sprechen, inklusive Redewendungen, und englischen Humor. Ich behaupte das das eine Qualifikation ist, die nicht jeder vorweisen kann…..aber das Arbeitsamt sagt es ist keine Qualifikation weil ich kein deutsches Papier darüber habe. Meine These: in Deutschland gibt es viele Menschen die eine nicht belegbare Qualifikation haben (z.B. Hacker die sich ihr Computerwissen selbst beigebracht haben ect.). Es wäre mit Sicherheit sinnvoller diese Qualifikationen auf gutes deutsches Papier zu bannen, z.B. durch eine Prüfung oder wie in meinem Fall durch eine Übersetzung, als wie ich in 7 Monaten 3x ein Bewerbungstraining (fast alle Teilnehmer dort hatten schon mehrfach eins) zu finanzieren, das in einem „Unterrichtsraum“ stattfindet in dem man Kopfschmerzen bekommt und sein eigenes Wort nicht versteht,weil vor der Tür eine Presse für Waschmaschinentrommeln ihre Arbeit tut (Impuls Hameln). Natürlich gabs dort eine Anwesenheitspflicht, und das obwohl selbst der Dozent (ich glaub das war die Bezeichnung) nur liest, weil reden keinen Sinn macht. Massnahmen von der BA sollten qualifizieren, tun sie aber nur selten, denn es gibt ja kein Zeugniss. Zu den Schreibern hier die sagen was Frau Hannemann tut sei absolut sinnlos und wenn dann sollte man es doch lieber so und so tun:Vielleicht ist es nicht effizient….vielleicht bringt es nichts….aber ich finde, ein Mensch der etwas versucht was auch nur minimal Aussichten auf Erfolg hat , ist mir 1000 mal lieber als einer der nur motzt und selber seinen Hintern nicht hoch bekommt!

    • @Medea Dike,
      Ihre Erfahrungen sind nun mal der „Normalfall“, Sonderfälle mit speziellen Qualifikationen überforden
      nun mal viele SB und spezielle, sinnvolle Maßnahmen kosten nun mal extra, wofür natürlich kein Geld vorhanden ist. Die anderen Maßnahmen schmälern aber die AL-Zahlen, was wohl Hauptzweck ist, egal, wieviel es kostet.
      Ihrem letzten Satz kann ich vollkommen zustimmen!

    • @ Media Dike

      Du bist qualifiziert, vielleicht sogar überqualifiziert. Es ist doch schon lange kein Geheimnis mehr, daß das bei der Arge verpönt und vor allem NICHT GEWOLLT ist. Denn, damit hättest Du eventuell eine Chance durch einen halbwegs korrekt bezahlten Job von der Arge wegzukommen. Und genau das – da gibt es tausende Beweise – will die Arge mit aller Macht verhindern.

      Was ich bei allen Erwerbsarbeitslosen immer wieder sehe, diese – fast unterwürfige – Abhängigkeit von den Folterknechten. Das ist natürlich gewollt und es wird gezielt darauf hin gearbeitet.

      Aber, Leute, werdet euch doch mal bewusst das ihr keine Kinder mehr seid und keinen Vormund braucht.
      Warum fragt ihr für jeden Scheiß die, die nun wirklich nicht viel im Kopf haben und euch in den meisten Fällen geistig total unterlegen sind?

      Wenn Du also dieses Empfehlungsschreiben auf Englisch in Händen hast, dann übersetze es selbst, IN und MIT DEINEM NAMEN. Hefte es an’s Original und reiche es wo auch immer ein!

      DA BRAUCHST DU DOCH DEN FALLTÜNNES NICHT NACH FRAGEN!!! Der hat doch nicht das Geringste RECHT Dir zu verbieten irgend etwas zu übersetzen! Sowas macht man einfach und gut is.

      IHR SEID DER SOUVERÄN!!! Das ist der Höchste, da steht niemand drüber! Die Fallheinis haben euch zu dienen – mehr nicht.

      Der Souverän

      • Genau. Ich kann auch nicht verstehen, warum sich erwachsenen Menschen von dahergelaufenen %$“§=) (Ausnahmen wie Inge Hannemann natürlich ausgenommen) was vom Pferd erzählen lassen. Erstens gibt es über richtig oder falsch bei Bewerbungen ungefähr 1000 Ansichten. Zweitens haben 99 Prozent dieser Obengenannten null Ahnung. Und drittens haben die doch kein Mandat als Vormund, Bewährungshelfer oder Blockwart.

        ALSO BITTE: Nicht mit denen Plauschen. Hilfe haben die keine. Rechte gegenüber euch im Sinne einer Erziehungsberechtigung auch nicht.
        Nur das nötigste erzählen, am besten alles nur schriftlich einreichen und entgegennehmen.

    • @ Medea Dike

      Nimm‘ Deine Englischkenntnisse/ -erfahrungen und entsprechende Beschäftigungszeiten mit englischsprachigem Zeugnis/ Empfehlungsschreiben bloß in deine Biografie/ Lebenslauf/ Bewerbung auf. Eine Übersetzung brauchst Du dafür nicht, das ist einfach Unsinn. Das mag für gerichtliche Beweismittel oder für Behördenzwecke gelten („Amtssprache ist deutsch.“). Heutzutage ist englisch ganz einfach eine der gängigen Verkehrssprachen, erst recht in Zeiten des Internet. Und in vielen Berufen/ Funktionen schon fast Voraussetzung, jedenfalls ein großer Pluspunkt.
      Notfalls wird sich in der Firma, wo Du dich ggf. bewirbst, jemand finden, der es dem Personaklheini übersetzen kann.
      Aber wenn Dein „Fallmenetscher“ schon so hölzern denkt, dann erklärt sich alles andere an Unsinn, von dem Du berichtest (so gut wie alle hier auch) schon von selbst. Viele tun eben, was sie können, manche können auch das, was sie tun.
      Es sind schon etwas härtere Zeiten…

    • Ja, das ist mir auch schon mehrfach aufgefallen, die völlig absurden Forderungen, die die Jobcenter regelmässig stellen, wenn es um Bewerbungen geht. Und ich habe den starken Eindruck, das dabei eine konstante und konform schlechte Qualität angestrebt wird. Das wird an mehreren Punkten deutlich:

      1. Gestaltung: In den entsprechenden Kursen wird vermittelt, man solle sämtliche Schreiben in einheitlicher Schriftgröße, Typografie und komplett nur linksbündig schreiben. Hallo? Hat das mal jemand angeschaut? Das sieht einfach nur billig aus. Jede Telefonrechnung ist optisch ansprechender. Ich habe bisher *alle* meine Bewerbungen ordentlich gegliedert, mit Absender oben rechts etwas kleiner, Adresse links entwas größer, Datum rechts und so weiter, wie man es eben aus jedem normalen Geschäftsbrief kennt und wie ich es auch in der Schule noch gelernt habe. Und wisst ihr was? Jedes mal wenn ich bei einem Vorstellungsgespräch war, aber wirklich bei *jedem* wurde ich im positiven Sinne darauf angesprochen.

      2. Inhalt: Hier halte ich mich, unabhängig von irgendwelchen Anweisungen, strikt an die Wahrheit. Einerseits natürlich aus Arbeitsrechtlichen Gründen, den Falschangaben bei der Bewerbung sind ja ein Kündigungsgrund. Aber sollte jemand wirklich ganz konkret versuchen mich dazu zu zwingen, dann würde ich da garnicht auf juristischer Schiene fahren, sondern mich darauf berufen, das mein christlicher Glaube es mir strikt verbietet, gegenüber einem anderen ein falsches Zeugnis abzulegen. Das wäre vergleichbar damit als würde man einen Moslem auffordern, als Schweineschnitzel-Testesser zu arbeiten oder so.

      3. Vermittlungsvorschläge: Die Erfahrung hat gezeigt, das sowohl freie Stellen, als auch irgendwelche Massnahmen von vielen Sachbearbeitern absichtlich zwangsweise vergeben werden. Manche suchen wirklich nach Arbeit, aber bekommen weder Vorschläge noch irgendwelche Bildungsmöglichkeiten, während andere von einer Maßnahme in die nächste gejagt werden. Ausserdem werden persönliche Interessen praktisch nicht berücksichtigt. Das führt zwangsläufig dazu, das die durch JC vermittelten Personen oft unmotiviert sind, häufig schlecht oder unpassend (man erkläre einer völlig ahnungslosen Sachbearbeiterin den Unterschied zwischen Elektrik und Elektronik) qualifiziert, während andere, wirklich motivierte Arbeitsuchende zuhause sitzen und ihre Zeit damit verschwenden, ultrahässliche Bewerbungen zu schreiben die eh keiner wirklich ernst nimmt.

      Alles in allem haben die JC dadurch massiv zu dem negativen Bild beigetragen, das nun den Leistungsberechtigten anhaftet. Man hat also die Vorhandenen Zwangsmöglichkeiten im vollen ausgeschöpft, aber nicht um Arbeit zu fördern, sondern nur dazu, um künstlich das Bild des faulen Harzers zu erschaffen, das nun für noch weitere Verschärfungen als Begründung herhalten soll.

      • Zu 1.): Ja, die gute alte DIN 5008 im Briefverkehr…
        Zu 2.):Unwahre oder einen Irrtum unterhaltende Angaben (= Täuschung) brauchen Sie bei Bewerbungen nicht zu machen und dürften Sie auch gar nicht, da liegen Sie rechtlich schon richtig. Und eine persönliche Ethik zu haben und die daraus resultierende Wertewelt zu pflegen halte ich für sozial höchst erwünscht, denn sonst funktioniert hier auch nicht mehr viel unter Menschen.
        Zu 3.): Ja, das sind die Vorgänge, die die „Kunden“ zu recht skeptisch werden lassen und Zweifel am Sinn und der Effizienz des ganzen Hallas hervorrufen.
        Ich hatte einmal eine Begegnung mit (m)einer „Fallmenetscherin“, (die wechseln ohnehin sehr oft) mit der bzw. mit deren Hilfe ich – am Anfang meiner Karriere bei den Hartz IV-Werken eigentlich noch ziemlich naiv – im Gespräch/ „Brainstorming“ u. a. meine „Möglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt“ ein wenig konkretisieren wollte. Das ganze in der Annahme, daß sie mit dem Ohr dichter dran ist am „Arbeitsmarktgeschehen“ als ich. Um den Termin hatte ich gebeten (kommt dort ja wohl auch nicht so häufig vor). Ich komme rein, Begrüßung, sie startet so ganz nebenbei ein Diktiergerät, was bei ihr auf dem Tisch liegt. Die rote Lampe zeigt die Aufnahmefunktion an, ich habe fünfzehn Jahren mit solchen Dingern gearbeitet, habe sogar erkennen können, daß das Band läuft (gespult wird).
        Ab da habe ich genuschelt und leise gesprochen, das dürfte nichts geworden sein.
        Vor allem: Was soll so etwas ? Ich hatte hinterher eher die Vermutung, daß sie zu ihrer Absicherung ggf. eine mögliche Bedrohung oder Beleidigung dokumentieren wollte. Ob so oder so, sie hätte es mir sagen bzw. um meine Zustimmung zur Aufzeichnung des Gesprächs bitten müssen. Und meine äußere Erscheinung und mein Benehmen oder Gesprächsverhalten bieten mit Sicherheit auch keinen Anlaß für solch ein Vorgehen.
        However: Beides ist bedrückend und zeigt Fronten auf, aus Niedertracht, Mißtrauen oder Angst.
        Alles nicht wirklich förderlich für irgendeinen Erfolg.
        Sie saß nur da und „wußte auch nicht“, aber klärte mich immerhin auf, daß ich auch berufsfremde zumutbare Tätigkeit aufnehmen müßte. Alles nicht neu, darüber wollte ich ja auch mit ihr reden, die dann nur mit den Schultern zuckt..
        Gegangen bin ich dann mit der Auflage, eine „1-Eurojob-Beratungs-und-Vermittlungstante“ (sorry Frau Hannemann ! 😉 ) in einer anderen Dienststelle aufzusuchen. Die war cool (den Namen werde ich nie verraten) und der Meinung, daß das nun wirklich nichts für mich sei. Ein prima Gespräch über die Lage der Jobcenter, herzliches Lachen über diesen so elend beknackten „Übungssupermarkt“ des TÜV Nord“, hier:

        (das Ding gab es wirklich !) und auf ihrer Seite deutliche Skepsis/ Resignartion, was den Erfolgswert der SGB 2-Maßnahmen und -Möglichkeiten bzw. ihrer Arbeit angeht.
        Ich war sehr froh und erleichtert zu wissen, daß es auch solche Leute In den SGB 2-Dienststellen gibt.
        Tja – that’s the way the cooky crumbles…

      • Alles in allem würde ich mal sagen die BA und die JC sollten sich wieder darauf konzentrieren, motivierte Menschen in die passenden Jobs zu vermitteln, und zwar sozialverträglich, ohne Lohndumping. Und erst dann, wenn *jeder* einzelne, der einen Job will, auch einen dauerhaften Job hat, erst dann können wir uns mal Gedanken um die machen, die keinen Job wollen. Aber nicht vorher. Ist doch eigentlich logisch, oder? Freie Stellen zuerst für motivierte Arbeitskräfte, und nicht als Represionsmittel gegen vermeintlich „unwillige“. Auch die Zeit für Beratungsgespräche ist begrenzt. Deswegen würde ich auch hier die motivierten und qualifizierten Leistundempfänger bevorzugt behandeln. Das soll nicht heissen das man andere ausschliessen soll, es geht dabei ja nur um die persönliche Motivation.
        Ich denke es würde uns als Gesellschaft viel mehr bringen, wenn die begrenzten Mittel wenigstens dort eingesetzt würden, wo sie auch gewünscht sind, anstatt immer mehr und mehr Aufwand zu betreiben es nicht nur unerwünscht, sondern auch im gesamten eher destruktiv auf die Gesellschaft wirkt.
        Ich hatte es gestern erst wieder mit einem Freund, laut den letzten Zahlen gibt es 300.000 Menschen, die seit Einführung von Harz4 keine Stelle bekommen haben. Gehen wir mal davon aus das *mindestens* 2/3 davon gerne arbeiten würden, aber nix bekommen. Dann bleiben am Ende vielleicht 100.000 Menschen übrig. Von insgesamt wieviel? Ich hab was von insgesamt 8 Millionen Leistungsempfängern im Kopf. Das liegt dann wohl so irgendwo bei 1%. Ja bitte, dann sollen sie doch erstmal versuchen, die übrigen 99% in ordentliche, reguläre Arbeit zu bringen, und *dann*, danach, kann man sich immernoch was für die 1% überlegen.
        Wobei die Frage auch sein muss: Müssen wir da überhaupt etwas tun? Gab es nicht immer einen Teil Menschen die aus irgendwelchen Gründen einfach nicht erwünscht oder gebraucht werden? Ich finde wir müssen von dem irrealen Anspruch wegkommen, das jeder Mensch irgendwie irgendwas arbeiten müssen muss, nur damit er halt muss, weil alle anderen auch müssen. Und wenn alle müssen, dann müssen auch die müssen, die garnicht wollen. Das ist Kindergarten-Logik auf unterstem Niveau.
        Und die Anzahl dürfte so verschwindend gering sein, das es sich überhaupt nicht lohnt, da einen unheimlichen Aufwand zu betreiben, einen ganzen Zwangsapparat aufzubauen, und unseren internationalen Ruf massiv zu beschädigen. Nicht das unterste 1% der Gesellschaft ist unser Problem, die können wir locker mit durchfüttern. Das Problem ist das obere 1%, weil die nämlich mehr Kohle kriegen als der Rest der Bevölkerung zusammen, und auch deren Geld zahlen wir! Und *da* muss mal ganz genau der Blick drauf gerichtet werden, wie es in der Schweiz gerade passiert.

    • Sehr geehrte Medea Dike,

      die Antwort, die man Ihnen beim Job-Center bezüglich Ihrer Referenz / Empfehlung zu Übersetzungen usw. Englisch / Deutsch (und umgekehrt) gegeben hat, dürfte so, wie Sie sie wiedergebend schildern, falsch sein. Vielleicht handelt es sich um ein Missverständnis.

      Ich schildere dazu nur, was mir bekannt ist. Ich hoffe aber, es hilft immerhin dafür, dass Sie die richtige Spur finden (Internet usw.) und dann ganz sachgerechte Informationen „ergattern“ können.

      Bei Ihrem Dokument handelt es sich ja um ein Arbeitszeugnis, bzw. eine Referenz – geschrieben in der Weltsprache schlechthin. Es ist mit allen notwendigen Daten (Unterschrift, Firmenlogo…) versehen, welche die Glaubwürdigkeit des Dokuments belegen, so wie ein deutsches Arbeitszeugnis auch.
      Und Arbeitgeber, die sehr gute Englischkenntnisse verlangen, dürften sie in der Regen auch selbst schon „im Unternehmen haben“. Bei in Deutschland weniger gebräuchlichen Sprachen wäre es vielleicht etwas anderes.

      Was im Job-Center vielleicht angesprochen werden sollte, aber wie so oft nicht rüber kam, ist evtl. folgendes:

      Um in Deutschland ausländische Berufsabschlüsse (aus EU-Ländern u. Nicht EU-Ländern) anerkennen zu lassen, sind in der Tat Übersetzungen der Zeugnisse etc. darüber notwendig. Und zwar vorgenommen von zertifizierten Übersetzerinnen / Übersetzern. Das kostet dann leider Geld, was schwer aufzubringen ist.

      Ihr Zeugnis ist natürlich der glaubhafte, formale Nachweis Ihrer Qualifikation, zählt aber nicht zum oben genannten Kreis beruflicher Abschlüsse, erworben in und anerkannt von einem Staat, EU oder Nicht-EU. Deshalb: Verfahren wie oben genannt.
      Wenn Sie einen Weg suchen, Ihre Qualifikation in weiter das verdiente Licht zu rücken, evtl. folgender Tip: Mit Suchmaschine unter folgenden Eingaben suchen EU, Profil-Pass. (Ich glaube: http://www.profil-pass.eu)

      Der Profil-Pass kann Wege nennen, sog. „informell“ (in Bezug auf Berufsabschlüsse!) erworbene Qualifikationen zuerst für sich selbst, dann für andere dargestellt, zu erfassen. Auf der Seite finden Sie bestimmt auch Hinweise darauf, wie Sie ihre Sprachkenntnisse mit Hilfe der von der EU entworfenen Qualifikationsrahmen noch besser vermitteln können. Der nennt z. B. Kriterien wie „verhandlungssicher“.

      Denn die EU, bei allem meckern, hat längst erkannt, dass in Bürokratien und anderswo, die „hidden treashers“ (da sehen Sie mein schlechtes Englisch!!!!) entdeckt werden müssen, damit was voran geht.

      So wie Frau Hannemann das mit Ihren Kids hoffentlich auch noch recht, recht lange tun kann!!!
      Dafür Danke und für die ganze Arbeit mit diesem Bloog. Von wegen: „Das bringt nichts…“

      Lupo

      .

  13. Antwort an HMH bezüglich Frage vom 22. Juni 2013 um 15:03

    Hallo,
    zunächst einmal, nein ich empfinde keine Schadenfreude Ihnen gegenüber. Viel mehr tut es mir für Sie leid.

    Ihre Frage zu beatworten:
    Der für mich momentan zuständige Sachbearbeiter hat nichts falsch gemacht. Soviel ich weiß werden Menschen im Hartz IV-Bezug nach 6 Monaten AU Schreibung beim Medizinischen Dienst zur Begutachtung angemeldet um wie Sie es schon geschrieben hatten, die Leistungsfähigkeit feststellen zu können.

    Ich bin seit dem 06.10.2010 AU geschrieben und war schon einmal beim Medizinischen Dienst, das war im August 2012. Danach habe ich nichts mehr diesbezüglich vom Jobcenter bis zum 04.06.2013 das war der Tag an dem der Sachbearteiter mir den Gesundheitsbogen für eine neue Begutachtung gegeben hatte gehört. Ich bin jetzt wieder bis zum 26.07.2013 AU geschrieben.

    Ich habe auf meinem Blog die letzte Eingliederungsvereinbarung vom 18.02.2013 veröffentlicht und auch einen kleinen Artikel zum Verlangen Seitens des Jobcenters zur Anmeldung beim Medizinischen Dienst geschrieben, so wie den Gesundheitsfragebogen online gestellt.

    Eingliederungsvereinbarung:
    http://velbertbloggt.blogspot.de/2013/06/eine-eingliederungsvereinbarung-vom.html

    Gesundheitsfragebogen:
    http://velbertbloggt.blogspot.de/2013/06/anmeldung-beim-arztlichen-dienst-der.html

    Liebe Grüße
    Michael Mahler / Velbert

  14. Die Arbeitsämter „früher“ waren nicht nur Erfüllungsgehilfen der Wirtschaft und wie heute der Hartz IV-Verfechter, der jeweiligen Regierung. Sie hatten damals eine Aufgabe, die im Sinne des Erhalts des Sozialstaats auch wahrgenommen worden war, also so im großen Ganzen.
    Mit dem SGB II hat sich dies nun drastisch ins Gegenteil verkehrt, sogar die Gewerkschaften stehen inzwischen dahinter, sämtliche politischen Parteien ebenso, und die Mehrzahl der fehlinformierten Bevölkerung auch. Also, stellt auch ein auf eine Zukunft, die mit Hilfe von Hartz IV aus der Spaltung einen unüberwindbaren Abgrund macht. Ganz im Sinne der Macht und Geldhabenden. Adieu du Menschenwürde!

    • @ Behrens 2. Juni 2013 um 15:29):

      Bittere Worte von Ihnen, die ich gut verstehen kann, weil ich es ähnlich sehe. Zugleich: Wie wäre es denn, wenn wir einzelnen „Hartzer“ ein kleines persönliches Projekt (nichts großes muß es sein) anschieben würden, Das im Gesamtergebnis ein Element zum Erfolg beiträgt. Der Weg ist wohl wirklich lang, aber die Geschwindigkeit des Geschehens kann/ mag sich ändern und zunehmen.
      Dann geht es schneller…

      Beste Grüße aus Hamburg
      (natürlich an alle)

  15. Hallo zusammen,

    ich möchte gerne auf den Punkt Lüge eingehen.

    .
    GUTE NACHRICHTEN vs. schlechte nachrichten
    ————————————————————-
    Es gab vor ungefähr 2 oder 3 Wochen einen Presseclub (am Sonntag bei Phoenix) zum Thema Verteidigungsministerium und Drohne (Meines Wissens nach leider nicht in der Mediathek). Auch in diesem Fall wird ja über die Lüge des Ministers spekuliert. Es wurde allerdings in der Sendung schön herausgearbeitet, dass das ministeriumsinterne Meldewesesen von unten nach oben darauf angelegt zu sein scheint vorzugsweise „GUTE NACHRICHTEN“ nach oben zu melden und die „schlechten nachrichten“ (eher) zu verschweigen.
    (Es waren erfreulicher Weise mal nicht die üblichen Verdächtigen in der Runde)

    Die Zusammenfassung läßt sich in der Formulierung des Ministers erkennen:
    „Probleme, die sich nicht mehr beherrschen lassen.“

    .
    Hirarchie
    ———–
    JA – Natürlich ist es bei dem einzelnen Mitarbeiter eine Falschdarstellung / Lüge, der die nächsthöhere allerdings, ohne ausreichende Kontrolle, aber aufgrund der erüllten (politischen) Vorgaben, liebend gerne aufsitzt.

    Diese Ebene verfährt, obwohl sie nun gerade zum Vorteil des eigenen Ziels „belogen“ wurde, nach dem identischen Schema: Sie sammelt die geschönten Ergebnisse der ganzen Abteilung, stellt sie zu einem neuen, ebenfalls geschönten Ergebnis zusammen und schönt sie dann erneut, um die nächsthöhere Ebene zu beeindrucken. Dieses Schönungsverfahren verschärft sich nun durch die Hirarchie des Ministeriums bis zum Minister.

    .
    Ich möchte auf diesen Punkt eingehen, weil ich der Meinung bin, dass die Bezeichnung „Lüge“ nur in der Beziehung eines Mitarbeiters zu seinem Vorgesetzten sprechen kann. Summieren sich die Lügen durch die Hirarchie, verstärken sie sich stufenweise und werden aufgrund falscher Voraussetzungen sogar noch Entscheidungen getroffen, die das ursprüngliche Problem verstärken, dann sehe ich das Problem NICHT in der einzelen Lüge. Auch nicht in der einzelnen Lüge des Ministers gegenüber der Bevölkerung.
    Die nach unten gerechneten Kalkulationen, um das Projekt am Anfang überhaupt bewilligt zu bekommen, kommen da noch oben drauf.

    .
    Meldewesen und Beförderungen
    —————————————–
    Es krankt am Berichts- und Meldewesen. Es krankt an den Beförderungen, die scheinbar (und nachvollziehbar) diejenigen bevorzugt, die passende und schöne Meldungen liefern.

    .
    Ministerien & ÖD vs. private Wirtschaft
    ————————————————-
    Das dürfte für die BA genauso gelten wie für das Ministerium der Verteidigung (… und auch für die private Wirtschaft) …. Nicht dass jemand auf die Idee kommt, man müsse nun gleich alles privatisieren, weil in der privaten Wirtschaft alles viel besser und kostengünstiger abläuft.

    Der Unterschied zwischen privater Wirtschaft und ÖD besteht lediglich darin, dass:
    – der ÖD seine Schulden Jahr auf Jahr ansammelt und immer ärmer wird und dass:
    – die private Wirtschaft sich selbst bereinigt. DAS klingt GUT!!!

    Das betroffene Unternehmen geht pleite. Na und? Ist doch gut, wenn ein Unternehmen pleite geht, dass nicht gut gewirtschaftet hat. Das bereinigt den Markt heißt es dann immer wieder.

    Es wird lediglich unterschlagen (und zwar REGELMÄßIG), dass die Schulden des Pleitegeiers bei:
    – den Kunden (die schon bezahlt haben aber ihre Leistungen noch nicht erhalten haben),
    – den Dienstleistern (die Ihre Leistungen schon erbracht haben aber noch nicht bezahlt wurden) und
    – Lieferanten (die ihre Produkte geliefert haben, aber auch noch nicht bezahlt wurden)
    bleiben, die das „abfangen“.
    Zählt das keiner zusammen? Über die 60 Jahre der Bundesrepublik dürfte sich da eine Summe Geld angesammelt haben, die der Staatsverschuldung in nichts nachsteht. (Beim Staat kommt der Zinseszins ja noch dazu.)

    .
    Die Neigung zum Menscheln, zum Melden guter Nachrichten nach oben sind in beiden Strukturen genauso ausgeprägt, wie die Ideenvielfalt (im Ergebnis meistens den Bürger) zugunsten der Arbeitsergebnisse zu benachteiligen.

    .
    Auch „der Bürger“ ist in dieser Thematik nicht ganz unbeteiligt:
    Siehe Bundestagswahl nach der Wiedervereinigung, bei der Lafonatine die Behauptung aufgestellt hat, dass die von Kohl aufgestellten Behauptungen zur Finanzierung so nicht funktionieren können.
    Was ist passiert?
    – „Der Bürger“ hat mehrheitlich die später als falsch entlarvte Finanzierung gewählt
    – Lafos Aussage hat sich bewahrheitet.

    Bürger wählen halt in der Mehrheit Steuersenkungen und nicht Steuererhöhungen, weil sie fürchten, dass sie noch mehr bezahlen müssen. Wenn dann auch noch nach der Wahl bestätigt wird, dass Wahlversprechen vor der Wahl nicht mit den Koalitionsverhandlungen übereinstimmen müssen…..
    Na ja — kennen wir alle:
    – Münteferings Äußerung zu Wahlversprechen
    – Mehrwertsteuererhöhung: 0 + 2 = 3
    – FDP zu vereinfachten Steuergesetzen (die geringeren Steuern lasse ich mal weg)
    – u.a.

    praxisferne Prozessoptimierungen
    ——————————————-
    Die Prozesse, die in größeren Strukturen verwendet werden stammen alle von weltfremden BWL-, und VWL- Studenten und deren Professoren, die ihre Statistiken auf eine Anzahl X Parameter.ausrichten und ganz plötzlich überrascht sind, dass – welch Überraschung – ein Mensch, ein Individuum, eine Familie gar, ein Gesetz oder Menschen und Bürgerrechte vorbeikommt und irrational handelt. DAS war nun in dieser Statistik nun gar nicht vorgesehen.

    Dazu kommen dann Wirtschaftswissenschaftler, die ALLE nur RATEN, was passieren könnte und berufen sich auf Erfahrungen, die teilweise bis zu 100 Jahre zurückliegen, in einem vollkommen anderen sozialen, wirtschaftlichen und informationstechnischen Kontext stattfanden und schüren die Angst der Bürger vor Währungsreformen und Wirtschaftskrisen ala 1929.

    .
    Meine Meinung
    ——————-
    Gerade diese Wissenschaftler dieser Richtung scheinen sich mit einer Thematik zu beschäftigen, die Qualtität einer bezahlten ABM-Stelle zum Ausfüllen von Lottoscheinen kaum überschreiten. Dafür ist der Auswand zum Ausfüllen extrem aufwändig gestaltet, dass Außenstehende sich über die Komplexizität zum Setztens der Kreuze im Unklaren gelassen werden. Es wird dann von Expertenwissen geschafelt. JA, das setzen von Kreuzen ist schon schwer und muss sehr gut bezahlt werden. Die teuren Experten sollen ja unsere Gesellschaft und nicht die im Ausland „heilen“.

    Sie bauen dafür ein Szenario auf, optimieren es mit viel Aufwand und auch sie stellen dann überrascht fest:
    Der individuelle Bürger (s.o.) droht damit dieses schöne Gedankengebäude einzustürzen. Da hat man sich in jahrelanger Arbeit von der schwäbischen Hausfrau entfernt. Das darf nicht sein.
    Gängige Lösung: Der Bürger muss sich dem Gedankenmodell anpassen.

    Nebenbemerkung
    Wenn nicht der Bürger dazwischen kommt, dann stört die böse Opposition oder der Föderalismus das schöne Gedankengebäude.

    .
    Der Mensch
    —————
    Es wäre doch mal schön, wenn die Wirtschaft sich eher an der Funktionsweise des menschlichen Körpers orientiert. (z.B. zum Zeitpunkt des Fallens in das Meer (Titanic)
    – Die Körperkerntemperatur wird erhalten (Ziel). Blut wird aus den Extremitäten abgezogen und dürfen „erfrieren“.

    Die Diskussion der Leistungsträger, um die Leistungsfähigkeit der Leistungsträger wird allerdings in den meisten Fällen so geführt, dass man den Eindruck bekommen könnte, dass die elementar wichtigen Menschen / Organe einer Gesellschaft vollkommen irrelevant sind:
    – Landwirschaft (die Konzerne spielen hier keine Rolle, sie werden durch Subventionen gegenüber Kleinbauern bevorteilt)
    – Bildung, Altenpflege,
    – der bekannte Friseur
    – Bäcker und Handwerk allgemein
    – Transport und Infrastruktur
    – Sicherheit

    Als elementar wichtig stellen sich selbst aber dafür Management, Banken und Finanzierung dar.
    Der Handel tritt gleichzeitig in beide Richtungen:
    – bei Lieferanten drückt er Preise nach unten UND
    – bei Kunden erhöht er die Preise

    Versicherungen stellen sich als Versichertengemeinschaft da, handeln aber vorwiegend im Sinne der Aktionäre und verstecken sich hinter versicherungsmathematisch berechneten Modellen und Paragraphen ihrer Vertrags- und Vertriebsmodelle.

    .
    Dazu kommt der Umstand, dass sie durch die Bewertung ihrer Branche und ihrer Berufsgruppe ihre eigenen Gehälter nach oben schrauben und die anderen degradieren, entwerten und nahe der Armutsgrenze lassen.
    Begründung: Sie erwirtschaften nicht das Geld, dass ihnen gerade schon abgesprochen wurde.

    .
    Komisch nur, dass der menschliche Körper ganz anders reagiert:
    Er läßt die Extremitäten „erfrieren“, die zum Schwimmen befähigen und rettet dafür die inneren Organe, wie das Herz, bis zum Schluss. Nur der Mensch (angeführt von selbsternannten Experten) rettet seine Arme und Beine, rettet seine schöne Haut und läßt dafür seine inneren Organe unterversorgt.

    .
    Forderung
    ————-
    Anpassung der Wirtschaft an die Mechanismen, die im menschlichen Körper auch funktionieren und sich seit Jahrtausenden bewährt haben. Selbsternannte Experten und Branchen dürfen nur verprassen, was nach der ausreichenden bis guten Regelversorgung aller Organe übrig bleibt.
    – Weltraumtourismus?
    – Militär?

    Nicht umgedreht:
    Erst verprassen und was dann übrig bleibt, ist für die Lebenserhaltung.

    .
    Meine Hypothese
    ———————-
    Würde man das weltweite Wirtschaftssystem wieder auf die Füße stellen (und den Mensch und nicht seine persönlichen Interessen in den Mittelpunkt), würden sich etliche politisch und religiös motivierte Streitigkeiten in Luft auflösen.
    Das bedeutet zunächst einen Ausgleich zwischen den Branchen und dem jeweilig für die Gesellschaft relevanten Gewicht!

    .
    Meine Wette
    —————-
    Im Gegensatz zu den bisherigen Experten wette ich, dass meine Behauptung funktioniert. Aber ich werde NIE in die Verlegenheit kommen meine Wette einzulösen.

    Die Egoisten und selbsternannten Experten (auch religiöse) werden schon dafür sorgen, dass die Wirtschaft so weiter läuft, wie wir es kennen und werden dafür Sorge tragen, dass die Reglementierungen, Einschränkungen und Bevormundungen, die wir aus unterschiedlichen Bereichen und Ländern kennen und verurteilen weiter laufen.

    .
    Wenn diese Wissenschaftler (in der Summe) mit ihren Modellen Recht hätten, würde es ja besser laufen.
    Und was ist dann in Interviews zu hören? So Sätze wie:
    „Ich gehe davon aus, dass …“
    „Ich behaupte, dass …“
    „Es ist so geplant, dass …“
    „Es ist so beschlossen, dass …“
    Und diese Wettkönige sammeln sich dann vorwiegend (aber nicht nur) bei der FDP, AfD und den wirtschaftsfreundlichen Flügeln der Volksparteien. Dazu kommen die Menschen, die sich keine eigenen Gedanken machen und die Meinung von Experten entweder nur nachplappern oder sie nachplappern, weil sie hoffen, dass dann für sie selber auch noch eine Brotkrume abfällt, die ein bisschen größer ist als die Brotkrume für den Nachbarn.
    (Siehe das Wahlverhalten der Bürger oben)

    .
    Schluss
    ———-
    Der Mechanismus, dass von unten nach oben gelogen wird und diese geschönten Ergebnisse sich aufkummulieren wirkt also nicht nur im Eingangsthema.

    .
    Wenn Menschen (auch psychische) Probleme haben, liegt der Feind meistens im eigenen Bett und gibt die Lesart vor – auch wo der vermeintliche Feind oder die Lösung zu suchen ist. Der Feind steht nur in seltenen Fällen VOR der Wohnungstür.
    (Lesart vorgeben heißt hier: Sprachregelung vorgeben, Bevormunden, Macht und Kontrolle ausüben, )
    Das betrifft auch schon die Erziehung von Kindern. „Das macht man so!“
    Sprache ist mächtig!
    Übertragen heißt das:
    Der Feind ist meistens nicht im Ausland, sondern in der eigenen Gesellschaft zu suchen.
    Der Feind könnte z.B. auch die seit Jahrzehnten erfolgreiche Exportwirtschaft sein, die sichtbar das Geld einbringt aber eine Schieflage zur heimischen Wirtschaft erzeugt und weiter verstärkt. Je stärker die Schieflage (incl. der Probleme, die im Ausland damit erzeugt werden) desto schwerer wird aber auch das Zurückführen in ein Gleichgewicht, weil das viele Geld ja dann fehlt.

    .
    Das dürfte sich gesundheitlich allerdings auf der Basis eines Bulemiekranken bewegen, der ständig erbricht. Lange hält ein Organismus das nicht durch.

    .
    ich wünsche ein schönes WE

    • Sehr gute Expertise (das ist NICHT ironisch gemeint)!

    • Sehr interessante aufschlußreiche Darstellung, Danke dafür.
      Wenn man sich dann noch das „Peter-Prinzip“

      https://de.wikipedia.org/wiki/Peter-Prinzip

      und das „Dilbert-Prinzip“

      https://de.wikipedia.org/wiki/Dilbert-Prinzip

      dazu denkt, dann rundet sich das Bild noch ein wenig mehr. Manches wird sogar verständlicher, nur nicht besser. 😉

      • Das Dilbert Prinzip finde ich ja spitze! Beförderung als Schadensbegrenzung!
        Komisch, dass mir das maximal mögliche Schadensausmaß wohl entgangen ist, vor dem uns unsere Leistungsträger seit Jahrzehnten bewahren.
        MENSCH haben wir ein Glück, dass es nicht noch schlimmer ist 😀
        Zugegeben: Italien ist schlimmer und hoffentlich erholt sich Italien von Berlusconi zügig.

        .
        Allerdings stellt sich da nach Dilbert schnell die Frage, ob eine Beförderung ins Management nun wirklich eine Beförderung im Sinne von „höherwertig“ ist. Auch das Beispiel des beförderten Lehres zeigt doch, dass es nicht eine höherwertige, sondern eine andere Arbeit ist.

        Schlussendlich müsste mal jemand sagen, wer entschieden hat, dass Verwaltung und Management in der Hirarchie ÜBER der ursprünglichen Tätigkeit in der Firmenorgansisation angesiedelt sein muss. Diese Eingliederung ist dann auch:
        – für die dort höheren Gehälter und
        – für die ausgesprochene / vermittelte Minderwertigkeit (Leistungsfähigkeit bzw. erwirtschaften nicht die geforderten Werte) der anderen Angestellten
        verantwortlich? An der Stelle sollten wir kurz nachdenken. Oder auch einige Momente länger.

        Im Umkehrschluss würde das bedeuten, dass eine Verwaltungs- / Managementtätigkeit:
        – NICHT mit einer höheren Verantwortung gleichgesetzt werden kann und
        – nicht mit einem höheren Gehalt einhergehen darf, um entsprechende Anreize zu vermeiden.

        Dadurch würde dann Geld freigesetzt, das derzeit zur Schadensvermeidung gebunden ist. Bei den gefühlten Leistungsträgern würden die Gehälter auf das Niveau der tatsächlichen Verantwortung entsprechendes Maß heruntergefahren. Aktuell scheint es sich ja um eine sich selbst beschleunigende Spirale zu handeln:
        – mehr Verantwortung => mehr Gehalt
        – weil mehr Gehalt gezahlt wird ist die Bewertung der Verantwortung entsprechend höher.
        Das wieder ist die Grundlage für ein nochmal erhöhtes Gehalt, das wiederum eine wieder gesteigerte Bewertung der eigenen Verantwortung …. usw., usw.
        Mit den frei werdenden Geldern könnten für die eigentlich systemrelevanten Tätigkeiten und Leistungsträger die Gehälter erhöht werden. Der Organismus „Gesellschaft“ käme in ein neues (ein lebens- und liebenswertes?) Gleichgewicht.

        Ob dieses Gleichgewicht dann eines ist, bei dem die heutigen Führungskräfte nun gleich massenweise auswandern und Leistungs- bzw. Führungslücken hinterlassen oder ob nicht etwa qualifizierte Bürger von woanders nach hier freiwillig einwandern, könnte man sich ja mal ansehen.
        Käse MIT Löchern schmeckt übrigens auch besser. Manchmal schmecken gerade diese Löcher besonders gut. Nach den Selbstbelobigungen unserer Politik, wozu eine Gesellschaft bei Hochwasser im Stande ist (also das Zusammenstehen und gegenseitig Helfen) frage ich mich, wer an dieser Stelle nun einer Falscheinschätzung unterliegt. Diejenigen, die uns Angst machen wollen, dass die teuren Leistungsträger gehen?

        .
        ACH! Da war es wieder! Das böse und nicht einmal ausgesprochene Wort.
        Ich mag „Umverteilung“ übrigens auch nicht. Das Wort alleine klingt schon nach unnützer Arbeit! Wenn etwas verteilt ist, ist man doch fast fertig. Wozu dann wieder unnötig umverteilen? Da muss man die ganze Arbeit ja noch mal machen. Und das gleichmäßige Verteilen ist nicht nur Arbeit. Sie ist auch schwer und von Ungerechtigkeit begleitet. Dann stimmen wir lieber das schöne Lied der Neiddiskussion an und sparen und diese Arbeit, die nur Ungerechtigkeit auslöst.
        Ein Lied, zwei, drei ….!

        .
        Aber mein Eindruck verstärkt sich, dass viele Leistungsträger in Physik nicht aufgepasst haben, als vorne vom Lehrkörper (nur ein „e“) ein filligranes Glaskunstwerk aufgestellt und mit buntem Wasser befüllt wurde, dass sich „Kommunizierende Röhren“ nannte. Oder haben die damals auf dem Schulhof gekifft?

        Und dann dieser irre Arbeitsauftrag:
        Bringen Sie (damals noch Du) die Oberfläche des Wassers in ein Ungleichgewicht!

        Lerne! – In der Politik und in der Wirtschaft geht das!
        Von einem Angeklagten der Nürnberger Prozesse wird kolportiert: „Immerhin – 12 Jahre gut gelebt!“

  16. Das die Bundesagentur für Arbeit unter dem Stiefel der Bundesregierung agiert, dürfte jedem klar sein. Das es aber soweit geht das die Bevölkerung bewusst getäuscht wird, ist tatsächlich ein Skandal.

    Hallo Inge Hannemann,

    ich lese schon des längeren das Blog „altonabloggt“ und bewundere wie Du dich für die Wahrheit engagiert . Allerdings kann ich nicht verstehen mit welchen Beweggründen Du deine ehemaligen KollegInnen, wie ich schon aus einigen Artikel entnehmen konnte, so sehr in Schutz nimmst.

    Ich bin selber ein Opfer im Hartz IV System und habe im Jobcenter Velbert (Kreis Mettmann) ganz andere Erfahrungen machen müssen. Ich musste feststellen das die Sachbearbeiter (Arbeitsvermittler) mit denen ich bisher zutun hatte aus niedrigen Beweggründen stur nach Anweisung arbeiten und die Jobcenter-Bibel (SGB II) für ein tolles Werk halten.

    Um einen Vorfall zu schildern,

    bei meinem letzten Besuch nach Verlangen des Jobcenters, ging es darum das ich mal wieder weil ich schon deslängeren AU geschrieben bin, vom Ärztlichen Dienst der Bundesagentur für Arbeit begutachtet werden soll. Nun gut, damit habe ich auch keine Probleme.

    Ich nutzte diesen Termin allerdings auch um einfach mal meine persönliche Meinung zu den Hartz IV Gesetzen und den Umgang innerhalb der Behörde mit betroffenen Menschen dem ach so freundlichen Arbeitsvermittler zu vermitteln.

    Nach dem ich das dann getan hatte, bekam ich zur Antwort, ihre Meinung ist mir egal, meinetwegen können sie von der Brücke springen.

    Also, ich denke das nicht alle Jobcenter-Mitarbeiter ein solches Gedankengut mit sich tragen, aber mit Sicherheit einige viele, die auch nicht in Schutz zu nehmen sind.

    Liebe Grüße
    Michael Mahler / Velbert

    • Hallo Herr Mahler,

      wenn ich mir vorstelle, dass der für Sie zuständige Sachbearbeiter diese – von Ihnen beschriebene Äusserungen – getätigt hat, wird mir einfach nur schlecht. Dafür habe ich – als ehemaliger Mitarbeiter/ Arbeitsvermittler eines Jobcenters überhaupt kein Verständnis. Mein Verständnis, mit den Hilfesuchenden – nicht Kunden, wie die Bundesagentur für Arbeit es propagiert – war immer das, was Frau Hannemann für sich in Anspruch nimmt bzw. in Anspruch genommen hat.

      Meine Frage an Sie: Was hat denn der zuständige Sachbearbeiter – unter Kenntnis Ihrer längerfristigen Erkrankung – unter Bezugnahme einer Vorstellung beim ärztlichen Dienst der Agentur für Arbeit – ausser das er Sie mit seiner – nach Ihrer Aussage persönlichen Beleidigung – verkehrt gemacht?.Nach SGB II war das legitimiert, um Ihre Leistungsfähigkeit feststellen zu können.

      Ich kann mir nur vorstellen, dass sie aufgrund eines “ gegenseitigen persönlichen Verhaltens“ Ihrer Personen zu einem unüberbrückbaren Misstrauen geführt hat.

      Leider ist dieses menschliche Fehlverhalten durch Symphatie und Antipathie allzusehr bestimmt. Also eine menschliche Wahrnehmnug oder Schwäche, oder (vielleicht) auch durch fachliche Inkompetenz Ihres zuständigen Sachbearbeiters.

      Das gleiche erlebe ich derzeit am eigenen Leib. Ich selbst war in einem Jobcenter als Arbeitsvermittler tätig. Selbstverständlich mit allen Stärken und Schwächen der tätglichen Arbeit. ich habe mich immer für ein humanitäres Verhalten gegenüber den Hilfesuchenden eingesetzt, was mir doch dann den Job gekostet hat.

      Mein derzeitig betreuender Arbeitsvermittler ist so dermassen abgestumpft, dass keine vernünftige Zusammenarbeit möglich ist und er auf (fachliche) Widerrede meinerseits höchst aggresiv (auch mit Sanktionen) zu reagieren versucht. Wie flexibel sich Jobcenter zeigen, lässt sich daran abbilden, dass ich dem Standortleiter/ Geschäftsfüher des Jobcenters gebeten habe – zwecks ein fruchtbaren Zusammenarbeit – mir einen anderen Sachbearbeiter zuzuweisen. Meine Bitte wurde kommentarlos abgelehnt. Beibt das Resumee, das die Jobcenter nicht nur mit dem gemeinen Hilfesuchenden unverschämt umgehen, sondern auch mit „ihren ehemaligen Mitarbeitern“.

      Wenn Sie Schadenfreude empfinden sollten, kann ich es verstehen!

  17. Ist es nicht traurig das es so weit kommen konnte?
    Mal ehrlich, ich rege mich auch oft genug auf, aber meistens bin ich einfach nur traurig wenn ich mir das anschaue. Manchmal macht es auch wirklich Angst.

    Ich meine, wenn ich mir anschaue wie, in welcher Art und in welchem Ton inzwischen über Randgruppen berichtet wird, egal welche. Die Ausländer nehmen und verkaufen eh alle Drogen, Die Harzer sind ja nur fauler Pöbel, die Reichen sind alle nimmersatte Gierschlünde. Ja, und manchmal lasse ich mich davon sogar fast selber einlullen. Aber genau das ist so gewollt! Genau so hat es doch schonmal angefangen, oder nicht? Fängt es nicht immer damit an, das es gesellschaftsfähig wird, andere Menschen pauschal zu verurteilen? Ist der erste Schritt nicht immer die Spaltung zwischen „Wir“ und „Die anderen“ ?

    Aber wir *sind* doch die anderen, es gibt nur ein wir! Ob wir das wollen oder nicht, da helfen keine politischen Statements, keine Distanzierungen und keine Erklärungen, und in Wahrheit fragt auch niemand zu welcher Randgruppe man denn gehört. Schon werden die Stimmen im Land wieder lauter, die meinen in faulen Harzern und integrationsunwilligen Migranten die neuen Schuldigen gefunden zu haben. Und mit den alten Mitteln der propagandistischen Hetze wird nun wieder genau so verfahren, wie es auch vor 80 Jahren pasiert ist. Da wird ein Feindbild aufgebaut, und zwar systematisch und absichtlich!
    Damals herrschte allerdings noch eine ganz andere Atmosphäre, man hatte ja erst kürzlich einen neuen Staat begründet, und die Menschen waren politisch interessiert und aktiv. Da war es nur folgerichtig das man zuerst die politischen Gegner als Feindbild hergenommen hat.
    Und an allem, an was heute die „Harzer“ schuld sind, da waren damals halt die Kommunisten schuld. Oder die Juden. Wobei man da auch damals keinen großen Unterschied machte, war halt alles Pöbel. Und genauso macht sich auch der Stammtischredner von heute keine großen Gedanken darum, wenn er behauptet die Arbeitslosen und Ausländer wären an allem Schuld, weil, die Ausländer sind ja sowieso meistens arbeitslos. Damals hätte man halt gesagt, ach, die Kommunisten, sind ja eh die meisten von denen auch Juden.
    Es ist GENAU DAS GLEICHE was hier abläuft, sieht das noch jemand? Der Faschismus der hier gerade aufgebaut wird, hat nur eine andere Prägung, das ist alles. Faschismus mit kommunistischer Prägung hatten wir schon, siehe China, siehe UdssR. Aber: im Kommunismus ist wenigstens noch der Ansatz enthalten das irgendwie doch jeder was abbekommen sollte. Faschismus nationalistischer Prägung hatten wir auch schon, wobei auch dort wenigstens irgendwo als kleines Nebenwort und Lippenbekenntniss noch das Wörtchen „sozial“ enthalten war. Zumindest wollte man irgendwie so tun als ob. Aber wisst ihr was? In einem Faschismus mit kapitalistischer Prägung, da gibt es sowas nichtmehr. Da bleibt für wertlose „Personalresourcen“ keine kleine Ecke mehr, was unwirtschaftlich ist wird aussortiert, fertig.

    Und ja, mir macht das verdammt nochmal ANGST! Und ich glaube wer bei diesen Entwicklungen keine Angst bekommt, der hat sie noch nicht richtig verstanden.

    • @steffi,
      leider absolut richtig!
      Also, wehret den Anfängen!

      • Tanguero,

        wehret den Anfängen?
        Wir sind schon lange mitten drin und bemerken anscheinend nie, es ist das korrupte, verlogene Volk, dass sich an den HartzIV Empfängern labt.
        Welchen Unterschied gibt es denn von früher?
        Und so lange man sich nicht um dieses Volk kümmert, verfestigt sich die SED, Stasi-Vorgehensweise, man vergisst anscheinend wie gut Merkel im Punkt Agitation, Propaganda geschult ist!
        Und jetzt glaubt man noch, die sich zu HartzIV bekennende Gewerkschaft usw usf, würden umdenken?
        Wer Helmut Berger beauftragte, der hat und hatte nie Skrupel!

      • @sugar base,

        aufgrund Ihrer Haltung, frage ich mich ernsthaft, warum schreiben Sie hier überhaupt noch Kommentare,
        wenn es ohnehin sinnlos, die Menschheit dumm ist und sich nichts ändern wird.

        Das ich diesbezüglich eine völlig andere Meinung haben, dürften Sie zwischenzeitlich schon mitbekommen haben.

      • Tanguero,

        unterlassen Sie einfach die Linketour, schon so infiziert, denn wenn denen etwas nicht passt, reagieren sie noch heute wie Sie.
        Nun zu Ihrer Frage, weshalb ich hier schreibe:
        Weil ich Starrsinn sehe, schon zu lange mit erlebe wie immer wieder der selbe Weg gegen dieses HartzIV ein geschlagen wird, weil ich fest stelle, viele die sich Hoffnungen durch Frau Hannemann machten, lassen allmählich den Kopf hängen, etc etc
        Und natürlich werde ich gehen, ich erwartete wohl zu viel Nachdenklichkeit und Sie blinde Anhängerschaft!!

      • @sugar base,

        was hat meine Meinung mit den Linken zu tun?
        Auch hier setzen Sie sich mal wieder über alle hinweg, interpretieren etwas, was nicht vorhanden ist.

        „Weil ich Starrsinn sehe“, nur nicht bei sich selbst, denn Sie als Einzige, haben natürlich den vollkommen Durchblick und etwas „Nachdenklichkeit“, statt platter Sprüche könnte Ihnen bestimmt auch nicht schaden.

      • Tanguero,

        was das Eine mit dem Anderen zu tun hat?
        Sie haben hier lange nur die Linke in den Vordergrund gestellt, ich erhielt ja sogar Ihre Unterstützung ,so lange ich die Linke Meinung vertrat, aber eines ist immer noch geblieben, Andersdenkende werden und wurden weg gebissen(in wessen Auftrag eigentlich e-Mail?), man musste sich privat treffen um überhaupt noch andere Meinungen diskutieren zu können.Denn wer nicht der Linken Meinung ist, der ist sofort ein Feind.
        So nun genug…egal was Sie noch schreiben, es ist wie mit dem Sack Reis!
        Ich jedenfalls wäre nicht auf Lemminge stolz, wenn doch ,dann kann nur Eitelkeit im Spiel sein!
        Also machen Sie es gut, nein, besser!

      • @sugar base,

        dito!
        Bin gespannt, wann wieder ein neues Pseudonym mit den selben Sprüchen auftaucht.

    • Klasse Beitrag, danke dafür! Das erspart mir die Mühe, eigene Worte für das zu finden, was sich eh kaum noch in Worte fassen lässt.

    • Das ist der erste Kommentar der mir gefällt.Sachlich gut.Und Du hast es auf dem punkt gebracht:

      Es gibt nur ein „wir“.

    • Faschismus ist nicht Neues. Genau genommen ist neu nur, dass es immer mehr wieder bemerken. Brot und Spiele schafft nicht mehr genügend Ablenkung.

      -Dimitroff-Kuusinen: Der Klassencharakter des Faschismus (30iger Jahre)

      Wir müssen beim Faschismus zwischen der Zusammensetzung oder Anhängerschaft und dem objektiven Klassencharakter unterscheiden. Der Faschismus versucht, dem Monopolkapital die Massenbasis unter dem Kleinbürgertum zu sichern, und wendet sich dabei u.a. an die deklassierten Elemente in den Großstädten. Er ist jedoch auch bestrebt, in der Arbeiterklasse sein ideologisches Terrain zu schaffen.

      Der Klassencharakter des Faschismus ergibt sich allein daraus, welche Klassenpolitik er betreibt, welcher Klasse er dient. Der Faschismus ist die Politik des Großkapitals. Der Faschismus an der Macht ist die offene, terroristische Diktatur des Finanzkapitals [= Verschmelzung von Industrie- und Bankenkapital]. Der Grund für den Übergang von der bürgerlich-demokratischen Form der Kapitalherrschaft zur offen faschistischen ist in der allgemeinen Krise des kapitalistischen Systems zu suchen, in der Furcht vor der herannahenden proletarischen Revolution.

      Das Anwachsen des Faschismus bedeutet, dass die Kapitalisten nicht mehr imstande sind, ihre Herrschaft mit den alten Methoden des Parlamentarismus und der bürgerlichen Demokratie zu behaupten. Mehr noch : Die bürgerliche Demokratie wird zum Hemmschuh für die Kapitalisten in ihrer inneren Politik (Kampf gegen das organisierte Proletariat ) wie in der Außenpolitik – im Falle des Faschismus eines imperialistischen Kapitalismus heißt das konkret: Kampf für die imperialistische Neuaufteilung der Welt , der Märkte (geo-strategisch und ökonomisch)… –

      Die Banker haben über das Finanzsystem die Kontrolle über die Welt übernommen.

      1694 Gründung der PRIVATEN Bank of England

      1871 Gründung der PRIVATEN Reichsbank in Deutschland.

      1871 Gründung von Washington D.C. als PRIVATES souveränes Territorium der Banken. Von dort aus Privatisierung der US- Bundesstaaten.

      1913 Gründung der FED. PRIVATISIERUNG und MONOPOLISIERUNG der Kontrolle über den Dollar durch Privatbanker.

      1930 Gründung der Bank für Zahlungsausgleich (BIZ) der Zentralbank der Zentralbanken.

      Die Banker haben weitere eigene souveräne „Staaten“ bzw. Territorien mit Sonderstati von denen sie aus agieren und rechtlich Immunität geniessen, wie u.a. City of London, Vatikan, Berlin.

      Seit der Kriegserklärung der USA vom 6.4.1917 an das Deutsche Reich steht die Welt unter Kriegsrecht. Alle „Staaten“ USA, in Europa und weitere in der Welt sind bankrotte Unternehmen. Der Gläubiger bestimmt was Recht ist, das sind die Banken.

      Das ist der wesentliche Sinn aller Kriege, die sog. „Staaten“ hoffnungslos zu überschulden um sie danach im insolventen Status durch ihren Insolvenzverwalter (IWF) kontrollieren zu können.

      Und da Banken Kredite aus den Nichts schöpfen können….

      „Das moderne Bankensystem erzeugt Geld aus dem Nichts. Dieser Prozess ist vielleicht der erstaunlichste Taschenspielertrick, der jemals erfunden wurde. Bankgeschäfte wurden immer als ungerecht und sündhaft empfunden … Die Bankiers besitzen die Erde. Wenn Sie ihnen diese wegnehmen, ihnen aber die Macht zur Geldschöpfung lassen, dann werden sie mit einem Federstrich genug Geld schöpfen, um die Erde wieder zurückzukaufen … Wenn Sie ihnen diese große Macht nehmen, dann werden alle großen Vermögen, wie z.B. meines, verschwinden; und dann wäre dies eine bessere Welt, in der man glücklicher leben könnte …

      Aber, wenn Sie weiterhin die Sklaven der Bankiers sein und die Kosten Ihrer eigenen Sklaverei bezahlen wollen, dann lassen Sie es zu, dass die Bankiers weiterhin Geld schöpfen und die Kreditvergabe kontrollieren.“

      Sir Josiah Stamp, Direktor der Bank of England, 1928 bis 1941

      Die Bankrotterklärung und Ausrufung des nationalen Notstandes erfolgte in den USA 1933 durch Roosevelt (Proklamation 2040) mit der Konsequenz der Übertragung aller Rechte an die Exekutive. Bis heute. Betroffen davon natürlich alle bis dahin und danach eroberten und besetzten Länder (dazu gehört ganz Europa).

      Aber alle Trickserei ist sinnlos, solange es nicht genügend Leute gibt die sich austricksen lassen.
      Der Faschismus lebt vom Mitmachen des Großteils der Masse. Und die Mehrheit macht mit. Mag‘ sie auch noch soviel jammern und beklagen über die „Bösen“. Der Mitläufer ist genauso in der Verantwortung, sei es nun weil er sich eigene Vorteile verspricht, sich in einer (geglaubten) Zwangslage befindet oder einfach das Rückgrat fehlt. Letztendlich zählt nur die Tat.

      “Die Herrschenden werden aufhören zu herrschen, wenn die Kriechenden aufhören zu kriechen.”

      Im übrigen sei erwähnt, dass System kennt keine Menschen, nur Personen. Personen sind juristische Fiktionen und damit Sachen. Sachen als solches haben keine Rechte.

      „“Insoweit jede Regierung eine künstliche Person ist, eine Abstraktion, nur ein Geschöpf des Geistes, kann eine Regierung nur mit anderen künstlichen Personen interagieren. Die Vorstellung, weder Wirklichkeit noch Substanz habend, ist ausgeschlossen die Gleichheit zu schaffen und zu erreichen mit dem Greifbaren. Die legale Manifestation davon ist, dass keine Regierung wie auch jedes Gesetz, Behörde, Aspekt, Gericht etc. sich selbst auf nichts anderes beziehen kann als ein Unternehmen, künstliche Personen und die Verträge zwischen Ihnen.““

      Penhallow v. DoaneŽs Administrator, 3 US 54, 1 L.Ed.57, 3 Dall. 54 (1795)

      • Vielen Dank für Ihren Beitrag. Und was hat nun dieser konkret, direkt und zeitnah mit dem Sachverhalt Frau Hannemann zu tun? Bittehelfen auch Sie mir endlich über meinen Tellerrand schauen zu könne.

        MfG

      • Tiefer gehende Doku zum besseren Verstehen des Systems.

  18. Nun, dass die BA / das „Arbeitsamt“ schon immer ein verlogener und schamlos tricksender Haufen war und ist, ist nun wirklich keine Neuigkeit. Dass dies nun ein „aktiv beschäftigter BA-Mitarbeiter (Echtheit geprüft)“ mit einem Hinweis – dessen Inhalt ohnehin lange bekannt ist – bestätigt, … wow.

    Liebe Inge Hannemann, Du bemühst Dich ja redlich, Deine (ehemaligen?) Kollegen in einem besseren Licht – weil angeblich kritisch und gar nicht sooo übel – erscheinen zu lassen. Nur: so olle Kamellen auszugraben, ist nun wirklich weder besonders kritisch noch mutig.

    • Lieber Frank H.

      Die Tage bestehen nicht nur aus Mut und Kritik. Zum Glück. Manchmal reichen in meinen Augen auch einfach mal Informationen und ein Rückblick in die Vergangenheit aus.

      Liebe Grüße

      • Wenn die Tage nicht „nur“ aus Mut und Kritik bestehen, dann aber doch zumindest teilweise? Leider ist mir nicht ein Fall bekannt, wo ein bei der BA oder ihrem Wurmfortsatz „Jobcenter“ in Lohn stehender Deiner Kollegen Deinen Standpunkt offen unterstützt oder gar eigene offen kritische Wege geht. Korrigiere mich bitte, wenn ich hier irre.

        • Das ist korrekt. Offen traut sich keiner, dafür ist die Angst vor Existenzverlust, Mobbing, Bossing und Zerstörung der eigenen Persönlichkeit zu groß. Und sie beobachten ja ganz genau welche Geschütze die BA und Jobcenter team. arbeit.hamburg gegen mich auffahren damit sich eben keiner weiter rührt. Ebenso reicht es vielen, wenn sie zu ihren „Kunden“ freundlich sind, ohne das gesamte zu sehen. Auch diese Arbeit ist wichtig und notwendig für die Betroffenen vor Ort. Und wie viele Menschen interessieren sich für Politik und darüber hinaus? Aber auch das muss akzeptiert werden. Und bei vielen spielt Angst eine große Rolle. Und dieses kenne ich nicht. Aber ich habe viele Kollegen im Hintergrund, die mir zuarbeiten.

      • Liebe Inge Hannemann,

        bezugnehmend auf die „Kritik“ des Frank H. habe ich mal die Sicht eines (ehemaligen) AV beim JC Hamburg geschildert, (siehe weiter unten) damit die (ehemaligen) KollegInnen nicht alle über einen Kamm geschoren und verunglimpft werden. Es steht noch ein Teleonat zwischen unsaus! Können Sie sich (vielleicht) noch erinnern! Ihre Telefonnummer habe ich!

        LG

        Michael Hadler

    • Ein weiterer Beitrag zum Thema °Es ändert sich ja sowieso nichts“… 😦

      • Was diese Aussage mit meinem Beitrag zu tun hat, verstehe ich nicht.

        Die Frage ist doch vielmehr, wodurch sich etwas ändert. Inge Hannemann hat es mit ihrer Verhaltensweise in die Medien geschafft. Soweit so gut. Sie ist aber nach wie vor nur ein Einzelfall, der eben deswegen wieder in der Versenkung verschwinden wird. Denn es kommt nichts nach. Die erhoffte Welle von kritischen Stimmen aus dem Inneren der BA ist ausgeblieben. Und nichts ist so alt wie die Zeitung von gestern.

        Ich glaube in der Tat nicht (mehr) an die angeblich zuhauf vorhandenen gutwiligen „Jobcenter“-Mitarbeiter. Dass sich in den Köpfen dieser Gestalten bisher schon etwas verändert hat, ist imho weniger auf eine Rückbesinnung auf ethische Werte zurückzuführen, sondern auf Angst. Angst davor, dass Neuss und Leipzig überall sein könnte. Die Ahnung, dass sie alle noch so scharfen Sicherheitsmaßnahmen letztlich nicht schützen werden, sollten sie ihr menschenverachtendes Treiben unverändert fortsetzen.

        Findest Du das nicht auch traurig?

      • @ Frank H.
        Und ich verstehe nicht, was du mit deinen Postings jetzt eigentlich aussagen, und bezwecken willst.
        Ist der „Fall“ Inge Hannemann für dich bereits abgeschlossen?
        Woher weisst du, dass auch zukünftig nichts passieren wird, wenn offensichtlich gerade erst der Ball ins Rollen kommt?

        Warte doch mal ab, was passieren wird, ohne gleich alles wieder zerreden zu müssen. Inges Unterfangen braucht Geduld!

        Und noch was im Allgemeinen:

        Eines der vorrangigeren Ziele ist es doch, gerade jetzt soviel ehrliche Mitarbeiter auch der JC mit ins Boot zu holen wie möglich; und sei es nur Anonym in der Öffentlichkeit, besser durch Meldung bei Inge. Also bitte nicht alle(s) mit „geschlossenen“ Armen empfangen…

        Dass wir uns untereinander über die Situation im Klaren sind, na ja, ist eben mehr oder weniger klar, oder?! 😉

        Auf in die feindliche Welt da draussen. Dahin muss der Diskurs.

        Gruß,
        H.-W.

    • Frank H.

      So olle Kamellen können als Argumentationshilfe gut genutzt werden.

      Richtig ist aber, an dem heutigen Zustand wird das nichts ändern, weil man anscheinend nicht begreift, der wahre Gegner ist die Menschen verachtende Politik,teilweise schon mit Unterstützung der Justiz, die ihr System gelangweilt von Angriffen, sicher erhalten wird., zumal versucht wird ,sich mit zur Hilfenahme des geltenden, immer weniger angewandtem Rechts ,durch zu boxen! !

      Als fairer Kämpfer wird man NIE gegen einen unfairen, niederträchtigen und vor allem sehr starken Gegner, gewinnen können, da sich alle Einzelkämpfer selbst schwächen, indem sie meinen nicht öffentlich gemeinsam auf treten zu müssen, können, wollen..

      • Das ist es was die Meisten nicht einsehen wollen oder können. Man wird den Massen nicht das Unrechtsystem durch ein paar Internetblogs und ab und zu einige kritische Berichterstattung in wenigen Medien vermitteln können. Genau diese Massen aber sind nötig um (zumindest) das Sanktionssystem abzuschaffen. Die Chance der Massenmobilisierung besteht allenfalls theoretisch.

        Ein anderer Weg führt über die Politik. Das kann man sich direkt komplett abschminken. Hier wäre die einzige Möglichkeit wenn wir Die Linke auf mindestens 35% hieven – was durchaus möglich wäre, wenn wir Erwerbsarbeitslosen da an einem Strang ziehen würden. Auch eher sehr unwahrscheinlich.

        Der nächste Weg wäre der über die Gerichte. Da brauch ich gar nichts zu sagen, daß kann man komplett knicken – völlig illusorisch.

        Der vierte Weg ginge über die Fallheinis. Wenn die sich wie in Frankreich kollektiv weigerten Sanktionen zu verhängen, wäre der Drops gelutscht. Ich kenne aber keinen von den Argen die nicht mit Freude! sanktionieren. Es mag die „netten“ ja tatsächlich vereinzelt geben, ich kenne nur keinen und kenne auch keinen der einen kennt. Von daher schätze ich die Zahl derer die unbedingt sanktionieren wollen, auf mindestens 95%, eher 99%. Da Solidarität sowieso nicht der deutschen Eigenschaft ist, sehe ich hier auch keine Möglichkeit, selbst wenn die Zahl der Nichtsanktionierer 60% betragen würde.

        Es bleibt eigentlich nur der ständige Einzelkampf. Vielleicht kommt es ja auch mal durch irgend einen nichtigen Anlass der mit der Sache gar nichts zu tun hat, zum großen Knall…

        Der Souverän

    • Es ist schon erstaunlich wie viel Verständnis für Menschen auf kommt, die keinerlei Skrupel hatten die Angst ihrer Kunden zu schüren und sich selbst weg ducken, weil sie um SICH Angst haben!
      Und mit solchen Leuten will man etwas ändern..?
      Auch da sollte man einmal die Geschichte bemühen, es waren nie Angsthasen die Änderungen herbei führten, die sogar ihr Leben riskierten, wo sich nach dem Erfolg diese Angsthasen noch an den Macher an lehnten.
      Die Charakterfrage scheint verboten zu sein!

      • Ich habe da einen ganz einfachen, klaren Grundsatz.

        Was du nicht willst, daß man dir tu‘, das füg‘ auch keinem Anderen zu.

        Wenn ich in der Arge arbeiten würde und man mir befehlen würde Menschen zu foltern – also zu sanktionieren – würde ich dem Befehl oder der Weisung unter keinen Umständen nachkommen, auch wenn mich das NUR! meinen Job kosten würde.

        Denn was hieße das denn wenn ich sanktionieren würde. Das hieße doch das ich bereit und willens bin, Menschen zu foltern/quälen, daß ich ohne mit der Wimper zu zucken viele Gesetze, die ELEMENTAREN Menschenrechte, daß Grundgesetz breche und das alles nur, damit ich bequem auf meinem Stuhl sitzen bleiben kann.

        Ich könnte das einfach nicht, zu meinem ureigensten Vorteil, andere in den Tod schicken, oder zumindest psychisch zu vernichten. Müsste ich dann in den Spiegel schauen, würde ich dem Abschaum vom Abschaum in’s Antlitz blicken – und das könnte ich nicht ertragen.

        Der Souverän

      • @der Souverän

        Sorry, aber gehts auch ne Nummer kleiner?

        MfG

      • Noch kleiner? Ich untertreibe doch schon gehörig.

        Der Souverän

      • Lieber @Der Souverän,
        eines der Hauptprobleme in unserem Land scheint mir in der Tat der Bildungsstand zu sein:
        Bei einem Besuch, nach Einladung mit Rechtsfolgebelehrung, also unter dem Zwang der eigenen Existenzbedrohung zu entgehen, in einer Spezialabteilung der Jobcenter, 50+ kernig in Kiel, brachte ich dem mir zugeteilten Sachbearbeiter mal eine Ausgabe des Grundgesetzes mit.

        Mein Erstaunen war genauso groß, wie das Erstaunen des Sachbearbeiters. Der bedankte sich für das Grundgesetz und versprach mir, auch darin zu lesen und jetzt kommt die Hauptsache:

        Er erklärte mir offen und im Beisein der Zeugin, die ich zu diesem Vorgang mitgebracht hatte, dass er noch nie im Grundgesetz gelesen hatte!

        Es ist eben in der Tat eine Frage der Bildung und es ist hier ein Tatbestand des Versagens aller Bildungseinrichtungen in Deutschland. Denn nur wer Kenntnis darüber hat, was im Grundgesetz aufgeschrieben steht, kann sich bewusst daran halten! Auch wenn Unwissenheit ggf. nicht vor Strafe schützt!

        Mein Tip:
        Hier kann man Ausgaben des Grundgesetzes KOSTENLOS bestellen (meines Wissens bis 5 Stck).
        https://www.btg-bestellservice.de/index.php?navi=1&subnavi=50&anr=10060000

        Wenn jeder seiner Sachbearbeitung das Grundgesetz überreichen würde, hätten die Sachbearbeitungen im Kundenkontakt auch die Möglichkeit, überschüssige Exemplare als Lektüre im Kundenbereich auszulegen und auch den Sachbearbeitungen ohne Kundenkontakt, hier und da ein Exemplar zu überlassen.
        Damit würden wir den Bildungsmangel im Bereich Jobcenter/BA, deutlich anheben.
        Außerdem ergeben sich schon aufgrund der aufgeschriebenen UNVERÄUßERLICHEN Rechte, ganz neue Gesprächsthemen und Zielstellungen!

        Herzlichst, Grüße aus Kiel

        Lutz

      • @sugar base,

        auf geht´s. dann gehen Sie mal mit gutem Beispiel voran. Bisherher reihen Sie sich auch nur in den Kreis der klugschwätzer ein. Oder kommt doch noch was Sinnvolles von Ihnen?

    • Lieber Frank H.

      dass, wie Sie behaupten, die BA/ das „Arbeitsamt“ und als Wurmfortsatz die JC „schon immer ein verlogener und schamlos trickensender Haufen waren, empfinde ich als „ehemaliger Mitarbeiter“ als eine bodenlose Frechheit, ja als eine unverschämte Beleidigung. Jeder (auch Sie))hat natürlich das Recht seine Meinung frei zu äußern. Aber eine so sinnentleerte Kritik bzw. Beleidigung von Ihnen gegenüber den Mitarbeitern der (heutugen) BA, den Landesarbeitsämtern und den JC) geht überhaupt nicht. Grundsätzlich stimme ich der Kritik von Inge Hannemann bezüglich der von Ihr ausgesprochenen Unzulänglichkeiten in der BA/ den Landesarbeitsämtern und vor allem in den JC (speziell Hamburg)) zu.

      Da ich nun – als ehemaliger Mitarbeiter in einem Jobcenter in Hamburg – keinen Druck mehr verspüre bzw. keine Angst mehr um meinen Arbeitsplatz haben muss, kann auch ich über einige Missstände (vor allem in den Hamburger Job-Centern) berichten.

      Ich hoffe doch sehr, dass Sie ( auch optisch) zuhören können?

      Beleuchten wir doch einmal die Kehrseite der Medaille! Was glauben Sie eigentlich welchen Druck ich ausgesetzt waren. Ich gehörte zu meiner damaligen Einstellungszeit zu denen von der BA absolut bevorzugten akademisch Vorgebildeten aus der freien Wirtschaft. Ich war ein sogenannter „Seiteneinsteiger“. So bekam ich – bei Einstellung – erst einmal einen Einjahres-Vertrag mit einer sechsmonatigen Probezeit.

      Die persönlichen Zuteilungen zu den Jobcentern in Hamburg erfolgten durch die Agentur für Arbeit Hamburg. In dem zugewiesenen JC wurde ich ziemlich emotionslos und kühl empfangen. Durch den Standortleiter des JC wurde ich in einem 1 1/2-stündigen „Gespräch“ dann „auf Kurs“ gebracht, soll heissen: Mir (hier spreche ich nur für mich persönlich) deutlich klar gemacht, was man – in Bezug auf Zielvereinbarungen, weiterer Vorgaben – von mir erwartet.

      Das man sich – seitens der leitenden Mitarbeiter des/der JC – nicht mit mir persönlich auseinander setzt bzw. gesetzt hat, war für mich klar, als man meine „sog. Ausbildung zum Arbeitsvermittler“ im ursprünglichen Jobcenter abbrach und mich in ein anderes JC „versetzte“. Auch hier konnten „anfangs“ die Leitung und Mitarbeiter (etas später: Kollegen) mit mir nichts anfangen. Ich wurde „zwecks Ausbildung zum Arbeitsvermittler“ zwei Kollegen zugeteilt, bei denen ich jeweils im wöchentlichen Wechsel „hospitieren“ sollte. Grosses Interesse mich „auszubilden“ ,hatten die beiden Kollegen nicht. Ich hatte das Gefühl, das ich denen eine grosse Belastung war. Für Rückfragen bzw. verständnisfragen waren beide nicht sonderlich empfänglich. Während meine „Ausbildung“ lernte ich die beiden Kollegen beruflich etwas näher kennen. Dabei fiel mir bei Beiden, dass teilweise sehr aggresive und herabwürdigende Verhalten gegenüber den „Kunden“ dews JC auf. Ausserdem fiel mir auf, dass die „Kollegen“ in den Gesprächen mit den Kunden völlig agressiv und unangemessen verhielten. Weiter fiel mir „die Sanktionswut“ der kollegen auf. Auf meine Nachfragen wurde ir von beiden Kollegen mitgeteilt: wörtlich: „wenn es mir nicht passe, solle ich mir doch einen anderen „Ausbilder“ suchen oder mich an die Teamleiterin wenden. was ich dann auch tat.

      Ds Gespräch mit der Teamleiterin (TL) über meine subjektiven Wahrnehmungen hätte ich mir sparen können. Mir wurde durch die TL unmissverständlich mitgeteilt, dass ich doch beachten solle, dass ich mich noch in der Probezeit befinden würde und ich – in Bezug einer nachteiligen Probezeitbeurteilung – um meine Weiterbeschäftigung fürchten müsse. Aufgrund der Tatsache, dass ich eine Familie zu ernähren hatte, zog ich meine Kritik erst einmal zurück. Das nützte mir in meiner damaligen Tätigkeit nichts mehr.

      Gott vergisst, die Teamleiterin nie!

      Meine Probezeitbeurteilung durch meine damalige Teamleiterin fiel „durchschnittlich“ aus, was mir eine „entfristete Beschäftigung“ innerhalb der BA, Landesarbeitsämter bzw. JC in Hamburg unmöglich machte. Des Weiteren wurde meine „kundenorientierte Arbeitsweise“ gegenüber den Kunden von der Teamleiterin bzw. Standortleiter mehr als argwöhnisch beurteilt. Warum? Weil ich den Vorgaben der Zeilvereinbarungen und den ergebnissen des Controllings (Statistische Werte) nicht mehr entsprach und weil meine Sanktionsquote zu niedrig war.

      Wenn die BA behauptet, dass es diese Vorgaben für die Mitarbeiter Ihres Hauses – auch JC – nicht gibt, ist das die UNWAHRHEIT.. Wenn die BA behauptet, dass deren Mitarbeiter völlig unbelastet ihre beruflichen Aufgaben erledigen können, ist das die UNWAHRHEIT..

      Es ist zu bewundern, dass es Mitarbeiter in der BA, den Landesarbeitsämtern und den Jobcentern gibt, die den Druck von oben aushalten und sich nicht beirren lassen. IWeiter so. ch habe Verständnis dafür,dass es Kollegen gibt, die sich kritisch mit ihrem Berufsfeld und dem Verhalten der BA auseinandersetzten,aber in Bezug auf ihre familiären Verhältnisse Repressalien durch Ihren Arbeitgeber fürchten. Merke: Nicht alle Mitarbeiter der BA/ der Landesarbeitsämter und der JC sind darauf indoktrieniiert jeden Hartz4-Empfänger bis zum Suizid zu quälen, sondern darauf bedacht humane Lösungen zu finden. Der Fehler liegt im System, das uns Menschen aufeinanderhetzt“

      Um über Misstände aufzuklären, brauchen wir solche Menschen wie Inge Hannemann!

      Lieber Frank. H. gestatten Sie mir noch eine Anmerkung: Ich bin heute selbst Hartz4-Empfänger. Ob Strafe oder Schicksal, wer weiss es so genau?

      • Lieber HMH,

        (ich gestatte mir bei der in Blogs meist üblichen Anredeform „Du“ zu bleiben) wenn ich Deinen Beitrag aufmerksam bis zum Ende lese, bestätigen sich darin doch gerade meine Worte bezüglich des “schon immer verlogenen und schamlos trickensenden Haufens“ BA. Der nun wirklich nicht mehr taufrische Sachverhalt aus den Hinweisen des Eingangsbeitrags bestätigt mich ebenso, wie der noch detailliertere Beitrag von „BSG – Celle 2012“ (21. Juni 2013 um 20:30). Du nennst es halt vornehm „Unwahrheiten“ und „Unzulänglichkeiten“.

        Ich gebe offen zu, ich habe ein Problem mit den oft weinerlichen Rechtfertigungen diverser „Jobcenter“-Mitarbeiter für ihr menschenverachtendes Tun. „Angst vor Existenzverlust, Mobbing, Bossing und Zerstörung der eigenen Persönlichkeit“ (Zitat Hannemann, 22. Juni 2013 um 11:10) kann doch keine Absolution bedeuten. Hier versuchen sich Täter zu Opfern umzudefinieren. Damit wird das Leid der wahren Hartz IV-Opfer, nämlich der Leistungsempfänger verhöhnt. Und das macht mich wütend! Jeder der mitwirkt und/oder schweigt, ist ein Mittäter. Egal welche Gründe er haben mag.

        Natürlich kann man immer sagen „der Fehler liegt im System“. Diese Aussage ist immer richtig. Aber sie blendet aus, dass ein System wie Hartz IV nur ent- und bestehen kann, wenn sich ausreichend Gestalten mit fragwürdigem Charakter, Überzeugungstäter und Mitläufer finden, die die Mühlsteine in Bewegung halten.

        Zu Deiner Schlussanmerkung: Ich wünsche jedem Hartz IV-Opfer von Herzen, dass es wieder aus der Armuts-, Gängelungs- und Schikanehölle herausfindet. Ich bin übrigens nicht „Hartz4-Empfänger“.

      • Sorry, ich kann diesen Systemfehlerscheiß nicht mehr hören. Ein Fehler kann NIE am oder im System liegen.
        Ein System fällt nicht vom Himmel und ist dann einfach so da und sagt; so, nun guckt mal wie ihr mit mir klarkommt.

        Der „Fehler“ liegt beim Mensch. Wobei es in diesem Fall ja gar kein Fehler ist – im Gegenteil. Alles richtig, läuft alles gut, genau wie GEPLANT UND GEWOLLT!

        Der Souverän

  19. Und weil die Arbeitslosigkeit ständig zu nahm, der kriminelle Weg jedoch bekannt wurde, musste ein neues Mittel erfunden werden, welches die Manipulation der Arbeitslosenzahlen nicht derartig hat auf fallen lassen, HartzIV.
    Das System allein hätte sich niemals derartig verfestigen können, wäre nicht die Manipulation der Bevölkerung voraus gegangen, die sich schon immer hat gern seine Meinung machen lassen.
    Die Spaltung de Gesellschaft war unverzichtbar!
    Was für ein krankes Land, das darauf baute, dass sich die Bevölkerung wieder jemanden an schließt, der ihnen etwas vor gauckelt/e.
    Ich, der gute AN=Du der Faule
    Typisch Mensch, oder typisch deutsch?

  20. mensch leudde 😉
    wie oft ich in diesem blog das wort recht, rechtssystem, rechtstaatlichkeit etc pp lese

    beschäftigt euch mal INTENSIV mit der „staats“geschichte ab dem zeitpunkt der befreiung durch die erfinder der „demokratie“.
    dann werdet ihr erkennen, dass man woanders ansetzen muss, denn das interessiert die armseeligen angestellten des ausführenden organs, nicht die bohne, weswegen sich auch nix ändern wird.
    guckt euch die letzten „verfassung“gerichtsurteile an!
    glaubt ihr dann ernsthaft, dass sich hier freiwillig was ändern wird????

    • @r.u.sirius, ja das glaube ich, weil ich das Urteil vom 9.2.2010 und vom 17.09.2012 des BVerfG lesen kann.

      Viel wichtiger ist es nämlich sich zu informieren, welche Entscheidungen das BVerfG nicht fällt, welche Klagen nicht mal angenommen werden und wer die Richter auf ihren Richterthron gesetzt hat!
      @Sirius, wenn man eine Sache erreichen will, muss man vielleicht auch einen gewissen Glauben investieren, nämlich den an der Sache!
      Du machst es doch nicht anders und glaubst, uns auf einen anderen Weg zu lenken. Warum?

      Herzlichst, Grüße aus Kiel,

      Lutz

    • Nein, frei-willig wird sich überhaupt nichts ändern, dazu hängen die Verantwortlichen zu sehr an ihren Pfründen. Es wäre Zeit, endlich mal zu erkennen und laut „STOPP!“ zu rufen. Und mehr als das wäre noch viel besser. Wenn die Mehrheit sich diesem System verweigert, kann es so nicht mehr funktionieren.

      Die gegenwärtig stattfindende Entwicklung führt dieses Unrechtssystem täglich ein wenig mehr ad absurdum. Gut so! Die (infantile) Pressemitteilung versendenden Herren und Neuland-entdeckenden oder Pfefferspray-für-die-Wahlwerbung nutzenden Damen dieser Regierung machen sich gerade ziemlich lächerlich. Hoffe, dass das jeder sieht, dann klappt das auch mit dem Widerstand.

      Danke für den Beitrag!

      • Tollebella,

        wenn man sich durch die Journale durch liest und sein Augenmerk auf die Kommentare richtet, dann wird man fest stellen, das Volk ist verdummt!
        Seit Jahren schreibt und meckert es, um dann die zu wählen über die es meckert,. Ebenfalls wird der Gang zur Wahlurne strickt abgelehnt, hin gehen nur die, die schon immer mit ihrem Pateibuch in der Tasche dabei waren, diese Leute bekommt man von ihrer Partei nie weg!
        Überall erleben wir diese Starrheit, die gering ausgeprägte Flexibilität , was so lange geht, bis sich alles tot gelaufen hat!
        Gebetsmühlenartig wiederholen sich alle Äußerungen und das über Jahre hinweg.
        Allein die Tatsache, dass das geschieht, sich aber kaum jemand darüber auf regt, spiegelt doch unseren Zustand der Gesellschaft wieder!

      • @sugar base,
        „Gebetsmühlenartig wiederholen sich alle Äußerungen und das über Jahre hinweg.“
        Genau, wie Sie es mit Ihren Kommentaren tun!
        Sind Ihre „Weisheiten“ nützlich, oder bringen sie uns weiter?
        Was unterscheidet sie, von den, ihnen so verhassten, „Stammtischgesprächen“?
        NICHTS!
        Wie ich bereits einmal schrieb: unnütze Allgemeinplätze.

  21. Nur leider ist es so, das die damalige Aufdeckung der Manipulierung der Vermittlungsstatistiken der
    BA und die Aufdeckung durch den Saarländer zu nichts guten geführt hat, zu H.IV.

    • Naja, Ostdeutsche kennen das Spiel mit den Manipulationen und den getürkten Nachrichtensendungen.

    • @Peter Korn,

      ihre Schlussfolgerung halte ich für nicht richtig.
      Für die Entwicklung zum Neoliberalismus sind die „Bilderberger“ verantwortlich, der dann
      „zwangsweise“ unter direkter Mitwirkung der Bertelsmann-Gruppe zu der „Agenda 2010“
      geführt hat.
      Weitere Infos:
      http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/die-ghostwriter-der-hartz-iv-kommission-9001438.php

      Und in diesem gesamten Zusammenhang kommen dann auch noch solche „erkenntnisreichen“ Aussagen vom BA-Chef:
      http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/ba-chef-buergerarbeit-und-ein-euro-jobs-sinnlos–9001482.php

      • Aber es war zumindest der Auslösung der Schröder Regierung.
        Nicht nur wegen dem VM Statistik , sondern auch das die Wahlen im September an standen.

        Es ist schön das auch der Chef des Mutterschiffs in Nürnberg erkennt, das Maßnahmen nichts bringen.
        Wenn denn würde ich mir wünschen, das der auch erkennt, das mit Drohungen / Sanktionen / Zwang nichts zu gewinnen ist, und ggf. da einfliessend auch die aktuellen Ereignisse mit einbezieht, wo Mitarbeiter zu Schaden gekommen sind. (Hammerattacke / Mord)

        Letztlich muss ich mich fragen, wo der Sinn eines Integrations – und Aktivierungswahns liegt, der Menschen integrieren will wo es jeder halb kluge erkennen muss, das es nichts bringt. Letztlich ist es auch so gangbar den Steuer und Beitragszahler dadurch zu schützen, indem Maßnahmen eben nur noch genehmigt werden, die Sinnvoll sind, hier sollte Klasse statt Masse eine Rollen spielen, und auch die Freiwilligkeit, das jeder nicht mehr dazu genötigt werden kann an Maßnahmen teilnehmen zu müssen.

      • @Peter Korn, Zitat: „Letztlich muss ich mich fragen, wo der Sinn eines Integrations – und Aktivierungswahns liegt,…“

        Das liegt doch auf der Hand: es sollen Gelegenheiten für „Sanktionen“ eröffnet werden. Je ungeeigneter der Arbeitsplatz, je schwachsinniger die „Maßnahme“, und je kritischer der „Kunde“, desto wahrscheinlicher wehrt der sich dagegen. Desto eher verweigert er den Schwachsinn, der ihm aufgetischt wird.

        Und wehrt er sich nicht beim ersten Mal, dann beim zweiten, dritten, vierten oder fünften Mal. Also aus vollen Rohren feuern, irgendwann sinkt die Gegenseite (der „Kunde“) schon zu Boden -> „Sanktion“, Ziel (Einsparung von Geld) erreicht, Punkte (für den „Sachbearbeiter“ und das „Jobcenter“) gemacht.

  22. „Diese PM ist ein beeindruckendes und desillusionierendes Zeugnis für die Fähigkeit mit Kritik und mit Veränderungsvorschlägen umzugehen./

    Schreibfehler bitte korrigieren. Es muß heißen; … Zeugnis für die UNfähigkeit mit Kritik…

    Der Souverän

  23. Einige werden es kennen, „Kassandra“ von Christa Wolf und wenn wir die Geschichte der BA in dieser Veröffentlichung hier erlesen, so werde ich an diese Gleichnisse erinnert.
    Ein Urprinzip, von der Mythologie bis in unsere Zeit:

    Erschlagen soll immer der werden, welcher die schlechte Nachricht überbringt!

    Was aber ist die schlechte Nachricht?
    Die Nachricht, dass wir alle von einer deutschen Behörde, mit einem selbstgefälligen Führungsstab, belogen werden, ist nur ein Teil der schlechten Nachricht.
    Das eine deutsche Behörde das deutsche Grundgesetz ignorieren will und ignoriert, ist die zweite schlechte Nachricht.
    Das die Behörde aber dabei diensteifrig als Erfüllungsgehilfe derer wirkt, die mit einem Mandat in das Haus eingezogen sind, über dessen Portal geschrieben steht, „Dem Deutschen Volke“, und die sich dabei bemühen, gleich mehrere Millionen Menschen zu entrechten, außerhalb des Deutschen Grundgesetzes zu stellen und ohne Richter abzustrafen, aufgrund wirtschaftlicher Fehlentwicklung aus ihrem eigenen, einer Minderheitenlobby frönend und im Grunde dem UNTÄTIGWERDEN verschuldet, ist im Grunde die schlechteste aller Nachrichten!

    In dem Roman der Christa Wolf, wurde Kassandra ermordet.
    Christa Wolf ist eine „ostdeutsche“ Schriftstellerin gewesen, die durch ihre Kritik an Mechanismen in der damaligen DDR, Lebenserschwernisse ertragen musste, ganz im Gegenteil des Lebensweges der Angela Merkel.
    Es ist Gegensätzlichkeit, die sich hier darstellt, nicht nur in den Aussagen, sondern eben auch im Lebenslauf und ich erinnere an eine der wichtigsten Aussagen der Angela Merkel am 16.06.2005, in dem Jahr, als für Millionen Menschen in Deutschland von Rot/Grün erstmals demokratische und unveräußerliche Grundrechte mit dem SGB II abgeschafft wurden:

    „Denn wir haben wahrlich keinen Rechtsanspruch auf Demokratie und soziale Marktwirtschaft auf alle Ewigkeit“

    Wir werden wachsam bleiben und unsere Grundrechte zu verteidigen wissen!
    Kassandra wird heute nicht mehr erschlagen, dieser Kreislauf ist durchbrochen und Feinde der Demokratie, muss der Souverän nicht dauerhaft erdulden!

    Herzlichst, Grüße aus Kiel,

    Lutz

  24. Hat dies auf Der Regen fällt rebloggt und kommentierte:
    Das erste Kommentar ist auch sehr wichtig!
    Das Volk ist ja so dumm. Mit denen kann man’s ja machen …

  25. Die Tricks der Agentur für Arbeit

    Die Tricks – nochmals zusammengefasst

    Mit jeder gelungenen Arbeitsvermittlung stieg das Ansehen der Direktoren der Bundesanstalt für Arbeit (BA). Auch ihre eigenen beruflichen Fähigkeiten wurden an ihrem „Vermittlungserfolg“ gemessen. Zwischen den Mitarbeitern herrschte ein reger Wettbewerb. Wer die meisten Vermittlungen zustande bringen konnte, hatte gewonnen.

    Und Bernhard JAGODA freute sich, denn er konnte Erfolge vorweisen. Schließlich waren er und seine Behörde zuständig für über 50 Milliarden Euro im Jahr. An jedem Werktag also für runde 200 Millionen Euro.

    Bei der Überprüfung durch den Bundesrechnungshof (BRH) stellte sich jedoch heraus, dass über 70 Prozent der Vermittlungen in Wahrheit doch keine waren. Anders gesagt: weniger als 30 Prozent der gemeldeten Vermittlungen hatten wirklich stattgefunden. Im Jahre 2001 sollten es – laut BA – 3,6 Millionen erfolgreiche Vermittlungen gewesen sein. Die Anzahl der Arbeitslosen lag zu diesem Zeitpunkt bei 3,8 Millionen Menschen. Wie passt das alles zusammen? Oder anders gefragt: wie kann man eine solche Masse von Zahlen fingieren?

    Letztlich war alles ganz simpel. Wir fassen die gängigen Tricks nochmals zusammen. Sie wurden aus 3 Quellen bekannt:

    • der Panorama-Sendung vom September 1998: ein Insider hatte anonym ausgepackt und die Redakteure hatten sich dies in einem Arbeitsamt vor laufender Kamera nachspielen lassen. Es hatte funktioniert

    • aus 2 Berichten der Illustrierten stern im Dezember 2001 (Ausgabe Nr. 50) sowie im Februar 2002 (Nr. 8). Wiederum hatte ein Arbeitsamt-Angestellter Informationen geliefert. Kaum war dieser kritische Bericht „Jobs? Dafür haben wir keine Zeit“ erschienen, meldeten sich weitere Mitarbeiter der BA aus ganz Deutschland in der Redaktion und berichten ebenfalls Details und Beispiele über die Tricks und Lügen aus der „Nürnberger Fälscherwerkstatt“. Der stern legte mit einer zweiten Geschichte nach: „Jetzt fliegt alles auf“.

    • Und letztlich durch den Arbeitsamts-Revisor aus Rheinland-Pfalz Erwin BIXLER, der – nachdem der Bundesrechnungshof zu gleichen Ergebnissen gekommen war, diese aber nicht veröffentlichte – seine Informationen an den Bundesarbeitsminister Walter RIESTER weitergeleitet hatte.

    Dies war im Februar 2002. Es war der Monat, in dem der Skandal seinen Höhepunkt erreichte, weil alles öffentlich wurde.

    Hier die gängigen Tricks:

    Trick 1: Das „ fiktive SteA“

    In den von den Mitarbeitern der BA genutzten Computermasken befanden sich Stellendateien, die mit dem Vermerk versehen waren: „Achtung: Bitte keine Vermittlungsvorschläge unterbreiten, da dies ein fiktives Stellenangebot ist“.

    Dies war kein Geheimnis und für jeden Mitarbeiter im Arbeitsamt zugänglich.

    Sämtliche Führungskräfte der BA und sogar der ehemalige Präsident Bernhard J wussten im Prinzip Bescheid.

    Und so wurde es praktiziert:

    Ein Arbeitsvermittler erfindet ein Stellenangebot und gibt es in den Computer ein. Ein Arbeitsloser meldet sich aus der Arbeitslosigkeit ab – möglicherweise hat er selbst einen Job gefunden, oder er ist in Rente gegangen. Dann bringt der Vermittler die erfundene Stelle und den nicht mehr Arbeitslosen zusammen und meldet eine erfolgreiche Vermittlung.

    Trick 2: Der Toten-Trick:

    Obiges Beispiel funktioniert auch mit Verstorbenen, wenn sie auf ein erfundenes Stellenangebot vermittelt werden. Der Vermittler bringt die erfundene Stelle und den nicht mehr arbeitslosen Toten zusammen und meldet eine erfolgreiche Vermittlung.

    Trick 3: Der Nikolaus-Trick

    Eine Arbeitsvermittlerin aus Niedersachsen berichtete z.B. dem stern, dass sie die höchsten Vermittlungsergebnisse stets am Nikolaustag erziele. Grund: die zahlreichen Studenten, die als Nikolaus verkleidet Häuser mit Kindern abklappern. Jeder Nikolaus, den eine Familie einmalig beim Arbeitsamt bestellt, wird als erfolgreiche Vermittlung vermerkt – mehrere Nikolausbesuche durch einen einzigen Nikolaus ergaben dann auch mehrere erfolgreiche Stellenvermittlungen.

    Trick 4: Der Helfer-Trick

    Einen Vermittler aus Nordrhein-Westfalen empörte es seit Jahren, dass die Saisonarbeiter, meist Erntehelfer aus Osteuropa, als Vermittlungen gezählt wurden. Und dies obwohl der Bauer sie selbst suchen musste. Die deutschen Arbeitgeber mussten für die Arbeiter beim Arbeitsamt eine Arbeitserlaubnis beantragen und bereits zu diesem Zeitpunkt den Namen des Helfers angeben. Es musste also niemand mehr gesucht und vermittelt werden. Trotzdem zählten die Ämter jede hierfür erteilte Erlaubnis als eine eigene Arbeitsvermittlung. Macht immerhin 250 000 Erfolgsmeldungen im Jahr.

    Trick 5: Nachträgliche Stellenausschreibungen

    In der Außenstelle eines nordrhein-westfälischen Arbeitsamtes wurden Vermittlungserfolge durch nachträgliche Stellenausschreibungen erfunden.

    Ulrike B., eine Mitarbeitern, berichtete in der stern-Ausgabe Nr. 8/2002: „Wenn bei uns zum Beispiel ein arbeitsloser Koch anruft und sagt, er hat nach eigener Suche in einem Hotel einen neuen Job gefunden, dann registrieren wir das als unseren eigenen Vermittlungserfolg“. Nachträglich wird nämlich eine Stellenausschreibung des Hotels in den Computer eingegeben, wie gemacht für den arbeitslosen Koch. Schnell die Besetzung der Stelle eingeben und fertig ist der Vermittlungserfolg. „Damit kriegen wir 40 Prozent unserer Vermittlungen hin.“

    Trick 6: Stellenanzeigen der Tageszeitungen

    Ein anderer Vermittler aus Süddeutschland, Klaus W., der bereits viele Jahre im Dienst gewesen ist, erzählte der stern-Redaktion (Nr. 8/2002)von einem Trick, der in jedem ihm bekannten Arbeitsamt praktiziert wurde.

    Und damit meinte er folgendes: Der zuständige Mitarbeiter eines Arbeitsamtes überprüft täglich die Stellenanzeigen der Tageszeitungen. Er findet eine Annonce, ruft dort an und fragt, ob er diese Stelle auch im Arbeitsamtscomputer eintragen dürfe, selbstverständlich kostenlos. Einzige Bedingung ist, dass der Arbeitgeber anrufen soll, sowie die Stelle vergeben ist. Der Großteil der suchenden Betriebe ist einverstanden. Einige Zeit später ruft der potenzielle Arbeitgeber an, um mitzuteilen, dass die Stelle nun besetzt sei. „In dem Moment konstruieren wir eine Vermittlung.“ erzählt Klaus W..

    Gleiches geschah mit Zeitarbeitsfirmen: man ruft an, um zu erfahren, welche Stellen sie zu besetzen haben. Sowie eine Stelle als vergeben gemeldet wurde, kann sich das Arbeitsamt wieder bis zu über 20 Vermittlungen (je nach Anzahl der Zeitarbeitsfirmen) für denselben Job gutschreiben.

    Klaus W. gab außerdem preis, dass sogar schriftliche Dienstanweisungen existierten, dass Stellangebote aus der Arbeitsamtdatei nicht storniert werden dürfen. Von Rechts wegen müssten Arbeitsangebote storniert werden, wenn die entsprechenden Stellen nicht durch eine Vermittlung des Arbeitsamtes besetzt wurden. Klaus W.: „In dem Fall müssen wir irgendwie eine Vermittlung erfinden. Das ist Anweisung.“.

    Zum Hintergrund der jahrelangen Manipulationen:

    Die meisten Informanten, die gezielte Hinweise auf diese Fälschereien gegeben hatten, sind anonym geblieben. Nur Erwin BIXLER wagte sich an die Öffentlichkeit, nachdem interne Versuche erfolglos blieben, dieses Problem zu lösen.

    Insgesamt waren es etwa 15 Personen, die Informationen dazu weitergegeben hatten: an Panorama und den Stern.

    15 Informanten von insgesamt rund 90.000 BA-Angestellten sind 0,02%. Die große Masse der Angestellten – also 99,08% – hat geschwiegen. So wird verständlich, dass diese Tricksereien über Jahre Standard, sprich Normalität bei den Arbeitsämtern bleiben konnten.

    http://www.anstageslicht.de/index.php?UP_ID=2&NAVZU_ID=24&STORY_ID=49&M_STORY_ID=360

    Und es wird munter weiter manipuliert!

    • Wahnsinn. Und kein Staatsanwalt vermochte jemals irgend eine Gestzwidrigkeit dabei erkennen – nehme ich mal stark an.

      Der Souverän

    • Dazu passend:

      „Wie kommt die Bundesagentur für Arbeit zu den gemeldeten Stellen?“

      http://www.nachdenkseiten.de/?p=10008

    • Als ehemaliger Arbeitsvermittler kann ich bestätigen, dass es – teilweise – diese Praktiken zu meiner damaligen Dienstzeit gab und wir von unseren Führungskräften dazu angehalten wurden.

    • Das gibt es doch nach wie vor. Sobald jemand sich beim „Jobcenter“ abmeldet, weil er eine Arbeit gefunden hat, wird er dazu genötigt, seinen Arbeitsvertrag und eine Gehaltsabrechnung vorzulegen (obwohl es vielfach nicht nötig wäre). Damit haben die „Jobcenter“ schon alles in der Hand, um sich selber eine erfolgreiche Vermittlung andichten zu können.

  26. Habe ich als Betroffener – auf der anderen Seite – noch Glück gehabt? – Mit nur 10 Jahren „Freiheitsberaubung“ durch das Jobcenter Calw Nagold verschuldet ähneln sich die Verhältnisse in HH , Bayern und BWL doch sehr – „Bundesrepublik-Saustall“ – Oder?

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  1. Vermittlungsskandal 2002 BA trifft auf Hannemann | altonabloggt | Norbertschulze1's Blog
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