Vergewaltigung der Menschenwürde per se – Kinder in den Jobcentern

Bild: Armutsnetzwerk e.V.

Bild: Armutsnetzwerk e.V.

des enfants dans les agences pour l’emploi_Francais

Nein, keiner sollte mehr sagen dürfen, er hätte von nichts gewusst. Hartz, Agenda 2010, Schröder, Merkel, Frau von der Leyen, Bundesagentur für Arbeit, Jobcenter, Sanktionen, Leih- und Zeitarbeit sowie das Sozialgesetzbuch II (SGB II) sind Begriffe, die spätestens mit der Einführung von Hartz IV prägend sind. Von Beginn an begleiten sie rund sechs Millionen Arbeitslose, wenn der Medienbegriff Arbeitslose übernommen wird, und stigmatisieren.

Stempel der Hartz-Hetze

Unberücksichtigt in der offiziellen Arbeitslosenstatistik bleiben die Kinder, die in einer Welt und Familie aufwachsen, ohne Chance für einen Start oder Neubeginn aus dem Scham- und Angstland Deutschland. Sie werden in eine Welt hinein geboren, wo sie spätestens im Kindergarten erfahren, dass diese Welt für sie keine Welt darstellen darf. Sie tragen den Stempel der Hartz-Hetze. Und dabei muss es nicht das äußere Erscheinungsbild sein, welches uns ebenfalls die Medien vorgaukeln. „Hartzer“ reden nicht von Hartz, von ihrer Scham und ihren Ängsten. Ein unausgesprochenes Verhalten, welches sich unbewusst auf die Kinder überträgt. Und Eltern fungieren als Vorbilder, ob still oder leise. Kinder schauen ab und leben „ab“. Sie schauen und leben ab in zweierlei Hinsicht. Zunächst im Verhalten, aber noch viel schlimmer in ihren Gefühlen und somit zwangsläufig in ihrer Existenz. Auch Reifen nutzen sich mit jeder Fahrt ab, das Profil wird geringer. In dieser Metapher bleibend, kann sich das Profil, die Persönlichkeit eines Kindes nicht frei entwickeln oder wird spätestens bei Eintritt in die Unmenschlichkeit der „Hartz-Maschine“ zurecht gestutzt. Dieses passiert zumeist schon dann, wenn sie unschuldig ihren 15. Geburtstag feiern und die Eltern als Aufstocker, trotz Vollerwerbstätigkeit durch den rasant steigenden Niedriglohnsektor, nicht mehr vom Lohn leben können. Ein Geburtstag der frei und fröhlich sein sollte. Sie wissen nichts davon, was einige Meter oder Kilometer von ihnen entfernt passiert. Sie ahnen zumeist nicht mal, dass mit wenigen Klicks im System der Jobcenter, aus dem ehemals 14-jährigen jungen unbekannten Menschen ein vielleicht zukünftig gebrandmarkter Mensch mit einer Kundennummer wird. Mag die Feier noch unbeschwert gewesen sein, wird ein Brief, zusammengesetzt aus vorgefertigten behördlichen Textbausteinen, sie ein paar Wochen später erreichen. Mit Glück ist es „nur“ die Anforderung einer aktuellen Schulbescheinigung. Hat dieser junge Menschen weniger Glück, ist es gleich der erste Termin im Jobcenter, mit der sofortigen Warnung, der Kürzung des Geldes bei Nichterscheinen.

Zahlt das Jobcenter Taschengeld?

Allerdings kann der junge Leser dieses wohl kaum verstehen. Ist die Behördensprache eine Sache, ist die Sache mit der Geldkürzung eine andere. Zahlt ihm das Jobcenter Taschengeld? Das wüsste er. Es bleibt ihm nun nichts anderes übrig, als seine Eltern zu fragen, was der Inhalt bedeutet. Das beklemmende Bauchgefühl und die Unsicherheit etwas nicht zu verstehen, kommt allerdings im entfernten Jobcenter nicht an. Hier arbeitet man schließlich, ohne Ermessenspielraum, nach der rechtskonformen Umsetzung des SGB II. Konformitätsdruck, der im Rechtsraum des SGB II keinen Spielraum zulässt.

Ein junges Mädchen, 17 Jahre alt, erzählte mir mal bei einem meiner „Beratungsterminen“ von ihrer Scham. Sie benutzte dieses Wort im Zusammenhang mit ihrem fehlenden Schulabschluss. Aus einer anderen Stadt nach Hamburg gezogen, erhoffte sie hier mehr Möglichkeiten in ihrer persönlichen Entwicklung. Sie wollte einen Schulabschluss, die Schwangerschaft durchkreuzte ihre Pläne, die Schule musste sie aussetzen und durfte diese auch nach der Geburt des Kindes nicht mehr besuchen. Schließlich lag ja Elternzeit vor, so ihre Aussage bei der Anfrage in ihrer ehemaligen Schule. Eigentlich hätte sie nie alleine mein Büro betreten dürfen. Es fehlte die Volljährigkeit und die Eltern aus persönlichen Gründen nicht vor Ort und Stadt. Die Vorgaben forderten eine Eingliederungsvereinbarung. Eine Willenserklärung zum Nachteil der jungen Frau und somit rechtswidrig. Trotzdem wird sie verlangt und diese im rechtskonformen Ausgleich von freigestalteten Benennungen der Pflichten und Rechten unserer „Kunden“. Die Justitia-Waage zur Benachteiligung der Erwerbslosen, auch bei Minderjährigen.  Vergewaltigung der Menschenwürde per se. Vergessen die Zwangsverpflichtungen, dass Erwerbslose ihren Wohnort nicht verlassen dürfen und vergessen die Verpflichtung jede Arbeit anzunehmen. Diese stellen im System keinen freigestalteten Leistungssoll dar, jedoch von jedem Mitarbeiter in den Jobcentern zu erwähnen sind; auch wenn der Mensch schon am Boden liegt: Bewerben kann sich schließlich jeder und stellt somit zumindest eine Norm dar – guter Arbeitsvermittler!

Vermutlich wird mir das Fehlen dieser Vereinbarung demnächst im Falle meiner Freistellung gerichtlich um die Ohren gehauen. Ist der fehlende Schulabschluss ein wichtiger Punkt der jungen Frau dieser Scham, ist für mich der weitaus größere Aspekt die Aussage dieser jungen Mutter. Scham ist subjektiv und wird von den Menschen unterschiedlich bewertet. Aber eines ist Scham immer: Angst, der Gesellschaft nicht zu genügen, nicht mehr zuzugehören und eine gefühlte Ausgrenzung. Was habe ich falsch gemacht? Eine Ich-bezogene Frage, die durch das System Hartz konstruiert wurde und mit jedem Jahr lebendiger wird. Ausgereifter, perfider, rechtssicherer und gewollt. Und das beschämt mich.



Kategorien:Arbeitsmarktpolitik, Bundesagentur für Arbeit, Jobcenter

Schlagwörter: , , , , ,

189 replies

  1. Meines Wissens sind es sogar 2,5 Mio. Kinder, die in Deutschland in Armut leben – also mehr als doppelt so viel.

  2. @General-Investigation: Ich werde solche Äußerungen gerne unterlassen, wenn Sie ein Problem damit haben. Mir ist es auch egal was Sie über mich denken oder wie sie meinen Wissensstand einstufen.
    Ob Sie mir nun glauben oder nicht, schade fände ich es nur, wenn sie andere mit Ihrem Kommentar verunsichern.

    Es bleibt jedem selbst überlassen sich einmal mit dem was ich sagte auseinanderzusetzen und sich zu informieren. Ich erwähne es hier auch nur ein letztes mal, es gibt den einen Rechtverkehr und man spricht auch von Rechtsgeschäften.

    Im übrigen habe ich nichts von einer Gesetzeshierarchie geschrieben, wenn gleich das BGB sehr weit oben in der Hierarchie steht. Prima, das wissen Sie ja auch, sonst hätten Sie es nicht geschrieben.

    Auch im Recht geht es um Verträge. Wenn Wir zum Beispiel einen sogenannten gelben Brief bekommen, ein Urteil oder andere Dinge, können Wir diese zurückweisen und eben nicht in Wiederspruch gehen.
    Wiederspruch wird als anerkennen des Schreibens, des Verwaltungsaktes usw. gewertet. Es ist so zu sagen die Einwilligung auf ein Angebot. Es wird ein Vertrag im Rechtsgeschäft geschlossen.

    Ich mache keine Parolen, das liegt mir fern und so werde ich hier nur noch, wenn es zum Thema passt, so etwas schreiben. Empfehlen möchte ich dennoch jedem interessierten, sich einmal über das von mir gesagte zu Infomieren um sich ein Bild machen zu können. Dann wird dem der sich interessiert klar werden, ob ich in der Sache dumm bin, mir nur etwas zusammengebaut habe, oder ob was an daran ist was ich geschrieben habe.

    Ich weiß sehr wohl, das mehr und mehr Menschen sich bewusster und kritischer werden, das sie mehr und mehr Verantwortung wieder in eigenen Hände legen statt diese alle vier Jahre einfach nur abzugeben.
    Die Menschen schlafen sicher nicht auf den Bäumen, viele haben noch Angst etwas zu ändern bzw. noch keine Übung. Erfahrung mit ihrer Angst umzugehen. Mir ist so einiges bekannt.

    Wenn ich also etwas für wissenswert erachte, werde ich dieses hier auch weitergeben. Ich habe nie den Anspruch in allem richtig zu liegen, sicher irre ich mich auch einmal, doch kann das jeder selber recherchieren und braucht nicht die Anweisung eines anderen dazu.

    Sie sollten (Sie können tun was Sie wollen), anderen die Möglichkeit geben sich selbst zu informieren, sie brauchen andere nicht zu beschützen indem Sie wiederum andere deformieren. Bitte geben Sie jedem die Freiheit sich selbst ein Bild zu machen. Im Internet ist eh jeder gut beraten gut zu recherchieren und nicht der ersten Information glauben zu schenken. Bleiben Sie daher bitte bei sich selbst und geben den anderen den Raum den sie brauchen.

    Ich hoffe ich habe damit klar und deutlich gezeigt was meine Intention ist, wenn ich hier auch einmal über Gesetze schreibe.

    Gehen Wir also bitte alle fair miteinander um, sonst werden Wir nichts ändern, Wir werden sonst wieder nur dasselbe in einer anderen Farbe bekommen. Wir sollten uns als Menschen ändern, Uns gegeneinander respektieren und jedem Raum geben….

    • @Dirk Müller,

      wie recht Sie haben!
      Aber Schlechtmachen, Besserwisserei, Verdrehungen von Aussagen, etc. sind nun mal einfacher,
      als konstruktive und konkrete Vorschläge zu machen, die weiter helfen.
      Aber manche halten sich (vermeintlich) wesentlich „schlauer“ als alle,
      selbst wenn sie nicht einmal richtig lesen und verstehen können und alles fehlinterpretieren.
      Auch Ihre Aussage zum §141 BGB, wie Sie sie formuliert haben, trifft eindeitig zu.
      „Wir sollten uns als Menschen ändern, Uns gegeneinander respektieren und jedem Raum geben….“

      Gerade in diesen Foren!

    • @ Dirk Müller

      Nur mal eben zur Klarstellung, Ihr Beispiel mit dem „gelben Brief“ oder einem Urteil, sind das keine Verträge, sondern es ist lediglich ein Verwaltungsakt. Ein Verwaltungsakt hat aber auch rein gar nichts mit einem Vertrag zu tun.
      Hier eine recht verständliche Definition:

      “ Der Verwaltungsakt (VA) bezeichnet eine Form des Handelns staatlicher Organe zur einseitig verbindlichen (hoheitlichen) Regelung eines Einzelfalles auf dem Gebiet des öffentlichen Rechts, die auf unmittelbare Außenwirkung gerichtet ist.“

      Hier ist wohl klar zu erkennen, das hier staatliche Organe handeln,oder möchten Sie etwas anderes behaupten?

      Und zum Vertrag sagt das Rechtswörterbuch:

      “ Der Vertrag ist ein Rechtsgeschäft. Es besteht aus inhaltlich übereinstimmenden, mit Bezug aufeinander abgegebenen Willenserklärungen (Angebot und Annahme) von mindestens zwei Personen.
      Durch den Grundsatz der Vertragsfreiheit (Privatautonomie) wird sichergestellt, dass jeder Mensch das Recht hat, im Rahmen der Gesetze seine Verhältnisse durch Verträge eigenverantwortlich zu gestalten“.

      „Ein Rechtsgeschäft besteht aus einer oder mehreren Willenserklärungen, die darauf gerichtet sind, einen von den Parteien gewollten Rechtserfolg herbeizuführen.“

      „Geschäftsähnliche Handlungen sind Erklärungen, die auf einen tatsächlichen Erfolg gerichtet sind und deren Rechtsfolgen kraft Gesetzes eintreten.“

      Möchten Sie ihre Behauptung weiterhin aufrecht erhalten?

      „Wenn ich also etwas für wissenswert erachte, werde ich dieses hier auch weitergeben. Ich habe nie den Anspruch in allem richtig zu liegen, sicher irre ich mich auch einmal, doch kann das jeder selber recherchieren und braucht nicht die Anweisung eines anderen dazu.“

      Der Hinweis auf fehlerhafte Aussagen sehen sie als Anweisung?
      Das jeder selbst recherchieren könnte ist sicherlich so richtig, doch kommen mir hier die wüstesten Behauptungen unter die Augen, das die Haare nur noch grauer macht. Hier werden mitunter irgendwelche Wunschergebnisse zusammen gedichtet, die wirklich jeder Grundlage entbehren. was also ist ihrer Auffassung nach daran falsch diese Aussagen richtig zu stellen? Hier lesen sicherlich auch welche, die nicht recherchieren, weil sie vielleicht nicht wissen wo man was findet – oder eben auch Begrifflichkeiten nicht kennt und so wieder auf dem berühmten Holzweg landet. Hier werden mit Artikeln aus dem GG sowie Unionsrecht herumgeschmissen, die eine völlig andere Bedeutung haben als sie hier von einigen wenigen dokumentiert wird. Das kann man so nicht stehenlassen, denn was hier mitunter veröffentliche wurde ist einfach nur von anderen Seiten teilweise oder vollständig übernommen und veröffentlicht worden. Wer sich dann zu einer Klage hinreißen lässt und das womöglich auch noch selbst formuliert, muß damit zwangsläufig Schiffbruch erleiden.Ich bin mir ziemlich sicher das der Großteil nicht einmal weiß, das ab einer gewissen Instanz Anwaltspflicht besteht und man nicht selbst und alleine vor Gericht erscheinen kann. das sind alles Kleinigkeiten, die aber im Falle eines Falles entscheidend sind.

      Und ganz genau aus diesem Grunde finde ich es irreführend Behauptungen aufzustellen, die ganz und gar nicht mit den Tatsachen übereinstimmen. Bei solchen Dingen wie hier gerade kann ich das Juristische Wörterbuch nur dringend empfehlen.

      • BRAVO! Du nennst das Kind beim Namen!

      • Zitat General-Investigation
        „““Hier ist wohl klar zu erkennen, das hier staatliche Organe handeln,oder möchten Sie etwas anderes behaupten?“““

        So so, Jobcenter sind jetzt schon staatliche Organe, obwohl inzwischen allgemein gültiger Konsens ist, dass diese „Einrichtungen“ lediglich monetär geleitete Privatunternehmen sind, u.a. auch daran zu erkennen, das es in diesen Verbrechensschwerpunkten keine staatsrechtlichen Beamten, auch keine Amtsträger gibt. Säßen dort nämlich auf das Grundgesetz vereidigte Beamte und Amtsträger, kämen für diese Verbrecher noch weitere schwerwiegende Straftatbestände dazu. Die Angestellten leisten ihren Eid, wie man in diesem Blog auch lesen kann, lediglich auf die korrekte Einhaltung ihres Arbeitsvertrages. Jobcenter und ihre Lakaien sind genauso wenig staatlich wie unsere inzwischen freiwillige Gerichtsbarkeit, seit Abschaffung des § 15 GVG.

        Man kann nur hoffen, das jetzt endlich so langsam alle Mitlesenden merken, was wirklich hinter @General-Investigation und seinem endlosen Textmüll steckt. Du entlarvst dich selbst durch dein reaktionäres und immer beleidigender werdendes Gewäsch vom für dich in Stein gemeißelten Unrecht Namens “Hartz IV”.

        Zitat General-Investigation
        “”“Sie müssen hier nicht sein, wenn ihnen das ganze hier zuwider ist.”“”“

        Aha, nun lassen wir die Katze also endgültig aus dem Sack. Andersdenkende wegmobben und den ganzen Blog zumüllen, das sind immer und überall im Netz eure Methoden, um jeden aufkeimenden Widerstand sofort zu ersticken.

        Ich frage dich nur noch eins:

        Was willst DU eigentlich hier, wenn für dich Hartz IV geltendes Recht darstellt, wie du es in fast jedem deiner sinnfreien Beiträge unterbringst? In diesem Blog geht es doch einzig und allein darum, das geltende UNRECHT mit Namen Hartz IV abzuschaffen.

        Also nochmal

        Was willst du eigentlich hier??? Du willst ein für dich gültiges und demokratisch zustande gekommenes Gesetz abschaffen??? Bist du ein Extremist? Ein Terrorist? Versuch mal, diesen Widerspruch zu erklären, ich lache mich jetzt schon schlapp bei dem Gedanken daran….:)

  3. Ich habe keinen Bock mehr, mit den JobcentermitarbeiterInnen zu diskutieren. Wer sich darauf einlassen will, bitte. Aber schon allein die Bereitschaft, mit Menschen zu reden, die jederzeit ihr Messer herausholen können um ihre kleingeistige Macht auf dich abzuladen, um wieder ein Stück Würde aus dir herauszuschneiden, finde ich einfach nur widerwärtig. Dafür gäbe es auf juristischer Ebene noch genug Gelegenheit. Aber, wie weit sind wir gekommen, wie tief sind wir gesunken, wenn wir uns mit einem kleinen „Erfolg“ zufrieden geben und das Grundsätzliche darüber verdrängen? Dieses Grundsätzliche strahlt doch viel heller, es schreit förmlich nach uns, aber wir wenden uns ab und verschließen die Augen und Ohren. Hier darf es doch nicht um das Feilschen über ein paar Kröten mehr gehen, über penetrante und unsinnige Eingliederungsvereinbarungen usw., sondern um Menschenwürde.

    Und die darf niemals verhandelbar sein.

    Wir können natürlich weiterhin versuchen, zu verhandeln und zu diskutieren, wir können weiterhin über diese Kurzsichtigkeit die Schultern zucken und uns auf sie einlassen, wir können weiterhin diese brutal feigen Grundgesetzbrecher mit unserer Anwesenheit beglücken und ihnen die Bestätigung dafür geben, wie wichtig sie doch sind.

    Anstatt ihre kranken Faustrechtphantasien absterben zu lassen, werden sie noch untertänigst gefüttert. Es wird mit den Hyänen geheult. Die Oberfläche ist wichtiger als der Tiefgang.

    Ich bin nicht so naiv, zu glauben, dass ich mit einer Verweigerung mehr erreichen könnte. Aber meine Hoffnung wird dadurch ehrlicher, verliert ihren abstrakten Charakter und kann weniger enttäuscht werden, egal, welche Urteile gesprochen werden. Am wertvollsten ist jedoch, dass ich es nicht zulasse, auch nur ein Stück meiner Würde abzugeben, denn ich gehe aufrechter. Und vielleicht setzt allein DAS ein viel wirksamerer Zeichen als alles andere.

  4. So und nun einmal Tacheles….

    Wir wissen, zumindest die, die schreiben..
    HartzIV ist unmenschlich, gesetzwidrig und nur systemrelevant

    Das bekunden wir durch Links,pers.Erfahrungen und vom Hören-Sagen.

    In der Zwischenzeit wird HartzIV immer mehr verschärft, währen dessen preisen wir Bücher an, lassen jedem Jou Tube zukommen etc etc

    Erreicht hat man damit nichts, im Gegenteil, es besteht die Gefahr vor lauter Quatschen werden Ideen nicht gedacht , um dieses System zu schwächen.
    HartzIV lässt sich wunderbar zur eigenen Profilierung nutzen, die Welt muss doch wissen wie klug man ist, ab wann wird der Hartzer wieder missbraucht?

    Und nun haut drauf, denn außer Frau Hannemann findet man weit und breit hier keinen Macher, da wird die Tqatsache auch nciht dmait ausgeräumt, dass man billig fragt und was tust/tun du, Sie?!

    General-Inventigation

    Ich kann für Ihre schmutzige Fantasie nichts!

    • @sugar base
      „Und nun haut drauf, denn außer Frau Hannemann findet man weit und breit hier keinen Macher“
      Und was ist damit?

      https://altonabloggt.wordpress.com/2013/05/12/sanktionen-gegen-hartz-iv-beziehende-in-hamburg-sofort-aussetzen-ausschusssitzung/#comment-1961

      • @ Tanguero

        Ich habe gerade mal dort gelesen und bin in den Kommentaren auf jemanden gestossen, der dort wohl offensichtlich bewußt Falschinformationen verbreitet. Jeder wäre selbst in der Lage die Aussagen von dem Kommentator „Künstler“ jederzeit zu widerlegen, was man aber auch dort offensichtlich nicht tut.

        Ich verstehe nicht, warum Menschen in solchen Foren und auf Blogs lesen und sofort, ohne irgendwelche Zweifel, alles glauben was dort verbreitet wird.

    • @ sugar base

      Ihre Einstellung zu den Dingen ist manches Mal recht widersprüchlich, wenn nicht sogar fragwürdig.
      Sie waren es doch, die zurück sehen wollte, um das System zu verstehen. Nun habe ich selbst z.B.das Buch von Naomi Klein als Möglichkeit vorgeschlagen, weil genau dort diese Dinge für ganze Länder genauestens beschrieben werden; nämlich wie es zu der ganzen Abwicklung von Ländern kam, die letztendlich zu einer hohen Arbeitslosigkeit und Billigjobs führte. Hartz IV ist lediglich eine weiterführende Maßnahme; in anderen Ländern ist es gleich, wird nur nicht H4 genannt. Andere haben ebenso ihre Beiträge verlinkt, die sicherlich ebenso wichtig sind. Von ihnen kamen diverse Einwände, warum man dieses und jenes nicht machen kann – angefangen über die Aussage, das man alleinerziehend die Möglichkeit nicht hätte usw. – anders ausgedrückt, sie haben Ausreden gesucht. Auch wollten Sie „mehr“ machen; auch da wurden Vorschläge unterbreitet, denn es ist nicht machbar hier mit den Anwesenden tatsächlich eine effektive Gruppe zu bilden die etwas erreichen kann. Dafür sind die Anwesenden hier zu weit über die Bundesrepublik verstreut – also muß das ganze Regional aufgebaut werden. Das haben Sie offensichtlich nicht gemacht, obgleich Sie doch ihren Angaben zufolge so viel politische Erfahrung haben.

      Wenn Sie denn tatsächlich der Auffassung sind, das man hier vor lauter „Quatschen“ nicht dazu kommt Ideen zu denken, um dieses System zu schwächen, kann ich nur mit dem Kopf schütteln. Einerseits wollen Sie Gruppen bilden die etwas erreichen – und Sie werden es kaum glauben, dort muß man miteinander reden um etwas zu überdenken und Denkfehler zu verhindern – und dann wieder wollen Sie etwas erreichen. So wie Sie es angehen, werden Sie ins offene Messer laufen.
      Wenn Sie also der Meinung sind, das Hartz IV gesetzwidrig ist, würde ich sehr gerne wissen woher Sie diese Information haben, denn es ist doch ganz klar im SGB II aufgenommen. Und wenn Sie jetzt die Auffassung vertreten, das SGB II wäre ungültig (wie ja gerne mal von einigen Menschen behauptet wird), weil durch ein Bereinigungsgesetz der teil entfallen sei, der den Geltungsbereich anbelangt, sind Sie auf dem Holzweg. Grundsätzlich gilt nämlich, das die Gesetze die in der Bundesrepublik erlassen wurden, natürlich den Geltungsbereich der Bundesrepublik Deutschland haben. Wenn Sie also sicher sind, das es sich hier um eine Gesetzwidrigkeit handelt – die Sie im übrigen näher beschreiben sollten – gehen Sie damit vor Gericht. Klagen Sie, erwirken Sie ein Grundsatzurteil, mit dem Sie dann in dem Jobcenter, das für Sie zuständig ist auftauchen können um dort zu erklären das es Unrecht ist. Die Frage ist dann wiederum, wer Sie ernst nimmt; immerhin gibt es Urteile die besagen das Sanktionen unzulässig sind, weil es sich um eine Grundversorgung handelt. Soweit so gut, doch wie Sie selbst sehen, wird immer noch vor Sozialgerichten geklagt weil man sich bei den Jobcentern nicht darum schert – die Hausjuristen rechnen nämlich damit, das ein großer Teil der betroffenen nicht klagen wird, womit sie offensichtlich auch recht behalten haben. Und solange das noch passiert, weil Urteile lediglich den Sachverhalt klären und nicht die Handlungsweise der Jobcenter festlegt, ist das ganze recht sinnlos. Folglich muß vor dem Verwaltungsgericht bzw. dann vor dem Oberverwaltungsgericht geklagt werden, um von dort eine Grundsatzurteil zum Hartz IV zu bekommen, das dem Jobcentern ganz klare regeln vorgibt. Das aber muß man verstehen wenn man gegen etwas klagt.

      Und wenn Sie schreiben, das Hartz IV sich wunderbar zu eigenen Profilierung nutzen kann, um der Welt zu zeigen wie klug man ist und ab wann ein Hartz IV Bezieher wieder einmal missbraucht wird, muß ich Sie fragen warum denn von ihnen selbst so viele „kluge Einwände“ und „Tipps“ kommen. Ist das so zu verstehen das lediglich Sie etwas dazu sagen können weil sie so viel Erfahrung haben oder ist es mehr in Richtung der von ihnen benannten Profilierung zu verstehen?

      Sehen Sie, hier sind Menschen versammelt, die unmittelbar betroffen sind und bereits Hartz IV beziehen und dann andere, die noch nicht in Hartz IV sind und trotzdem mehr als zu gut wissen, was da vor sich geht. Letztere versuchen vielleicht, einen Weg zu finden um das ganze noch in andere Bahn zu lenken, um dann gemachte Erfahrungen weiter zu geben. Es gibt immer kleine Tricks, um ein System zu überlisten – und zwar völlig legal – warum also sollte man solche Dinge nicht an andere weitergeben?
      Warum sollte man auch nicht sagen wenn jemand völlig falsch liegt, Gesetze zitiert die damit überhaupt nichts zu tun haben; denn wenn man bei der Arge auftaucht und zum Beispiel das Bürgerliche Gesetzbuch zitiert und das denn auf das SGB II beziehen will, macht man sich bestenfalls zur Lachnummer. Jeder weitere Einwand mit Zitaten zu diversen Paragraphen wird gar nicht mehr ernst genommen. Oder würden Sie jemanden noch ernst nehmen wollen, der bei Ihnen im Büro auftaucht, wild mit den §§ um sich wirft und damit lediglich den Beweis erbringt, davon so viel zu verstehen wie eine Kuh von Operetten?

      „Und nun haut drauf, denn außer Frau Hannemann findet man weit und breit hier keinen Macher[…]“
      Richtig, Sie reden ja auch nur oder vielmehr schreiben Sie und machen auch nichts. Würden Sie das, wären Sie nicht so oft hier, denn die Zeit wäre kaum da.
      Was Frau Hannemann angeht trägt Sie diese Sache an die Öffentlichkeit und hat ihren Job riskiert, setzt diesen Blog ins Netz um anderen Informationen zu geben. Machen aber im Sinne von Klagen, um Gesetze zu beseitigen, die so nicht in Ordnung sind weil sie gegen die guten Sitten verstoßen, kann auch sie nicht. Entscheidend ist hier nämlich nur, eine große Öffentlichkeit herzustellen und mit Informationen zu versorgen. Ist die Öffentlichkeit groß und wird immer größer, wird sich ohne Zweifel etwas tun, doch das dauert. Eine vernünftige Argumentation anderen gegenüber, die man darauf anspricht um sie überzeugen zu können, das dort Schindluder mit Menschen getrieben wird, ist da weitaus notwendiger. Wenn Sie einen heutigen Arbeitnehmer überzeugen können, das er/sie ziemlich schnell selbst in Hartz IV landen können, haben Sie viel erreicht. Wenn die Argumentation so gut war, das er/sie sich selbst auch noch dazu Gedanken macht und sich weiter informiert, das dann an andere herantragt, haben sie einen Treffer gelandet. Das aber erreicht man nicht indem man sich hier darüber beschwert, das sich hier Menschen austauschen, Erfahrungen und Wissen weitergibt. Die von ihnen erklärte politische Erfahrung muß ich doch ein wenig anzweifeln, denn offensichtlich haben sie noch nicht wirklich verstanden wie man solche Dinge angeht. man muß gerade im Bereich der Gesetze und Richtlinien die Hausaufgaben machen, um sich nicht selbst bloßzustellen und damit eben erkennen zu lassen, das man lediglich heiße Luft absondert, aber ganz sicher nicht weiß worüber man da gerade redet.

      Und was die ganz persönliche Ansprache von Ihnen betrifft:

      Ist es tatsächlich eine schmutzige Phantasie, wenn man offensichtlich jemanden erwischt hat der sich mit 2 Namen in einem Blog als Kommentator zeigt? Ich halte das von solchen Personen eher für unverschämt und komme so meist auf den Gedanken, es könne sich um einen Troll handeln, der lediglich Unruhe hereinbringen möchte. Und nachdem was Sie jetzt zuletzt geschrieben habe, keimt so ein Gedanke langsam auch auf – oder ist es völlig normal eine derartige negative Einstellung zu haben, andere zu kritisieren weil sie ja nicht machen udn man so nicht erreicht?
      Schauen Sie in den Spiegel und fragen sich, was Sie bislang getan und erreicht haben!

  5. Das Problem der Scham ist die Verinnerlichung der falschen Moral die in dieser Gesellschaft gefordert und gefördert wird.

    Wer Arm ist und sich dieser Moral annimmt, der macht schon einen Fehler und unterwirft sich damit dem Diktat der entmenschlichten Strukturen einer extremen Gesellschaft.
    Die Regeln akzeptieren? Ja. Die Gesetze einhalten? Ja. Das ist man dem Staat letztlich auch schuldig. Aber in den Geist, die eigene Wertevorstellungen sich hineinregieren lassen? Nein!

    Genau daran kranken diese Armen, die die Schuld für die eigene Armut ausschließlich bei sich selbst suchen oder eben ihre Armut zu einem Stigma erheben. Wieso bin ich arm? Weil ICH Faul war/bin? Weil ICH versagt habe? Weil ICH Fehler machte? Die Schule Schwänzte? Es im Gymnasium nicht schaffte?

    Nein! Damit hat es schlicht nichts zu tun. Der Schwächste im Glied wird immer der Verlierer sein in einem auf Konkurrenz basierenden System. EINEN MUSS ES TREFFEN! Und das waren immer und bleiben immer die Schwächsten und von denen oft noch die Schwachen.

    Es ist ein Versäumniss der Eltern ihren Kindern diesen inneren Frieden zu lehren, ihnen klar zu machen das Verlieren ein systemisches Konstrukt ist und man als Verlierer eben nicht am Fleischtrog sitzt, aber dafür diese innere Freiheit haben kann, die einem die eigenen Wertevorstellungen ermöglichen. Man kann in sich selbst ruhen, man ist aus dem Kreislauf hinaus gegangen, in dem die Menschen drin stecken, die sich im K(r)ampf um die besten Anstellungen aufreiben, aber am Ende doch sich selbst verlieren. Weil sie ihr innerstes Selbst aufgeben und die Macht über ihre Befindlichkeit von dem Abhängig machen was das System ihnen an Schuldbewußtsein implantiert: Versager, Leistungsverweigerer, Schmarotzer.

    Die Wirklichkeit sieht aber anders aus. Es sind fast immer Menschen mit psycho-sozialen Fehlentwicklungen, mit Handicap, in die Armut und damit Chancenarmut geboren, in die Chancenarmut durch Krankheit geboren oder durch Pech dorthin entwickelt.
    Fakt ist einfach: Der Mensch hat sein Schicksal eben nicht 100Prozent in der eigenen Hand, ganz im Gegenteil. Das System ist eine fremdbestimmende Maschinerie, die uns in ein Produkt verwandelt hat. Ganz im Sinne von Matrix sind wir die Batterie, die Arbeitskraft dieses Maschinenwesens, das wir mit antreiben. Aber genau hier ist auch die Chance gerade für die Gescheiterten mit sich selbst in Konflikt gekommen, einen Lösungsweg zu beschreiten und in sich zu gehen und die Herrschaft über das eigene Selbst wieder Selbst in die Hand (oder den Verstand) zu nehmen und dabei können und sollten Eltern ihren Kindern eben Vorbild werden. Leider ist das alles auch mit einem hohen Maße an Bildung verbunden. Leider wird das auch auf diesen vielen Seiten über Hartz4 und Armut nicht gelehrt: Sich über sich Selbst eine eigene Meinung, ein eigenes Wertegefüge machen. Sich selbst entlassen aus dem Hamsterrad der Verdammung in einer Gesellschaft, die sich selbst verdammt hat der Gier hinterher zu rennen. Der Gier nach teurer gourmet Nahrung, nach Bio-Besser-Esser-Zertifikat, nach PS Boliden, nach Geld und Macht, nach Ansehen und hoher Stellung, der Gier nach Selbstüberhöhung und Reichtum (im Angesicht bestehender gar steigender Armut ein Verbrechen).

    Sich selbst aus diesen Kreisläufen entlassen und ein eigenes Leben leben, das was man schafft nach eigenen Startchancen. Das was man kann aus eigener Kraft ohne sich aufzuzehren. Das was man auch mit den Behörden aus dem Hartz4 Zentrum noch rausholen kann, ohne sich gleich gegängelt zu fühlen. Die Macht über das eigene Leben und Fühlen, die Macht über das eigene Selbst zurückholen, die die heutigen subtilen Methoden der Herrschaft einem nehmen.

    Aus dieser Position heraus, entsteht eine innere Gelassenheit und Streßfreiheit mit deren Hilfe man dann doch befähigt ist viel von dem zu tun, was man sich vornimmt. Man gewinnt auch Selbstsicherheit im Umgang mit dem Amt, den Behörden. Man erkennt plötzlich die vielen Gestaltungsspielräume die man selbst hat, obwohl man Arm ist. Man erkennt erst seinen situativen immateriellen Reichtum und die Potentiale darin, wenn man sich aus dieser Mühle der Fremdbestimmung durch die heutige Gesellschaft gelöst hat.

    An die Bloggergemeinschaft dieser Hartz4 Seiten: Hört auf die Menschen ein Feindbild zu lehren, lehrt sie zu sich selbst zu finden und gebt ihnen ihre Gestaltungsmacht über sich selbst und ihr eigenes Leben zurück. Hört auf sie ständig mit negativ angehauchtem Berichterstattungsgefüge in dieser emotionalen Abhängigkeit zu halten. Gebt ihnen Mittel und Möglichkeiten zur Entfaltung ihres Selbstwertes und zwar nicht anhand von Einkommen, sondern anhand ihrer Selbst als Menschen. Denn darum gehts doch! Wenn ihr den Leuten erzählt, das die Möglichkeit das sie wieder einen Lebenswert fänden, eben von Staats wegen mehr Geld zu stünde, dann gießt ihr Öl ins Feuer und haltet sie in der systemisch geforderten Abhängigkeit.

    Hoffentlich keine Perlen vergeudet.

    Schöne Grüße

    • Vergeudet!

    • „An die Bloggergemeinschaft dieser Hartz4 Seiten: Hört auf die Menschen ein Feindbild zu lehren, lehrt sie zu sich selbst zu finden und gebt ihnen ihre Gestaltungsmacht über sich selbst und ihr eigenes Leben zurück.
      Hört auf sie ständig mit negativ angehauchtem Berichterstattungsgefüge in dieser emotionalen Abhängigkeit zu halten. Gebt ihnen Mittel und Möglichkeiten zur Entfaltung ihres Selbstwertes und zwar nicht anhand von Einkommen, sondern anhand ihrer Selbst als Menschen. Denn darum gehts doch! Wenn ihr den Leuten erzählt, das die Möglichkeit das sie wieder einen Lebenswert fänden, eben von Staats wegen mehr Geld zu stünde, dann gießt ihr Öl ins Feuer und haltet sie in der systemisch geforderten Abhängigkeit.“

      – Da machen Sie es sich nun doch etwas sehr einfach.

      Wir leben mittlerweile in einer Gesellschaft, in der immer weitere Lebensbereiche ökonomisiert und damit nach betriebswirtschaftlichen Kriterien gesteuert werden. Dieser Logik der totalen Ökonomisierung unserer Gesellschaft können sich auch die Menschen im Hartz IV-Bezug bei allem Idealismus nicht entziehen. Es geht daher, anders als von Ihnen unterstellt, keineswegs nur darum, Menschen aus einer, wie Sie es nennen, „emotionalen Abhängigkeit“ eines „negativ angehauchten Berichterstattungsgefüges“ zu befreien.

      Die Probleme im Hartz IV-Bezug sind viel grundsätzlicherer Natur als Sie dies in Ihrer verkürzten Betrachtungsweise unterstellen.

      Wegen erheblicher Preissteigerungen z. B. in den Bereichen Energie, Miete, Mobilität etc. machen die nicht bedarfsdeckenden Regelsätze das Leben vieler Menschen im Hartz IV-Bezug zu einem ständigen Überlebenskampf, und das nicht etwa deshalb, weil diese Menschen überhöhte Ansprüche in materieller Hinsicht haben, sondern weil es nicht einmal für das allernötigste reicht.

      Viele Hartz IV-Bezieher sind verschuldet oder überschuldet mit Konsequenzen wie etwa ständigen Verhandlungen mit Gläubigern, Stromsperren, Zwangsräumungen etc. Hinzu kommt eine ganz erhebliche gesundheitliche Belastung durch den psychosozialen Stress, den die Jobcenter durch nicht rechtsstaatliches, willkürliches Verwaltungshandeln verursachen, was die Betroffenen immer wieder in existenzieller Weise bedroht.

      Es ist daher das gute demokratische Recht der Diskutanten in diesem Blog, die mangelnde finanzielle Bedarfsdeckung im Hartz IV-Bezug und die daraus resultierende Verelendung der Betroffenen zu thematisieren und zu diskutieren.

      Es geht dabei keineswegs darum, Öl ins Feuer zu gießen oder Feindbilder zu kultivieren, sondern darum, im Wege der Diskussion Beiträge zur demokratischen Willensbildung in diesem Land zu leisten, damit die Menschen die Möglichkeit haben, sich unabhängig von manipulativen und interessengesteuerten Medien ein Bild von der sozialen Situation in Deutschland zu machen – und dies eben auch auf der Grundlage von Informationen, die hier von Betroffenen öffentlich gemacht werden.

      Um zu sich selbst finden zu können, wie Sie das so schön beschreiben, braucht es ein Minimum an Rahmenbedingungen wie materielle Sicherheit und sozial- und rechtsstaatliche Standards , die im Hartz IV-Bezug für Millionen Menschen in diesem Land nicht mehr gegeben sind.

      Und das kann und sollte thematisiert und diskutiert werden – auch wenn Ihnen das nicht gefällt.

      P.S. zu Ihrem Nickname:

      Es gibt keine Freiheit ohne ein Mindestmaß an sozialer Sicherheit.

      • “ Menschen aus einer, wie Sie es nennen, “emotionalen Abhängigkeit” eines “negativ angehauchten Berichterstattungsgefüges” zu befreien. “

        Die emotionale Abhängigkeit ist viel tiefer gemeint, als Sie es verstanden haben. Die liegt in der Abhängigkeit zum Warenfetisch, zur kapitalisiserten Gesellschaft, zum Selbstwertmaßstab anhand der Dicke des Portemonnaies.

        Und nein, ich bin nicht mit Abstand sondern direkt selbst Betroffen. ICh weiß wovon ich rede und ich weiß auch das es nicht jeder so leicht nimmt oder nehmen kann wie ich.

        Ich bin nur entnervt wenn die Quadratur des Kreises gefordert wird. Das wäre nämlich eine Rundumversorgung des Individuums im Kapitalismus. Die gibts n icht, gabs nie und wirds nicht geben.

        MFG

      • Der einzige Beitrag, meiner Meinung nach, den man sich als Arbeitnehmer in aller Ruhe durchlesen kann,
        ohne bei jedem zweiten, geschriebenen Wort auf orthographische b.z.w. grammatikalische Fehler zu stoßen; ohne sich jeden dritten Satz erneut durchlesen zu müssen, um abzuklären, was hat der Verfasser jetzt gemeint. Darüber hinaus der einzige Beitrag mit erkennbar realistischem Bezug; talentiert ausformuliert. Akademische Ausbildung ?
        Bleibt nur zu ergänzen, daß die Verhaltensänderungen, die einem Menschen heutzutage abverlangt werden, und zwar jedem Menschen, jeden Tag, unabdingbar notwendig voraussetzen die realitätsbezogene Sachinformation. …einer Einrichtung, wie dem Deutschlandfunk in Köln z.B.; oder einer guten Tageszeitung; und natürlich auch dem Internet, wobei dort aber mittlerweile eine erhebliche
        Eingangsqualifikation, nämlich die Befähigung des Selektierens, vorausgesetzt wird.

        Die Mehrzahl der Beiträge hier ist gekennzeichnet durch das „nicht wahrhaben wollen“, daß sich die Realität
        in der neuen Bundesrepublik Deutschland komplett und vollumpfänglich geändert hat.
        Um es auf den Punkt zu bringen: Es ist Schluß mit lustig !!!
        Ich persönlich halte es für dringenst erforderlich, ersteinmal festzustellen, wie die Gesamtsituation überhaupt ist, um dann jedem einzelnen realistische Handlungsstränge aufzuzeigen….

        Hartz IV wurde nicht entwickelt, um die Verteilung der Arbeitslosenhilfe gerechter zu machen, sondern
        um gigantischen Formen von Sozialmißbrauch den Garaus zu machen und weil die Bundesrepublik schon 1968 begonnen hat, fiskalisch/monetär zu kollabieren. Die heutigen Ausgaben für unsere Sozialhaushalte
        wandern jedes Jahr erneut in den nicht mehr vorstellbaren Schuldenberg, den zunehmend naive oder aber zunehmend korrupte Politiker seit mindestens 35 Jahren aufhäufen; und dies für völlig normal halten.

        Die W(i)edervereinigung 1989 hat leider eine zusätzliche Komponente eingebracht; nämlich die der
        „Diktatorisierung“. Aus der alten Beamten- und Lobby’istendiktatur ist die erweiterte Stasi- und Beobachtungsdiktatur geworden. Der teils dramatische Wertewandel und deutliche Niedergang aller monetären Teilhaushalte wird zunehmend -diktatorisch- >>von allen Parteien<< stringent geleugnet !!!
        Auch auf dieser Ebene geht es wieder um's Überleben.
        Und das, mit Verlaub, entspricht dem Einläuten des Niederganges unserer freiheitlich demokratischen Grundordnung !!! Eines der modernsten und "moralisch'ten" / "ethisch'ten" Wertesysteme, die es gibt auf dieser Erde. In den zurückliegenden 10 Jahren wurde mehr als 2500 Babies, Kleinkinder und Kinder in der Bundesrepublik Deutschland, eben auch vor dem Hintergrund nackter Existensnot, getötet.

        Kein Wort davon aus den Mündern Deutscher Politiker.
        Totgeschwiegen und/oder uminterpretiert.

        Deutlich mehr als 50 % aller Deutschen Politiker haben keine Vorstellung davon,
        welche dramatischen Auswirkungen deren politische Entscheidungen überhaupt haben könnten.
        Wenn sie sie haben, versteht es sich von selbst, zu schweigen.
        Auch weil sie ahnen, daß die Finanzierung Deutscher Sozialhaushalte auch basiert auf einer unglaublichen,
        zuerst ökologischen, dann aber auch ökonomischen Hybris. (Im Gedenken an Hoimar v. Ditfurth)

        Verglichen mit einem mittelständischen Unternehmen, wäre die Bundesrepublik Deutschland längst zahlungsunfähig !!!

      • als man mir gewisse/ nicht im SGB2 erfasste EGV´s u. a. unterbreitete, heute wissentlich gegen die geltenden Menschenrechte Und H4 – Bestimmungen. Ich habe tatsächlich, trotz des hohen Preises alles zu verlieren, zu mir gefunden… ich bin weg gegangen aus meiner Stadt, dorthin wo keine Gesetze, ausser die der Natur, gelten.

        Es hat mir gut getan.

        @Panoramablick, es stimmt was Du schreibst… Ich mag Deine Wertvorstellung + Einstellung.. es ist selten Gut Menschen wie DIch zu treffen. Aber genau das ist´s was man brauch um wieder Mut und Hoffnung zu fassen…

        Rosé

    • „Die Regeln akzeptieren? Ja. Die Gesetze einhalten? Ja. Das ist man dem Staat letztlich auch schuldig.“

      Wenn die Machthaber des Staates sich nicht an die Gesetze halten, müssen erst einmal sie aus getauscht werden,denn der Staat sind wir, das Volk, von dem sich ein großer Teil nicht davon ab bringen lässt, die vorgefertigte Meinungen über HartzIV Empfänger kritiklos zu übernehmen.

      An wie vielen Fronten soll der HartzIV Empfänger kämpfen, jetzt auch noch gegenüber Blinden, die uns die Farbe erklären wollen?

      • Tut mir leid ich wußte nicht das Sie an die Systemlügen glauben. Wenn Sie tatsächlich denken das das Volk die Macht habe und so, dann sind sie letztlich ein blinder Leiter.

        Ich kann aber verstehen was Sie meinen. Man ist halt unzufrieden möchte einen Ausweg finden aus diesem Dilemma, auf den Staat angeiwesen zu sein und gleichzeitig veräppelt zu fühlen.

        Rebellion hilft aber überhaupt nicht. Sie führt nur zu einer Verhärtung der Fronten. Am Ende ist dem reißenden Fluss Kapitalismus nicht zu entkommen. Das Elend haben wir nun vermehrt zu hause, es ist nicht mehr nur in Asien, Afrika und Südamerika zuhause.

        Leben wir damit, die 50 satten Jahrzehnte haben wir s ja auch ok gefunden als (fast) nur die Anderen gelitten haben.

        MFG

    • „Wow – wahre Gedanken“ dachte ich beim Lesen der ersten 4/5-tel ihres Beitrags…

      Aber dann „dieses“ Fazit im letzten Absatz.

      Wie kommt es, dass sie kognitiv zu solch großartigen Gedanken fähig sind, um in diesem, ihrem Fazit so großartig daneben zu fassen; quasi 1mm vor der Schlusslinie?

      U. A. hat Panoramablick hier schon das wesentliche geschrieben, was mir spontan auch durch den Sinn ging. Hier geht es um lebensgefährliche Sanktionierung des Existenzminimums von Millionen, die sich diesem System nicht entziehen „können“, egal wie frei ihre Gedanken sind. Sie haben dieses Fakt quasi nicht verinnerlicht. Dazu hat es dann doch nicht mehr gereicht.

      Gestatten sie mir deshalb, mit Verlaub, eine Frage:
      Kann es sein, dass sie mit ihren Gedanken letzlich nur ihre eigene kognitive Dissonanz therapieren? Denn aus der Perspektive eines Betroffenen(m/w) schreiben sie ja nicht gerade, oder?

      Gruß,
      H.-W.

      • Doch auch als Betroffener, auch als jemand der schon Sperren hatte, aber auch als Jemand der das Glück hat mit Eloquenz seine Anliegen vortragen zu können. Meine Position ist derweil stabil, aber einen echten Terror von Amts Seiten würde ich auch nicht durchstehen. Also glauben Sie mir ich weiß was ich meine. Aber was hilft es denn wenn man den Menschen ständig vor Augen führt das sie zu wenig bekommen? Ist nicht fast Jeder der Meinung er verdient mehr als er bekommt, selbst die übersatten gutbezahlten Angestellten, Beamten und Co.?
        Sicher Hartz4 ist ein Verbrechen, ok kann man grad nicht ändern. Was ist nötig? Hilfe bei Gericht etc, alles klar. Machen wir. ABer was noch? Freiheit, innere Freiheit den Menschen beibringen, sich lösen von Konsumwerten, Kapitalismuszielen. Aufhören sich Verantwortlich zu fühlen für das eigene Schicksal arbeitslos zu sein.

        Dem System nicht buchstäblich entziehen, aber zu begreifen das die innere Welt des eigenen Selbst mit dem was da draussen durch Fremdeinflüssen passiert, nichts zu tun hat. Sicher muss man dann auch aushalten wollen das man mit den Kindern spricht, wir haben kein Geld. Sicher ist das schwer, aber wenn man aufgehört hat sich selbst dafür zu geißeln das man es nicht hat, wird man Ersatzweise schaffen mit den Kindern anders umzugehen, ihnen Ersatzweise Zeit zu geben, die hat man ja. Dann muss man sich nicht vor der Flimmerkiste wegträumen, den Kindern unbedingt aktuelle Technikgadgets hinterherwerfen um zu beweisen man liebe sie. Dann geht man mit den Kindern gegenwärtiger um und am Ende könnten alle profitieren. Das Taschengeld fehlt immer noch, zuviel Duschen geht eventuell auch nicht und Geschenke sind nicht üppig, wenn überhaupt möglich. Aber man sieht wieder worauf es vielmehr ankommt!

        Verstehen Sie?

    • @ Freiheitgehtanders

      „Die Regeln akzeptieren? Ja. Die Gesetze einhalten? Ja. Das ist man dem Staat letztlich auch schuldig.“ Da gebe ich Ihnen insofern recht, als das man selbst die Regeln einhalten muß um diese Einhaltung auch von anderen einfordern kann. Es ist im Prinzip nichts anderes als andere so zu behandeln wie man selbst auch behandelt werden möchte.

      Da stehe ich völlig bei Ihnen.

      Doch muß ich Ihnen auch widersprechen, denn wenn Sie schreiben „An die Bloggergemeinschaft dieser Hartz4 Seiten: Hört auf die Menschen ein Feindbild zu lehren […]“ liegen Sie im Grunde falsch, denn die Betroffenen Hartz IV Empfänger sind das Feindbild derer, die ihnen das leben schwer machen. Der Blickwinkel sollte schon stimmen, was er bei Ihrer Aussage keinesfalls ist.

  6. http://www.zeit.de/politik/deutschland/2013-05/SPD-Umfrage-Deutschlandtrend
    SPD ist einfach nicht wählbar.
    Es fehlt eine Entschuldigung und ein Eingeständnis vor den Betroffenen von Hartz IV das viele Fehler gemacht wurden und den Betroffenen Schäden zugefügt wurden die kaum zu reparieren sind!
    Nur nach vorne schauen reicht hier nicht!

  7. 1996 habe ich nach meiner erfolgreichen Fortbildung zum Industriemeister Elektrotechnik zahlreiche Bewerbungen geschrieben (ich hatte dafür meine Arbeitstelle aufgegeben) im guten Glauben, danach schnell wieder eine neue Stelle zu finden. Mit jeder Absage wie Überqualifizierung und anderes, wurde ich depressiver – alles Gute für die Zukunft-, waren immer die gleichen Zeilen. Ich konnte einfach nicht glauben, dass meine Fortbildung umsonst gewesen sein sollte. Ich habe Fehler bei mir gesucht, habe meine Bewerbungsunterlagen überprüft, habe mein äußeres Erscheinungsbild überprüft. Ich habe meine Frau gefragt, was ich nur falsch mache. Letztendlich habe ich mir eingeredet, dass ich mit 39 für eine meinen Kenntnissen angemessene Arbeitsstelle schon zu alt wäre. Das hat mir dann auch tatsächlich damals das Arbeitsamt bestätigt. ( Die „Helfer“ Schröders und Hartz sowie von der Leyen und Merkel sehen das heute natürlich mit ihren Sanktionsandrohungen ganz anders)
    Aus lauter Verzweiflung habe ich dann bei einem Seelenverkäufer angeheuert (damals 1997 noch ohne Sanktionsandrohungen). Die hatten dann auch tatsächlich eine Arbeit im Elektrobereich für mich. Nicht anspruchvoll, aber immerhin eine Arbeit in meinem Fach: Schaltschrankverdrahtung.
    Der Entleiher war damals von meiner Arbeit begeistert, aber nur solange, bis seine Produktionsspitze nach 2 Monaten abgebaut war. (damals gab es tatsächlich noch Produktionsspitzen, heute ist die Leiharbeit eine einzige Produktionsspitze, bald werden es die Werksverträge sein, die Produktionsspitzen). Ich habe damals Überstunden gemacht, Feiertags gearbeitet und reingeklotzt, um übernommen zu werden. Keine Chance, alles Gute für die Zukunft, ohne Sie hätten wir das nicht geschafft. Das war’s.
    Zurück beim Verleiher, hatten die doch tatsächlich keine Anschlussarbeit im Elektrobereich mehr für mich. Man fragte mich, ob ich bereit wäre, für 2 bis 3 Tage zur Überbrückung als Packer in einem Verteilzentrum zu arbeiten. Dort habe ich dann die grausamste Stufe meiner Erwerbstätigkeit erlebt, nicht wegen der Bandgeschwindigkeit, sondern wegen der Behandlung der Beschäftigten (amazon heute). Fortsetzung folgt. Nur soviel: 2008 wurde ich von der Bundesregierung mittels eines Verwaltungsaktes aufgefordert, einen Antrag auf eine Schwerbehinderung zu stellen. Nachweisbar!

    • „Aus lauter Verzweiflung habe ich dann bei einem Seelenverkäufer angeheuert […] Der Entleiher war damals von meiner Arbeit begeistert, aber nur solange, bis seine Produktionsspitze nach 2 Monaten abgebaut war. […] Keine Chance, alles Gute für die Zukunft, ohne Sie hätten wir das nicht geschafft. Das war’s.“

      – Kommt mir irgendwie bekannt vor, auch wenn ich in der Zeitarbeit in einer ganz anderen Branche eingesetzt war, die man spontan nicht unbedingt mit dem Einsatz von Zeitarbeitskräften assoziieren würde.

      Menschen als „Einwegarbeitnehmer“ zu nutzen, ihnen womöglich falsche Hoffnungen zu machen auf eine Übernahme, um sie dann wieder in die Wüste zu schicken, wo sie dann ihrem Schicksal überlassen werden (es ist halt jeder seines Glückes Schmied, nicht wahr?) – das ist genau das, was – forciert durch die Deregulierung des deutschen Arbeitsmarktes und den damit verbundenen Boom der Leiharbeit (euphemistisch im Neusprech als „deutsches Jobwunder“ bezeichnet) – millionenfach in der Leiharbeit passiert.

      Und damit das Ego der für den Einsatz der Zeitarbeitnehmer in den Entleihbetrieben Verantwortlichen nicht gar so leidet unter dieser menschenverachtenden Praxis, erklärt man den Zeitarbeitnehmern dann am Ende am besten noch, es hätte ja nur an ihnen gelegen, dass man sie dann doch nicht übernommen hat (der Mensch ist ja bekanntlich ein Mängelwesen, die Liste möglicher Mängel daher lang – und mit etwas Kreativität findet sich garantiert immer etwas passendes) .

      – Es sind auch solche Zustände und die damit einhergehenden Kränkungen und Demütigungen, die eine Gesellschaft von innen zersetzen können, indem sie Menschen anhand ihrer jeweils aktuellen Verwertungsmöglichkeit in neue gesellschaftliche Klassen einteilen. Es ist ein auf Lügen und falschen Versprechungen basierendes System, das den Wert von Menschen auf die temporäre Verwertbarkeit ihrer Arbeitskraft reduziert und ihnen dabei noch suggerieren möchte, sie müssten ja irgend etwas falsch gemacht haben, denn sonst hätte doch es bestimmt geklappt mit einer Übernahme und Festanstellung beim Entleiher…

      – Alles in allem nicht gerade gesundheitlich förderliche Lebens- und Arbeitsbedingungen, und nicht selten wird gerade die psychische Gesundheit der in der Zeitarbeit tätigen prekarisierten Beschäftigten dadurch geschädigt. Viele Menschen werden in der Zeitarbeit tätig in der Hoffnung, dass ihr Engagement durch eine Festanstellung belohnt wird, die für die weitaus meisten nie kommt, da die Übernahmequote nach durchgehenden zwei Jahren (!) in der Zeitarbeit nur bei etwa 8 % liegt.

    • @ Karl Görtz

      Sie haben offensichtlich auch schon sehr „interessante“ Zeiten hinter sich, die man niemandem wünscht. Das Sie sich mit 39 Jahren schon zu alt fühlten – zumindest subjektiv – ist ganz sicher nachvollziehbar.
      Der Knackpunkt in der heutigen Arbeitswelt ist allerdings, das man als junger Mensch, der gerade frisch ausgebildet ist (ob nun eine Lehre oder ein Studium) deshalb keinen Arbeitsplatz bekommt, weil man zu jung ist und keine Erfahrung hat. Ist man dann an die 30-35, hat man Erfahrung und jede Menge Qualifikationen. Dann aber ist man plötzlich überqualifiziert, was nichts andres heißt, als das man Ihnen den Lohn den sie eigentlich bekommen müssten aufgrund der Erfahrungen, nicht zahlen will – Punkt.
      Jeder Unternehmer profitiert von den Erfahrungen der Mitarbeiter, aber in den meisten Unternehmen hat man heute nur noch die Gewinne in den Augen, man kann den Hals nicht voll genug bekommen.

      Ich weiß nicht wie lange es jetzt her ist – jedenfalls mehrere Jahre – als man in einer Reportage das Unternehmen Möwenpick vorgestellt hat; in diesem Fall ihre Cafés, die wohl überall in Deutschalnd zu finden sein sollen. da durfte man als Mitarbeiter nur bis zu einem Alter von 30 Jahren arbeiten, danach war Schluss. Die Unternehmensphilosophie sagt, das man mit den Cafés junge Menschen als potentielle Kunden will und somit auch das Personal jung sein muß – bei älterem Personal würden keine jüngeren Kunden kommen. Bei solchen doch sehr „dämlichen“ Aussagen bekommt man wirklich die Wut.

      Und denken Sie nie wieder, Sie oder ihr Äußeres wäre schuld, das ist es ganz sicher nicht. Bewahren Sie sich ihren Stolz! Ich drücke Ihnen die Daumen das Sie etwas passendes finden.

  8. Damit jeder noch einmal den Text lesen kann, denn ich weit vorher schon einmal eingetragen habe, setze ich ihn noch einmal ein – bewußt.

    Um dann ein weiteres Buch zu empfehlen, was den Zusammenhang sehr gut erklärt und einige Jahre zurückgeht, ist von Naomi Klein: >> Die Schock-Strategie: Der Aufstieg des Katastrophen-Kapitalismus <<

    Das was Naomi Klein dort sehr detailliert beschreibt, wird in exakt dieser Art und Weise durchgeführt.
    Es werden Unternehmen privatisiert, weil Länder verschuldet sind und ihr "Tafelsilber" verkaufen müssen, um Kredite unter anderem von der IWF zu erhalten. Die 15 Euro sind gut angelegt, denn man kommt von Seite zu Seite immer mehr zu dem Ergebnis, das man im Grunde von unserem Land spricht – es ist eine Weltweite Ausbeutung, die in allen bislang betroffenen Ländern zu erheblicher Armut auf der einen Seite und zu extremen Reichtum auf der anderen Seite geführt hat. Es ist wohl nicht weiter notwendig zu erläutern, wer hier Arm und wer hier reich wurde.

    http://www.amazon.de/Die-Schock-Strategie-Der-Aufstieg-Katastrophen-Kapitalismus/dp/3100396111/ref=sr_1_2?ie=UTF8&qid=1369309619&sr=8-2&keywords=naomi+klein+schocktherapie

    • Eines möchte ich noch zu diesem Buch sagen, weil es sicher nicht rüber gekommen ist was ich damit sagen wollte – beim überlesen ist mir das gerade regelrecht ins Auge gesprungen.

      Es geht darum, das eine ganz bestimmte Ökonomen-Gruppe – man nennt sie in den USA Chicago Boys – durch Aufbauhilfen, die man Ländern versprochen hatte, entsprechende Forderungen gestellt hat um Millionenzahlungen freigeben zu können. Der Trick bestand darin, das man diese Länder mehr oder minder zwang, ihre Staatsbetriebe zu verkaufen, damit private Investoren ins Land kommen und damit die Wirtschaft ankurbeln sollen, was jedoch nur ein Vorwand war. Tatsächlich aber wurden die Staatsbetriebe durch diese Länder verkauft, vorab aber ein Großteil (so die nächste Forderung dazu) der Mitarbeiter gekündigt; natürlich um es für potentielle Investoren /Käufer attraktiver zu machen. Da die Länder mit dem Rücken zur Wand standen, haben sie alles gemacht was man verlangte und nicht bemerkt, das man das Land ausverkauft hatte, das man gewaltige Schulden aufgenommen hatte und nun die einzige Möglichkeit darin bestand das abzudecken, in dem man die Preise wie auch Steuern massiv anhob.
      das wurde in Bolivien, in Chile, Argentinien und anderen Südamerikanischen Ländern so vollzogen. Wie es heute dort aussieht in diesen Ländern, weiß sicher jeder.

      Lage Rede kurzer Sinn. ähnliches hat man in den 1990ern in Russland gemacht, als Jelzin dort die Macht übernommen hat. Hier allerdings hat man den Spieß komplett umgedreht und keine Gelder nach Russland fließen lassen – aus genau diesem Grund gibt es in Russland heute Oligarchen, die Unternehmen zu einem lächerlichen Bruchteil des tatsächlichen Wertes aufgekauft haben; natürlich auch Investoren aus den USA (in der Hauptsache), aus England, Frankreich usw.
      Was sich aus Russland entwickelt hat bedarf auch keiner Erklärung.

      Als der Irak „wieder aufgebaut“ werden sollte, lief es noch perverser ab, denn dort wurden nach dem gleichen Prinzip alle Staatsunternehmen privatisiert, über 50000 Menschen entlassen und auf die Straße gesetzt. Es wurden aus Washington Milliarden (1,3 wenn ich nicht irre) die für den Aufbau der Infrastruktur genutzt werden sollten, dem Aufbau von Fabriken und Schulen usw.
      Hier wurden dann keine Unternehmen aus Irak genommen, die ja schon vor Ort waren, hier wurden US Unternehmen ins Land geholt, die ihrerseits Ausländische Mitarbeiter anwarben (nur eben keine Iraker).
      letztendlich ist Irak nach Abzug dieser angeblichen Aufbautruppe immer noch nicht weiter, aber die Milliarden $ sind wieder in den USA bei den Unternehmen gelandet.

      Das Buch ist sehr umfangreich und erklärt die Dinge im Detail und es ist nur ein ganz grober Überblick machbar, doch was ich sagen will ist, das es hier bei uns in Deutschland seit Jahren ähnlich abläuft.
      Viele Unternehmen haben finanzielle Probleme gehabt, wurden durch Investoren aufgekauft, Personal entlassen. Dann im weiteren Verlauf hat man sich die Sahnestückchen aus den Unternehmen gezogen und den Rest wieder verkauft.
      Das hat man zum Beispiel mit AEG gemacht, die soweit mir bekannt in den letzten 20 Jahren wohl an die 8-10 mal weiter verkauft wurden; nun ist alles zerstört und nichts davon übrig – ausser dem Namen den man „gekauft“ hat. Sieht man sich um wird man erkennen, das ein Großteil der „Deutschen“ Unternehmen schon lange nicht mehr Deutschen Unternehmern gehört, sondern in der Hauptsache US-Amerikanern.

      Auch bei uns funktioniert das perverse System der Chicago Boys!
      Und unsere so klugen Ökonomen, die den Euro so toll und wichtig finden, sind exakt die Ökonomen die diese perverse Art des Kapitalismus unterstützen und uns als unabdingbar verkaufen wollen. Seien wir uns darüber im klaren, dass das, was hier gerade bei uns passiert, schon seit Jahrzehnten so geplant ist – in der Politik ist nämlich nichts Zufall!

  9. Um Doppelpostings zu vermeiden, möchte ich auf meinen Kommentar hinweisen,
    der eine weitere Möglichkeit gegen das SGB II anzugehen aufzeigt:

    https://altonabloggt.wordpress.com/2013/05/12/sanktionen-gegen-hartz-iv-beziehende-in-hamburg-sofort-aussetzen-ausschusssitzung/#comment-1961

  10. @General-Investigation, nochmals Thema Migranten. Mir sind bis jetzt 2 Fälle bekannt wo jemand mit einer Waffe, sprich Messer auf Jobcentermitarbeiter los gegangen sind. Da war einmal eine Frau aus Afrika die mit dem Messer rum gefuchtelt hat und von einer Polizistin erschossen wurde und letzten Herbst ein Türke oder Araber der im Jobcenter jemanden erstochen hat. Wobei im letzteren Fall eigentlich kein Grund vorgelegen hat, um jemand zu erstechen. Im ersteren Fall war es überzogene Notwehr, aber bei Bullen sieht man das anders. deren Leben ist mehr wert als das anderer, die sich mit einer Waffe verteidigen.

    • @ Hopkins

      Das mag ja auch richtig sein, doch was ich meine ist, das man mit diesen Meldungen „lenken“ kann – soll heißen, ich gebe nur die Dinge an die Presse weiter, die eben auch sollen. Damit kann man unter denen, die nicht in der misslichen Lage von Hartz IV sind, weiter gegen diese Menschen aufbringen – sowohl gegen Hartz IV Bezieher wie auch gegen Migranten. Und schon ist das neue „Feindbild“ fertig; was denken Sie, wie man so etwas in den Boulevardblättern hochgespielt. Dabei lässt man – und davon bin ich überzeugt – Übergriffe von Deutschen werden dann einfach mal nicht der Presse mitgeteilt. Das wird an anderen Stellen doch nach dem gleichen Prinzip gemacht, schauen Sie sich doch einfach um in den ganzen Nachrichten. Nichts ist so wie es scheint – man muß hinter den Vorhang sehen um zu verstehen.
      ich nehme Ihnen das ja auch persönlich gar nicht übel, aber das war für mich nur die Bestätigung das diese Sache wie sie gemacht wird, sehr gut zu funktionieren scheint. Mehr sollte damit im Grunde nicht gesagt werden. Es sollte auch kein persönlicher Angriff sein, weshalb ich auch gleich schon die Entschuldigung voran gesetzt habe 😉

      • Ich nehme nichts übel, wir diskutieren hier frei. Was ich ausdrücken wollte und was vielleicht nicht ganz rüber gekommen ist, ist dies, das eben Ausländer, nicht so üntertänigst sind wie die meisten Deutschen und denen deshalb mal schneller der Kamm anschwillt und mal ihre Wut auslassen. Wenn es um Hartz IV geht eben auch ihre berechtigte Wut. Leider bringt es aber nichts, wenn nur einzelne ihre Wut auslassen und die Masse kuscht. Der Mann von letztem Herbst wurde zu lebenlänglich verurteilt und dem Typen in Leipzig wird das gleiche passieren. Damit ist für die Politik das Problem gelöst. Warum die Leute auf Jobcentermitarbeiter losgehen, das Problem wird ausgeklammert und eben so gelöst, das man halt irgendwann durch einen Metalldedektor ins Jobcenter muß und abgegrapscht wird.

      • @ Hopkins

        Sie haben recht, das ist wirklich nicht mit herübergekommen und war ihrem Text auch so nicht zu entnehmen. danke für die Richtigstellung.
        Das Menschen aus z.B. Arabischen Ländern eine völlig andere Auffassung von Stolz und Ehre haben, ist bei den Behörden noch nicht angekommen; egal um welche Behörde es sich handelt.
        Hier werden alle „gleich“ behandelt, was aber daran liegt, das man keine Mitarbeiter hat die sich in die Lage dieser bestimmten Ausländer einführen kann. Will sagen, das man einen Vietnamesen und einen Afrikaner (und selbst da gibt es ja deutliche Unterschiede) nicht gleich behandeln kann.

        Fakt jedoch ist wohl – und da dürften wir uns wohl auch einig sein – das man auch gar nicht daran interessiert ist, vorbereitetes Personal an diesen Stellen zu haben.
        Den Beweis habe ich vor kurzem erst wieder bekommen, weil unsere Stadtverwaltung stets intern freie Stellen ausschreibt und sich im Grunde jeder Mitarbeiter bewerben kann.
        Im Januar dieses Jahres war eine Stelle für das Jobcenter bei uns ausgeschrieben, nach einem Monat hatte sich noch niemand beworben (das weiß ich von einem bekanntem, der im Personalrat sitzt).
        Im April war genau die gleiche Stelle wieder ausgeschrieben und ist immer noch nicht besetzt.
        Die Aufgabenstellung ist in groben Zügen die Antragsannahme, die Koordinierung von Terminen usw., also der typische Alltag der ersten Stufe JC – Puffer zwischen Antragsteller und Fallmanager.
        Wenn Sie dann zusätzlich sehen wie hoch das Gehalt für diese Stelle ist, werden Sie und jeder andere auch, schnell verstehen warum selbst diese Mitarbeiter Angst um ihren Job haben.

        Hier die Tabelle des Öffentlichen Dienstes mit der dafür vorgesehenen Entlohnung (ledig, Steuerklasse I).

        http://oeffentlicher-dienst.info/c/t/rechner/tvoed/vka?id=tvoed-vka&g=E_3&s=1&zv=VBL&z=100&zulage=&stj=2013&stkl=1&r=&zkf=&kk=15.5%25

        Hier für jemanden in Steuerklasse III:

        http://oeffentlicher-dienst.info/c/t/rechner/tvoed/vka?id=tvoed-vka&g=E_3&s=1&zv=VBL&z=100&zulage=&stj=2013&stkl=3&r=&zkf=&kk=15.5%25

        Davon lässt sich dann weder leben noch sterben, denn für einen regulären Arbeitsplatz ist das lächerlich; besonders wenn man die Voraussetzungen sieht die zu erfüllen sind.
        Andere bekommen für eine ähnliche Tätigkeit in der Steuerklasse I schon mehr als 1800,-€ netto und haben im Gegensatz zu dem Mitarbeitern der Argen und Jobcenter schon fast Urlaub bei der Arbeit.

        Um noch einmal kurz darauf zu kommen, was diese schwere gefährliche Körperverletzung angeht: Wir wissen leider alle nur, was Zeitungen schreiben, aber nicht was dort tatsächlich passiert ist.
        Es kann wie so oft der Antragsteller getriezt worden sein, so das ihm der Kragen platzte, genauso gut kann er eine Vertretung „erwischt“ haben, die seinen Zorn abbekommen hat. das ist natürlich keine Rechtfertigung für diese doch recht heftige Reaktion, doch wie gesagt wissen wir eigentlich gar nichts darüber. Nicht wirklich.

  11. Dresslers Analysen schon vor einem Jahr.
    Dem ist kaum was hinzuzufügen, außer, dass sie immernoch NICHTS macht, als HIV zu feiern.
    Ein unglaublicher Vorgang. Mittlerweile wohl einmalig in der Geschichte Deutschlands…

  12. Einen guten Morgen, so Leute jetzt wird es Zeit meinen Namen zu nennen so wie es Inge Hannemann auch tut.Ich heisse Monika Berchten und wohne mit meinem Mann und kleinem Sohn in Konstanz.
    Ich las gerade die Nachrichten auf ntv.de, ein Mann ist mit dem Hammer auf eine Jobcentermitarbeiterin losgegangen! Gestern schrieb ich…den Oberen ist es ja wurst….. mir fehlen die Worte…

    • Den Oberen ist es auch wurst, wie viele HartzIV Empfänger den Freitod wählen, weil sie derartig in die Enge gedrückt wurden und für sich keinen Ausweg mehr sahen!

    • @ Frau Berchten,
      Sie nennen ihren Namen was für mich als Zeichen zu werten ist dass Sie mit offenen Karten spielen wollen. Das wiederum deute ich so dass auch Sie der Meinung sind dass es gegeneinander nicht geht, sondern nur miteinander. Es würde mich freuen wenn das so ist. Von oben werden Menschen zu Kontrahenten gemacht die eigentlich keine sind. Menschen oder Bürger reiben sich gegeneinander auf die eigentlich ja Mitbürger oder Mitmenschen sind weil sie inmitten zusammen in einer Gemeinschaft leben, dem Staat.
      Ein Staat der sich anschickt Zersetzung der Einheit mit Bürgern als Mittel zu betreiben muss schwerwiegende Gründe dafür haben oder völlig außer Kontrolle geraten sein z.B. durch die Begehrlichkeiten des entfesselnten Kapitalismus. Diesen Gewalten können m.M.n.nur Gemeinschaften trotzen, die sozialen Belange wieder befrieden und die ausgeuferten Zugehörigkeiten der künstlich geschaffenen und scharf abgegrenzten Gruppen wieder so weit wie möglich aufheben.
      Sei es wie es ist. Bürger dieses Staates haben Rechte aber auch Pflichten. Eine Pflicht sehe ich darin dass die Bürger zusammen halten und zusammen stehen um das Wohl des Stattes zu garantieren. Mögen sich möglichst viele dieser Pflicht bewusst sein. Ich hoffe dass es so ist dass Sie mit zu diesen gehören denn sicher sind auch Sie der Meinung dass es gemeinsam friedvoller zugeht als individuell und somit gegeneinander. Für diesen Fall finden Sie in mir immer einen Verbündeten. In diesem Sinne ..

  13. En Allemagne, la peur règne à nouveau. In Deutschland regiert wieder die Angst.
    Und wenn man über die Grenzen schaut ist das in anderen europäischen Ländern auch zunehmend der Fall.
    Die Gier regiert die Bosse. Die Korruption regiert die Politiker. Die Angst regiert das Volk. Von unten zieht die Angst immer höher und hat den Mittelstand bereits erreicht. Die jobcenter waren nur Zwischenstation und ließen nur erahnen dass niemand sicher sein wird. Zur Zeit bangt der bangt der Mittelstand noch um Besitzstände, bald aber geht es auch für ihn um die Existenz und um die Menschenwürde.
    Nie wieder sollte soetwas von deutschem Boden ausgehen. Selbst die Kinder wachsen schon in Angst auf. Wie man aber weiß ist die Angst die Schwester der Einsamkeit. Wie einsam muss also ein jeder sein dass er/sie derart Angst erleiden muss. Fragen wir uns was wirklich los ist mit unserer Gesellschaft mit dem Heer der Arbeitslosen und der Niedriglöner. Fragen wir uns im Anschluss daran ob eine starke Gemeinschaft Angst haben muss.
    Was macht uns aber so schwach? Die Angst! Und diese Angst kann nur wirksam werden weil wir uns haben vereinzeln lassen und dabei mitgemacht haben weil wir es toll fanden. Drehen wir also das Rad zurück und wachsen wir wieder zusammen, als ein Zusammenschluss mündiger Bürger die nicht länger in Angst leben und wieder einen demokratischen Staat bilden wollen. Seien wir laut und beständig in unserem Bestreben die anderen zu informieren und über die wahren Zusammenhänge aufzuklären. Erzählen wir ihnen von der Angst und schauen wir ob sie lachen oder ob sich ihr Gesicht verzieht weil sie selbst schon spüren oder gespürt haben was da auf sie zukommt. Versuchen wir wieder ein wenig einander zu vertrauen und unsere Angst voreinander abzubauen. Dreschen wir nicht gegenseitig auf uns selbst ein weil keine schwäche Gruppe als wir selbst vorhanden ist (s. Text Hannemann). Stellen wir uns stattdessen der Angst entgegen und denen die diese Angst als Mittel zum erreichen ihrer Ziele gezielt einsetzt. Es ist ein Planspiel, ein ziemlich ernstes. Aber genau so als Planspiel können wir zurückschlagen und uns wehren wenn wir unsere Angst unter Kontrolle bekommen und unsere Stärke in der Gemeinschaft und Gemeinsankeit suchen und finden.
    Danach soll die Angst nie wieder in Deutschland eine Chance bekommen. Es braucht dazu keine Knüppel oder Steine sondern nur den Willen wieder füreinander da zu sein. Wann wäre eine bessere Zeit als jetzt damit zu beginnen.

    • „Die Gier regiert die Bosse. Die Korruption regiert die Politiker. Die Angst regiert das Volk.“

      Das klingt so, als sei ein jeder fremdgesteuert. Außer Acht gelassen werden in den vielen Diskussionen Charaktereigenschaften, die der „Bosse“, der „Politiker“ und der Bürger.

    • …Die Gier regiert die Bosse. Die Korruption regiert die Politiker…

      ..für MICH sind das LOBBYISTENKNECHTE…

    • Ich kenne einige „Bosse“, die mit ihrer kleinen Firma oder ihrem Laden ums Überleben kämpfen. Wenn ich dem trauen darf, was ich in Bundestagsdebatten so gesehen habe, dann gibt es doch tatsächlich einige PolitikerInnen, die im Sinne eines Volkes handeln. Möchten Sie deren Arbeit machen? Wobei ich behaupte, das es DAS Volk in diesem Sinne nicht mehr gibt. Ein- und Auswanderer hier und dort. Kulturen vermischen sich. Und wo soll der Zusammenhalt eigentlich herkommen, wenn schon innerhalb Deutschlands Bayern gegen Preußen, Preußen gegen Sachsen pöbeln oder umgekehrt? Wenn Bürger Kleinkriege führen wegen Laub aus Nachbars Garten, Kinderlärm oder sich durch das Üben eines Musikinstrumentes belästigt werden? Man könnte diese Art der Diskussion endlos weiterführen.

  14. Es ist immer wieder erschütternd, wie sich Menschen zu taten bewegen lassen die Sie vorher sicherlich nie gemacht hätten – wie weit muß man es mit den Menschen noch treiben; wie lange wird diese doch sehr einseitige Berichterstattung noch gehen?

    http://web.de/magazine/nachrichten/panorama/17453688-attackiert-jobcenter-mitarbeiterin-hammer.html

    Um jemanden so weit zu treiben, muß man wohl einiges tun – traurig genug.
    Schlimm daran ist eigentlich, das sich Mitarbeiter offensichtlich selbst von Oben unterdrücken lassen und gar nicht wirklich realisieren, was sie dort anrichten. Wie lange soll das noch gehen; ist es nicht schon seltsam das man in der Agentur für Arbeit und den Jobcentern /Sozialämtern plötzlich Sicherheitsleute braucht??? Das sollte uns dringend zu denken geben – ganz besonders in der Politik sollte man den Kopf zum denken benutzen.

    • Inge Hannemann
      Jessenstraße 10
      22767 Hamburg 21. Mai 2013

      SPD-Parteivorstand
      Sigmar Gabriel
      10911 Berlin

      via Email: sigmar.gabriel@spd.de

      Sehr geehrter Herr Gabriel

      Mit Erschrecken und in einem Schockzustand befindend, über den heutigen gewalttätigen Angriff auf meine Kollegin des Jobcenters Leipzig, schreibe ich Ihnen diese Mail.

      Grundsätzlich möchte ich zum Ausdruck bringen, das Gewalt niemals eine Lösung ist und sein darf!

      Die Gründe über den Angriff auf meine Kollegin sind mir noch nicht bekannt. Allerdings mache ich mir durchaus Gedanken, warum sich die Gewalt gegenüber Jobcenter-Mitarbeiter, nach meinen subjektiven Eindrücken, in der Vergangenheit zusehends steigert. Das macht mich betroffen und ich suche die Ursachen.

      Meine Erfahrungen, auch als Jobcenter-Mitarbeiterin zeigen, dass Hartz IV Angst macht und diese Angst zu Erkrankungen aller Arten führt. Weiterhin verstärkt sie die Ohnmacht bei den Betroffenen aber auch bei den Mitarbeitern. Es wird agiert, auf beiden Seiten, welches einem Automatismus gleicht. Die Menschen, insbesondere die von Hartz IV Betroffenen, betreten das Jobcenter ohne Mut, mit großer Angst vor Sanktionen und Drohungen durch die Jobcenter und verkriechen sich hinter einer Lethargie, die so nicht sein darf. Die Gefühle bei den Betroffenen sind stärker, als jedes Aufbegehren. Sie haben schlichtweg um ihre Existenz und deren Familien Angst. Der Druck, wie z.B. jede Arbeit annehmen zu müssen, auch wenn sie davon nicht leben können oder es gesundheitlich nicht schaffen, steckt so tief, das der innere Zorn durchbrechen kann. Druck entsteht durch die andere Seite der Schreibtische, aber auch durch die Einführung der Agenda 2010 und der derzeitigen Umsetzung. Die Agenda 2010 war der Startschuss zum weiteren Ausbau des prekären Arbeitsmarktes. Die Jobcenter-Mitarbeiter haben kaum mehr eine andere Wahl, als in diesen Markt hineinzupressen, da kaum andere Tätigkeiten zur Verfügung stehen. Die Zeit-und Leiharbeitsfirmen „sitzen auf dem Schoß der Agenturen für Arbeit“ und drohen den Mitarbeitern bei Nichtbesetzung ihrer Plätze mit der Geschäftsführung einzelner Agenturen. Sie drängen in die Jobcenter für „Zwangsinformationsveranstaltungen“ und drängen auf das Ausfüllen von Personalbögen. Gleichzeitig wird der Niedriglohnsektor mit millionenschweren Subventionen durch die Regierung unterstützt.

      Die betroffenen Leistungsberechtigten in den Jobcentern spüren diesen Druck durch die Mitarbeiter, die ganz getreu dem Sozialgesetzbuch II ihre vorgegebene Linie ausführen. Wird dieses nicht umgesetzt, stehen auch sie unter dem Druck der Nichtenfristung, schlechter Beurteilung oder Ermahnungen durch die Führung. Ein Ausbrechen daraus wird nicht geduldet und bestraft.

      Dieses ist nur ein kleiner Teil der Unterdrückung auf beiden Seiten. Nach meiner Ansicht entsteht so, ob gewollt oder nicht, eine Volks- und Gesellschaftsteilung, die immer gefährlichere Ausmaße annimmt. Menschen reagieren unterschiedlich. Aber schlussendlich führt es immer zu einer Explosion, Implosion oder Hass auf andere Gruppen – zumeist auf Schwächere.

      Hier geht es mir nicht um Schuldzuweisung. Mir geht es darum: Tun Sie was! Und zwar JETZT, bevor es zu spät ist. Das Brodeln in der Bevölkerung, noch tief versunken, wird stärker. Sie, Ihre Genossinnen und Genossen, die derzeitige Regierung, Ihre Oppositionspartner, das Ministerium für Soziales und Arbeit, das Ministerium für Finanzen – Sie alle haben die derzeitige politische Macht eine Änderung herbeizuführen. Die Spaltung der Gesellschaft muss ein Ende finden. Und das geht nur zunächst über die Abschaffung der Sanktionen. Der nächste Schritt muss aber die Abschaffung von Hartz IV sein und über neue Alternativen nachgedacht werden. So z.B. das Bedingungslose Grundeinkommen wie es Götz Werner vorschlägt oder einem Mindestlohn von 12 Euro /Stunde.

      Sie sind die Tage in Leipzig und feiern 150 Jahre SPD. Hiermit wünsche ich mir und fordere auch gleichzeitig, dass Sie die verletzte Kollegin im Krankenhaus aufsuchen und ihr meine unbedingte Solidarität aussprechen. Vielen Dank.

      Ich ende mit einem Satz von Willy Brandt: „Im moralischen Sinn macht es keinen Unterschied, ob ein Mensch im Krieg getötet oder durch Gleichgültigkeit Anderer zum Hungertod verurteilt wird.”

      Mit freundlichen Grüßen einer Ex-Genossin

      Inge Hannemann

      PS: Wie geschrieben sind meine o.g. Darstellungen nur ein Bruchteil der Misere in den Jobcentern und deren Ausführungen. Weitere Informationen finden Sie auch unter http://www.altonabloggt.wordpress.com

      • Mich wundert schon lange das es nicht regelmäßig Angriffe gegen Jobcentermitarbeiter gibt. Bis jetzt waren es sogenannte Migranten die dieses kriminelle Treiben in den Jobcenter sich nicht mehr länger gefallen lassen wollten. Der deutsche Volkstrottel ist leider zu untertänigst blöd. Wie man in verschiedenen Blogs lesen kann ist das Jobcenter Leipzig eines der übelsten im ganzen Land. Im Osten hat man 1989 ein totalitäres Verbrecherregime zum Sturz gebracht. Vielleicht geht die nächste Revolution gegen das jetzige totalitäre Verbrecherregime wieder vom Osten aus. Das jetzige Regime ist ja wieder von etlichen alten Stasikreaturen besetzt, Fr. Ferkel und der Stasi-Gauckler um nur zwei zu nennen. Da man von unserern dreckigen Politkreaturen nichs erwarten kann, auch nicht von dem Hohlkopf Gabriel, ist es Zeitverschwendung denen Briefe zu schreiben. In diesem Schweinestaat hilft nur noch Wahlverweigerung und Revolution, dabei darf kein einziger aus dem Verbrecherregime überleben sonst entsteht nachher wieder der gleiche Saustall wie jetzt.

      • @ Hopkins

        Tschuldigung, aber Sie reden Unfug. Mit Meldungen über Migranten die dort jemanden angegriffen haben, hat man Stimmung gemacht – zum einen gegen Migranten und dann auch gleich noch gegen Hartz IV Bezieher. Sind Sie wirklich auf diesen billigen Trick hereingefallen; das kann ich gar nicht glauben.

        Wenn ich bei Ihnen ständig etwas über den „Schweinestaat“ hier lese, was wohl Ihr Vokabular sehr eng erscheinen lässt, frage ich mich wirklich warum Sie denn hier noch leben, nicht schon längst ausgewandert sind?!
        Ich habe so langsam nach den vielen Kommentaren von Ihnen den Eindruck gewonnen, das Sie nur herum meckern, aber nicht wirklich etwas tun – vom meckern alleine ändert sich aber nichts. Menschen wie Sie kann ich wirklich nicht verstehen.

      • General-Investigation

        Hopkins
        hat inhaltlich doch Recht, weshalb gehen Sie darauf nicht ein?
        Da man den Menschen doch erst einmal das Gutes unterstellt, wurden Ihre Unterstützungen gegenüber HartzIV Empfängern ja auch nie angezweifelt, nur weil Sie hier schreiben.
        Tun Sie das bitte auch bei anderen, denn Zwietracht ist so unnötig wie ein Kropf!

      • @ sugar base

        Vielleicht haben Sie nicht verstanden was ich geschrieben habe und damit ausgesagt werden sollte.
        Berichte von Angriffen auf JC-Mitarbeiter werden doch so geschrieben, das hier ein bestimmter und gewollter Eindruck entsteht. Der Satz von Hopkins >> Bis jetzt waren es sogenannte Migranten die dieses kriminelle Treiben in den Jobcenter sich nicht mehr länger gefallen lassen wollten. << ist folglich Unsinn, denn er ist tatsächlich auf diese Nummer hereingefallen. Erst sind es Migranten auf die man herum trampeln kann und dann hat man erkannt, das diese Migranten auch noch zudem Hartz IV Empfänger sind. Na da hat man doch eine tolle "Randgruppe" erschaffen, auf die man nun noch mehr herum prügeln kann.

        Das Sie nun etwas hinein interpretieren finde ich schon ein wenig amüsant, aber jeder versteht was er verstehen will und nicht das, was gesagt wurde.
        Zwietracht…so ein Unsinn.

      • Frau Hannemann

        „Meine Erfahrungen, auch als Jobcenter-Mitarbeiterin zeigen, dass Hartz IV Angst macht und diese Angst zu Erkrankungen aller Arten führt. Weiterhin verstärkt sie die Ohnmacht bei den Betroffenen aber auch bei den Mitarbeitern. Es wird agiert, auf beiden Seiten, welches einem Automatismus gleicht. Die Menschen, insbesondere die von Hartz IV Betroffenen, betreten das Jobcenter ohne Mut, mit großer Angst vor Sanktionen und Drohungen durch die Jobcenter und verkriechen sich hinter einer Lethargie, die so nicht sein darf. Die Gefühle bei den Betroffenen sind stärker, als jedes Aufbegehren. Sie haben schlichtweg um ihre Existenz und deren Familien Angst. Der Druck, wie z.B. jede Arbeit annehmen zu müssen, auch wenn sie davon nicht leben können oder es gesundheitlich nicht schaffen, steckt so tief, das der innere Zorn durchbrechen kann. Druck entsteht durch die andere Seite der Schreibtische, aber auch durch die Einführung der Agenda 2010 und der derzeitigen Umsetzung “

        Das war doch beabsichtigt und wurde ständig forciert.
        Herr Gabriel wird sein Grinsen nicht unterdrücken können, er weiß, HartzIV hat funktioniert!Doch was mehr erschreckt ist die Einseitigkeit, denn es war gerade die FDP die es den schnellen Gang zum BVerfG verhinderte, jetzt müssen wieder alle Instanzen durch gegangen werden, denn es ist Frau von der Leyen die uns ständig drangsaliert, falsche Berechnung der Leistung lieferte.
        Sie erhielten doch die vielen neuen Anweisungen, über deren Anzahl sich Herr Alt beschwerte, da kann die SPD nicht ein greifen, nur bei den jetzigen Tätern beschwert man sich nicht, obwohl bei der simplen Einstellung vieler Bürger, schwarz doch wieder die Mehrheit erhalten könnte.
        8 Jahre schwarz und man beklagt sich immer noch bei der SPD, allmählich wird das überstrapaziert!!

    • Dieser Mann ist bestimmt schon x-mal sanktioniert worden und zu 1-Euro-Jobs und anderen hirnrissigen Massnahmen verdonnert worden. Irgend wann reichts. Das es so weit gekommen ist, das sich deutsche Verbrecherbehörden hinter Sicherheitsdiensten verstecken müssen, zeigt doch das Ausmaß, wie weit dieser Schweinestaat sich von einer Demokratie und einem Rechtsstaat entfernt hat. Dieser Mann hat nichts weiter getan als sein Recht auf Widerstand wahrgenommen, Art. 20 Abs. 4 GG. Laut GG-Kommentar kann dieses Widerstandsrecht mit Notfall, als letztes Mittel, auch mit der Waffe in der Hand, wahrgenommen werden. Da es sinnlos ist sich bei irgend einer höheren Stelle zu beschweren, da alle Beschwerden mit dummen Ausreden abgewiesen werden, bleibt eigentlich nur noch das letzte Mittel. Da unserer Verbrecherregime sich aber nicht im geringsten, sich ans GG hält, wird man den armen Hund nun wegen schwerer Körperverletzung oder versuchten Mordes anklagen. Was wieder eine Grundrechtsverletzung darstellt. So sieht es aus in diesem Schweinestaat. Für dieses sogenannte Opfer kann ich leider kein Mitgefühl empfinden, weil sie ihr Recht auf Widerstand nicht wahrgenommen hat und somit selbst Schuld hat, ein paar mit dem Hammer, auf die Birne zu bekommen. In gewissem Sinne, war sie aber doch nur die Falsche, da bräuchte schon eher die Fr. Ferkel und von der Leyen eine aufs Hirn.

      • @ Hopkins

        Zu dem Kommentar des GG, den Sie anführen, möchte ich etwas bemerken, was vielleicht ein wenig Licht ins Dunkel bringt:
        Ein Kommentar ist nichts weiter als die Meinung eins Juristen zu einem bestimmten Sachverhalt; es ist keine Grundlage für einen Entscheidung und schon gar keine Maßgabe für ein bestimmtes Verhalten.

        Als Beispiel mal folgendes: Für die Straßenverkehrsordnung gibt es eine Sammlung von Kommentaren zu einzelnen Themenbereichen. Zum Halten und Parken (STVO § 12) gab es alleine in der Ausgabe von 207 78 Seiten nur zu diesem Thema. Das heißt, man hat hier lediglich die Rechtsauffassung von Juristen veröffentlicht, die mitunter zu ein und dem selben Punkt sehr unterschiedlicher Meinung sind.
        Das aber kann keine Vorgabe für ein Verhalten als Führer eines Kraftfahrzeuges oder Fahrzeuges sein, denn wie bereits mehrfach gesagt, ist es lediglich die Auffassung verschiedener Juristen.

        Schauen wir einmal den §20 GG an:

        „Artikel 20

        (1) Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat.
        (2) Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Sie wird vom Volke in Wahlen und Abstimmungen und durch besondere Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung ausgeübt.
        (3) Die Gesetzgebung ist an die verfassungsmäßige Ordnung, die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung sind an Gesetz und Recht gebunden.
        (4) Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.“

        Es heißt aber dazu:

        >> Strittig ist, wann dieses Recht greift. Nach einer Meinung greift es bereits, noch bevor die Ordnung gefährdet worden ist; schon die Vorbereitungen zu einem solchen Umsturz dürfen bekämpft werden. Nach anderer Meinung greift dieses Recht aber nur, wenn die Verfassungsordnung bereits ausgehebelt wurde – somit bleibt selbst bei offensichtlichen Verstößen der Staatsorgane gegen die Verfassung nur der Weg über Wahlen, Abstimmungen und den Rechtsweg, solange dieser Weg noch besteht (so etwa BeckOK/Huster/Rux, Art. 20 Rn. 192).
        Das aber – und da irrt der Kommentator den Sie hier zitieren – ist als allerletztes Mittel anzusehen, wenn alle vorhanden anderen Möglichkeiten ausgeschöpft sind. In diesem Fall also ist a) die Grundordnung soweit nicht gefährdet – das würde dann zutreffen wenn die Bundesregierung plötzlich Gesetze erlassen würde, die zu einer Diktatur führen würden und offensichtlich der Unterdrückung dienen (siehe 3.Reich, wo in einem solchen Fall schon nicht mehr Widerstandsrecht, sondern die Pflicht zum Widerstand bestehen würde). <>Im Hinblick auf das Ziel, die verfassungsmäßige Ordnung zu schützen, müssen die Aktionen aber verhältnismäßig, also neben dem Verfolgen eines legitimen Zwecks geeignet, erforderlich und angemessen sein.<<

        Auch hier ist sicher deutlich, das in dem Fall tatsächlich eine Straftat begangen wurde und hierbei sicherlich eine schwere, gefährliche Körperverletzung in Betracht kommt. Einen Versuchten Mord daraus zu konstruieren wäre scher, weil man die Absicht von Anfang an beweisen müßte.

        Übrigens, was noch sehr wichtig ist:

        Das Widerstandsrecht gilt nur für Personen, die im Sinne des Artikel 116 GG Deutsche sind – Ausländer haben kein Widerstandsrecht.

  15. so gern ich diesen blog lese- mir stösst der begriff „vergewaltigung“ im titel seit tagen auf…
    eine vergewaltigung ist eine vergewaltigung. punkt

    und nicht teilbereiche wie die hier beschriebenen grenzverletzungen, übergriffe auf die selbstbestimmung,psychisch-staatliche gewalt, missachtung,grundrechtsverletzung etc..

    je inflationärer und „publikumswirksamer“ mit begriffen umgegangen wird, desto verwässerter, weniger eindeutig ist die definition des begriffs und dem was -eigentlich- dahinter steht..

    • @ anneliese

      Der Begriff Vergewaltigung muß ihnen nicht aufstoßen, denn die Definition ist eindeutig:

      „Vergewaltigungen werden definiert als das Erzwingen des Beischlafs einer Person mit dem Täter oder einem Dritten durch Gewalt, durch Drohung mit Gefahr für Leib und Leben oder unter Ausnutzung einer schutzlosen Lage der Person; schwere Form der sexuellen Nötigung. “

      >> …oder unter Ausnutzung einer schutzlosen Lage der Person; …<<
      Es geht bei einer Vergewaltigung also nicht nur um eine sexuelle Angelegenheit; natürlich könnte man im weiteren auch die Nötigung einbringen, aber das wäre ähnlich, weil man jemanden unter Androhung von einem Übel zu etwas zwingt.

  16. Das ganze Instrument der Eingliederungsvereinbarung ist bereits höchst fragwürdig.

    Die Theorie:
    Die Eingliederungsvereinbarung wird auf Augenhöhe verhandelt. Beide Seiten können die Eingliederungsvereinbarung weitgehend frei mitgestalten, haben ausreichend Bedenkzeit und kommen zu einem ausgewogenen Ergebnis.

    Die Praxis:
    Die Eingliederungsvereinbarung wird nicht ausgehandelt, sondern weitgehend vorgefertigt auf den Tisch geknallt. Sie riecht bereits von weitem nach sorgsam eingebauten Unverschämtheiten und Rechtswidrigkeiten zu Lasten des Leistungsberechtigten. Von gleicher Augenhöhe keine Spur. Der Arbeitsvermittler hat weder Lust noch Zeit zum Verhandeln. Wenn er zudem noch schlechte Laune hat oder nur irgendwelche schrägen Quoten zu erfüllen hat, werden die vom Leistungsberechtigten zu erbringenden Eigenbemühungen von vornherein so hoch geschraubt, daß sie kaum zu erfüllen sind und eine Sanktion bereits vorprogrammiert ist.
    Will sich der Leistungsberechtigte nicht auf eine solche Eingliederungsvereinbarung einlassen, bekommt er das Ganze postwendend als Verwaltungsakt auf’s Auge gedrückt.

    Das ist der „Sozialstaat“ nach Art der Agenda 2010.

  17. Wofür das alles?

    Wie viele Jahre schreiben sich die Menschen schon die Finger wund, wie viele Jahre hat das nichts geändert?
    Jeder informiert sich selbst, weiß mit der Zeit immer mehr und dennoch, man kommt nie weiter, im Gegenteil.
    Zwischendurch flattern vielen HartzIV Empfänger Rechnung vom Kasko -Unternehmen der Agentur für Arbeit ins Haus, Forderungen die nicht nachvollziehbar sind und schon einige Jahre zurück liegen.Die Berechtigung dieser Forderung wird von denen nicht bezweifelt, man hofft es wird einfach gezahlt, weil man sich selbst nicht einmal mehr erinnern kann, man ist nur noch damit bschäftig zu überleben.
    Auf Monate hinaus, weil eine Ratenzahlung angeboten wird, kommen die Menschen wieder in die Situation, nicht zu wissen, wie kommen sie über die ‚Monate kommen sollen, denn Energiekostenerhöhungen, nur anteilige Übernahme der Mietnebenkosten,Heizung liefen, laufen parallel.
    Der Kühlschrank kaputt, Staubsauger hat schon lange den Geist aufgegeben, Handtücher, Bettwäsche werden Raritäten , es schreibt sich leicht, nur wie damit leben?
    Diese Frage konnte ich nie beantworten, weder mir noch anderen Leuten.
    Sind wir nur ein Land der Schwätzer, denn auch Frau Hannemann benötigt viel Zeit, viel Unterstützung, bis alles zum Wirken kommt, bis dahin haben die Kinder welche Vorbilder, die sie prägen werden?
    Man mag nicht darüber nach denken, denn sie werden ihre Eltern, als Folge von HartzIV, auch noch als bittstellende Rentner erleben, die trotz langjähriger Arbeit nie wieder auf die Beine kamen.
    Es kann kein Trost sein, dass es vielen Rentnern, egal ob HartzIV oder nicht, immer schwieriger gemacht wird, ein menschenwürdiges Leben führen zu können, die Zukunft ist nur noch entsetzlich, denn man hat zu lange zugeguckt!!

    • @ sugar base

      „Zwischendurch flattern vielen HartzIV Empfänger Rechnung vom Kasko -Unternehmen der Agentur für Arbeit ins Haus, Forderungen die nicht nachvollziehbar sind und schon einige Jahre zurück liegen.“

      Ein Kaskounternehmen muß nachweisen um welche Forderungen es sich handelt; wer einfach zahlt ist wohl eher selbst schuld.

      Im Beitrag „Hartz IV führt zur Erpressbarkeit“ haben Sie noch großspurig geschrieben:

      „Fragt man einen Vollstreckungsbeamten(Gerichtsvollzieher) nach seiner Legitimation, kann er nur seinen per.Ausweis vor legen, denn solange keine neue gesetzliche Grundlage für die Vollstreckung im Grundgesetz an Stelle von Art.33 Abs. 4 GG geschaffen wird, fehlt sie ihm.(seit 01.08.2012 )Er kann auch keine Polizei zur Hilfe holen, geschweige Schränke etc durchsuchen!“

      Es ist bezeichnend für Ihre Kommentare das Sie einerseits etwas behaupten und sich ein paar Kommentare später schon fast alleine wieder aufhebt. Wenn – Ihrer völlig falschen Auffassung nach – ein Gerichtsvollzieher keine Legitimation hätte, um eine Pfändung oder eine Räumung durchzuführen, woher käme die Legitimation für eine Firma, die Geld einfordern will?
      denken Sie doch bitte über das, was Sie bislang geschrieben haben einfach mal nach. Widersprüche über Widersprüche, Forderungen nach Zusammenhalt der Hartz IV Bezieher (wobei man herkömmliche Arbeitslose vom ALG I völlig ausschließt, was nicht ganz nachvollziehbar ist) und Ihre ständige Nachfragen nach Vorschlägen, wie man es machen kann. das ganze ist schon mehrfach beantwortet worden, doch kam Ihrerseits nicht die geringste Reaktion. Stellen Sie sich mit Informationen vor ihre Arge /Jobcenter und verteilen Sie Flugblätter mit NÜTZLICHEN Informationen, gründen sie eine Selbsthilfegruppe, einen Stammtisch, was auch immer – aber reden Sie nicht so viel, wo Sie doch politisch so vorbelastet sind.
      Aber bitte, hören Sie mit den Widersprüchlichkeiten auf, das erhöht unnütz meinen Blutdruck.

      • General-Investigation,

        es mag sein, dass ich für Sie widersprüchlich erscheine, weil ich nicht deutlich genug hervor hebe, wann ich meine persönliche Meinung und die Handlungen anderer HartzIV Empfänger meine.(mit wie vielen HartzIV Empfänger treffen sie sich zur Zusammenarbeit wöchentlich, um denen bei Anträgen etc etc, zu helfen, mit zum JC gehen etc etc?)
        Es wird mich aber nicht dazu bringen, mich auf Streit einzulassen, denn gerade die Zwietracht untereinander hat die HartzIV Gemeinschaft geschwächt.
        Wie Sie leicht fest stellen können, ich pers lassen mir nicht viel gefallen, jedoch muss man nicht von allen Menschen erwarten, das sie wie man selbst zu sein haben.
        P.S
        Ich werden versuchen für Sie so zu schrieben, dass Sie bemerken wann wer gemeint ist!

      • General-Investigation,

        Erst einmal, was auch Ihnen nicht aufgefallen war, unterlief mir ein Fehler, es muss heißen, Inkasso der Agentur für Arbeit.
        Wie dieses Geld eingezogen wird weiß ich noch nicht (kümmere mich aber drum), denn normale Zahlungsanweisungen werden durch den ZOLL, nicht Gerichtsvollzieher getätigt!
        Demnach erübrigt sich jede Antwort!

      • Korrektur,

        es muss „Zahlungsaufforderung“ heißen!

      • @ Benny

        Ja fass ich es denn – ist da jemand hier mit 2 Namen unterwegs???
        Ist @ BENNY rein zufällig auch gleich @ SUGAR BASE?

        Wenn man noch nie miteinander kommuniziert hat, sollte man bei einer Änderung des Namens vorsichtig sein; es ist im Grunde einen Riesen Sauerei was Sie hier abziehen!!! Dumm ist es dann nämlich wenn man sich auf etwas bezieht das schon etwas zurückliegt und ganz sicher nicht an einen BENNY adressiert war.

        Was ist das für eine Show die Sie hier abziehen??? Wirklich erbärmlich!!!

      • @General-Investigation, interessante Darlegungen. Also wenn ich richtig verstehe, ist ein Gerichtsvollzieher eine Privatperson ohne jegliche, rechtliche Grundlage, um bei jemanden anzutanzen um zu pfänden. Seit 1.8.12 gibt es ja eine neue GVO in der unter anderem der § 1 u.a. aufgehoben wurden. Somit ist der GV kein Angehöriger des öffentlichen Dienstes mehr und steht in keinem öffentlich-rechtlichen Dienst- und Treueverhältnis. Normal muß erst jemand einen Titel erlangen um von jemanden Geld einzutreiben. Wenn sich ein Jobcenter einbildet, irgend eine Summe zurückfordern zu dürfen, dann beauftragen die einfach das Hauptzollamt mit der Eintreibung ohne das vorher gerichtlich festgestellt wurde, ob der Anspruch überhaupt besteht, also ohne erwirkten Titel. Dies ist eigentlich rechtswidrig. dazu hat es vor einiger Zeit ein Urteil, gegen die Banken gegeben, die auch einfach Geld eingefordert haben, ohne einen Titel erwirkt zu haben. Wie das LSG-Berlin vor einiger Zeit festgestellt hat, sind Jobcenter keine Behörden, also müßten die auch erst einen Titel erwirken um Geld zurück fordern zu können.

      • @ hopkins

        „@General-Investigation, interessante Darlegungen. Also wenn ich richtig verstehe, ist ein Gerichtsvollzieher eine Privatperson ohne jegliche, rechtliche Grundlage, um bei jemanden anzutanzen um zu pfänden.“

        Ich habe das Gegenteil behauptet – da haben Sie etwas falsch gelesen denke ich.

      • General-Investigation,

        Ich möchte nur kurz antworten, denn ich habe durch Sie nicht das erste Mal erlebt, dass andere schlechter denken können, als man je handeln könnte, so etwa ist krank und zeugt von vergeudetem Leben.
        Benny schrieb bei Eso-Policier, was nicht meine Welt ist,und somit war sein Name gespeichert, wo drauf ich nicht achtete. Schicken Sie ihm einen PC , dann kommt solch ein Fehler nicht mehr vor, ich werde ihn, außer bei Frau Hannemann, überall schreiben lassen, ob es Ihnen passt oder nicht!“.

      • @ sugar base 23. Mai 2013 um 18:06

        Merkwürdig nur, das die Antwort von BENNY exakt auf meinen Text passt – und Sie wollen mir sagen das es einfach nur Zufall ist und es natürlich auch Zufall ist, das die Art des Schreibstils gleich ist?
        Sie scheinen wohl tatsächlich zu glauben das andere schlicht weg blöd sind, oder?
        Wissen, wenn man den ganzen Tag ließt erkennt man schon, ob es sich unter Umständen um ein und den selben Schreiber handelt.

        Ich hatte folgendes geschrieben:

        @ sugar base

        Vielleicht haben Sie nicht verstanden was ich geschrieben habe und damit ausgesagt werden sollte.
        Berichte von Angriffen auf JC-Mitarbeiter werden doch so geschrieben, das hier ein bestimmter und gewollter Eindruck entsteht. Der Satz von Hopkins >> Bis jetzt waren es sogenannte Migranten die dieses kriminelle Treiben in den Jobcenter sich nicht mehr länger gefallen lassen wollten. << ist folglich Unsinn, denn er ist tatsächlich auf diese Nummer hereingefallen. Erst sind es Migranten auf die man herum trampeln kann und dann hat man erkannt, das diese Migranten auch noch zudem Hartz IV Empfänger sind. Na da hat man doch eine tolle "Randgruppe" erschaffen, auf die man nun noch mehr herum prügeln kann.

        Das Sie nun etwas hinein interpretieren finde ich schon ein wenig amüsant, aber jeder versteht was er verstehen will und nicht das, was gesagt wurde.
        Zwietracht…so ein Unsinn."

        Die Antwort von @ BENNY lautet dazu:

        "

        General-Investigation,

        es mag sein, dass ich für Sie widersprüchlich erscheine, weil ich nicht deutlich genug hervor hebe, wann ich meine persönliche Meinung und die Handlungen anderer HartzIV Empfänger meine.(mit wie vielen HartzIV Empfänger treffen sie sich zur Zusammenarbeit wöchentlich, um denen bei Anträgen etc etc, zu helfen, mit zum JC gehen etc etc?)
        Es wird mich aber nicht dazu bringen, mich auf Streit einzulassen, denn gerade die Zwietracht untereinander hat die HartzIV Gemeinschaft geschwächt.
        Wie Sie leicht fest stellen können, ich pers lassen mir nicht viel gefallen, jedoch muss man nicht von allen Menschen erwarten, das sie wie man selbst zu sein haben.
        P.S
        Ich werden versuchen für Sie so zu schrieben, dass Sie bemerken wann wer gemeint ist! "

        Auch kam im Text vom 22. Mai 2013 um 00:06 meinerseits der Satz:

        "Aber bitte, hören Sie mit den Widersprüchlichkeiten auf, das erhöht unnütz meinen Blutdruck."
        Und wollen Sie immer noch behaupten, das Sie alias Benny nicht ganz genau auf diesen Text geantwortet haben???

        "Benny schrieb bei Eso-Policier, was nicht meine Welt ist,und somit war sein Name gespeichert, wo drauf ich nicht achtete."
        Blödsinn" Benny hat keinesfalls bei Eso geschrieben, sondern nur sugar base – aber vermutlich hat benny rein zufällig dann ihren Namen benutzt…schon klar.
        Solche Leute wie Sie kann ich so richtig gut ab…das sind meine absoluten Lieblinge.

  18. Und mal ein YouTube Video von mir 😉 Heiner Geißler bringt es in knapp 3 Minuten auf den Punkt!

    • Heiner Geißler meckert und zeigt die Missstände auf und präsentiert aber auch eine Lösung oder Besserung zum Schluss. Würden wir uns alle angewöhnen nicht nur die Probleme zu umschreiben sondern gleich eine praktikable Lösung/Besserung mitzuliefern würde sich unser Denken recht schnell von der jammervollen Haltung hin zu einer mutigen, Taten anstrebenden wenden. Das wäre vielleicht hilfreicher als alle Aufrufe dazu dass die anderen sich endlich bewegen sollen !?

      • @ ulysses

        Andere machen nichts anderes als Heiner Geißler; auch sie meckern und bringen Lösungsvorschläge.
        Oder ist die Forderung nach Abschaffung von Hartz IV etwas anderes? Wissen Sie warum man Herrn Geißler zuhört: a) weil man im Studio musste! und b) weil Heiner Geißler bekannt ist.
        Wir beide können exakt den selben Wortlaut benutzen wie es Herr Geißler tut; man wird nicht auf uns hören.
        Da gehe ich jede Wette drauf ein.

    • Liebe Fr. Hannemann,

      danke dass Sie so verantwortungsbewusst alles ansprechen, was unbedingt angesprochen werden muss, um die Gesellschaft vor weiterem Schaden zu bewahren! Aber was raus muss, muss eben raus.
      Das Video ist bekannt und schon einige Jahre alt. Peter Hartz soll sich inzwischen in den Wald zurückgezogen haben. Vielleicht macht er nun Waldspaziergänge und sinniert beschämt darüber nach, was er damit angerichtet hat. Er distanzierte sich hier von seinem eigenen Gesetz mit den Worten: „Es war ein Fehler, ein Betrug an den Arbeitnehmern, die jahrelang in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt haben.“

      So ist es und nicht anders. Auch das ist bekannt. Doch wer hat seither darauf reagiert? Wer hat etwas geändert? „Sozialbetrug“ dürfte sich EU-weit eben für viele auszahlen, wenn sogar Anwälte um ihre Geschäfte bangen, würden die so häufig rechtswidrig verhängten Sanktionen wieder fallen. Wo bleiben hier bitte das Rechtsgefühl und der Anstand? Wenn ohnehin immer geschäftliche Interessen dagegen sprechen, müssten sich doch die Verfassungsrichter damit befassen.

      Sie schreiben: „Sie werden in eine Welt hinein geboren, wo sie spätestens im Kindergarten erfahren, dass diese Welt für sie keine Welt darstellen darf. Sie tragen den Stempel der Hartz-Hetze.“
      Ich stelle auch fest, dass mich diese Hetze und Dämonisierung niederschlägt, und auch die vielen offensichtlichen Unwahrheiten. Das stellt eine der größten Hürden und seelischen Blockaden dar, wieder zu Kräften zu kommen. Diese Diskreditierung macht alle krank! Auch unsere Kinder bekommen unter den Zuständen zu leiden. Sie werden auch sozialphobisch und depressiv, sie werden auch genauso gemobbt und ziehen sich zurück. Sie haben Angst wenn sie jemand anspricht, sie haben Angst wenn es an der Tür läutet, sie haben Angst vor dem Postkasten… Sie sind kaum noch hinaus in diese feindselige Welt und in die Schule zu bringen. Das bringt viele zusätzliche Probleme mit sich, als würden alle anderen nicht schon reichen. Aber es ist auch verständlich. Sie lernen doch nur mehr eines, was wir selbst auch erst lernen mussten: Vertraue niemandem, denn jeder mobbt dich und versucht dich durch Vertrauensmissbrauch zu legen.
      Hilfesuchende kommen in den Ämtern zwangsläufig in die Situation ihre Problemlagen und alles bis ins letzte Detail offen legen zu müssen. Doch auf genau diese wunden Stellen sticht man dann mit aller Wucht ein! Oft mit Spott, Zynismus und Kälte, auch ganz ohne Grund, nur durch Unterstellungen. Das ist ausgesprochen verletzend und macht große Angst weil es die Existenz bedroht!
      Warum müssen wir das alles hinnehmen, obwohl wir uns bemühen, bewerben, keine Angebote, keine Chance bekommen und leistungsberechtigt sind?

      Der gesunde Hausverstand sagt: Dieses Fehlverhalten kann nur einen Zweck haben, Hilfesuchende möglichst von den Ämtern fernzuhalten, sie abzuschrecken und auf diese hinterhältige Weise rechtmäßig zustehende Leistungen einzusparen.

      Mit welchen Vorurteilen werden solche „Schreckscheuchen“ nur gebrieft und ausgebildet, die das ausführen? Rechtfertigen sie dieses Vorgehen vor ihrem Gewissen immer noch mit Faulheit und Sozialmissbrauch? „Hartz-IV-Empfänger und Arbeitslose sind „arbeitsscheu“ – davon ist laut einer Umfrage auch jeder dritte Deutsche trotz Krisensituation noch immer überzeugt, auch wenn nichts davon stimmt.

      Selbst wenn es so wäre, was hätte diese „Demprimierung“ für einen Sinn? Arbeitslose sind naturgemäß oft depressiv, aber nicht faul! Wenn Arbeitsuchende durch diese Sozialschmarotzerdebatte-Neuauflage von allen Seiten nur mehr Ressentiments, Mäkel und Defizite zugeschrieben bekommen, wenn laufend unser Ruf gemordet wird, wenn wir so schlecht sind wie behauptet, woher sollten wir bei diesem knallharten Wettbewerb und Klima noch die nötige Kraft, den Mut und das Selbstvertrauen nehmen? Man kann doch die Leute nicht en gros niedermachen und dann für Bewerbungen geradezu manisches Selbstbewusstsein einfordern. Das ist doch wie man pausenlos seine Kinder schlägt und demütigt, ihnen eintrichtert sie wären dumm und unfähig und dann noch erwartet dass sie etwas leisten können. Das ist komplett grotesk und widersinnig! Welchen Zweck hat es uns so zu quälen, zu entwerten, auszugrenzen, aber zugleich gefangen zu halten? Auf diese Weise kommt doch niemand mehr aus den Teufelskreisen!

      Diese Retro-Ideologie ist mit der Krisendiskussion eingezogen, um die Schuldfrage von den wahren Verantwortlichen auf die einzelnen Individuen abzuwälzen. Dem müsste jeder entschiedener entgegen treten. Es bräuchte dringend eine Aufklärungskampagne wie gering die Jobchancen für viele tatsächlich sind und wie sich das in Wahrheit verhält. Gerade für ältere Chancenlose und Junge, wo man unsinnig bei der Ausbildung spart.

      Auch Zitate werden gern missbraucht. zB „Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen.“ Schon der Gründer der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei August Bebel (geb. 1840), bezog sich seinerzeit recht großzügig auf die Bibel. Bei der Adaptierung von Paulus Warnung an die Thessaloniker, sich nicht dem Müßiggang hinzugeben, strich er ein nicht unerhebliches Detail. „Wer nicht arbeiten WILL, soll auch nicht essen. Wir hören aber, dass einige von euch ein unordentliches Leben führen und alles Mögliche treiben, nur nicht arbeiten.“ Adolf Hitler setzte dem noch eins drauf: „Wer nicht arbeitet, soll nicht essen. Und wer nicht um sein Leben kämpft, soll nicht auf dieser Erde leben. Nur dem Starken, dem Fleißigen und dem Mutigen gebührt ein Sitz hinieden.“

      Und wie passt Sozialdarwinismus nun genau in einen mit SOZIALHILFE zusammengelegten Bereich?
      Es stellt sich viel eher die Frage wer überhaupt noch arbeiten kann und darf, da alles so verbarrikatiert wurde. Wir führen ein bescheidenes, aber ordentliches Leben!
      Was allein die SPD Schatzmanager und Bundesmanager für Arbeit so alles trieben, kann jeder auf Wikipedia nachlesen. Wolfgang Clement, Hans Eichel, Thilo Sarrazin mit seinen 46 Nebentätigkeiten..

      Zum ihrem stigmatisierenden Fehlverhalten sei allen tätigen „Schreckscheuchen“ gesagt, ihr Verhalten ist durch gar nichts zu rechtfertigen. Auch nicht mit Beihilfe zu Lohndumping, wenn bereits jeder siebte Deutsche in bittere Armut abgleitet und Kinder vor Hunger schreien.
      Das Europäische Zentrum für Sozialforschung ging sogar vom Gegenteil aus: 60 % der Berechtigten holten sich aus Scham, (oder richtiger gesagt Beschämung!) soziale Hilfen gar nicht mehr ab! Man geht allgemein von einer Missbrauchsrate zwischen 1 und 2 % aus, auch die deutsche Arbeitsagentur selbst, welche sie mit 1,9 % bezifferte. Laut Caritasverband kamen 2009 dafür auf 1 Euro Sozialmissbrauch 540 Euro Steuerhinterziehung. Nach den Offenlegungen der Offshore-Leaks wird man das wesentlich höher beanschlagen müssen. Aber gut, wenn man lieber die reichsten Steuerhinterzieher und Betrüger unterstützen will, die dem Sozialstaat die nötigen Mittel entziehen, soll man das tun. Es ändert dennoch nichts daran, dass diese Superreichen beschämt werden sollten, nicht wir, die wir als Sündenböcke für die Unmoral anderer herhalten müssen. Jeder putzt sich als Endabnehmer an uns ab!

      Liebe Frau Hannemann, Sie haben vollkommen recht, dass die Hilfesuchenden Terminen aus Angst fernbleiben. Jeder, der damit zu tun bekam, äußert sich dahingehend.
      Der Chef selbst erklärt doch das Ausmaß der Beschämung dem „Stern“. Wir interpretieren das richtig. Der gute Mann und alle anderen Verantwortlichen müssten nur noch die Ursachen zugeben und das schlechte Benehmen grundlegend ändern. Diese, wie Sie richtig feststellen „Vergewaltigung der Menschenwürde per se“.

      http://www.stern.de/wirtschaft/geld/strafkuerzungen-der-ba-rekord-bei-sanktionen-gegen-hartz-iv-bezieher-1995393.html
      „Die deutschen Jobcenter haben innerhalb eines Jahres so viele Sanktionen wie noch nie gegen Hartz-IV-Empfänger verhängt. Sie erließen im vergangenen Jahr 1,024 Millionen sogenannte Strafkürzungen. Das sind 98.900 oder 11 Prozent mehr als im Jahr 2011, heißt es in der am Mittwoch veröffentlichten Sanktionsbilanz der Bundesagentur für Arbeit (BA) für das Jahr 2012. Im Schnitt kürzten die Jobcenter die Hartz-IV-Leistung um 110 Euro. BA-Vorstandsmitglied Heinrich Alt warnte vor einer Überinterpretation der Zahlen. In den wenigsten Fällen seien Hartz-IV-Zahlungen gekürzt worden, weil Betroffene einen Job oder eine Ausbildung abgelehnt hätten, sagte er. Allein 705.000 Sanktionen seien ausgesprochen worden, weil Hartz-IV-Empfänger unentschuldigt einen Termin mit ihrem Vermittler im Jobcenter versäumt hätten. Allein ihre Zahl sei 2012 um 107.500 im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Sieben von zehn aller Strafkürzungen entfielen damit auf sogenannte Meldeversäumnisse.“

      Der gesunde Menschenverstand meint: Der Rest werden vermutlich unzumutbare Arbeitsangebote und schädigende, nutzlose und depressogene Maßnahmen gewesen sein. Niemand gibt sich freiwillig, ohne Not, wovor sich alle Welt am meisten zu Recht fürchtet: Arbeitslosigkeit, Demütigung, Armut, Ausgrenzung und daraus folgend Krankheit und wieder Hilfsbedürftigkeit….wo bleibt nur die Vernunft?

      Herzlichen Dank, dass Sie das alles für uns auf sich nehmen! Wir sind nicht so schlecht wie man uns macht. Das Gute im Menschen muss sich wieder durchsetzen, denn nur als „Abschreckung“, „Einsparpotential“ und Projektionsfläche für jede Dreckschleuder, kann niemand leben und arbeiten! Bitte lassen Sie nicht locker.

    • Heiner Geißler ist ein Politiker, der völlig anders ist als heutige. Wenn ich überlege wie Norbert Blüm gerne hoch genommen wurde mit seinem Satz „Die Renten sind sicher“, muß ich mit dem Kopf schütteln. man tut nämlich geradezu so, als wenn Norbert Blüm nach seinem Ausscheiden alles das angerichtet hat, was heute dazu führt das Minirenten ausgezahlt werden. Man bedient sich in Berlin aus der Rentenkasse und stopft damit Finanzlöcher in derart großem Umfang, das natürlich kaum etwas bleiben kann.
      es ist mir auch völlig egal, in welcher Partei die Politiker so sind, entscheidend ist, was sie sagen. Norbert Blüm und Heiner Geißler sind mir sehr viel sympathischer als jeder andere dort, die heute mit jedem Wort was sie sagen, lügen.

  19. Natürlich sollten Wir sehen, wie Wir mit den Kindern umgehen, denn sie sind Unsere nächste Generation die eventuell noch Steuern zahlt und vielleicht noch die Rente für uns verdient und uns pflegt usw.

    Wir sollten schon sehen das Wir unsere Kinder zu selbstbewussten Menschen erziehen, Menschen die Verantwortung wieder in eigene Hände legen statt sie alle vier Jahre abzugeben. Sie sollten selbstbewusste, kritische Menschen werden, selbständig sein, Dinge hinterfragen usw.

    Dazu würde ich jedem empfehlen sich einmal die folgenden zwei Videos anzusehen:

    Es ist aber auch empfehlenswert sich mit dem Geldsystem einmal auseinander zu setzen dazu gibt es auch reichlich Informationellen im Internet sowie gute Bücher.

    Eine mögliche Quelle ist zum Beispiel die Seite der Wissensmanufaktur:

    http://www.wissensmanufaktur.net/

    bzw.

    http://www.wissensmanufaktur.net/media/pdf/steuerboykott.pdf

    Gute Bücher sind z.Bsp,

    „Falschgeld“ von Samirah Kenawi, EWK Verlag, ISBN: 978-3-938175-49-1
    „Schach der Arge!“ von Ralf U. Hill, Schild Verlag, ISBN: 978-3869940335

    Nach meiner Meinung sollte man auch lernen mit Angst umzugehen.
    Dazu ist z.B. folgendes Video empfehlenswert:

    Gerade das Thema Angst halte ich für die Basis von allem.
    Wenn Wir mit der Angst umgehen lernen und Uns bewusster werden, haben Wir schon viel erreicht.
    Dann sollten Wir selbst Verantwortung wieder in eignen Hände legen. Wir sollten jeden Tag daran arbeiten uns bewusster zu werden, Dinge kritisch zu hinterfragen. Gerade wenn Wir Kinder haben ist das sicher wichtig, da sie vieles von uns abgucken.

    Auf meinem Youtube-Kanal gibt es eine Sammlung von Videos zu unterschiedlichen Themen:

    https://www.youtube.com/user/YetAnotherInformer

    LG.
    Dirk

    • Das Video mit über den Umgang mit Angst ist hier zu finden:

      Es hat sich ein Fehler beim kopieren einschlichen, wofür ich um Entschuldigung bitte.

      LG.
      Dirk

  20. Noch was, es gibt http://www.HatzIV Leaks.de wo jeder seine Sache einbringen darf! Unter anderem ist dort auch die Weisung der Jobcentermitarbeiter zu finden das diese UNPARTEIISCH zu sein sind! Sonst gibt es konsequenzen von der Geschäftsleitung! Ausserdem gibts http://www.gegen hartz.de, und ganz gut ist die seite http://www.armutsnetzwerk.de ansonsten sucht euch auch Anwälte!

  21. Um die frage zu beantworten ,seit wann Sachbearbeiter gezwungen werden, möchte ich folgendes sagen,
    Sie haben von den Oberen ihre Weisungen(Befehle), es wird unglaublichen Druck und psychoterror angewandt,man lässt diese die Staatsmacht spüren.. so wie es bei Inge Hannemann der fall war und auch ist! Es ist eine Arbeit mit Angst! Klar können alle Kündigen. Doch mit Angst erreicht man viel!! Frau Hannemann macht mut! Und wir müssen auch Mut machen.die Menschen tun den Job weil sie Angst haben selbst auf der anderen Seite des Schreibtisches zu sitzen, wo gibt es noch normal bezahlte Arbeit in Deutschland? Viele gehen in die Schweiz! Ich kenne eine Sachbearbeiterin, die unglaublich giftig zu mir war, ich habe dann mal mit Ihr richtig Unterhalten weil ich es verstehen wollte warum ein Mensch so ist, Sie ist war als Mensch eine ganz Liebe, sie sagte das sie völlig unter Druck steht, u.a. auch irresinnig viel Bearbeiten soll, etc.Es ging mir darum echt zu wissen warum sie so ist! Sie hatte das Leben meines ungeborenen Jungen aufs Spiel gestetzt.
    Hinter ihrer Fassade war ihre eigene Verzweiflung!
    Ich habe Ihr vergeben!
    Doch die sogenannten Sachbearbeiter werden genauso benutzt wie ein Soldat der an der Front für einen unsinnigen Krieg kämpft!
    Denen Oben ist es ja wurst ob wieder eine Sachbearbeiterin erschossen wird, oder sich ein Kunde umbringt.

    Das ist das Problem wo wir da haben!!!!

    • Jeder der Angst hat darf also andere Menschen in den Angstzustand versetzen, ja man vergibt sogar das Tun?
      Wer so argumentiert, der hat nie die Drangsalierung durch solche Person, die ihrem Job nicht gewachsen ist, in aller Härte zu spüren bekommen.
      Wie weit unterscheidet man da von SBern, die in ihrer menschlichen Schwäche, ihre Macht aus kosten?
      Wer solch ein Ferkel noch nie erlebt hat, der weiß noch immer nicht wovon er spricht!
      Auch dürften wir niemals Mittäter der Vergangenheit verurteilt haben, denn auch sie standen unter Druck!
      Ich bin entsetzt, denn das Problem sind nicht die ‚Machthaber, sondern ihre willigen Umsetzer , der Menschen verachtenden Anweisungen!Hat man nie einen eigenen Kopf, oder fehlt es nur an Charakter, Letzterem ist nicht mehr bei zu kommen!

      • @-sugar base

        Ich bin der gleichen Meinung!
        In einem anderen System wie 1933 würden die auch so handeln oder wie??
        Wer mit Zwangsverarmung sein eigenes Leben finanziert anstatt zu remonstrieren der braucht sich nicht zu wundern,wenn er von Betroffenen übergangen und verachtet wird.
        Wenn diese Mitarbeiter nicht begreifen wie sie für dieses System mißbraucht werden und nicht begreifen das sie zwingend etwas dagegen tun müssen dann kann dises Hartz IV System eines Tages nur unkontrolliert im Caos enden.

  22. Ach ja, ich liebe Stilbüten, hier eine auf der Website von Ursula:

    Zitat Anfang:

    „Brief aus Berlin – Post für Hannover Nr. 73: Die Sitzungswoche vom 22. bis 26. April 2013

    Sehr geehrte Damen und Herren,
    liebe Freundinnen und Freunde,

    in dieser Sitzungswoche beschäftigte uns erneut der bereits im März vom Bundeskabinett
    beschlossene Armuts- und Reichtumsbericht. Wichtig ist mir zu unterstreichen: Die
    Ungleichheit der Einkommen nimmt seit 2005 wieder ab, weil so viele Menschen Arbeit
    haben wie seit zwei Jahrzehnten nicht mehr. Unser Arbeitsmarkt ist robust. Mit der
    geringsten Jugendarbeitslosigkeit stehen wir in Europa exzellent da. Die Zahl der
    sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisse steigt in allen Bundesländern und
    fast allen Branchen kontinuierlich. Ein Arbeitsplatz ist der beste Schutz vor Armut. Deshalb
    ist es gut, dass es gelungen ist, wieder mehr Menschen in Arbeit zu bringen.“

    Zitat Ende.

    Man fragt sich hier wirklich, ob sie weiß, was sie von sich gibt, hier besteht überhaupt keine Verbindung zwischen Wort und Realität, diese Behauptungen stehen so schief zur Wahrheit, dass sie eigentlich nur einem bestimmten Zweck dienen können. Das perfide daran ist, dass die Käufer ihrer Worte erst hinter die Verlogenheit kommen, wenn es zum Umtausch längst zu spät ist. Hier wird die Sprache zum Verbrechen.

    Hier findet eine Blendung statt, die den Durchbruch der Wirklichkeit verhindern will. Es wird etwas hell und freundlich eingefärbt, so dass das dunkle Flickwerk nicht mehr zu erkennen ist. Bleibt nur zu hoffen, dass sich der Betrug durch die ständige Eintönigkeit ihrer Wiederholungen selbst schwächt, so wie der Menschentypus auch. Ist man in diesem entwürdigendem Spinnennetz gefangen, steht auch eine Kontrolle zur Verfügung, denn spätestens jetzt können diese kranken, selbstzufriedenen Worte mit der eigenen Situation verglichen werden. Dieser falsche Charakter jedoch verarscht die Menschen mit seinem gutbezahlten Geseier, und irgendwie habe ich jetzt das Gefühl, als ob sie genau weiß, wovon sie spricht.

    • Frau von der Leyen, der deutsche Sündenfall, erst Herr Gysi bringt es zum Schluß auf den Nenner!

      • HartzIV Empfänger, die sich selbstständig machen wollen, geht Frau von der Leyen an den Kragen, die staatliche Förderung wird auf Null gestrichen!

        http://www.morgenpost.de/wirtschaft/article116287655/Arbeitslosen-wird-das-Gruenden-erschwert.html

        Und da das alles noch nicht reicht, Aufstocker, also auch die Menschen, die wegen zu geringem Lohn vom Staat unterstützt werden müssen!

        LSG NRW: Ortsabwesenheit im SGB II gilt auch für sog. Aufstocker.

        Auch in Fällen fehlender „Arbeitslosigkeit“ bzw. des nur aufstockenden Bezuges von Leistungen nach dem SGB II bedarf es einer Zustimmung zur Ortsabwesenheit.

        Unter Verweis auf die gesetzlichen bzw. arbeitsvertraglichen Regelungen zum Urlaub kann nicht ein genereller Anspruch eines Beziehers von Leistungen der Grundsicherung für Arbeitsuchende auf Zustimmung einer vierwöchigen Ortsabwesenheit hergeleitet werden.

        Beschluss vom 03.04.2013 – L 19 AS 330/13 B rechtskräftig.
        http://sozialrechtsexperte.blogspot.de/2013/05/lsg-nrw-ortsabwesenheit-im-sgb-ii-gilt.html

  23. Eien sehr gute Rede, die immer noch Gültigkeit hat…
    Herr Precht bei der FDP(hätten auch die anderen Parteien sein können), die wie man fest stellen wird, sogar ihre Fehler beklatschte, weil zu dumm um irgend etwas zu verstehen?!

  24. Vielleicht sollten handverlesene Sachbearbeiter und Betroffene gemeinschaftlich SGBII-betreffende Forderungen und Änderungsansprüche erarbeiten die die mehrheitliche und involvierte Allgemeinheit dann unterzeichnen kann – ähnlich einer Petition.

    Oder so oder anders .. Gegeneinander wird nichts werden. Aber zusammen zum Wohle aller sollte doch was gelingen, oder ?? Wenn beide Seiten so nicht mehr wollen und gemeinsam eine gangbare Art und Weise aufzeigen die Umsetzbar ist wird sich die Minderheit der Bosse der Öffentlichkeit gegenüber vielleicht nicht länger sperren können gegenüber vernünftigen Verhältnissen. In Anbetracht der jeweiligen Forderungen zur Änderung würden in Angesicht der Öffentlichkeit auch mehr Fragen auftauchen was denn vorher war, welche Zustände denn herrschten b.z.w. noch vorherrschen. Je mehr an’s Licht der Öffentlichkeit gelangt was wirklich abgeht desto weniger Befürworter dürfte die Hartz-IV-Gesetzgebung eigentlich finden.

    • Vorausgesetzt zehn Jobcenter-Mitarbeiter (nur um mal eine Zahl zu nennen) würden sich zu soetwas bereit erklären, könnte jede Hartz-Plattform ein-zwei Vertreter (die ja dann handverlesen wären) entsenden die zusammen mit den Sachbearbeitern (in einem Forum o.ä.) die Probleme und deren Beseitigung diskutieren.
      Professoren-Legende Rainer Roth gesellt sich als Schiedsrichter dazu (wegen der Rechtssicherheit) und gibt nach jedem erarbeiteten Abschnitt seinen Senf dazu. Ist ein entsprechend ausreichender Katalog an Änderungen und/oder Forderungen erstellt, geht dieser online um gleich einer Petition zur Abstimmung zu stehen. Eben diesen werden dann 40 (in Worten Vierzig) Millionen erwerbsfähige Bundesdeutsche absegnen und gutheißen.
      Jemand stielt ein Rad, fährt damit nach Berlin und trägt dort das Ergebnis dem Bundestag vor.

    • Ich habe immer noch einen Einwand, aber bislang hat niemand wirklich eine Antwort geben können – oder wollen?!
      Man spricht ständig davon, dass das SGB II und SGB III nicht gültig sei, weil der Geltungsbereich durch Bereinigungsgesetze entfallen sei; wie also kann man dann gegen etwas vorgehen was offensichtlich doch gar nicht existent ist? Gibt es nämlich keinen Geltungsbereich, gibt es auch kein gültiges Gesetz – gibt es das Gesetz nicht, gibt es kein Hartz IV usw.
      Meine Befürchtung ist daher, das man aufläuft, egal wie man es anfängt. Es müßte ein oberstes Gericht her das genau das feststellt, womit alle ergangenen Verwaltungsakte nach dem Entfallen der Geltungsbereiche nichtig wären. Die Frage ist dann, welche Auswirkungen das tatsächlich hat – wer aber kann das feststellen das es Rechtssicher ist?

      • Leider glaubt die BRD an ihre Gesetze und es gibt im BGB sogar einen $en der ungültiges gültig macht.

        BGB § 141 Abs. 2

      • @ Dirk Müller

        Bitte zitieren sie keinen §§ aus Gesetzen wie dem Bürgerlichen Gesetzbuch, das ganz sicher nicht den anderen Gesetzen übergeordnet ist. In dem von Ihnen beschriebenen §§ geht es um Rechtsgeschäfte!!!
        Ein Gesetz hat wohl kaum etwas mit einem Rechtsgeschäft und mit einem Vertrag zu tun.

        Es ist unfassbar, wie der eine oder andere mit Gesetzestexten jongliert und nichts wirklich weiß, sondern sich das aus den Gesetzen zusammen kopiert was wohl gerade mal so passt. das kann man natürlich denen erzählen, die sich mit dieser Thematik nie befasst haben und auch nie damit zu tun hatten, aber bitte: Nicht alle schlafen noch auf den Bäumen!
        Unterlassen Sie es also doch lieber, irgendwelche Parolen zu verbreiten die ganz und gar nicht der Wahrheit entsprechen!

  25. Wir alle müssen uns zusammenschliesen, auch mit Inge Hannemann, und dafür kämpfen das ein Mann wieder seine Familie durch Arbeit ernähren kann! (Kann auch eine Frau sein!) DER NIEDRIGLOHN MUSS WEG!!!
    HARTZ4 MUSS WEG! weil es gegen die Menschenwürde verstösst! und gegen das Gesetz!
    Jobcentermitarbeiter sollten sich nicht länger erpressen lassen! Wo leben wir den???????
    Die haben teils selbst Kinder, und werden gezwungen Familien zu Saktionieren!???? Mir fehlen die worte…. das ist das allerletzte was hier in Deutschland abgeht! Ich schäme mich!

    • Seit wann werden denn die JobcentermitarbeiterInnen gezwungen? Sie könnten sich wie Frau Hannemann entscheiden, endlich aufrecht zu gehen und NEIN sagen, sich einen anderen Job suchen, auswandern, sich arbeitslos melden oder was was ich was machen. Niemand wird doch gezwungen, das SGB lieb zu haben, niemand steht mit der Peitsche hinter ihnen, sie machen das alles absolut freiwillig.

  26. Achtung! Die SPD startet in ihrem Bundestagswahlkampf 2013 bald eine Kampagne „Tür zu Tür.“ Sie wollen 5 Millionen Menschen direkt zu Hause aufsuchen und überzeugen, SPD zu wählen. Insofern empfehle ich jedem Wähler, Polizeischutz anzufordern.
    Und jetzt zur Verwirrung des Wählers durch die SPD: Laut Nahles ist die ganze Agenda Debatte Schnee von gestern. Das ist doch eine Vergangenheitsdebatte, sagt sie. Die SPD hätte auch angeblich kritisch analysiert, was hat funktioniert mit Hartz IV, was nicht…. Deswegen ist Sie und die SPD stolz auf ihre Regierungsbilanz und gucken deswegen nicht zurück sondern nach vorne…

    Da kann ich nur sagen. Die SPD lebt in einer irrationalen Realität. Sie ging und geht auch heute noch über Leichen und merkt es noch nicht einmal. Oder sie verdrängt mit aller Gewalt ihre Untaten.

    Das ganze Interview von heute hier:

    http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1904712/Nahles-Mein-Problem-sind-Augenringe-#/beitrag/video/1904712/Nahles-Mein-Problem-sind-Augenringe-

    • Für unliebsamen Besuch steht STÄNDIG eine MISTGABEL hinter der Tür.

      Mein kleiner Hund -Schulterhöhe 40 cm, revierbezogen, weiß auch schon Bescheid!

      Dumme und Gescheite unterscheiden sich dadurch, dass der Dumme immer dieselben Fehler macht und der Gescheite immer neue.

      Die alte Ordnung, die heute noch genau so besteht wie damals, nahm und gab dem Deutschen: sie nahm ihm die persönliche Freiheit, und sie gab ihm Gewalt über andere.

      Deutschland ist eine anatomische Merkwürdigkeit: Es schreibt links und tut rechts.

      Alle Kurt Tucholski.

      • Albert Einstein drückte sich genauer aus, wie man in einer der vielen unterschiedlichen Biografie-Filme über ihn sehen kann. In folgendem Beitrag heißt es ab Minute 6:19: >>1942 schreibt Einstein, der sich in seinem amerikanischen Haus mit Möbeln und Postkarten aus Berlin umgibt: „Die Deutschen sind ein durch schlechte Tradition so übel verhunztes Volk, dass es schwer sein wird, eine Remidur durch vernüftige oder gar humane Mittel zu erreichen. Ich hoffe, sie werden sich am Ende des Krieges mit Gottes gütiger Hilfe weitgehend gegenseitig totschlagen.“<<

        (Das Wort "Remidur" habe ich selbst mit diversen Schreibweisen nirgends gefunden. Ob es eine Eigenkreation Einsteins ist?)

      • Streetfighter,

        informieren Sie sich bitte einmal darüber, wie viele GG Merkel geändert hat.Als alte SED Kennerin weiß sie sehr gut ,wie man Menschen klein bekommt.Und sie hat keinerlei Skrupel, alles dafür zu tun, dass sie es erreicht!Die Etablierten sind allesamt unwählbar, denn sie ziehen alle an einem Strang.Wenn das Volk genau dieses Vorgehen nach machen würde, wären sie schon lange in der Wüste!

    • Karl Görtz,

      ich habe Frau Nahles Aussage gehört, unbeirrbar geht sie den Agenda2010 -Weg weiter.
      Doch was nützt es den Bürgern die SPD abzustrafen, wo die CDU/CSU/FDP HartzIV immer mehr verschärft hatte?
      Selbst Frau Merkel lobte Herrn Schröder dafür, denn sie meinte, ohne die Agenda2010 wären wir nie so gut durch die Finanzkrise gekommen….Für sie sind wir es schon.!

      Möge es im Bundestag Hirn oder Steine regnen, Hauptsache es trifft!

      • Wie aus dem Nichts waren damals die Piraten da. Grund: Den Linken Stimmen vor der Bundestagswahl 2009 zu klauen. Wie aus dem Nichts ist heute die AFD da. Grund: Den Linken vor der Bundestagswahl 2013 Stimmen zu klauen. Wie aus dem Nichts wird Die Linke vom Verfassungsschutz jedes Mal vor Wahlen beobachtet. Grund: Sorgt dafür, dass die Stimmen der Linken sich in Grenzen halten. Macht sie schlecht. Verweist auf ihre Vergangenheit. Sie dürfen zum Verrecken nicht an die Macht kommen.
        Aber vor der Wahl abschreiben von den Linken, das können die Neoliberalen. Und nach der Wahl haben sie alle wieder Gedächtnisschwund und können sich an ihre von den Linken abgeschriebenen Wahlversprechen nicht mehr erinnern.
        Ich wähle DIE LINKE. Eine andere Alternative habe ich nicht und schon gar nicht, wenn Mutti Merkel sich immer wieder für alternativlos hält.

        Das Schattenkabinett erklärt Klaus Stuttmann besser als ich:
        http://www.stuttmann-karikaturen.de/karikaturarchiv_4870_rss.html

      • @ Karl Görtz

        Zu dem Auftauchen der Piraten aus dem Nichts stimme ich ihnen vollumfänglich zu, bei der AfD muß ich allerdings schon widersprechen, denn AfD hat sich lediglich aus anderen, vorher schon länger bekannten Splitterparteien oder Gruppen heraus gebildet.
        Ob AfD oder auch die Piraten jemals den Linken oder besser der LINKE Stimmen abnehmen, wage ich dann doch zu bezweifeln, denn wenn es so wäre, würden ganz bestimmt keine Politiker aus den Reihen der SPD, CDU und FDP die Seiten wechseln – die wären sonst, wenn Ihre Annahme stimmt, eher zu den Linken gewechselt; warum sollten sie einen so großen Umweg nehmen? AfD sehe ich persönlich – das kann jeder halten wie er möchte und natürlich anderer Meinung sein – für eine umgefärbte FDP.

        An Wahlversprechen können Sie im Grunde auch immer nur die erinnern, die Mehrheiten stellen – die anderen können ihre Versprechen somit so gut wie unmöglich einhalten. Das von den LINKEn abgeschrieben wird ist ganz offensichtlich, das hat die CDU schon mehr als nur einmal getan und dann als eigene Idee ausgegeben. Daran aber sieht man wie der normale Wähler wirklich hinhört, wie einfach er zu beeinflussen ist. Sagen sie nur „Linke“ ist sofort ein Großteil empört, redet etwas von SED nachfolge usw. – alles was durch Medien vorab verbreitet wurde. Kaum jemanden scheint es zu gelingen die Punkte von Vorschlägen zu erkennen, die nun wirklich aus der Feder der CDU stammen und die zu entdecken, die tatsächlich schon lange Zeit vorher von der LINKE vorgeschlagen und als unfinazierbar betitelt wurden.

    • @ Karl Görtz u. @ll:

      Wer sich dieses hier ausdruckt, und aussen an die Wohnungs- bzw. Haustür klebt – bei dem klingelt gewisse keine SPD:

      Aussage – aus einem Protokoll des Bremer Landtags:

      Zitat – Anfang:

      Schon die Umstände, die wir hier des Öfteren in der Debatte bemängelt haben, unter denen Hartz IV zustandegekommen ist, waren abenteuerlich. Die Zusammenlegung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe sollte zu Einsparungen führen, damit die – und man höre und staune! – von Rot-Grün beschlossenen Steuersenkungen für Reiche gegenfinanziert würden.

      Zitat – Ende!

      Nützlicher Nebeneffekt bei Mehrfamilienhäusern: die treppauf- treppab marschierenden Mitbewohner können auch gleich darüber informiert werden, wes Geistes Kind die SPD ist… 😉

      • Na dann können wir ja getrost auf die geistreiche CDU hoffen!?
        Wann wird eigentlich eingesehen, das wir in Berlin nur einen Einheitsbrei haben?

  27. Was ist das für eine Zeit, wo man Angst haben muss, den Briefkasten aufzumachen, um dann oft fassungs- und wortlos die Zeilen liest, und niedergeschlagen in einen nächsten Kampf mit diesen Typen ziehen muss, in einen Kampf, der eigentlich nur kraftlos macht, weil man vor Enttäuschung, dass es heute noch solche Menschen gibt, Angst und dunkle Vorahnung vorm Wundliegen der eigenen Seele bekommt… und vor der eigenen Entfremdung.

    Dieser Kampf krankt an dem Unvermögen, dieses Verbrechen zu kennzeichnen, ihm sprachlich nahe- und nachzukommen. Weil das rechte Wort (oder besser: die rechte Tat) fehlt, ist die Sprache in Gefahr, zum Klischee zu werden.

  28. Es wäre schon viel erreicht, wenn der ALG-II-Satz auf 425 € erhöht werden würde. Zudem gibt es einige Arbeitsvermittler, die im Fall eines Fernstudiums weniger Bewerbungen von einem Arbeitslosen erwarten. Diese und ähnliche Entwicklungen muss man fördern. Ein bedingungsloses Grundeinkommen ist aber falsch. Mehr dazu auf meinem Blog (bitte auf meinen Nick klicken).

    • Um die Geschädigten(HartzIV IV Empfänger) ruhig zu halten, mehr Geld zur Verfügung stellen, erhält man damit auch seine Menschenrechte , vernünftigen Lohn wieder, der einem wie vor H4 ein eigenverantwortliches Leben führen ließ??

    • Nein, es ist nichts erreicht wenn man Hartz IV auf 425,-€ erhöht, sondern man hat wieder nur nachgegeben wenn man das akzeptiert. Hartz IV muß weg, Leiharbeit gehört verboten, angemessene Löhne gehören her damit jeder wirklich davon leben kann.

  29. Ich finde das es jetzt an der Zeit wird, das sich Jobcentermitarbeiter mit Namen nennen und evt.kündigen, und wir alle gemeinsam! Ohne Angst und Scham zum Eu Gerichtshof, wird alles genau unter http://www.armutsnetzwerk.de beschrieben, bewegen sollten!!!
    Nur reden und aufregen hilft nicht! Es ist an der Zeit zu handeln! So kann es einfach nicht weitergehen! Das ist doch nicht zu glauben!!!

    • Richtig,
      weshalb tut man sich nicht zusammen, denn es muss Menschen geben die sich nicht fürchten, sehr schnell werden sich die Leute an schließen weil sie dann Mut bekommen!

    • Die SB müssen den selben Druck bekommen, wie wir ihn täglich hin nehmen müssen, Druck von Oben und Unten, vielleicht ist Angst das einzige Mittel , ihre Macht zu beschneiden.

    • Warum sollen denn bitte JC Mitarbeiter kündigen??? Wer zahlt dann deren Lebensunterhalt???

  30. Wenn die Betroffenen nichts tun, wer dann?
    Geht wählen, damit wir von solchen Leuten befreit werden!

    http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/fdp-hasssprueche-gegen-hartz-iv-betroffene-9001442.php

    • Wir müssen für unsere Kinder, Enkel aktiv werden, oder sollen sie diesen Leuten als Fraß vorgeworfen bekommen?

    • Ja wir könnten solche Leute wählen – dann haben wir die A…karte mit dem Goldrand gezogen!

      http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/fdp-hasssprueche-gegen-hartz-iv-betroffene-9001442.php

      • Wer solche Leute wählt, wie wir sie gerade haben, dem kann niemand helfen, der hat nichts Anderes verdient!Und wer nicht dafür sorgt, dass deren Macht beendet wird, der auch nicht!

      • @ sugar base

        „Wer solche Leute wählt, wie wir sie gerade haben, dem kann niemand helfen, der hat nichts Anderes verdient!Und wer nicht dafür sorgt, dass deren Macht beendet wird, der auch nicht!“

        Gut, dann verraten Sie doch einfach mal, wer dann Ihrer Auffassung nach als wählbar gilt!
        ich lese immer nur, das alle gleich sind, dann aber fordern Sie das man nun die ablösen soll, die an der macht sind – aber wenn doch alle gleich sind, ist es doch egal wer an der macht ist, oder möchten Sie da widersprechen? Wie ich schon an anderer Stelle schrieb, Sie widersprechen von einem zum nächsten Eintrag, was mich schon irritiert.

    • Könnten Wahlen etwas verändern, wären sie schon längst verboten.
      Wenn wir nicht endlich gemeinsam auf die Straße gehen werden wir noch unser blaues Wunder erleben

    • @ sugar base

      „Geht wählen, damit wir von solchen Leuten befreit werden!“

      Warum schreiben Sie am 21. Mai dann schon:

      „Wann wird eigentlich eingesehen, das wir in Berlin nur einen Einheitsbrei haben?“

      Wie ich schon mal schrieb: Sie widersprechen sich ständig; vielleicht haben Sie ja einfach nur vergessen den Namen zu wechseln?
      Sie wissen doch wo ich meine, oder?

      Als Benny am 22. Mai 2013 um 08:08 !

  31. Hier noch einmal,

    keine Sorge die Prozess-Kosten-kürzung ist gestoppt worden.

    http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/prozesskostenhilfe-kuerzung-gestoppt-9001441.php

    man kann sein Recht ohne Angst wieder einklagen, wovon viel Gebrauch gemacht werden sollte.Denn wenn es einem nicht zugestanden wird, muss man für sich ein treten, denn Rechte bekommt niemand auf der Welt geschenkt!

    • da es am Anfang um Kinder aus Hartz IV-Familien geht, möchte ich hier die Situaton meiner Tochter beschreiben, die ihr gutes Recht nicht einklagen konnte, weil sie ein Recht nicht hatte: Als ich durch eine Krebserkrankung erst in Sozialhilfe und dann ins HartzIV-System gekommen bin, mußte ich meiner Tochter immer wieder sagen : Geht nicht , kein Geld dafür. kein Taschengeld, kein Fahrgeld für Treffen mit Freunden, kein Geld für Kindergeburtstag, kein Geld für ein Eis auf dem Schulausflug, kein Taschengeld bei Klassenfahrten, nicht für schicke Klamotten. Und wer nicht zum Geburtstag einläd, wird auch bald nicht mehr eingeladen, wer seine Freizeit nie mit Klassenkameraden verbringen kann, hat auch bald keine Schulfreunde mehr. Meine Tochter schloß die Realschule dennoch mit1,8 ab und ging anschließend auf ein Wirtschftsgymnasium. Da es in unserem Landkreis keines gibt, mußte sie in die nächste Stadt. Jetzt fing das eigentliche Drama richtig an: Monatliche Fahrtkosten 98,-€ 76,-€ für die Fahrt auf Rügen, vom Wohnort bis Stralsund und 22,-€ für den ÖPNV Stralsund. Antrag bei der Arge auf Fahrgeld – abgelehnt- Antrag beim Landkreis -abgelehnt. Arge darf laut Gesetz nicht für Schülerfahrkarten bezahlen, Landkreis darf nicht weil Schule nicht im zuständigen Landkreis, Sozialamt konnte nicht machen, Landrätin wollte sich kümmern und konnte nichts machen, BAFÖG war nicht zuständig, gab mir den Rat, meine Tochter solle nach Stralsund umziehen,dann könnten es bezahlen. Anfrage bei der Landesregierung in Schwerin wurde bestätigt und ich wurde vertöstet, man hätte es zum Zuständigen weitergeleitet. Widerprüche abgelehnt, mögliche Klage abgelehnt weil keine Aussicht auf Erfolg. Wir haben mit noch größeren Einschränkungen die 3 Jahre Schule mit 98,-€ weniger Geld durchgestanden. Ich war fassungslos über die bestehende Gesetzeslage weil gleichzeitig immerzu über Bildung und wie wichtig und Bildung geschwafelt wurde und wird. Nach knapp 3 Jahren wurde mir dann „freudestrahlend“ mitgeteilt, man hätte jetzt das Gesetz geändert, nun würde die Schülerbeförderung auch im Falle meiner Tochter umsonst sein. Da hatte meine Tochter aber schon ihr Abi gemacht. Ist unseren lieben Gesetzgebern eigentlich klar, was es für eine 17jährige bedeutet, noch nie in einer Disco gewesen zu sein, weil dafür das Geld fehlt und auch die Garderobe gar nicht vorhanden ist? Oder wenn man noch nie auf einem Konzert war sich nicht mal ein Schwimmbadbesuch leisten kann?
      meine Tochter studiert inzwischen in einer anderen Stadt, bekommt BAFÖG und kann sich jetzt auch mal ein Konzertbesuch leisten.
      Ach ja, nach Beendigung der Realschule, bekam meine Tochter immer wieder Vermittlungsangebote für eine Ausbildung z. B. zum landwirtschaftlichen Helfer und ähnliches, obwohl der ARGE ihr weiterer Schulbesuch mit Schulbescheinigung bekannt war.

  32. Der Matthias Beltz hat auf die Frage, was er mit seinem politischen Kabarett erreichen möchte mal geantwortet, und da gibt es dann auch nichts hinzuzufügen:
    „Ich möchte die Menschen auf ihrem Weg von der Hoffnungslosigkeit über die Trostlosigkeit in die Aussichtslosigkeit begleiten.“

    Der Kapitalismus basiert auf der merkwürdigen Überzeugung, dass widerwärtige Menschen aus widerwärtigen Motiven irgendwie für das allgemeine Wohl sorgen werden.
    John Maynard Keynes

    • Nein, der Kapitalismus allein ist es nicht, denn man vergisst immer, er ist nicht organisch mit der Moral verbunden, dafür mussten die Politiker sorgen, die aber selbst ohne Moral sind!

  33. Und um endlich die Frage zu beantworten zu können ob die Verantwortlichen denn wohl wissen was sie wann wem antun, muss man nur die richtige Literatur bemühen. Wenn man seine Feinde kennt weiß man auch welche Feierabendlektüre sie sich zu Gemüte führen. Man erfährt in welchen Gedanken sie hernach beim Einschlafen schwelgen und welche Blüten ihr Tatendrang am Morgen treibt. Um nun die Antwort zu liefern und deren Zusammenhänge zu finden muss man nicht allzulange suchen.

    Das preisgekrönten Werk „Terror der Ökonomie“ von Viviane Forrester gibt Auskunft:

    „Denn nichts lähmt und schwächt derart wie die Schmach. Sie gräbt an der Wurzel an und untergräbt jede Tatkraft. Sie degradiert Menschen zu beliebig beeinflussbaren Objekten und reduziert alle, die unter ihr leiden, zu wehrlosen Beute. Daher der Reitz der Mächtigen, sich ihrer zu bedienen und sie zu verbreiten. Die Schmach erlaubt es, Gesetze aufzustellen, ohne auf Gegner zu stoßen, und sie dann zu übertreten, ohne Protest befürchten zu müssen. Die Schmach führt in eine ausweglose Situation, sie verhindert jeglichen Widerstand. Die Scham sollte an der Börse gehandelt werden, sie ist ein wichtiger Grundstoff des Profits“.

    • In vielen Ländern erleben die Menschen Elend, Ungerechtigkeit, dennoch stehen sie auf, folglich müssen wir ein Volk sein, welches besonders leidensfähig ist, weil es immer noch nicht aus den Köpfen ist, man muss nicht nur gehorchen, nein, man darf, kann auch selbst denken?

    • Um dann ein weiteres Buch zu empfehlen, was den Zusammenhang sehr gut erklärt und einige Jahre zurückgeht, ist von Naomi Klein: >> Die Schock-Strategie: Der Aufstieg des Katastrophen-Kapitalismus <<

      Das was Naomi Klein dort sehr detailliert beschreibt, wird in exakt dieser Art und Weise durchgeführt.
      Es werden Unternehmen privatisiert, weil Länder verschuldet sind und ihr "Tafelsilber" verkaufen müssen, um Kredite unter anderem von der IWF zu erhalten. Die 15 Euro sind gut angelegt, denn man kommt von Seite zu Seite immer mehr zu dem Ergebnis, das man im Grunde von unserem Land spricht – es ist eine Weltweite Ausbeutung, die in allen bislang betroffenen Ländern zu erheblicher Armut auf der einen Seite und zu extremen Reichtum auf der anderen Seite geführt hat. Es ist wohl nicht weiter notwendig zu erläutern, wer hier Arm und wer hier reich wurde.

      http://www.amazon.de/Die-Schock-Strategie-Der-Aufstieg-Katastrophen-Kapitalismus/dp/3100396111/ref=sr_1_2?ie=UTF8&qid=1369309619&sr=8-2&keywords=naomi+klein+schocktherapie

  34. Wann wird endlich eingesehen, dass der Kapitalismus als Wirtschaftsordnung gescheitert ist!? Es ist langsam echt nicht mehr zu ertragen, wie Menschen in jenem System aus der Gesellschaft gedrängt werden, da im Zuge der kontinuierlich ansteigenden Produktivität, Globalisierung, aber auch durch die schlichte Sättigung der Märkte sukzessive Arbeitsplätze wegfallen, die jedoch nach den vorherrschenden Dogmen Voraussetzung sind, um die eigene Existenz in jener Gesellschaft zu sichern.
    Haben jene Menschen, die von den gesellschaftlichen Veränderungen im Zuge der vorherrschenden Wirtschaftsordnung betroffen sind, kein Anrecht auf ein menschenwürdiges Leben, obwohl die westliche Welt kontinuierlich Überproduktionen in sämtlichen Wirtschaftsbereichen erzielt? Jene grundsätzliche Frage sollte sich meines Erachtens die Gesellschaft einmal stellen; denn: Es ist meines Erachtens Heuchelei, an Dreistigkeit sowie Verlogenheit kaum zu überbieten, einerseits einer kompletten Gesellschaftsschicht ein selbstbestimmtes und somit ein menschenwürdiges Leben regelrecht zu verwehren, anderseits ein gigantisches Hilfenetzwerk ins Leben zu rufen (z.B. Tafeln, Jugendämter, Kinderheime, diverse Beratungsdienste, etc.), das jenen Menschen in ihrer „prekären Lebenssituation“ zur Seite steht! Und das Groteske daran ist: Jene Menschen, die als hilfsbedürftig angesehen werden, erhalten teilweise die Auflage, jene „Hilfeprogramme“ in Anspruch zu nehmen, die an etwaigen Geldleistungen gekoppelt ist, und die ambitionierten Helfer in jenen Einrichtungen nehmen irrtümlicherweise an, jene Menschen wären dankbar für ihre Beratung/Unterstützung, das jedoch meistens nicht zutreffend ist; oftmals befriedigen die Helfer mit ihrer Hilfe ihr Ego sowie Gewissen, indem sie annehmen, sie würden mit ihrer Hilfe die Gesellschaft verbessern. Dass jene Hilfe oft kontraproduktiv ist und jene mitnichten die gesellschaftlichen Problematiken beseitigen, sondern lediglich verwalten und dass das vorherrschende Geld- sowie Wirtschaftssystem die Ursache für die gesellschaftlichen Verwerfungen ist, sehen jene Helfer mit ihrem Scheuklappenblick meistens – bedauerlicherweise – nicht; für sie steht lediglich das „Helfen um jeden Preis“, am bestem mit einem großen Dankeschön seitens der sogenannten „Hilfsbedürftigen“ behaftet, im Vordergrund.
    Wird nicht vor jenem Hintergrund die sogenannte „Hilfe“ im Sozialstaat Deutschland zur Posse?

    Unabhängig davon möchte ich mich recht herzlich bei Frau Hannemann für ihren Blogg mich bedanken, der meinen gesellschaftskritischen Blick deutlich geschärft hat.

    • Viele Menschen verfügen heute über eine Patientenverfügung, in der genau fest gelegt wird, in wieweit ein Arzt noch lebenserhaltende Maßnahmen anwenden darf.
      Diese Vorsorge treffen die Menschen aber in dem Moment nicht, wenn sie sich selbst Hilfe holen,sie leben lieber mit Schläuchen, Kanülen versehen weiter und bemerken nicht einmal, dass sie ihren Kinder das als Normalität vermitteln!

      • Ach, Patienterfügung? Das ist nur Papier. Ich war selbst Zeuge eines unglaublichen Vorfalls, der ca. 5 Jahre her ist: Ein Mann ließ sich in einem November von seinem Rechtsanwalt eine neue Patientenverfügung formulieren. Im darauffolgenden März erlitt er einen Schlaganfall. Wurde reanimiert und an Schläuche angeschlossen mit der Begründung des verantwortlichen Arztes, es bestehe Hoffnung auf Erfolg. Als er Patient später dazu in der Lage war hat er versucht, sich die Schläuche herauszureißen. (Sein Denken war ja noch ok, nur äußern konnte er sich nicht mehr). Daraufhin wurde er mit Medikamenten ruhig gestellt. Seine Frau saß hilflos neben ihm und bemerkte schulterzuckend, was solle sie denn machen? … In diesem System zählt nur das Geld. Ich arbeite übrigens nicht mehr im Gesundheits(un)wesen und kann nach dem, was ich in diesem Bereich erlebt habe, jedem nur raten, keine private Zusatzversicherung abzuschließen. Denn ab dem Moment, wo es Ernst wird, verdienen andere an Ihrem Elend ihr Geld.

      • Frau B.

        Ich war nicht auf eine Gesundheitsdiskussion aus, sondern glaube Menschen, die sich bei den Stadtküchen bedienen, stärken das kranke System und lassen ihre Kinder daran Teil haben!etc etc!Es wird niemals darüber nach gedacht, dass die Stillhaltemethode (Stadtküchen) den Politikern immer mehr freie Hand gibt!

      • Ich habe diesen Beitrag auch nicht als Gesundheitsdiskussion eingestellt, sondern als Metapher. Es hat gerade so zum Thema gepasst. Diesen Satz hätte ich noch darunter schreiben sollen.

    • „Wann wird endlich eingesehen, dass der Kapitalismus als Wirtschaftsordnung gescheitert ist!?“

      Wer diese Frage stellt, muß sich sagen lassen das er nicht verstanden hat. Für wen ist der Kapitalismus (als Wirtschaftsordnung) gescheitert? Na…

      Das Gegenteil ist der Fall. Ein Erfolgsmodell mit täglich wachsendem Erfolg – daß ist der Kapitalismus als Wirtschaftsordnung.

      Man muß nur das Ziel RICHTIG definieren. Zwar liegt das Ziel in der Zukunft und unterliegt somit in der Definition einer gewissen Spekulationsbandbreite, ist aber wenn man die einzelnen Schritte aufmerksam verfolgt, durchaus erkennbar wie die Ziellinie bei einem 500 m Laufwettbewerb.

      Ziel ist eine Weltregierung, die totale Unterdrückung und Beobachtung des Volkes nach Faschistischen und Diktatorischen Maßstäben, um für eine kleine „Elite“ und ihren schwer befaffneten Vasallen Arbeits-Sklaven zur Verfügung zu stellen.

      Der Souverän

      • Es besteht zwischen Verdienst und Leistung keine Verbindung mehr
        und Fairness ist in diesem System Zufall.
        Der moderne Kapitalismus hat diese Werte über Bord gespült,
        er hat versagt, er taugt nichts, er ist ungerecht, er ist asozial,
        er ist anarchisch, er ist antidemokratisch –
        er ist schlimmer als jedes Krebsgeschwür.

    • Herr Kienzle,

      es wäre aber falsch nur der Politik die schuld am Ganzen zu geben, denn bisher machte ein großer Teil des Volkes liebend gern mit!Viele Leistungsempfänger leiden unter der Ausgrenzung, die durch die Mitmenschen geschehen, weil sie in ihrer Schwäche auf diese Leute öffentlich, verbal einhauen dürfen, um sich selbst stark fühlen zu können.

  35. Guten Tag, Herr oder Frau altonabloggt,
    ich wundere mich immer wieder über ihre angreifbar dargestellten Beispiele und Formulierungen.
    Zur Sicherheit noch mal vorweg: ich bin sehr kritisch gegen das ALG II – System eingestellt und befürworte ein BGE. Und das nicht obwohl, sondern WEIL ich etliche Jahre Fallmanager war, bis man mich … nun … entfernte.
    Aber Kritik und Beispiele sollten zutreffend und nicht angreifbar sein.
    Sie schreiben: “ … auch wenn der Mensch schon am Boden liegt: Bewerben kann sich schließlich jeder und stellt somit zumindest eine Norm dar – guter Arbeitsvermittler! Vermutlich wird mir das Fehlen dieser Vereinbarung demnächst im Falle meiner Freistellung gerichtlich um die Ohren gehauen. “
    Sie wissen so gut wie ich, dass das so die falsche Perspektive ist. Fest vorgegeben ist, dass permanent eine EGV aktiv sein muss. Soweit richtig. Ob und wie viele Bewerbungen vorgelegt werden müssen, bestimme ich als Fallmanager aber selbst. Wenn ich zu dem Schluss gekommen bin – und das bin ich sehr, sehr oft – dass dies momentan sinnlos wäre – habe ich es gelassen. Dann traten in der EGV andere Dinge in den Vordergrund. Stabilisierung der persönlichen Situation, Besuch von Beratungsstellen, Selbsthilfegruppen, etc. pp.
    Zeitlich großzügig bemessen und in VORHERIGER Absprache mit der Betroffenen.
    Das entspricht auch dem ursprünglichen FM – Konzept, dass 2004 entwickelt wurde.
    Die wahren Hasen liegen im Pfeffer in der qualitativ und quantitativ grotesken EDV, in den unsäglichen Fallzahlen (teils über 400 statt ca. 75), im Prämiensystem fürs Mittlere und Obere Management in den jobcentern, in unlogischen und praxisfernen Kennzahlen die zu erreichen sind, im heimlichen Mitwissen (Ignorieren) der Regionaldirektionen über die wahren Aufbauorganisationen vor Ort, in der Einstellung berufsfremder FM, zum Teil mit Zeitverträgen, dem Lobbyismus vieler freier Bildungsträger, u.ä.
    Die sauberste und ethischte Lösung (die auch logisch und ökonomisch ohne Weiteres machbar wäre) – wäre das BGE mit zusätzlich angebotener Beratung auf freiwilliger Basis!
    Die Zweitbeste in allen von mir genannten Feldern mit Nachdruck „aufzuräumen“.
    MfG
    BukTom Bloch

  36. Die Würde des Menschen ist unantastbar!?

    Mein Name ist Njörn Unaveus und ich bin am 13.06.1961 in Bremen geboren. Ab März 2005 lebte ich in Sulzbach in einer Wohngemeinschaft. Mit der Übersiedlung von Bremen nach Sulzbach beantragte ich bei der ARGE Sulzbach ALG II im Rahmen einer Wohngemeinschaft, wobei meine Mietkosten zunächst abgelehnt wurden.

    Der zuständige Mitarbeiter der ARGE kommentierte seine Ablehnung mit der Bemerkung, dass ich mir einen Anwalt eh nicht leisten und somit meine Forderungen auch nicht durchsetzen könne. Mein Antrag auf einstweilige Verfügung beim Sozialgericht Saarbrücken hatte jedoch Erfolg, so dass mir die ARGE meine Mietkosten erstatten musste. Nachdem ich bei der ARGE Sulzbach einen Antrag auf Rückerstattung der Bewerbungskosten stellte, erfuhr ich auf Anfrage, dass die zuständige Mitarbeiterin der ARGE meinen Bewerbungskostenantrag nicht bearbeitet hatte. Auf meine persönliche Nachfrage, warum mir meine Bewerbungskosten nicht erstattet worden sind, teilte sie mir mit, nachdem sie meine Nachweise aus einem großen Stapel von Akten herauskramte, dass noch Unterlagen fehlen würden. Ich sei eben verpflichtet Anschreiben und Bewerbungen in zweifacher Ausfertigung vorzulegen. Meine Bitte, die Kostenerstattung baldigst zu klären wurde offensichtlich ignoriert.

    Meine Beschwerde über Frau A., bei deren Vorgesetzten Herrn K., war erfolglos, worauf ich dementsprechend emotional angeschlagen die ARGE verließ. Inzwischen wurde ich einem anderen Mitarbeiter zugewiesen. Eine Beratungsstelle für ALG II Empfänger bestätigte mir, dass die Unterlagen in zweifacher Ausfertigung vorzulegen sind. Bei einem weiteren Besuch der ARGE führte ein Sozialberater von der o.g. Beratungsstelle in meiner Anwesenheit mit dem Teamleiter Herr K. ein Telefonat zum weiteren Vorgehen in dieser Angelegenheit. Darauf hin teilte mir der Sozialberater mit, dass ich außer den genannten Beanstandungen auch noch die Telefonnummern der Firmen angeben müsse. Am 8. Juni 2006 habe ich zusammen mit meiner Mitbewohnerin erneut einen Bewerbungsnachweis bei der ARGE Sulzbach vorgelegt. Der Sachbearbeiter teilte mir lapidar mit: „Wir haben bei der Arge erheblich Schwierigkeiten mit ihnen.“ Abermals fanden wir uns beim Teamleiter ein um unsere Beschwerden über die Behandlung vorzutragen. Herr K. führte ein Telefonat mit seinen Kollegen und meinte dann, ich sollte auch noch den Namen des Ansprechpartners der Firmen, bei denen ich mich beworben habe, auf dem Bewerbungsnachweis angeben. Jetzt war ich gänzlich davon überzeugt, dass es hier nicht mehr um die Sache ging, sondern um Schikane. Ich fügte hinzu, wenn meine Bewerbungsunterlagen angezweifelt würden, solle die ARGE mir dies schriftlich mitteilen. Eine Antwort auf meine Einlassung erhielt ich nicht. Nun wurde ich mit der Bemerkung, es ginge alles in Ordnung, wieder an die vormals federführende Sachbearbeiterin verwiesen. Abermals wurden meine Bewerbungsnachweise von der zuständigen Sachbearbeiterin abgewiesen. Nach einem erneuten Telefonat mit dem Teamleiter wurde diese Problematik dann doch wieder aus dem Wege geräumt. Ich bat sie, von den mir vorlegten Originalen für ihre Unterlagen Kopien anzufertigen. Ihre Bemerkung hierzu wörtlich: „Wie stellen sie sich das denn vor? Was soll ich denn noch alles machen? Wenn da jeder kommt!“
    Sie fertigte dennoch die Kopien mit der Bemerkung an, dass dies das letzte Mal sei. Daraufhin wurden mir nur die Kosten für die Bewerbungen erstattet, auf der ich eine offizielle Antwort erhalten hatte. Im Klartext bedeutet das, wenn eine Firma auf meine Bewerbung nicht antwortet, weigert sich die ARGE die Kosten zu übernehmen. Der
    Stadtverbandspräsident forderte mich im Rahmen eines kurzen Gespräches auf, ihm
    meine Beschwerde schriftlich vorzutragen. Einige Monate später erfuhr ich, dass
    dieser Mann im Rahmen seiner Befugnisse eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen die ARGE eingelegt hatte.

    Aus persönlichen Gründen habe ich mich gemeinsam mit meiner Mitbewohnerin dazu entschlossen, uns eine andere Wohnung zu suchen. Die ARGE Sulzbach genehmigte das Anliegen unserer WG und den Umzug. Zunächst fanden wir eine Wohnung in Dudweiler und erkundigten uns daraufhin zunächst bei der ARGE Dudweiler, in welcher Höhe die Mietkosten übernommen würden. Wir wurden angehalten, ein Beratungsgespräch bei der Wohnungsvermittlung der ARGE zu führen. Der zuständige Mitarbeiter teilte uns in diesem Gespräch mit, dass bei einer Wohnungsgröße von von 85 qm die Mietkosten in einer Höhe von € 345,- übernommen würden. Da die Mietkosten, der von uns zunächst in Erwägung gezogenen Wohnung, diese Höhe überschritt, haben wir von der Anmietung abgesehen. Auf Anraten des Sachbearbeiters haben wir die bisherige Wohnung jedoch fristgerecht zum 31. Dezember 2006 gekündigt.

    Wir fanden schließlich eine angemessene Wohnung in Saarbrücken Burbach. Hier meldeten wir uns unverzüglich bei der ARGE Burbach, bei der wir allerdings erst nach ca. 14 Tagen einen Termin erhalten sollten. Ohne eine Zusage der ARGE Burbach abwarten zu können, sahen wir uns auf Grund des engen Zeitrahmens veranlasst, den Mietvertrag zu unterschreiben. Am 30. November 2006 habe ich dann bei der ARGE Burbach meinen Antrag auf ALG II vorgelegt. Ich beantragte zunächst die Übernahme der Mietkaution, die mir allerdings nur als Darlehen gewährt werden sollte. Im Rahmen eines zweiten Beratungsgespräches wurde mir vom zuständigen Sachbearbeiter unter Beisein meiner Mitbewohnerin ein Schriftstück vorgelegt. In diesem sollte ich mit meiner Unterschrift erklären, dass ich die Mietkaution, im Widerspruch zum § 43 SGB II, der eine Rückzahlung aus dem Regelsatz nicht vorsieht, zurückzahlen. Der Sachbearbeiter nötigte mich mit der Sinngemäßen Bemerkung: „Wenn Sie nicht unterschreiben, müssen sie sehen wo sie das Geld für die Mietkaution herbekommen.“

    Am 27. Dezember 2006 bezog ich mit meiner Mitbewohnerin die neue Wohnung. In dem zugestellten Bescheid wurden mir die tatsächlichen Kosten der neuen Unterkunft nicht gewährt. Daraufhin legte ich Widerspruch ein, dem mit einem Änderungsbescheid am 07.03.07 stattgegeben wurde. Zum 14.03.07 war ich in Sachen einer Leistungsangelegenheit, so der Wortlaut im Einladungsschreiben, eingeladen. Meine Mitbewohnerin wurde ebenfalls in einem Einladungsschreiben zum 14.03.07 zur gleichen Zeit und gleichen Sachbearbeiterin geladen. Als wir am 14. März 07 um 9.00 Uhr im Büro der zuständigen Sachbearbeiterin erschienen empfing sie uns mit der Bemerkung: „Ach, ich hab sie wohl beide zur gleichen Zeit bestellt?!“ Ich habe die gleichzeitige Einladung meiner Mitbewohnerin und mir bestätigt und der Sachbearbeiterin gleichfalls mitgeteilt, dass es mir außerdem unbenommen ist, zu den Beratungsgesprächen eine Person meines Vertrauens hinzuzuziehen. Frau R. teilte uns mit, die ARGE vermute, dass Frau N. und ich keine Wohngemeinschaft bildeten, sondern im Sinne der bestehenden Bestimmungen eine Einstehens- und Verantwortungsgemeinschaft begründen. Wir beide wiesen darauf hin dass wir bereits bei der ARGE Sulzbach als auch ARGE Burbach eine einfache Erklärung hinterlegt hätten, dass wir in einer Wohngemeinschaft leben und daher nicht finanziell füreinander aufkommen. Auch das führen eines Haushaltsbuch wurde ignoriert. Die Sachbearbeiterin bestätigte dies uns auch mit der Bemerkung, dass dies nicht genüge. Allein die Tatsache, dass wir länger als ein Jahr zusammen wohnen und auch noch gemeinsam umgezogen sind, genüge schon, diese Vermutung zu äußern. Ich verwies Frau R. auf ein Urteil des LSG Bremen/Niedersachsen in dieser Angelegenheit, woraufhin sie uns mit den Worten: „Damit ist das Gespräch für mich beendet. Sie hören von mir“, verabschiedete.

    Am 20.03.2007 erhielt ich einen Änderungsbescheid, in dem mir mitgeteilt wurde, dass ich mit Frau Noll im Sinne des Gesetzes eine Bedarfsgemeinschaft bilde und wir für einander einzustehen und Verantwortung zu übernehmen haben. Gegen diesen Bescheid legte ich Widerspruch ein. In der Folge erhielt Frau N., als auch ich, eine Zahlungsaufforderung der ARGE darüber, das wir mit einer dreiwöchigen Frist die Mietkaution mit je 320,- Euro zurück zu zahlen hätten. Wir bekamen keine Gelegenheit seitens der ARGE, diese Unterstellungen zu widerlegen. Im Rahmen einer Informationsveranstaltung der ARGE Burbach habe ich den anwesenden Teamleiter der Leistungsabteilung der ARGE mit der Zahlungsaufforderung der Regionaldirektion konfrontiert. In der Folge erhielt ich am Morgen des folgenden Tages einen Anruf durch Frau R., die mir mitteilte, dass ich versehentlich eine Rückzahlungsaufforderung über die Gesamtsumme erhalten hätte. Stattdessen müsse ich, ebenso wie Frau N., die Mietkaution in Raten von monatlich 30,- Euro zurückzahlen.

    Am 3. April 2007 fand ich mich um 8 Uhr bei der Arbeitsvermittlerin Frau Z. ein. Während eines kurzen Aufenthalts vor der Tür des Büros hörte ich einem Gespräch zwischen Frau Z., dem Teamleiter Herr B. und einer mir unbekannten Sachbearbeiterin zu. Im Büro fiel mein Name im Zusammenhang folgender Sätze: „ Diese Typen kennen wir.“ „Dann soll er doch nach Frankreich gehen.“ „Für jeden Scheiß legt der Widerspruch ein“. Nach dem Beratungsgespräch mit Frau Z. wies ich darauf hin dass ich dem Gespräch zwischen ihr und den beiden Mitarbeitern der ARGE zugehört habe. Außer der üblen Rederei und der vielen Ungerechtigkeiten empfand ich es als kränkend, als Typ bezeichnet zu werden. Eine Weile war Ruhe und ich bin dann auch umgezogen und eine andere Stelle der Arge, heute Jobcenter, ist zuständig.

    Ich hab gedacht dort geht es etwas menschlicher zu, weil es mir so zugetragen worden ist, aber das war wohl größtenteils ein Irrtum, wie sich herausstellte. Im Herbst 2010 musste meine Mitbewohnerin Frau N. erneut ALG II beantragen, weil sie von ihrer Krankenkasse kein Krankengeld mehr bekam, da die Krankenkasse einfach angenommen hat, dass sie wieder gesund sei nach der Entlassung aus dem Krankenhaus. Bei der Neubeantragung von ALG II gab Frau N. an, dass sie in einer Wohngemeinschaft wohnt. Darauf hin wurde die Sachbearbeiterin Frau S. sehr laut und warf Frau N. Sozialbetrug vor. Frau S. ging zu ihrem Vorgesetzten und kam nach einiger Zeit wieder und sagte zu Frau N.: „Da müssen wir erst mal den Ermittlungsdienst zu ihnen schicken“. Der Ermittlungsdienst kam dann auch gleich mit wie ich feststellen musste. Denn Frau N. stand mit dem Ermittlungsdienst plötzlich in unserer Wohnung. Ich war ein wenig überrumpelt und habe nicht gleich an meiner Rechte und an höchstrichterliche Urteile gedacht. Ich machte dem Ermittlungsteam klar das wir ein Sozialgerichtsurteil haben. Das aber interessierte sie nicht. Die beiden vom Ermittlungsdienst nötigten mich dazu, sie in den Kühlschrank und in die Kleiderschränke sehen zu lassen. Nachdem ich mich von dem Schock erholt hatte, begab ich mich zum obersten Chef des Jobcenters und beschwerte mich stark über dieses Vorgehen und gegen den Verstoß gegen das Urteil, von dem Verstoß gegen die Menschwürde mal ganz zu schweigen.

    Im Frühjahr 2010 ergab sich dann folgende Situation. Da ich auch Künstler bin, dieses aber bis dato immer nur als Hobby betrieben habe, hatte ich die Möglichkeit einer Ausstellung in der Galerie B. in H. wegen Krankheit eines anderen Künstlers. Da es eine öffentliche Ausstellung mit Verkauf war, informierte ich meinen damaligen Sachbearbeiter. Ich teilte ihm noch mit, dass dies eine einmalige Angelegenheit ist und ich überhaupt noch nicht abschätzen kann, was sich daraus entwickelt. Der nahm es zur Kenntnis und teilte mir telefonisch mit, dass ich einen Termin bekommen würde und wir darüber mal sprechen müssen, was ich denn da so genau mache. Dies ist allerdings nie passiert. Anstatt dessen erfuhr ich Mitte 2011 bei der Abgabe meines Weitergewährungsantrags dass ich ja noch die EKS ausfüllen müsste, da ich ja Selbstständig sei. Ich schaute den Sachbearbeiter überrascht an, da ich ja noch nicht wusste was die EKS überhaupt ist und selbstständig? (Es war zwar inzwischen von mir geplant als Künstler in die Selbstständigkeit zu gehen, allerdings noch nicht zu diesem Zeitpunkt). Zwischenzeitlich ist mir die Bedeutung eines EKS natürlich klar geworden. Ich nahm das Formular mit nach Haus und schaute es mir an. Als nächstes meldete ich mich erst mal schnell beim Finanzamt und hab mich dort als Freiberufler angemeldet, damit ich mit den Fiskalbehörden keine Schwierigkeiten bekomme. Allerdings war mir zu dieser Zeit der EKS noch etwas unverständlich. Ich ging zu dem entsprechenden Sachbearbeiter der Leistungsabteilung Herr P. Der erklärte mir auch das Formular und gab mir dann noch 2 weitere mit, die aber anders aussahen, was ich aber erst zu Haus feststellte. Also noch einmal hin. Jetzt konnte er mir aber die anderen beiden Formulare nicht richtig erklären. Nachdem ich dies ihm mitteilte wurde er sehr ungehalten, um nicht das Wort schreien zu benutzen, und verwies mich aus seinem Büro. Daraufhin musste ich mich erneut beschweren. Dann habe ich mich mal nach meinem Status im Jobcenter erkundigt. Den konnte man oder wollte man mir nicht sagen. Mich einfach in die Selbstständigkeit setzen und das ohne mich vorher zu informieren das kann das Jobcenter. Mir entsprechende Kurse oder Weiterbildung anbieten das können sie nicht. Auch bekomme ich für eine gewisse Zeit keinen Cent (Einstiegsgeld z.B.) mehr.

    Seit Anfang 2012 habe ich mal wieder einen neuen Sachbearbeiter. Er stellte sich als sehr freundlich heraus, was sich aber noch ändern sollte. Etwa Ende Januar, Anfang Februar bekam ich einen Anruf von der Galerie B., dass ein Herr S. bei ihnen angerufen hat und sich nach mir erkundigt hätte. Man teilte mir die Handy Nr. mit und auch, dass ich in dieser Angelegenheit noch einen Schriftsatz erhalten würde. Ich hab darauf diese Handy Nr. über mehre Tage versucht anzurufen. Nach ca. 5 Tagen hatte ich Anschluss und es melde sich mein Vermittler Herr M. und nicht Herr S. Ich sprach meinen Vermittler daraufhin an, dass unter dieser Nr. sich ein Herr S. über mich erkundigt hat. Er stritt dies ab. Darauf hin blieb mir nichts anderes übrig, eine Dienstaufsichtsbeschwerde zu stellen, da es dem Galeristen wie auch mir missfällt und es auch nicht rechtens sein dürfte, unter falschen Namen sich über mich zu erkundigen und meinen Namen als Künstler in Kunstkreisen dadurch schlecht zu machen.

    Nun hab ich wieder einen neuen Sachbearbeiter, Herr S. Bisher hat sich dieser normal verhalten, soweit man das überhaupt bei ALG II sagen kann. Nun hat sich Ende 2011 der Gesundheitszustand von meinem Vater verschlechtert und mit der Zeit ist es immer schlimmer geworden. Da es nun soweit ist dass ich meinen Vater pflegen muss, lässt mich das Jobcenter nicht zu meinem schwerkranken Vater fahren und verweigert mir eine Härtefallreglung. Herr P./ Herr S. (Teamleiter) / Herr K. (Bereichsleiter). Ja, ein Darlehen wollte mir man wohl geben. Nur, wie soll ich das zurückzahlen, da ich sowieso schon ein Darlehen beim Jobcenter ausgleichen muss. Allerdings sollte das immer noch nicht alles sein. Mir blieb nun nichts anderes übrig, als mir aus der Familie Geld zu leihen (muss zurückgezahlt werden) um zu meinem Vater nach Bremen zu fahren um ihn zu pflegen, da meine Mutter auch schon am zusammenbrechen war. Doch bleiben konnte ich nicht, da die Abgabe und Bearbeitung meins Weiteebewilligungsantrag anstand. Also musste ich wieder zurück nach Saarbrücken. Genau an dem Tag als ich wieder zurück fuhr ging es meinem Vater sehr schlecht, wie ich am Abend erfuhr. Dies verschlimmerte sich noch. Nach etwa14 Tagen bekam ich abends einen Anruf von meiner Mutter, dass mein Vater gestorben sei. Nun bin ich wieder zum Jobcenter um erneut einen Härtefall zu beantragen, damit ich meinen Vater beerdigen konnte. Dies hat man mir wiederum abgelehnt. Erneut bot man mir ein Darlehen an und wollte mich damit weiter in die Überschuldung treiben, was man im Endeffekt sowieso gemacht hat, da ich mir erneut Geld leihen musste (muss auch zurückgezahlt werden) bei einem Verwandten, um meinen Vater würdevoll zu beerdigen.

    Fazit:

    So einige Mitarbeiter verstoßen gegen das Grundgesetz in dem sie die Menschen nicht würdig behandeln. Sie sind nicht in der Lage die Menschen in Arbeit zu bringen von dem man, ohne vom Amt abhängig zu sein, leben kann. Sie versuchten mich in eine sinnlose Maßnahme (erneutes Bewerbungstraining) zu schicken. Das Jobcenter versetzt einen in die Selbstständigkeit ohne Aufklärung. Das sogenannte Einstiegsgeld, um am Anfang einiges anstoßen zu können, bekomme ich nicht. Also sieh zu wie du klar kommst. Es verhalten sich Mitarbeiter der Jobcenter kriminell in dem sie sich unter falschen Namen versuchen sich Erkundigungen einzuholen anstatt sich ehrlich mit den Betroffenen zu unterhalten. Ob ein Elternteil schwer krank ist und man ihn pflegen will geht dem Jobcenter am Hintern vorbei. Was noch viel schlimmer ist wenn ein Elternteil stirbt. Es ist ihnen völlig egal wie man seinen Vater beerdigen kann und ob sie einen in die Überschuldung treiben.

    Ich habe gelernt: Die Würdes des Menschen ist antastbar!

    • Ich könnte NOCH MEHR kurioses, entwürdigendes, von meinen Erfahrungen mit den Jobcentern berichten.
      Einfach nur furchtbar, in welcher Zeit wir leben.

    • Die Würde muss man sich selbst erhalten, so wie man es zulässt sich behandeln zu lassen, wird man auch eingestuft!!

    • „…Was noch viel schlimmer ist wenn ein Elternteil stirbt. Es ist ihnen völlig egal wie man seinen Vater beerdigen kann und ob sie einen in die Überschuldung treiben….“

      Sie Ärmster!!! Ich weiß wovon Sie sprechen, ählich üble Erfahrungen machte ich auch. Mein Beileid und Mitgefühl zum Ableben Ihres Vaters und den skandalösen Zuständen in den Jobcentern.
      Ihr Kommentar macht betroffen. Er beschreibt sehr gut wie gehässig pervertiert diese Bürokratie schon ist. Ja, sie ist genauso unmenschlich, zynisch und höhnisch wie hier beschrieben. So eiskalt, dass einem bei jedem Kontakt das Blut in den Adern gefriert! Aber wer dieses Schädigen nicht mitspielt wird eben „entfernt“, wie auch oft beschrieben wird oder flüchtet selbst. Wer wird dann wohl übrig bleiben?

      Wie viel Zeit und Lebenskraft müssen Leistungsberechtigte pausenlos investieren, um solchen existenzschädigenden Unterstellungen rechtlich wieder beizukommen! Bei dieser Un-Rechtslage, die Vorverurteilung erlaubt, ist schon das Schreiben von Einsprüchen ein Fulltimejob für sich. Was bleibt einem schon anderes übrig, wenn man darauf angewiesen ist, nicht verhungern und in einem Obdachlosenasyl aufwachen will? Was könnte man mit dieser vergeudeten Energie stattdessen alles Sinnvolles tun! Ihrem Kommentar ist auch gut zu entnehmen, wie viel Potential nutzlos verschleudert wird. An Ihnen ginge sicher nicht nur ein Künstler sondern auch ein begnadeter Jurist verloren. Sie hätten sich alles verdient, nur nicht diese würdelose Behandlung. Ich hoffe, sie konnten sich noch rechtzeitig vom Acker machen und diesem Terror entkommen.

      Es ist unfassbar welche Anstrengungen hier unternommen werden, nur um schuldlose Bürger am Überleben und Arbeiten zu hindern! Was für überbordener bürokratischer Aufwand, ja geradezu Verwaltungskrieg gegen wehrlose Menschen betrieben wird, um ja keinem mehr, der in dieser moralischen Krise zwangsläufig in Notlagen gerät, seine zustehende Leistung zukommen zu lassen. Das alles kostet die Steuerzahler Unsummen!
      Beim Schikanieren versuchen sie alles, nur Arbeit und Bildung vermitteln sie nicht.

      Durch Unterstellungen Menschen einsparen! Menschen einsparen! Menschen einsparen! So lautet das offensichtlich das erste und einzige Gebot unserer Verwaltungsburgen, die sich zum reinen Selbstzweck davon ernähren anderen zu schaden. Befördert von einer Wild-West-Gesetzeslage die weitgehend unkontrolliert und intransparent jede Willkür gegenüber Schwächeren erlaubt. Kaum hat man sich einigermaßen von einem Schock erfangen, erfolgt schon der nächste Anschlag auf die Existenz und Würde! Wenn zeitgleich noch andere belastende Lebensumstände und Schicksalsschläge wie Todesfälle, Wohnungssuche, Erkrankungen, Betreuungspflichten für kranke Kinder, pflegebedürftige Eltern, Abzocker aus der Wirtschaft, unbeantwortete Bewerbungen, u.ä. hinzukommen und nur abfällige Bemerkungen fallen gelassen werden, dann ist die Grenze der Belastbarkeit irendwann erreicht. Traumatisches Umklappen, Depressionen und alle anderen Krankheiten sind vorprogrammiert.
      Was uns früher oder später umbringt, ist der ausgeübte Stress! Denn selbst wenn man die Verfahren gewinnt, wer haftet denn für die gesundheitlichen Folge-Schäden und die Entang durch Arbeitsunfähigkeit? Genauso niemand! Dann geht das selbe böse Spiel weiter.
      Armutstreiber und soziale Verunsicherungen sind das, die zwar jahrelang abkassieren aber nicht zahlen wollen, wenn sie gebraucht werden. Verantwortung und Haftung für ihre Schädigungen haben die Neoliberalen allgemein abgeschafft.Das sieht man doch auch wie kaltschnäuzig sie sich am Eigentum der Steuerzahlern bedienen, wenn es um die Rettung ihrer, ach, so „notleidenen“ Giftbanken geht.

      Was für eine Unmoral! Was für ein Albtraum! Was für ein Grauen! Was muss man sich über dieses Unrecht empören! Das ist einfach nur Missbrauch wehrlos gemachten Bürgern! Wo sind die Juristen, die diese Armutsindustrie verhindern? Wohin kamen die Menschen? Wo ist Gott?
      Frau Hannemann kann doch nicht der letzte rechtschaffende Mensch auf dieser Erde sein, der diese Misere kritisiert, die selbst vor unschuldigen Kindern nicht mehr Halt macht.

      Ja, die Würde des Menschen ist antastbar, Entwürdigung macht arm und krank, doch die Deutungshoheit verbleibt noch immer bei uns – und weiterhin nach Immanuel Kant.

      Alles Gute noch und viel Kraft! 

      P.S. Unterschreibt die Europäische Bürgerinitiative für ein Grundeinkommen, damit sich das ändert. Eventuell können wir dann wieder etwas Sinnvolles arbeiten oder noch ein, zwei Jährchen überleben ohne ständig bedroht zu werden: http://basicincome2013.eu/ubi/de/

    • Die Würde des Menschen ist in diesem Deutschland nicht „antastbar“ sondern wird zertrampelt.
      Frau Hannemann wurde aus einem sogenannten „Jobcenter“ entfernt, weil sie sich wagte den Artikel eins des Grundgesetzes für sich in Anspruch zu nehmen.

      „Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.“

  37. In einer Studie des Instituts für medizinische Psychologie der Universität Leipzig ist belegt worden, dass Lanzeiterwerbslose nicht nur ein erhöhtes vorzeitiges Sterberisiko haben, sondern in dem auch steht, dass es ein (leider) normaler Vorgang ist, wenn sich Erwerbslose nach zig erfolglosen Eigenbemühungen selber aufgeben. Schon unter diesem Aspekt ist die Saktionspraxis das Falscheste, was man tun kann.

    http://www.t-online.de/nachrichten/wissen/id_14308684/medizin-arbeitslose-haben-hoeheres-sterberisiko.html

    Unter erschwerten finanziellen Bedingungen und psychisch stark belastenden Umständen eine Beziehung aufrecht zu halten, ist selbst bei der größten Liebe eine starke Zerreissprobe. Für die ganze Familie.

    Wenn ich in all den Jahren nicht einen Menschen an meiner Seite gehabt hätte, der meine ganze Wut und Verweiflung mitgetragen hat, der mich sozusagen coachte, würde ich heute mit großer Wahrscheinlichkeit zu den Menschen zählen, die unter der Brücke schlafen. Es wäre für mich einfacher gewesen, aufzugeben, als diese ganzen Strapazen der Hartz-IV-Maschine durchzustehen. Dieser Mensch konnte mir auch nur helfen, weil er selber in relativ normalen Umständen lebte, aus denen er Kraft schöpfen konnte.

    • Dem kann ich nur zustimmen, sich selbst nie aufzugeben, ist die größte Herausforderung, um die den Hartz-IV-Schriftverkehr zu meistern. Die Schildbürger aus der Literatur lassen grüßen, Psychiatrie-Kuren haben mich über die Jahre gelehrt, die Angelegenheit mit Humor und nicht persönlich zu nehmen. Jeder Jobcenter-Mitarbeiter macht seinen Job halt so gut er kann und von der Behörde vorgegebene Textbausteine zu einem sinnvollen Brief zusammenzubasteln, will halt gelernt sein. 🙂

      • Wenn einem HartzIV Empfänger , sofern er einen/e SB erhält, dem es nur darum geht seine Macht ausspielen zu können, noch immer nicht bewusst wird, er führt einen Kampf aus, wird er automatisch zum Verlierer, weil sich dann schnell Resignation ein stellt., die Kräfte schwinden.!
        Man muss sich einen Weg suchen, der dazu verhilft, diesen Kampf auszufechten, das Mittel, Kenntnisse , guten Anwalt etc etc, aber auch die persönliche Ansicht der Dinge!
        Angst schwächt, bei guter Voraussetzung stärkt sie den eigenen Willen, weil sofort dieses…“Du schaffst mich nicht“(Wut, Ärger, dass Selbstwertgefühl meldet sich) entsteht.
        Als langjährige Sportlerin habe ich meine SB gedanklich auf den Fussballsplatz gesetzt und wie zur aktiven Zeit, ließ ich es nicht ohne Kampf zu, als Verlierer den Platz zu verlassen.
        Wenn dann doch ein Spiel verloren ging, trainierte man umso härter(sich informieren, Fragen stellen etc etc), so lange bis der Gewinn gesichert war.
        Und der kommt, wenn nicht per Urteil, jedoch menschlich für einen selbst!
        Man ist dann kein Bittsteller, sondern nur ein Mensch der seine Rechte fordert, Rechte die man als AN anderen Notleidenden immer gegönnt hatte.

      • Karin Peters,

        der Humor vergeht einem sehr schnell, wenn die Gefahr besteht, mit Kind und Kegel auf der Straß stehen zu müssen., diese Situation wird dann sehr persönlich.
        Das SB nur ihren Job tun ist oftmals nicht zu erkennen, die wirken übereifrig, denn man muss ja den eigenen Arbeitsplatz sichern, steht selbst unter Druck, also gibt man den an selbst hergestellte Schwächere weiter.

    • Das nennt man dann sozial verträgliches Ableben.
      Man treibe Langzeitwerwerbslose nur lange genug in Depression und Selbstaufgabe, dann erledigen sie sich von ganz alleine und die Statistiken stimmen wieder.

      *Achtung! In dieser Antwort liegt Sarkasmus.*

  38. Ein TIP: Jeder Erwachsene und jedes Kind hat einen FREIBETRAG! Nicht nur wenn man Arbeitet, sondern wenn man auch PRIVAT etwas von SEINEN SACHEN VERKAUFT!
    Liebe Familien, sucht euch BITTE!!!!!!! einen Rechtsanwalt!!! Anstatt euch gegen das Job center im Alleingang zur wehr zu setzen!!!!!!!!! Ihr geht seelisch zugrunde!

    Es beschämt mich! mir fehlen die Worte…….. wie traurig!

    Liebe Mitarbeiter in den Job Centern,

    Seid Ihr euch darüber bewusst, das Ihr euch Schuld aufladet? Auch vor Gott?
    Könnt Ihr Nachts überhaupt noch Schlafen?

    Frau Hannemann kann dies!
    Egal was und wo ein Gericht sagt!
    Lassen Sie sich Vertreten vor Gericht, Aber die Presse sollte ruhig dabei sein!

    Unglaublich was sich hier in Deutschland alles Entwickelt hat in den 3 Jahren wo ich in der Schweiz gelebt hatte!!!!

    Kinder sind wehrlos und vom Staat zu schützen! Schauen wir uns doch mal die Kinder und Jugend Gesetze an!

    Nicht zu glauben!

    Ich bin selbst Mami von einem 2,5 Jährigen Sohn!

    Wir haben einen Herzensguten Rechtsanwalt der mit dem Jobcenter alles erledigt, und es klappt reibungslos!

    BITTE sucht euch Rechtsanwälte!

  39. Ich hatte , außer der Familie, meinem Kind, immer verschwiegen, das ich HartzIV Empfängerin geworden bin.
    Denn auch die eitle Familie, die da meint besonders intelligent zu sein,(man ist ja schließlich Geschäftsinhaber und fleissig) hatte anscheinend zu viel RTL gesehen.
    Meinem Kind erklärte ich immer wieder, wie wichtig es für sie sei, niemanden in der Schule zu erzählen von wem wir unser Geld erhalten.Mit 14 Jahren begriff sie das schon und war zum Glück kein Problem für sie, denn sie wusste ja was passiert war.
    Mit 16 Jahre kam das erste Schrieben von der damaligen Arge an sie, sie erhielt einen Termin, den ich wahr nahm, denn ich war nicht bereit sie deshalb vorzeitig aus dem Unterricht zu holen..Mit einer Schulbescheinigung, dass sie noch 2,5 Jahren bis zum Abitur zur Schule gehen wird, war der erste Angriff abgewehrt worden.
    Nach 5 Monaten ein erneutes Schreiben, mein Kind könnte zumindest 3 Std täglich arbeiten gehen, Zeitung austragen etc etc.
    Konnte sie nicht, denn ich ließ von einer Bekannten den Stundenplan kopieren, der aussagte, dass sie 3Mal die Wochen bis 15.25Unterricht hatte, danach Schularbeiten machen musste etc etc.
    Der darauf folgende Monat blieb nicht sanktionsfrei, zwar ohne schriftlicher Benachrichtigung, sondern nur der Kto-Auszug zeigte es mir.
    Der Weg zum Anwalt wurde sofort eingeschlagen, die Sachbearbeiterin ist von ihm angerufen worden, die meinte das ich ein Schreiben bekommen hätte.
    Kurz, das konnte sie nie beweisen, das Gericht reagierte schnell zu meinen Gunsten, die SB war sauer.
    So sauer das wir 2 Monate später mit Schreiben wieder eine Sanktion erhalten hatten, aus dem hervor ging, ich würde schwarz arbeiten.Da dieses nicht der Fall,was auch leicht zu beweisen war, verlor sie auch diesen Prozess.
    Nun trat Ruhe ein , 3 Monate, ich ein Nervenbündel, Tochter wurde in der Schule schwächer, das letzte Aufbäumen begann, als die nächste Sanktion eintrudelte, wegen nicht abgegebener Papiere.Man hatte nie welche von mir erwartet, solch ein Schreiben gab es nicht.
    Also wieder zum Anwalt und direkt zur Polizei.
    Eine Anzeige wegen Willkür, Körperverletzung vorgenommen, die natürlich für den Papierkorb gedacht war, denn nichts anderes machen Staatsanwälte damit.
    Zwischenzeitlich wurde das Geld immer knapper, denn Sanktionen kosten trotzdem Geld, wenn sie aufgehoben werden, weil Banken darauf keine Rücksicht nehmen, da Abrufverfahren, die wegen Geldmangel zurück gehen, auch kosten.
    Ich muss zum ende kommen.Kurz, wir sollten in die Stadtküche gehen, denn schließlich muss ein HartzIV Kind nicht studieren.Sie wurde als Austauschschülerin vorgeschlagen, was man lächerlich als Urlaub ab tat.Egal, dieses Verheimlichen nervt, heute als Studentin erzählt mein Kind selbst von dieser Zeit, aber immer noch nicht gegenüber ehemaligen Schülern“.Ihre Worte, ich schäme mich noch immer und weiß nicht einmal wofür!“
    Was wird unsere Kinder durch die Umwelt einsuggeriert, sie sind weniger Wert, will man ihr Rückgrat unbedingt brechen?

    • Ja, das will die liberale Marktwirschaft. Das Rückgrat aller brechen, damit die, die gebraucht werden, brave Sklaven werden und der Rest an den Umständen ausstirbt. Das ist so gewollt – ohne Wenn und Aber.

    • Ich denke man will nicht das Rückrad brechen,sondern den eigenen Willen!Das schlimmste ist,das die Verantwortlichen irgendwann versterben und das Unheil an den Menschen nicht mehr ertragen müssen.

    • „….sie sind weniger Wert, will man ihr Rückgrat unbedingt brechen?“

      Ja klar! Dieses „Drowngradig“ soll doch den Selbstwert senken. Die Jobcenter sind unsere Ratingagenturen. Sie werten uns ab, bis man mit bester Ausbildung den letzten Drecksjob annimmt oder krank zusammenbricht.
      Das ganze ist ein mutwilliges Bankrott-Kommando, sonst nichts!
      Geld macht man aus Schulden und der Not von Anderen!
      Nicht nur mit uns, auch mit Staaten geschieht das Selbe. So stiegen zB 2011 innerhalb weniger Monate die Negativzinsen der verschuldeten Länder Griechenland, Portugal, Spanien.. von 4,7 auf 17 Prozent!
      Finanzagenten behandeln Staaten schon genauso wie Firmen und machen hohe Gewinne durch die Verluste, Schulden, Privatisierungen und Notverkäufe anderer Länder! Pfui!

  40. Ein wenig Off- Topic aber wichtig:
    „Steinbrück sieht kein Problem in Berufung von Agenda-2010-Kritiker Wiesehügel in Kompetenzteam
    Klaus Wiesehügel und ich wollen Regierungspolitik für 2013 bis 2017 machen und nicht über die Vergangenheit streiten.“

    http://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2013-05/26872911-steinbrueck-sieht-kein-problem-in-berufung-von-agenda-2010-kritiker-wiesehuegel-in-kompetenzteam-003.htm

    Kommentar:
    Na dann hoffe ich mal, dass Wiesehügel ein Problem in seine Berufung durch Steinbrück sieht. Gebot der Stunde wäre jetzt, über die Vergangenheit und Untaten der Agenda 2010 zu streiten und sie aufzuarbeiten. Je früher desto besser. Wir wollen doch alle nicht so lange warten bis vielleicht in 10 oder 20 Jahren vom Bundessozialgericht Presseplätze im größten Sanktionsskandal im SGB II verlost werden müssen weil der Raum nicht reicht. Ein überdachtes Fußballstadium tut es auch, auch heute. Ich kann nur sagen: Wählt sie ab, einfach nur ab. Ich kann diese Wahlkampfverdummungsstrategen einfach nicht mehr ertragen.

    • Steinbrück sieht deshalb in der Berufung von Agenda 2010 weil er Kanzler werden will!
      Steinbrück hat gar nicht die nötige Macht und Mehrheit um das wirklich machen zu können. da würden Ihm seine „Freunde“ aus der Industrie schon aufs Dach steigen.

      Steinbrück ist eine Witzfigur, die hoffentlich bald verschwunden ist- samt Anhang aus der SPD.

    • Richtig!
      Wir lassen lieber CDU/FDP/GRÜNEN verstärkt weiter machen!

  41. Liebe Frau Inge Hannemann,

    heute hatte ich mir vorgenommen Ihren letzten Artikel zu kommentieren und dazu sieben Stichworte notiert. Es ist mir nicht gelungen auch nur eine Zeile oder ein Wort zu finden das ich streichen konnte. Außer Ihren ersten Satz, den hatte ich umformuliert in:
    – „Nein, keiner kann mehr sagen, er hätte von nichts gewusst.“ –
    Dieser Satz – oder auch diese beiden Sätze – haben mich ein Leben lang begleitet und beschäftigen mich noch immer. Wie oft habe ich mit meinem Schwiegervater über diesen Satz diskutiert und es war vollkommen ausgeschlossen, dass für meine Generation so ein Satz wieder zu der elementaren Kernfrage werden konnte – irgendwie unbemerkt, ausgeblendet, verdrängt, untergetaucht, blind. – Das beschämt auch mich.

  42. Ich muss da auch mal was zu Scham, Wut und Hilflosigkeit loswerden. (Familie mit zwei Kindern)

    Anfang März stellte ich einen Antrag zu ALG2, einen stellte meine Frau vor einem Jahr.
    Wieder einmal fehlen Unterlage, nach dem Mitarbeiter der ARGE.
    Eigentlich ist alles abgegeben doch wenn er nun mal nicht will, dann verlangt er halt noch genauere Angaben. Da wir zur Zeit der Abgabe gerade noch 12 EUR für 3 Wochen und mit 4 Personen hatten, fragte ich nach einem Lebensmittel-Gutschein. Ich solle dahin gehen, wo ich bisher auch Hilfe gefunden habe, er würde mir nicht trauen und sich nach einem Vorgang vor einem Jahr erinnern.
    Damals mußten wir das Sozialgericht aufsuchen und eine Einstweilige Verfügung beantragen um überhaupt etwas zu bekommen. So wurde zumindest ALG1 über einen Monat später, aber immer noch früher gezahlt, da wir eine Speere von 3 Monaten hatten, ALG2 gab es damals für uns nicht, obwohl das Geld nicht reichte. Wir haben uns dann aber auch nicht mehr gekümmert, wir haben uns selbst immer irgendwie geholfen.

    Nachdem er mich also auch diesmal wegschickte, habe ich die Agentur bisher noch nicht wieder aufgesucht. Meine Frau hat zum Glück erst einmal wieder Arbeit. Der Lohn reicht zwar auch hinten und vorne nicht und es ist reine Glückssache wenn er überhaupt reicht, doch noch geht es halbwegs.

    Halbwegs, da unsere Tochter schon zweimal beim Schwarzfahren mit dem Bus zu Schule erwischt wurde und wir unseren Kinder aber auch rein gar nichts ermöglichen können.
    Bei uns gibt es keine Geburtstage, Weihnachten, Ostern oder irgendein anderes Fest. Das wir mir Löschern in Unterwäsche und Stümpfen herumlaufen ist für uns normal. Nie mal ausgehen oder am Wochenende wohin fahren, nie mit anderen sich treffen können, da Geld fehlt.
    Leider haben die Kinder Schulkameraden die zum Weggehen meist Geld dabei haben, so bleiben unsere Kinder immer Zuhause. Wir können ihnen aber auch sonst nichts ermöglichen.

    Zweimal waren wir unmittelbar vor einer Zwangsräumung und auch im Moment sieht es alles andere als rosig aus.

    Bisher habe ich dennoch nicht an dem Antrag weitergearbeitet, ich habe auch Angst davor, das man mi sagt: „Sie haben jetzt zwei Monate nichts getan um den Antrag durchzubringe, sie brauchen scheinbar keine Hilfe.“ Es wird bestimmt versucht uns zu sanktionieren, obwohl wir ja bisher keine Leistung bekamen. Ich kann auch irgendwie mit dem Sachbearbeiter der Leistungsabteilung nicht mehr, gerade nach seiner Bemerkung. Ich setzte mich viel in Internetforen und sozialen Netzwerken ein, doch für uns kann ich irgendwie nicht sorgen. Ich habe eine große Blockade in mir, will mich nicht abhängig machen.

    Unsere Tochter ist auch schon letztes Jahr, wegen unserer Situation abgehauen und gegen mich gibt es bezüglich ihr, eine schwebendes Verfahren. Ich war selbständig, doch Anfang Dezember 2012 hat man mir, auf Grunde einer Aussage meiner Tochter, all meine PC’s und diverse andere Hard- und Software beschlagnahmt.

    Es bei uns ein wenig kompliziert, ich könnte darüber ein Buch schreiben, habe keine genaues Konzept um das alles hier zu beschreiben. Hätten wir nicht einen guten Freund, der in uns inzwischen ca. 30 000 EUR investiert hat, ich weiß nicht wo wir jetzt wären.

    Die machen sich das auf den Ämtern oft zu einfach. Die Menschen und deren Leben sind einfach sehr komplex, wir sind keine Einheitsmenschen, so sollte man uns auch nicht wie Einheitsbrei behandeln.
    Dummer weise gibt es für viele Dinge einfach kein Formular.

    Unser Leben ist heute schon ruiniert, was aus den Kindern werden soll weiß ich nicht. Auch ich lebe nur noch für die Kinder, da hatte ich für mich schon einen Beschluss getroffen und fast realisiert, nur mein Sohn hält mich von der Umsetzung ab.

    • Aus unseren Kindern wird etwas werden, solange wir für sie da sind und mit allem Respekt, wer besitzt die Frechheit zu behaupten, dass unser Leben ruiniert sei. Mein Sohn bedeutet das größte Glück für mich auf Erden. Von Ruin kann also überhaupt keine Rede sein !!! Bitte reden Sie sich nie, nie, nie wieder selbst ein. Mein Sohn hat am Muttertag auf seiner Facebook-Seite folgendes gepostet: „Teile dieses Herz, wenn Du auf Deine Mutter ganz stolz bist“ – Sie können sich sicher vorstellen, wie stolz ich auf mein Kind war, dass es trotz Hartz-IV-Lebensbedingungen zu so einer selbstbewußten Aussage in der Lage ist. Kein Jobcenter der Welt kann die Erziehungsarbeit von Vätern und Müttern bezüglich der zukünftigen Generation von Staatsbürgern sanktionieren. Vielleicht sollten besagte Mitarbeiter mal darüber nachdenken, wer in Zukunft die Kohle in Form von Lohnsteuer für ihre Rente erarbeiten wird … Ich weiß jedenfalls, dass „mein“ Sohn für „meine Sozial-Rente“ seinen Beitrag als einer der Besten seiner Klasse jetzt schon „leistet“. Schließlich haben wir diese Kinder bekommen/gezeugt und stehen zu unserer Verantwortung als Eltern, egal ob mit oder ohne Arbeit auf dem ersten, zweiten, dritten, hartz-vierten Arbeitsmarkt. 😉 Ihnen & Ihrer Familie wünsche ich weiterhin viel Kraft & Frohe Pfingsten.

      • Dirk Müller,

        oftmals ist es einfacher für andere zu kämpfen, als für sich selbst.Wenn dieser Moment bei mir entstand, sah ich nur meine Tochter an, wie sie gerade voller Übermut durch die Wohnung sauste, weil sie in großer Vorfreude, auf ihre Spielkameraden wartete.
        Und doch, man kann Kindern etwas bieten, der Aufbau von Selbstbewusstsein kostet kein Geld, dass Verhalten der Eltern in Notlagen wird sie sehr formen, in der Zeit lernen sie durch Zugucken wie man Probleme bewältigt, meine lernte die Natur real kennen, nicht aus Büchern..
        Und als es einmal ganz knapp wurde, diese kleinen Hände die Spardose fest hielt, sie mir sie reichte und meinte, Mama hier, jetzt könne wir in Urlaub fahren, du liebst doch das Meer, da floss ein Meer von Tränen, wie schön das sie nicht wusste, für gezählte 7,32€ kommen wir nicht weit.
        Aber bis zum ihrem geliebten Eismann schafften wir es trotzdem.
        Und wenn man für sie nicht kämpft, für wen dann?
        Ich kann Ihnen versprechen es lohnt sich, denn noch gültige Gesetze werden es nicht schaffen unsere Kinder chancenlos werden zu lassen, wenn wir Eltern es nicht wollen.Dei Präorität ist nicht auf Güter ausgerichtet, sondern auf das Menschliche.
        Natürlich schmerz es Geburtstage, Weihnachten kaum ausrichten zu können, selbst kaum noch Kleidung zu haben, deshalb die Wohnung nicht mehr verlassen zu können, dass ändert sich doch auch nicht ,wenn die Kinder aus dem Haus sind.
        Erträglich macht alles doch nur der Erfolg der Kinder und ist es nicht erfolgreich,was man darunter auch verstehen mag, na und , es bleibt doch wenigstens ein Kind mit gut ausgeprägter Menschlichkeit versehen!

      • Frau Peters,

        „Schließlich haben wir diese Kinder bekommen/gezeugt und stehen zu unserer Verantwortung als Eltern, egal ob mit oder ohne Arbeit auf dem ersten, zweiten, dritten, hartz-vierten Arbeitsmarkt. “

        Wie richtig,
        doch so frage ich mich, wo sind die Eltern der Mio Kinder,wieso bleiben sie still, sind sie zu sehr mit dem Alltag beschäftigt, wo bleibt ihr Verantwortungsgefühl, wieso gucken sie zu, obwohl, wenn dieses HartzIV nicht abgeschafft wird, sie es ihnen vererben?

        „Aus unseren Kindern wird etwas werden, solange wir für sie da sind und mit allem Respekt, wer besitzt die Frechheit zu behaupten, dass unser Leben ruiniert sei.“

        Das sehe ich differenzierter, denn Kinder die Lernschwierigkeiten haben, werden kaum Chancen erhalten, denn den Eltern fehlt es dann an Geld,um privat etwas nach helfen zu können.
        Das Leben als Elternteil ist ruiniert, die Altersvorsorge teilweise, zwangsweise aufgebraucht, vom sozialen Umfeld ausgeschlossen, Hobbys, egal ob teuer oder billig, ad acta gelegt, der triste Alltag zerrt an den Nerven.

  43. „Während meiner Reise erkannte ich, dass ich den Anspruch auf Objektivität über Bord werden muss, wenn ich meinen Gesprächspartnern gerecht werden wollte. Ich hörte Lebensgeschichten, die sich in aller Unterschiedlichkeit in einem Punkt glichen: Leben ist nicht das, was man erwartet, sondern das, was passiert. Ich akzeptierte, dass zum Verständnis des Schamlands nicht Realismus, sondern erzählerische Wahrheiten beitragen. Ich erkannte, dass die wesentlichen Fragen und Antworten in dieser Welt nicht an Fakten und Beweisen, sondern an Biografien und Geschichten hängen.

    Und diese Geschichten folgen alle einer ähnlichen Dramaturgie: Für viele ist Hartz-IV die existentielle Entlassungsurkunde aus der Mehrheitsgesellschaft. Früher oder später überschreiten sie eine magische Grenze, hinter der sich die Tafeln als vermeintlich letzte Lösung aufdrängen. Gerne werden deshalb Hartz-IV-Empfänger von Behörden auf die Tafeln verwiesen. Doch allein beim Gedanken an eine Tafel legen die meisten einen inneren Schalter um. Das eigene Leben rattert durch die imaginäre Rechenmaschine des sozialen Vergleichs. Am Ende wird ein tristes Ergebnis ausgespuckt: versagt!“

    http://www.heise.de/tp/artikel/38/38915/1.html

  44. Ich fage mich wann die „Obrigkeit“ endlich erkennt wohin Scham und Demütigung führen können.
    Ein gewisser Verbrecher unserer jüngsten Geschichte begründetet seinen Erfolg nicht zu letzt
    auf Vorgennantes.

    Jakob Peter Esser

    • Entschuldigung, aber gemäß unserer demokratischen Staatsverfassung (Artikel 20 Abs. II Grundgesetz: „Die Staatsgewalt geht vom Volke aus“) gibt es keine Obrigkeit mehr. – Klar, es gibt da Leute in der Politik und der Verwaltung, die leben gerade so, die spielen die Obrigkeit und spielen das auch in aller Breite und Härte aus.

      Aber an uns, dem Volk, dem wahren Souverän, liegt es, ihnen ihre Grenzen aufzuzeigen: Halt die Gosch, du Staatsknecht bist mein Angestellter und nicht mein Vorgesetzter, Vormund oder Elternteil. ICH bin das Volk, ich bin der Staat!

      Merke: alles, was da im Grundgesetz geschrieben steht, ist erst mal nur niedergeschrieben. Verwirklicht werden muß es vor allem von uns. Verteidigt werden muß es von uns. Auf die, die meinen einen neuen Obrigkeitsstaat schaffen zu können, kann man sich in dieser Hinsicht nun wirklich nicht verlassen.

  45. Als ich meinen letzten 1-Euro-Job machte, war ein paar Wochen eine Mutter meine Kollegin, die dort eine Strafe abarbeiten durfte statt dafür ins Gefängnis zu müssen. Sie hatte nicht angegeben gehabt, dass eine ihrer Töchter durch das Austragen einer Zeitung ein wenig Taschengeld verdient hatte .. das ist in Deutschland Betrug und da sie vergass, die Geldstrafe zu zahlen, wäre diese Mutter deshalb fast im Gefängnis gelandet, hatte dann nur noch das Glück, so die Tagessätze abarbeiten zu können … sich Taschengeld verdienen dürfen Kinder von Hartz-IV-Empfängern nämlich auch nicht.

    LG
    Renate

  46. Doch, dürfen sie. Aber dazu braucht Mama starke Nerven und muss ihnen dann nämlich erklären, warum trotzdem nicht mehr Geld zur Verfügung steht. Und somit bekommt Mama noch mehr Streß mit pubertierenden Kindern und die Kinder lernen schnell, dass ehrliche Arbeit sich nicht lohnt.

    Wenn man vom Betrügen reich werden will, muss man in einer anderen Liga spielen. Zum Beispiel bei der Deutschen Bank. Zitat aus nachfolgendem Fimbeitrag: “ …. ausgerechnet der ehemalige Deutsche Bank Chef Ackermann war jahrelang enger Berater der Kanzlerin“ (wörtlich bei Minute 7:00)

    Noch schöner wird´s hier:

    Und schlussendlich die deutsche Bank und Parteispenden:

    „Die Deutsche Bank gehört zu den größten juristischen Spendern in Deutschland und hat von 2000 bis 2009 bereits mehr als 4,4 Millionen Euro an die Bundestagsparteien gespendet.[118] Der Hauptanteil dieser Spendensumme (etwa 60 %) kommt der CDU zugute.“
    Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Bank

    Über Peter Hartz und sein Gerichtsverfahren mag sich jeder selber informieren.

  47. Doch, dürfen sie. Unten im Artikel steht was zu Ferienjobs und Frau Hannemann weiß dazu sicher mehr:

    http://www.n-tv.de/ratgeber/Vorsicht-bei-Geldgeschenken-article4124911.html

  48. Frau B.
    Wenn Kinder lernen, dass ehrliche Arbeit nicht mehr lohnt, haben sich die Eltern dahinter versteckt, denn dann müssten sie nicht einmal mehr in die Schule gehen.
    Welche Weisheit gibt man ihnen mit?
    Man kann ihnen trotz aller Widrigkeiten doch Ehrlichkeit vor leben, ihr soziales Verhalten prägen doch die Eltern, erst dann kommt das Umfeld!
    Mein Kind hatte gelernt, übt es mehr(Schule, Sport etc etc) hat es Erfolg, gilt die Arbeit eines Kindes denn gar nicht?
    Ist dieses Kind erwachsen, weiß es doch, Fleiß lohnt auch heute noch, wie kann man ihm suggerieren, ehrliche Arbeit lohnt sich nicht, oder setzen Sie Lohn-Arbeit gleich?

  49. @sugar base

    Wenn sich ehrliche Arbeit lohnen würde, gäbe es kein Hartz IV. Haben Sie es jetzt verstanden?

  50. Weshalb eigentlich ein 1€ Job, musste das sein, so verhilft man dem Staat, Organisationen, seine Aufgabe auf uns abzuwälzen, denn bisher heiß es immer, ein 1€ Job muss gemeinnützig sein!?

  51. Frau B

    Selbstverständlich habe ich Sie verstanden, bin nur anderer Meinung , nicht bereit Kinder schon gedanklich zu vergiften, denn wir wollen doch alle hoffen, dass sich die heutigen Erwachsenen, auch für ihre Kinder, von dieser Geisel HartzIV befreien, denn nur durch dieses Gesetz waren die kolossalen Lohnsenkungen möglich gemacht worden.

  52. Frau B.
    Selbstverständlich habe ich Sie verstanden, bin nur anderer Meinung , nicht bereit Kinder schon gedanklich zu vergiften, denn wir wollen doch alle hoffen, dass sich die heutigen Erwachsenen, auch für ihre Kinder, von dieser Geisel HartzIV befreien, denn nur durch dieses Gesetz waren die kolossalen Lohnsenkungen möglich gemacht worden.

  53. @Renate Hafemann: Leider wird man bei ALG2 als Bedarfsgemeinschaft gesehen, jeder Zuverdienst wird abgezogen vom Anspruch. Wo da das Fördern bleiben soll ist da die große Frage? Mit dem Fordern tut sich die Arge leichter.

    Ein Zuverdienst der Kinder wäre doch sinnvoll, wenn sie es selber wollen, warum verwehrt man das den Kindern von ALG2-Empfängern? Die Kinder würden doch durch so einen Verdienst den Umgang mit Geld sehr gut lernen können und lernen Verantwortung für etwas zu übernehmen.

    Das die gute Frau dann auch noch hätte ins Gefängnis gehen sollen ist das aller letzte.

    Wir sollten daher schnellstens etwas gegen Hartz IV unternehmen.
    Eine Lösung werde ich später hier vorstellen, doch erst muß ich mich mit ein paar Leuten unterhalten.
    Ich kenne da Menschen die bereits etwas gutes unternehmen und nach ein paar Gesprächen, wenn es spruchreif ist, werde ich es hier im Blog posten.

    LG.
    Dirk

  54. Ein gutes Beispiel für das unmenschliche Hartz 4 System. Wieviel Menschenverachtung gehört dazu, Kindern ein selbstverdientes Taschengeld wegzunehmen. – Und seit gestern sollen wir Mitleid mit Steinbrück haben, den sein eigenes Glück zu Tränen rührt und damit um die Stimmen buhlt, die er mit seiner Schröder-Agenda zurecht verloren hat.

  55. […]
    wie kann es sein das eine Frau ihr Kind, ihre finanz. und soziale Existenz und über 25 kg in fünf Monaten verliert (ich habe eine Essstörung aus einem halben Jahr Sanktions- und Bescheidänderungs Flut als Dankeschön inkl. Gewichtsverlustdiagnostik und der Meldung von zwei Ärzten das ich das unbedingt wieder hinbekommen muss… man gab mir zwei Jahre ich bin vor zwei Monaten dreißig geworden die zwei Jahre sind diesen Sommer rum und habe Angst, ich bin stark, aber mein Hungergefühl ist weg.. es ist nicht leicht da wieder raus zu kommen… alles weil ich keine Familie habe und alleinerz. bin/ war)

    ein dreiviertel Jahr Kampf gegen die Mobbing-Aktionen, vier Jahre zu unrecht falsche (0,00789% ige) Förderung, aus 2011 ca 1.000 EUR zu Unrecht gekürzte Gelder und Sanktionen,

    nun Du hast die Wahl, Friss und stirb oder mach Dich schlau und durchschau…

    hätte ich mich nicht zur Hobby-Juristin entwickeln MÜSSEN=wäre ich dumm gestorben. Wenn man sowas erlebt. Beweise mal das Willkür ist.

    es geht nicht darum Parag. aus dem GG im SGBII anzuwenden, sondern darum das man weiß was seine Rechte und Pflichten im SGBII genau beinhalten um sich im Falle des Falles wehren zu können. Die Mitarbeiter des JC wissen genau mit wem Sie es machen können und mit wem nicht. Wer seine Rechte kennt wirkt sicherer, das alleine Reicht schon sich gewisse Dinge vom Hals zu halten, man muss sich spätestens dann bewusst sein, das es besser ist im pers. Gesräch „sich lieber auf die Lippen zu beissen als zu reagieren, man spürt ob´s Sinn macht oder ob man mit Anschuldigungen und Nicht-Glauben geknächtet wird.

    Und sich im SGB auszukennen und hilfreiche Tipps im Heuhaufen zu finden setzt eben auch ne gewisse Sichweise auf´s wirkliche Geschehen voraus. […]

    °°°Frohes schaffen ohne dämliche Machenschaften°°°

    Eure Rosé

Trackbacks

  1. Vergewaltigung der Menschenwürde per se – Kinder in den Jobcentern | Schnanky
  2. Vergewaltigung der Menschenwürde per se – Kinder in den Jobcentern | mein name ist mensch
  3. Zeitenwende? Gedanken zu Pfingsten. | Der Nachrichtenspiegel
  4. Nicht die Kinder › By Horst Schulte › Netzexil
  5. Aufgelesen und kommentiert 2013-05-21 - Duckhome
  6. Hinweise des Tages | NachDenkSeiten – Die kritische Website
  7. Anonymous
  8. 61398: ALG II und Kinder/Jugendliche
  9. Hartz-IV Sippenhaft: Vergewaltigung der Menschenwürde | mein name ist mensch
  10. Vergewaltigung der Menschenwürde per se – Kinder in den Jobcentern | Karteikarte
%d Bloggern gefällt das: