Sehr geehrte Abgeordnete! Ein Brief für Berlin!

Bundestag Berlin

Bundestag Berlin

Diese Tage erhielt ich folgendes Schreiben an die Abgeordneten in Berlin. Mit freundlicher Genehmigung der Verfasserin veröffentliche ich diesen hier.

Sehr geehrte 

ich bin in einer Bürgerinitiative in Berlin aktives Mitglied und verfolge momentan sehr aufmerksam die Geschehnisse um Inge Hannemann, Jobcentermitarbeiterin in Hamburg. Diese hatte hier in Berlin vor kurzem einen Vortrag über ihre Tätigkeit dort sowie ihre Aktivitäten für eine menschenwürdigere Behandlung der Hartz-IV-Berechtigten gehalten. 

siehe:

 http://www.youtube.com/watch?v=utfDH2czup0&feature=youtu.be. 

Der Sinn ihrer Aktion liegt darin, das menschenrechtswidrige Tun des Jobcenters von innen her – als „Arbeitsvermittlerin“ – aufzuzeigen und gleichzeitig zu zeigen, wie man als Jobcenter-Mitarbeiterin trotz aller menschenrechtswidrigen Vorgaben und unter voller Achtung der Würde ihrer „Kunden“ diese auf ihrem schwierigen Weg zurück ins Arbeitsleben begleiten KANN.

Fernsehen, Internet, Zeitungen sind voll mit Berichten von Menschen, die durch Hartz IV erniedrigt, genötigt, sanktioniert, obdachlos gemacht und bis zum Tod getrieben worden sind. Niemand kommt mehr ernsthaft auf den Gedanken, dass Hartz IV noch irgendwie mit den Menschenrechten kompatibel sei. Und trotzdem entsteht kein Aufschrei in der Politik.

Wo sind die Politiker in der CDU, der FDP, den Grünen und der SPD, denen die Verfassung deren Artikel Inge Hannemann in ihrem Büro sichtbar gemacht hat – noch etwas bedeutet? Und welches Recht haben sie, in Deutschland zu regieren, wenn sie dies anders als ausschließlich im Sinne der durch die Verfassung gegebenen ehernen Grundsätze tut?

Mut und Phantasie hat Inge Hannemann bewiesen, um die Würde ihrer “Kunden“ zu schützen. Und eine unvergleichliche Offenheit und Unerschrockenheit innerhalb ihrer Behörde – und, als dies nichts brachte, auch außerhalb derselben, als es darum ging, die Probleme in ihrer Behörde anzugehen.

Jetzt soll SIE sich für ihr Tun rechtfertigen
MUSS SIE DAS WIRKLICH?
Oder müssten nicht vielmehr die Behörden sich rechtfertigen, wie es kommt, dass sie permanenten Verfassungsbruch begehen?

Diese Fragen stelle ICH mir immer mehr und mit mir viele tausend von Ihnen regierte Mitbürger, die immer mehr das Gefühl haben, von unseren Regierungsvertretern in keinster Weise mehr menschenwürdig vertreten zu werden. Viele haben nur noch das Gefühl, für die Gier und Machtbedürfnisse einiger weniger privilegierter Menschen herhalten zu müssen – z.B. durch die Einführung des Hartz-IV-Systems und dem damit immer mehr aufkommenden Niedriglohnsektor, der Hofierung des Finanz- und Bankenwesens etc………………………………

Ich bin übrigens keine Hartz-IV-Empfängerin, kann jedoch aus meinem menschlichen Empfinden heraus bei diesem System nicht mehr ruhig mit zusehen, weshalb ich Ihnen diesen Brief geschrieben habe.

In der Hoffnung, dass meine Zeilen ein wenig zum Nachdenken anregen und daraus resultierend evtl. etwas für unsere Gesellschaft bewirken

verbleibe ich

mit freundlichen Grüßen

Christa May

Bild: Bundestag Berlin – Inge Hannemann

Erste Reaktionen der Abgeordneten:

Auszug Mail, mit freundlicher Genehmigung durch C. Buchinger:

(…) „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Jobcentern sind entweder Beamtinnen und Beamte oder als Angestellte auf die Verfassung vereidigt. Sie sind daher eigentlich verpflichtet, wie Frau Hannemann zu handeln. Ich hänge Ihnen Wolfgang Gehrckes Infobrief an, dort (ziemlich weit unten) nimmt er kurz Stellung zu Frau Hannemann.“ (…)
Mit den besten Wünschen von Wolfgang Gehrcke MdB DIE LINKE und auch von mir persönlich
i.A. Christel Buchinger

Büro MdB Wolfgang Gehrcke, Fraktion DIE LINKE äußert sich in seinem Infobrief „Ca ira – vierundfünfzig vom 14. März 2013

Infobrief W. Gehrke v. 14. März 2013 - Ausschnitt

Infobrief W. Gehrke v. 14. März 2013 – Ausschnitt



Kategorien:Arbeitsmarktpolitik, Berlin

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26 replies

  1. Sehr geehrte Frau Hannemann,
    möchte Ihnen nur dringend anraten, sich von der R. Boes Kampagne zu distanzieren. Der Mann versteht es nämlich, alles niederzureißen, was mühsam aufgebaut wurde.

  2. @Rudi, statt hier hohle und sich wieder sprechende Phrasen zu dreschen, solltest du dich lieber
    mit den Expertenmeinungen auseinandersetzen.
    Oder reicht es dazu nicht?

  3. Statt sich zu solidarisieren, zerfleischt man sich hier. Ich kann solche Diskussionen absolut nicht nachvollziehen. Genau deshalb funktioniert dieses System der Ungerechtigkeit so gut. Nach oben ducken und nach unten immer schön in die Waden beißen. Wenn wir diesem Zeitalter einen Namen geben, dann schlage ich vor es als Zeitalter des Egoismus und der Menschenverachtung benennen. Ansonsten kann ich mich Herrn Tornow nur anschließen, eine Regierung die permanent gegen die Menschenrechte verstösst und das Grundgesetz missachtet sollte zurücktreten. Wie kann man einerseits diesen Schwur ableisten:

    Ich schwöre, dass ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde. So wahr mir Gott helfe.

    Andererseits tut man genau das Gegenteil. Gemehrt wird das eigene Vermögen und das der Oberschicht, gegen das Grundgesetz wird per Gesetz verstossen und von Gerechtigkeit für jedermann kann ja wohl beim besten Willen nicht die Rede sein. Ja und man verstösst nicht nur dagegen, man stiftet auch noch andere Menschen dazu an, sich derart menschenverachtend zu verhalten. Das ist nicht fördern und fordern das ist fordern und mobben. Das sind mafiöse Strukturen die durch Lobbypolitk einen großen Teil des Volkes unterdrücken damit die Wirtschaft davon profitiert. Warum sitze Herr Clement bei Addecco, warum sitzt Herr Schröder bei Gazprom? Weil sie für diese Unternehmen Politik machen und nicht zum Wohle des Vokes.

  4. Eine herrliche Diskussion, die genau die Probleme zeigen,die sich, wenn die Karre weiter so laufen wird, in nonverbalen Auseinandersetzungen einmünden wird. Auf der einen Seite die Gutmenschen mit Verständnis für jede Lebenslage und dem Ruf nach sofortiger und unbedingter Hilfe für alle Menschen, denen Böses wiederfahren ist, egal ob selbst verursacht, Schicksalsschlag oder einfach Pech gehabt zusammen mit den Anspruchstellern, die bar jeder Grundlage Forderungen stellen, die einem Arbeitenden nie in den Sinn kommen würden. Das man vielleicht in seinem Leben mal was grob verkackt hat und nun da wieder rauskommen muß, wird garnicht mehr in Erwägung gezogen. Das es ungerecht zugeht, man entlassen wird, obwohl man doch immer fleißig war, auch die Selbstständigkeit lief gut, nur dann..waren wieder die Anderen Schuld. Das Leben ist nicht immer gerecht, auch sterben tun manche vor der Zeit, obwohl sie nie geraucht oder gesoffen haben. Das Wort heißt Selbstverantwortung mit Höhen und Tiefen und kein Schrei nach Ämtern, Gericht und bösen Angestellten nimmt den Betroffenen die nötige Einsicht ab, jetzt und sofort zu erkennen, das das alte Leben vorbei ist und niemand anders als man selbst daran etwas ändern kann. Jedem der meint die Mitarbeiter seien vorsätzlich gegen die Antragsteller sei gesagt, das dem nicht so ist. Eine Hospitation bei einem Arbeitsvermittler irgendwo….würde jedem klar vor Augen führen und vor allem hörbar machen, was Ellen meint. Wir können nicht für alle Lebenslagen Gutscheine und Gelder ausgeben, es muß niemand hungern und frieren, aber im Anzug durch die Gegend reisen auch nicht. Wer in vergangenen Einkommens-und Arbeitsverhältnissen schwelgt, kommt nie wieder in Arbeit. Und wer als Helfer bis jetzt gut durch gekommen ist, hat jetzt nicht viel Chancen, in China wird der Kram fürn Euro hergestellt. Diese maßlose Überschätzung der eigenen Persönlichkeit, der Fähigkeiten und den zustehenden Mitteln treibt irrwitzige Blüten, es werden Anträge auf Urlaubs-und Weihnachtgeld gestellt und eine Erhöhung des “ Hartz 4-Gehalts beantragt.
    Als Kind durfte, wer fett und doof war nur ins Tor oder war Auswechselspieler, wurde er dünner und klüger, war eine Halbzeit schon mal drin. Kinder sind darin hart und ehrlich, aber keiner fand etwas dabei. Heute wollen alle Stürmer sein, nicht ausgewechselt werden, suchen sich keine neue Mannschaft, sondern gnatzen rum und heulen, wenn es ungerecht zugeht.
    Ich bin auch keine Befürworter des jetzigen Systems, denn für beide Seiten sind durch dieses Konstrukt Grenzen erreicht. ALs Antragsteller ist die Kenntnis jeder gesetztlichen Grundlage gefordert, was viele einfach überfordert, der Mitarbeiter soll Vermittler, Psychologe, Schuldenberater, Kulturdolmetscher,Erziehungsbeistand,Autosachverständiger, Mietpreiskenner, Mediator, Pädagoge, Deeskalator, Schriftkundiger, Erzieher und Beistand sein, manchmal kann er aber die Mischung aus Halbwahrheiten, Leid, Gestank und Geschrei einfach nicht mehr aushalten.

    • @Rudi, genau deine Meinung vertritt auch die Bild.

      Dazu einige Expertenmeinungen, von dem Sozialrichter Jürgen Borchert : „Warum die Agenda 2010 als Erfolg begriffen wird, ist mir ein Rätsel“:
      http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/sozialrichter-juergen-borchert-warum-die-agenda-als-erfolg-begriffen-wird-ist-mir-ein-raetsel-1.1623776
      von Wolfgang Nešković (Richter am Bundesgerichtshof):
      Sanktionen bei Hartz IV: unbedingt verfassungswidrig! – Ein Gastbeitrag von Wolfgang Neskovic und Isabel Erdem:
      http://sozialrechtsexperte.blogspot.de/2012/05/sanktionen-bei-hartz-iv-unbedingt.html
      und Michael Schlecht (MdB » Chefvolkswirt Bundestagsfraktion DIE LINKE):
      „muss die Einschüchterung der Beschäftigten durch Leiharbeit, Befristungen und vor allem durch das Sanktionsregime von Hartz IV gestoppt werden”, erklärt Michael Schlecht“:
      http://www.michael-schlecht-mdb.de/deutsches-lohndumping-gefahrdet-europa.html#more-3562

      • ..und die hat manchmal Recht. Wer hier Zitate und angebliche Experten bringt, hat nichts verstanden. Wieder wird auf Andere verwiesen, bis da sich was ändert, ist der regungslose Hartzer verhungert. Und die Linke, als Nachfolger und Verwalter der kommunistischen Mißwirtschaft sollte sich zu solchen Themen garnicht äußern. Nochmal, ich bin auf keinen Fall Verfechter dieses Systems, und ich erlebe täglich, was es aus Menschen macht, nämlich handlungsunfähige und realitätsfremde Forderer, deren höchster Beitrag zur Veränderung es ist ein paar Zettel zu beschreiben, wo Bewerbung draufsteht. Dort hinzugehen, am nächsten Tag ggf. schon dort anfangen zu können, unmöglich; man hat noch Termine, der Hund will versorgt sein, die Schwiegermutter muß noch zum Arzt. Selbst Angebote dies sofort mit dem Menschen zu erledigen, damit der Job angetreten werden kann, sind zum Scheitern verurteilt. Auch für 6,50€ braucht niemand mehr arbeiten, wer aber schon lange im Netz hängt, nichts gelernt hat, seine Kulturtechniken an den Nagel gehängt hat, ist halt weiterhin der Helfer; basta. Wirkliche Fachkräfte, die nach Studium oder Firmenpleite temporär Bezieher werden, sind nach 4 Wochen wieder weg. Sicher sind die Entwicklungen mit Zeitarbeit und Lohndumping fatal, wo gibt es noch den Handwerker, der seine 3bis 5 Angestellten hat, die gutes Geld verdienen und der seinen dicken Benz fährt? Aber statt am System permanent herumzuklagen, Widersprüche zu verfassen, Rechtsanwälte zu beauftragen, wäre die Zeit besser genutzt, in dem man sich selbst aus dem Dreck holt, anstatt wieder auf mangelnde Hilfe zu verweisen.
        Man muss es erlebt haben, die Leidensmienen wegen Rücken, die sich mit Verlassen des Jobcenters in ein Lächeln verwandeln, der Arbeitgeber, der bereits 2 Jahre einen Bauhelfer sucht und es nunmehr aufgibt, sich die Stempelsammler anzutun….ein Irrsinn, der weltweit einmalig ist!

      • „und ich erlebe täglich, was es aus Menschen macht, nämlich handlungsunfähige und realitätsfremde Forderer“

        Und was fragt sich dann wohl erst der Leser Ihrer Einlassungen?

        „Man muss es erlebt haben, die Leidensmienen wegen Rücken, die sich mit Verlassen des Jobcenters in ein Lächeln verwandeln“

        Und Sie stehen dort vor Ort und dokumentieren das?

        „der Arbeitgeber, der bereits 2 Jahre einen Bauhelfer sucht und es nunmehr aufgibt, sich die Stempelsammler anzutun“

        Dem wäre zu empfehlen eine reguläre Arbeitskraft und keinen „Helfer“ zu suchen, also keine Löhne zu drücken und nach Tarif zu zahlen, dann sucht er auch nicht lange.

  5. Frau Hannemann, wir lieben Dich! 😀
    Weiter so!

  6. Den Darlegungen des Aufgewachten stimme ich grundsätzlich zu.
    Jobcenter als PRIVATfirmen verteilen Gelder, die das arbeitende Volk aufbringt, um unverschuldet in Not geratene Mitmenschen zu unterstützen. Streichung von Unterstützung bzw. wiederholte Sanktionen sind in meinen Augen mit unterlassener Hilfeleistung gleichzusetzen und überhaupt nicht akzeptabel.
    (Bin selbst kein Hartz-IVler)

  7. Der Kommentar bzw. die Geschichte von Manfred Meier verschlägt mir fast die Sprache. Auch diese Geschichte muss in irgendeiner Form diversen Politikern zugeleitet werden (vielleicht liest ja auch schon einer der Herren oder Damen hier mit). Aber: dann kommt wieder das Totschlagargument von den „Einzelfällen“. Wie macht man denen nur klar, dass es sich hier nicht um Einzelfälle handelt. Wahrschienlich, indem man noch mehr „Einzelfälle“ aufschreibt. Irgendwann MUSS doch klar werden, dass sich das Hartz-System verselbstständigt hat und pervertiert ist. Ich mag nämlich immernoch nicht glauben, dass das alles „mit System“ geschieht und „politisch gewollt“ ist. Ich glaube noch, dass sich das System verselbstständigt hat und anders agiert, als vom Gesetzgeber gewollt. Ich glaube auch, dass manchen JC-Mitarbeitern die Macht über den Kopf wächst und dass sie, ähnlich wie im Milgram-Experiment, irgendwie zu Sadisten werden, weil sie von einer Autorität dazu aufgefordert und belohnt werden.
    Es ist eine große Leistung von Frau Hannemann, diese Mechanismen zu durchschauen und sich „immun“ gegen die Autorität zu machen und ihre humanitären Grundsätze eben NICHT zu verraten. Das gelingt anscheinend nicht jedem JC-Mitarbeiter.

  8. Sehr geehrte Damen und Herren,
    zunächst möchte ich ausdrücklich auf folgendes hinweisen, ich bin 53 Jahre, war über 20 Jahre selbständig, hatte niemals in dieser Zeit etwas mit Gerichten oder Anwälten zu tun. Derzeit im ALG2 Bezug. Also Leistungsberechtigter nach dem SGB 2
    Bin weder Alkoholiker noch drogenabhängig und verhalte mich auch nicht sozialwidrig. Aber all dieses versuchen gerade die verschiedensten Mitarbeiter des Jobcenter Herne mir zu unterstellen bzw. vorzuwerfen.
    Ich möchte kurz etwas ausholen damit die Gesamtsituation Jobcenter Herne / Meier Herne auch für einen Außenstehenden erkennbar und leichter begreifbar wird.
    Angefangen haben diese Schikanen und die Willkür der einzelnen Mitarbeiter, die ich im Anschluss noch namentlich benennen werde, mit dem Versuch mich obdachlos zu machen. Siehe meine HP. http://die-sonne-geht-wieder-auf.beepworld.de/argeherne.htm
    Daraufhin ging ich an die Öffentlichkeit.
    Als ihnen dieses nicht gelang, versuchten einige Mitarbeiter Sanktionen zu konstruieren, auch diese mehrfachen Versuche wurden als Versuche durch das SG Gelsenkirchen bestätigt. Sanktionen mussten ausnahmslos sofort aufgehoben und unverzüglich in bar ausgezahlt werden. Auch daran ließ ich die Öffentlichkeit teilhaben. Siehe HP.
    Dann versuchten unterschiedliche Sb mir eine Egv schmackhaft zu machen, ich lehnte dankend ab. Die Egv wurde daraufhin als VA erlassen. Ich klagte, gewann vor dem SG erneut. Warum, weil die damalige Sb wahnwitzige Vorstellungen hatte wie ich mich bewerben sollte, siehe HP Bewerbungsprocedere und Egv/Egv als VA. Auch dieses wollte ich der Öffentlichkeit nicht vorenthalten. http://die-sonne-geht-wieder-auf.beepworld.de/egv-procedere.htm
    Der nächste gravierende Punkt, ich gehe hier ja nur auf einige wenige ein, man versuchte und hat mich tatsächlich stromlos und Gas los gemacht indem das JC Herne zwar die Rechnung erhalten aber nicht beglichen hatte. Selbst vor Gericht, im eR verfahren, machte ein Mitarbeiter der Rechtsabteilung eine schriftliche, nachweisliche uneidliche Falschaussage worauf die Verhandlung von meinem Anwalt und dem Richter als erledigt erachtet wurde. Der Inhalt seiner schriftlichen Aussage, Rechnungen sind schon bezahlt! Es gäbe also keinen Anwendungsgrund. Wenn dem so gewesen wäre, hätte der Energieversorger keine Liefersperre verhängen können. Dem war und ist bis heute nicht so. Erst durch eine gerichtliche Vereinbarung, zwischen mir und dem Energieversorger, wurde die Liefersperre bis zur Hauptverhandlung gegen das Jobcenter Herne aufgehoben, sofern ich meine monatlichen Zahlungsverpflichtungen einhalte. Sollte ich in Verzug geraten wird der kpl. Rest fällig, ohne wenn und aber.
    http://manfredmeier123.npage.de/strom-und-gas-sperre.html
    Anfang Februar erhielt ich auf meine Bewerbungen eine Einladung zum Vorstellungstermin. Ich beantragte die Fahrt und Übernachtungskosten und darüber hinaus Geschäftskleidung weil auf diese
    schon im Einladungsschreiben hingewiesen wurde (Außendienst). Da in der Regelleistung keinerlei Positionen für außerhäusige Mahlzeiten zu Vorstellungsterminen zu entnehmen sind, beantragte ich einen kleinen Betrag dafür.
    Zunächst wurde versucht diese Einladung bzw. Vorstellung im Kern zu vereiteln. Antrag wurde erst auf massiven Druck bearbeitet und beschieden. Es gab nur Fahrtkosten und 1 Übernachtung. Da es Anfang des Monats war, konnte ich auf meine Regelleistung zugreifen und trat die Reise an. Tolle Fa. Tolles Team, wir verstanden uns. Passt wie Topf auf Deckel.
    Nun musste die Fa. aus internen Gründen dieses Seminar, an dem ich teilnehmen sollte/musste, auf 5 Tage nach vorn verschieben.
    Nun war ich in der Zwickmühle. Denn, es wurde nur ein kleiner Betrag für eine (1) Übernachtung bewilligt. Da auch zu diesem Zeitpunkt die Spielzeugmesse lief, waren natürlich die Übernachtungsmöglichkeiten sehr eingeschenkt. Entweder zu teuer oder nur privat. Ich entschied mich für Privatunterkunft. 2 Nächte beim China Mann, 2 Nächte Private Pension und 3 Nächte bei einer anderen Privatperson. Bis auf die 3 Übernachtungen liegen dem JC Herne die Belege vor.
    Nun könnte man denken, warum hat der Mann denn nicht im Jobcenter Herne angerufen? Das hätte ich ja gern, aber leider missachtet auch hier das JC Herne die Informationsfreiheitsgesetze und ein aktuelle Urteil dazu. Sie lässt nach wie vor Anrufe von Leistungsberechtigten auf eine kostenpflichtige Hotline umleiten, die sich dann meine Tel. notiert, und dann an Mitarbeiter des JC Herne weiter leitet, um mich dann vielleicht innerhalb von 2-3 Tagen zurück zu rufen. Oder auch nicht. Bitte selbst probieren: Jobcenter 023256370
    Um es kurz zu machen, durch die zusätzlichen Mehrkosten war ich gezwungen kpl. umzudisponieren. Also auch meine Rückreise. Nicht mit der Bahn für 127 € die ich ja eh nicht mehr hatte, sondern mit einem privaten der in Richtung Hamburg fuhr und nur eine Kostenbeteiligung von 80 € forderte und auch erhielt.
    Hier wieder in Herne angekommen, stellte ich sofort (20.2.) einen Antrag beim Gf des JC Herne. Dieser ist bis heute nicht beschieden! Ich habe hungern müssen weil ich vor meiner Abreise natürlich nicht mehr großartig eingekauft hatte und die restlichen Lebensmittel mittlerweile verdorben waren. Also, fast kein Geld und Kühlschrank leer! Das versicherte ich an eidesstatt! Der Gf des JC Herne hätte sofort handeln Abhilfe schaffen müssen! Nichts tat er in diese Richtung! Also lieh ich mir nach der Antragstellung einen kleinen Betrag von einem entfernten Bekannten (auch im ALG2 Bezug) dem ich zusicherte das er diesen Betrag sofort zurück erhält, also in ein oder zwei Tagen. Denn laut Gesetz hätte ja der Gf des JC Herne sofort tätig werden müssen und eine sofortige Barauszahlung veranlassen müssen! Er unterließ diese Hilfeleistung, das obwohl ich explizit auf die Rechtslage hinwies! Diese Unterlassung war nicht das erste Mal!, im Herbst 2012 wurde mir Strom und Gas abgestellt weil der Gf die ihm persönlich übergebene Rechnung nicht beglichen hatte, vor Gericht im eR Verfahren allerdings schriftlich bestätigt wurde, diese Rechnungen seien längst bezahlt und somit hätte ich ja gar keinen Grund zur Klage. Damit kippte mein eR Verfahren, Sache wurde vom Richter als erledigt angesehen. Siehe dazu auch, schriftliche uneidliche Falschaussage Rechtsabteilung Jobcenter Herne vor Gericht. Stadtwerke stellten Strom und Gas ab. Ich hatte durch diese Strom und Gassperre Mehrausgaben, wurde daraufhin Mitte des Monats mittellos.
    Anstatt nun den Fehler seitens des JC einzugestehen und meinen Antrag zu bearbeiten griff der Gf Weiss zum letzten Mittel. Er erteilte mir Hausverbot! Und zwar bis 31.12.2013, also knapp 1,5 Jahre. Warum? Weil ich ihm sagte, ich gehe hier nicht eher weg bis sie anfangen zu arbeiten! So wie es das Gesetz vorsieht. Als ich mich strickt weigerte, rief er die Polizei, ich stellte in Gegenwart der Polizei meinen Antrag erneut. Bis heute nicht beschieden! Aber das Hausverbot besteht nach wie vor. Auch der Widerspruch gegen das Hausverbot ist nicht beschieden! Siehe Forum: http://hartz4-uni.forumo.de/strom-gas-sperre-f54/jobcenter-und-stromversorger-ziehen-leistungsberechtigten-t41.html
    Nun wieder zur aktuellen Situation:
    Ganz im Gegenteil, er versucht nun Sanktionen zu konstruieren, ich würde mich unwirtschaftlich verhalten, sei deshalb mittellos gewesen. Dann wäre ich auch noch länger Ortsabwesend gewesen als beantragt. Hallo?
    Ein Unglück kommt selten allein! Nun kam am 1.3. meine Regelleistung (330 € als Postbarscheck, so wie immer), lies mir diesen Betrag auszahlen steckte ihn in meine Tasche und ging so wie immer zum Vodafon Laden um meine Flatrate (35 €) zu bezahlen. Steckte dann das kpl. Geld in meine Manteltasche und holte mir an einem Stand eine Kleinigkeit zu essen (Frühlingsfest Innenstadt). Die Stadt war ungewöhnlich voll. Ich schlenderte also mit meinem Essen in der Hand und ging Richtung Einkaufsmarkt um dort Einkäufe zu tätigen. So wie immer. Als ich in meiner Manteltasche nach einem Eurostück für den Einkaufswagen suchte, stellte ich fest, die Scheine waren weg, also 290 € in Scheinen. Nur noch das Kleingeld in der Tasche. Ging sofort die Wegstrecke zurück, in der Hoffnung vielleicht haste es verloren, vielleicht finde ich es noch bevor es ein anderer findet. Leider nein!
    Und nun stellte ich erneut einen Antrag wegen Mittellosigkeit. Das mit der ganzen Vorgeschichte! Bei diesen Mitarbeitern!
    Nachdem dieses Jobcenter Herne in der Vergangenheit wirklich alles versuchte um mich zu schikanieren, spielte ihnen nun der Zufall in die Hände.
    So nach dem Motto, jetzt lassen wir dich schmoren, wir hungern dich einfach aus. Und wenn das noch nicht reichen sollte, dann konstruieren wir einfach einige Sanktionen! Und damit das gleich richtig greift, schauen wir mal was wir da alles so anführen können.
    Am Montagmorgen den 4.3. lag mein Antrag dem Jobcenter vor, habe gebeten mir den Eingang zu bestätigen und den Termin für die Barauszahlung zu benennen. Keine Reaktion! Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, widerholt den Antrag angemahnt, keine Reaktion. Daraufhin schaltete ich am 7.3. eine Anwältin ein die auch sofort tätig wurde weil sie den Ernst der Lage erkannte. Sie schrieb zunächst das JC Herne an und bat um unverzüglichen Rückruf. Auch der blieb aus! Kurz darauf erhielt die Anwältin ein Fax mit einen Bewilligungsbescheid über 164 €. Begründung: Unstrittig und begründeter Anspruch. Kurz darauf erhielt ich dann den Bewilligungsbescheid und staunte nicht schlecht! Lebensmittelgutscheine 4 Stück a 40 €.
    Hallo? Bin ich Alkoholiker? Drogenabhängig? Verhalte ich mich sozialwidrig oder unwirtschaftlich? Bin ich sanktioniert? All diese Fragen kann ich verneinen!
    Der Gesetzgeber sieht aber nur für diese Fälle, solch eine Existenzsicherung vor, und nur für diese! Aber die Teamleiterin hat sich sicherlich schon etwas dabei gedacht! War es doch jetzt die ideale Möglichkeit diesen unbequemen Herrn Meier zu demütigen und als Hartz4 Leistungsbezieher zu outen. Da ich solche Gutscheine erstmalig in meinen Händen hatte bekam ich Schüttelfrost!
    Denn, hier nur einige Gründe warum ich diese nicht einlösen kann: Lebensmittelgutschein und seine Auswirkung auf den Einlöser: 1. In welchen Geschäften kann ich diese Gutscheine einlösen? Keine konkreten Händler/Geschäfte aufgeführt. Ich kaufe in der Regel auf Wochenmärkten ein, zb. frisches Obst, Gemüse Fisch, Fleisch und Brot da auch günstiger. Wie soll das praktisch ablaufen? Gehe zum Obststand kaufe 3 Äpfel und ein kg Bananen, begleiche diese Ware mit dem Gutschein über 40 €, sofern der Händler diesen überhaupt akzeptiert Rück-Geld gibt es nicht! Ein weiterer Einkauf wäre mir somit nicht möglich! 2. Diskriminierend, werde als Hartz4 Bezieher geoutet, da ich die Einlöse Möglichkeit erst erfragen müsste! 3. Einschränkung des Warensortiments (kein Alkohol), bin ich Alkoholiker? Könnten Außenstehende doch denken! 4. Standort der Lebensmittelgeschäfte, (zb. nur in Herne einzulösen) ein weiteres Indiz für die Diskriminierung da ich nur in den Geschäften einlösen kann in denen ich auch ansonsten einkaufte, siehe Gutschein. 5. Verstößt gegen Datenschutzrichtlinien (BG Nr., Name, Anschrift, geb. Datum da die Kassiererin diese Daten mit Personalausweis abgleichen muss!), siehe Gutschein. 6. Mein Warenkorb wird dem Jobcenter gegenüber offen gelegt, auf welcher Rechtsgrundlage? Siehe Gutschein. 7. Das Jobcenter bereichert sich auf meine Kosten da zum einen kein Rück-Geld auch wenn ich nur für 30 € einkaufe, zum anderen das Jobcenter 3 % Skonto für die von mir gekauften waren beim Geschäft einfordert! Denn, ich muss den kompletten Betrag in monatlichen Raten i. H. v. 38,20 € von meinem unabdingbaren Existenzminimum zurückzahlen, bzw. wird von meiner Regelleistung sofort in Abzug gebracht. Siehe Gutschein und Bewilligungsbescheid. 8. Weitere Einschränkungen, Medikamente und oder Zuzahlungen in den Apotheken sind nicht möglich! Gesundheitliche Schäden nicht ausgeschlossen!
    9. Bus und Bahnfahrten sind nicht möglich! Auch eine weitere Einschränkung meiner Freizügigkeit, siehe Grundgesetz. 10. Was ist zb. mit Ratenverträgen oder sonstigen Zahlungsverpflichtungen? Stromanbieter, Telefon, etc.?
    Offensichtlich spielt hier das Jobcenter Herne wieder auf Zeit! Entweder das ich vorzeitig versterbe oder diese Gutschein doch noch einlöse. Diese Vorgehensweise wird gerade von Strafrechtlern überprüft, ich denke das sollten sie wissen.
    Der Widerspruch bezüglich der Auszahlungsmodalitäten liegt dem Jobcenter Herne vor! Keine Reaktion!
    Das eR Verfahren wurde durch meine Anwältin veranlasst nachdem die Teamleiterin und die Geschäftsführung weiterhin an diesem ihrem Bescheid vom 5.3.2013 festhalten. Liegt dem Sozialgericht seit dem 14.3.2013 vor. Auch hier spielt das Glück dem Jobcenter in die Hände, es ist Wochenende. Kein Sozialgericht arbeitet am Wochenende.
    Aber Herr Meier wird schön hungern! Wenn er krank wird, soll er doch sehen wo er ohne Geld Medikamente bekommt.
    Jetzt kommt ein weiterer Hammer! Es wird nach einem weiteren Grund zur Leistungskürzung gesucht!
    Teamleiterin Frau M. schreibt am 15.3.2013 Aufforderung zur Mitwirkung. Lässt dieses Schreiben am 15.3.2013 um 11:11 Uhr an mich persönlich durch einen JC Außendienstler überbringen. Inhalt, wenn ich nicht bis spätesten 15.3.2013 mitwirke, stellt sie die Leistung zum 1.4.2013 ein! Die Rechnung worum es hier geht bzw. die sie begehrt, liegt ihr nachweislich schon seit Ende Februar vor. Beweis, Handyaufzeichnung vom Einwurf der Rechnung ohne Umschlag!!! An Teamleiterin M. persönlich adressiert! Spätesten jetzt sollte JEDEM klar werden, das JC Herne versucht mit aller Macht mich erneut/widerholt mittellos, obdachlos Strom und gaslos zu machen!
    Bis vor ca. 2 Jahren war ich kerngesund, hatte 30 Jahre keinen Arzt benötigt! Nun bin ich durch diese Schikanen und die Willkür der JC Mitarbeiter gesundheitlich so angeschlagen (Mangelernährt, Gewichtsverlust, Zahnausfall, Herzrasen, Schweißausbrüche, Tinitus, Kreislaufprobleme, etc. dass ich mich wohl in stationäre Krankenhausbehandlung begeben muss. Auch wenn ihnen dieser Brief ziemlich lang erscheint, ich habe hier nur einen geringen Teil der tatsächlichen Schikanen des JC Herne angesprochen, ansonsten wäre es ein Buch geworden.
    Wissen Sie, ich habe schon alle Höhen und Tiefen in meinem Leben durchlebt. So schnell schockt mich nichts mehr. Aber was hier abgeht, das geht gar nicht! Und wenn ich mir überlege, diese gleichen Mitarbeiter sind für rund 17000 Leistungsberechtigte hier der direkte Ansprechpartner? Für mich ein Grund mehr dieser Sache bis auf den Grund zu gehen. Denn ich betrachte solch eine Vorgehensweise dieser Mitarbeiter als Nötigung.
    Wer sagt das dieses Jobcenter sich nicht anders verhält wenn Kleinkinder mit betroffen sind? Das wäre ungleich schlimmer als bei einer Einzelperson. Allerdings auch ein enormes Druckmittel um unbequeme Leistungsberechtigte gefügig zu machen.
    Ich hoffe sie ziehen ihre Schlüsse daraus.
    Freundlichen Gruß, Manfred Meier
    Meine Gegenspieler des JC Herne:
    Gf Weiss, Teamleiterin M. Rechtsabteilung Herr S. und Frau Z. , Job-Vermittlerin S. Teamleiter K. ehemaliger GF Heckmann, und viele weitere siehe meine HP, Face-book und Forum
    http://hartz4-uni.forumo.de/strom-gas-sperre-f54/jobcenter-und-stromversorger-ziehen-leistungsberechtigten-t41.html
    http://die-sonne-geht-wieder-auf.beepworld.de/index.htm
    http://manfredmeier123.npage.de/strom-und-gas-sperre.html

    • Also wenn man Ihre Geschichte hier liest, braucht man sich auch nicht wundern, wenn sich die Menschen über Hatz 4 aufregen. Sicher geschieht, ohne Zweifel Unrecht, in den Jobcentern und Tausende werden Ungerecht behandelt und Ihre Geschichte ist durchaus auch glaubwürdig, gleichwohl gehen mir Ihre Forderungen irgendwie ein Tick zu weit. Sie können doch nicht ernsthaft annehmen, dass wenn Sie Ihr Geld verlieren, es Ihnen gestohlen wird oder sonst wie abhanden kommt, durch die Jobcenter, ersetzt wird! Das Sie jetzt noch Gutscheine für Essen bekommen, ist doch positiv zu bewerten. Und sicher würde mein Weg nicht in den nächsten Vodafone Laden führen, wenn ich hungrig und krank bin….
      Wenn Sie 30 Jahre kerngesund waren, fallen Ihnen auch nicht nach 2 Jahren die Zähne aus, im Übrigen sind Sie ja von der Zuzahlung bei der Heilbehandlung der Zähne freigestellt, nach entsprechenden Anträgen.
      Dazu schlafen Sie irgendwo auswärts in den verschiedensten Unterkünften und verlangen eine Übernahme der gesamten Kosten, Verpflegung und Reisekosten für 5 Tage, inklusive Einkleidung für –EIN- Bewerbungsgespräch. Wir wollen alle eine gerechtere und faire Behandlung, aber jeder sollte auch seinen Teil dazu beitragen, dass es uns GEMEINSAM gelingt, das Unrecht zu beenden, damit meine ich beide Seiten. Ihre Einstellung dürfte eher dazu beitragen, einen negativen Eindruck zu hinterlassen, über die Sozialleistungsempfänger.

      • „Also wenn man Ihre Geschichte hier liest, braucht man sich auch nicht wundern, wenn sich die Menschen über Hatz 4 aufregen.“

        Vielleicht braucht man sich aber auch nicht wundern, dass Ausgrenzung und Stigmatisierung an den Menschen tiefe Spuren hinterlassen? Die Subjekte reagieren unterschiedlich auf anhaltenden psychischen Belastungen. Alter, Gesundheitsstand, Bildung, Solidaritäten durch Freunde und Familie sind Einflussfaktoren, die je nach Lage den einen zum wütenden Einzelkämpfer machen, während die andere noch versucht eine gute bürgerliche Miene aufrechtzuerhalten.

        Vielleicht die Hälfte (oder mehr) der Bundesdeutschen hält die Hartz-Reformen für gut und richtig, sieht darin eine Stärkung ihres eigenen Status. Es ist mehr als fraglich, ob jene, die sich für den Ausbau der sozialen Infrastruktur, Bürgergeld, 500 Euro Eckregelsatz, die strikte Regulierung der Leiharbeit einsetzen, mit den Befürwortern der Agenda 2010 eine politische Schnittmenge besitzen. Vielleicht der soziale Friede… sollte der noch einmal zur Disposition stehen. Dieses Land ist tief zerspalten.

      • Sehr geehrter Herr Oliver

        Nein, ich bin keine Ärztin, die sich erlaubt per Ferndiagnose den Gesundheitszustand eines Menschen zu beurteilen, was ich übrigens auch nicht getan habe. Darüber hinaus sollten Sie auf den Teppich bleiben, denn ich habe lediglich meinen Unmut darüber geäußert, dass es sich einige unserer Mitbürger im Leistungsbezug zu einfach machen. Keineswegs sind unsere Mitmenschen oder gerade die Mitmenschen in den Jobcentern für persönliche Missgeschicke unserer Mitbürger verantwortlich, die vor dem Leistungsbezug gelegen haben. Viele, die am Anfang im Leistungsbezug im JC vorsprechen, haben schon längere Zeit massive Probleme, die gar nicht im Verhalten der Mitarbeiter in den Jobcentern begründet liegen, gleichwohl wird oftmals eine kollektive Mitschuld ausgesprochen. Viele dieser Menschen sollten sich eigentlich in Psychologische Behandlung begeben, denn die Probleme sind vielfältig und fangen mit dem Verlust des Arbeitsplatzes an, was wiederum weitere soziale Probleme nach sich zieht. Leider hat bei der Ausarbeitung der Agenda 2010, niemand an diese Probleme gedacht und auch nicht an die Menschen, auf der anderen Seite des Tisches, die oftmals mit diesen Problemen überfordert sind, weil ihnen niemand gesagt hat, wie man damit umgeht. So produziert der Staat auf beiden Seiten des Tisches, sich Menschen heran, die zunehmend mit den Problemen unserer verfehlten Politik überfordert sind. Würden Sie auf die Idee kommen, wenn Sie Ihr gerade gezogenes Geld, aus dem Bankautomaten verlieren, die Bank dafür verantwortlich zu machen und Schadenersatz fordern, weil Sie dadurch keine Geld mehr haben? Was ich sagen will, ist der Fakt, das immer vorschnell ein Sündenbock gefunden werden muss, das sind dann oft die Mitarbeiter im Jobcenter, die Probleme lösen sollen, für die es keine Lösungen im Rahmen ihrer Arbeitsaufgaben gibt. Denn Entscheidungen die Sonderleistungen wie Auszahlungen beinhalten, werden zu recht einer genaueren Prüfung unterzogen. Und wenn nun Herr Manfredmeier sein Geld verliert, wird natürlich sofort das Jobcenter in die Pflicht genommen. Wenn dies nur so einfach wäre.

      • “ Darüber hinaus sollten Sie auf den Teppich bleiben, denn ich habe lediglich meinen Unmut darüber geäußert, dass es sich einige unserer Mitbürger im Leistungsbezug zu einfach machen. “

        Zunächst möchte ich Sie bitten, zu unterscheiden, wer hier was schreibt.

        Ich halte die Vermutung, dass man es sich als ALG2-Leistungsbezieher in irgendeiner Form „einfach machen“ könne für problematisch. Gerade unter der von Ihnen genannten Voraussetzung eines bereits kranken Menschen, der seine Arbeit verliert, zeigt sich doch wie perfide ein System urteilt, wenn es die Betroffenen erst für „arbeitsfähig“ einstuft und diese dann mit ständigem Sanktionszwang bedroht. Der Arbeitslose wird durch seinen Status als Leistungsempfänger in seinen Rechten derart massiv beschnitten, dass er als Mensch und Bürger mit einem Anrecht auf die gesellschaftlichen Voraussetzungen für ein glückliches und gesundes Leben gar nicht mehr vorkommt. Seine geistige und körperliche Gesundheit wird durch das System nicht befördert, sondern eine Genesung erschwert.

        „Leider hat bei der Ausarbeitung der Agenda 2010, niemand an diese Probleme gedacht und auch nicht an die Menschen, auf der anderen Seite des Tisches, die oftmals mit diesen Problemen überfordert sind, weil ihnen niemand gesagt hat, wie man damit umgeht.“

        An diese Probleme hat man gewiss gedacht, sie stellen jedoch Kosten dar, die man mit der Agenda 2010 zu überwinden suchte. Stichworte waren die Senkung der Lohnnebenkosten sowie die Deregulierung der Leiharbeit verbunden mit dem Zwang jedwede Arbeit anzunehmen, die körperlich noch zu leisten ist. Der Mensch und seine individuellen Bedürfnisse kommen hier nicht mehr zur Geltung, als Reduktion der Kosten ist dies gewollt. Die Hartz-Gesetze hatten zum Ziel, den Faktor Arbeit unternehmensseitig zu entlasten und zu flexibilisieren. Sanktionsdrohung, Arbeitszwang und Zwang zu „schlechter“ Arbeit greifen wie Rädchen ineinander, der Angestellte des Job-Centers ist nicht der Kooperationspartner seiner „Kundschaft“, sondern der Inhaber einer Gewalt, die er auszuüben hat (unabhängig davon, ob ihm das Freude bereitet oder nicht), um das System am Laufen zu halten.

        Insofern Sie sich für diese Zusammenhänge interessieren sollten, empfehle ich Ihnen den hervorragenden Artikel „Die Agenda 2010 – Begründung und Legitimationsbasis für eine unsoziale Politik“ von Herrn Christoph Butterwegge, der sich seit vielen Jahren als Professor für Politikwissenschaft an der Humanwissenschaftlichen Fakultät der Universität Köln mit der bundesdeutschen Sozialpolitik und Armutsforschung auseinandersetzt. Der Artikel ist über die Nachdenkseiten verfügbar: http://www.nachdenkseiten.de/?p=16494

      • Ihre Aussage Ellen B ,zu Herrn Meier ich zitiere :Wenn Sie 30 Jahre kerngesund waren, fallen Ihnen auch nicht nach 2 Jahren die Zähne aus, im Übrigen sind Sie ja von der Zuzahlung bei der Heilbehandlung der Zähne freigestellt, nach entsprechenden Anträgen

        Sind Sie da 100 % sicher das Herr Meier und jeder Betroffene von der Zuzahlung bei der Heilbehandlung der Zähne freigesellt sind ,nach entsprechenden Anträgen .

        Zu ihrer Aufklärung : Befreit wird man erst von der zuzahlung ,wenn man seine Zuzahlung bezahlt .1 % bei chronischen kranken macht beim Regelsatzvon 382 € , macht 45,84 € ,bei 2 % macht es 91,68 € .Die muß der Alg 2 Bezieher ersteinmal haben . Für die meisten Betroffene ist es garnicht möglich ,die Zuzahlungen zu leisten . Der Gesetzgeber siehr dies aber vor. Krankeheit gibt es leider nicht umsonst .Für Krankenheiten kann aber kein Mensch was ,weil derjenige sich das nicht aussucht. Vorher wollen Sie wissen ,das Herr Meier nach 2 Jahren keine Gesundheitliche Erkrankungen hat ? Schomal darüber nachgedacht ,das der Mensch älter ,und kraftlos wird ? Und der Körper sich verändert ? Anscheint leben Sie in ihrer Traumwelt.?

        Auch wenn Herr Meier auswärts geschlafen hat ,heißt es noch lange nicht ,das die Unterkunft umsonst war .
        Wenn Sie richtig gelesen haben ,wäre ihn vielleicht aufgefallen ,das der Arbeitgeber von Herrn Meier,wo er sich vorstellen sollte die Bekleidung gefordert hat …

        Was Sie hier vom Stapel lassen ,ist einfach unmenschlich .Auch meine Frage an sie .Sie sind bestimmt eine Fallmanagerin .? Hat Herr Meier kein Anrecht auf Essen und ein Dach übern Kopf ?Doch nach den Menschenrecht schon.Das sprechen Sie ihnen hier ab .Pfufi Teufel .

      • Sie sollten bei den Fakten bleiben, wir haben hier nicht von der Zuzahlung für medizinische Leistungen gesprochen, sondern von der Härtefallregelung für Zahnersatz , da im allgemeinen ausgefallende Zahne durch geeignete Maßnahmen, Spangen/Gebiss ersetzt werden. Sollte der Patient nun besondere Wünsche haben, wir zum Beispiel Goldzähne, muss er diese natürlich selber bezahlen. Aber eine Grundversorgung und ein freundliches Lächeln, sind durch die Härtefallregelung zum Zahnersatz, zumindest gesichert. Ich weiß natürlich nicht ob Herr Meier wirklich gesundheitliche Probleme hat, sofern er mit der eigenen Darlegung seiner von ihm geschilderten Sachverhaltsdarlegung bei der Wahrheit geblieben ist. Ich habe diesen Ausführungen von Herrn Meier einfach einen hohen Wahrheitsgehalt zugestanden, dass er keine hätte und ich diese Ansicht vertrete, behaupten Sie.
        Sollte es nun gesetzlich verankert werden, dass die Arbeitssuchenden , die auf der Suche nach Arbeit sind, zukünftig über einen Zeitraum von 5 Tagen, die Übernachtungskosten erstattet werden und dazu noch vom Jobcenter mit der gewünschten Kleidung des Arbeitgebers vom Jobcenter ausgestattet werden, dürfte für die Zukunft, die halbe Republik auf Reisen sein. Im Übrigen müsste und ganz genau genommen, der Arbeitgeber die Reisekosten für ein Bewerbungsgespräch übernehmen, wenn er jemanden zum Bewerbungsgespräch einlädt. Und nein, ich bin kein Fallmanager und derzeit auf der Suche nach Arbeit und beziehe Sozialleistungen. In Zukunft kann man dann noch einen fliegenden Teppich beim Jobcenter beantragen? Ich verliere mein Geld und mach das JC dafür verantwortlich und fordere sofortige Hilfe, wenn das Schule macht, schmeiss ich gleich nachher mein Geld aus dem Fenster, stelle einen Antrag wegen Mittellosigkeit und mach dann unterm Fenster mal gründlich sauber….

    • Sehr geehrter Herr Oliver

      Richtigerweise haben Sie ja selbst bemerkt, dass nicht Sie, sondern der „Aufgewachte“ gemeint gewesen ist, wobei ich starke Zweifel habe, ob der Herr wirklich schon aufgewacht ist.
      Grundsätzlich vertrete ich, wie viele andere auch, hier die Ansicht, dass das System Hartz 4, Menschenunwürdig und gegen das GG verstößt. Ich stelle lediglich in Frage, ob derartige Beispiele, zur Deeskalation, beider Seiten beitragen können. Wer derartige Beiträge liest, wird später nur noch sagen, schau mal der verliert sein Geld und stellt deswegen unverschämte Forderungen an das Jobcenter.

      • „Übrigens : Christoph Butterwege ist Gegner des Bedingungslosen Grundeinkommens. Ich würde von diesem Mann nicht allzu große Stücke halten.“

        In Diskussionen über sozialpolitische Instrumente geht es auch nicht um den heiligen Gral, sondern um ein Für und Wider. Herr Butterwege reflektiert im Unterschied zu Ihnen auch das Wider und sieht es als gewichtiger gegenüber anderen Instrumenten an. So etwas ist legitime Meinungsbildung und reflektierte Argumentation. Auf mehr davon stoßen Sie hier: http://www.nachdenkseiten.de/?p=2364

      • Na prima, geht hier ja schon genauso ab, wie in den einschlägigen Jammer- und Mobbingforen.

        Butterwege betrachtet die Forderung nach einem BGE nur als das, was sie ist: Eine Utopie, die von den tatsächlcihen Gegebenheiten ablenkt.

        Solidarität geht jedenfalls eindeutig anders, als Mitstreiter mit anderer Meinung wie hier als „völlig unglaubwürdig“ zu diffamieren.

        Völlig unglaubwürdig sind eher diejenigen völlig Unbekannten, die nur hinter ihrem Computer hervorhetzen und sonst nix auf die Reihe kriegen!!!

  9. Seit 2008 werde ich mit meinem Mann laufend den Schikanen der verschiedensten Jobcenter ausgesetzt, durch mehrere Zwangsumzüge zur Senkung der Kosten, mussten wir unser soziales Umfeld wechseln und haben unsere sozialen Kontakte weitestgehend verloren. Wir suchen noch heute,, nach Monaten einen vernünftigen Arzt und Zahnarzt, obwohl wir bisher in unserem ehemaligen Umfeld mit diesen zufrieden waren, aber leider kann kein Hartz IV mehrere Kilometer zum Arzt fahren. Das Jobcenter baut immensen Druck auf und droht fortwährend mit Sanktionen, wenn man nicht spurt. Mehrmals haben wir uns in unserer Not auch an unsere Kommunalpolitiker gewandt und auf Missstände aufmerksam gemacht, leider ohne Erfolg, wir haben jetzt einen Punkt erreicht, wo wir uns an die NPD mit der Bitte um Hilfe gewandt haben, die ja in unserem Bundesland in der Landesregierung sitzt. Ganz wohl ist uns nicht dabei, aber wir halten dem Druck nicht mehr stand, weil wir immer weiter ins Bodenlose fallen. Uns ist eigentlich schon alles egal und uns stellt sich die Frage, wohin treibt die Verzweifelung die Betroffenen noch?

    • Zum Selbstmord…einer aus meinem Freundeskreis hat sich bereits auf Grund der ständigen Drucks und der andauernden Schikanen seitens des Jobcenters das leben genommen ….auch ich habe schon des öftren mit dem Gedanken gespielt ….

  10. Tja, wo sind die Abgeordneten nur? Meine Erfahrungen sind diesbezüglich auch sehr durchwachsen, was (Landkreis)Politiker angeht, die ja theoretisch etwas erreichen könnten: in der Regel keine oder sehr durchwachsene 08/15 Antworten. In Berlin ist man wohl weit weg von Hartz IV.

    • Einen Brief der nachhaltig bei unseren Politikern in Erinnerung bleibt, bedarf schon mehr überzeugende Argumente und Tatsachen .
      Mit Vorwürfen wird da nicht viel zu machen sein . Zum beispiel bis zum Tot durch ALG II ^^ Selbst Katja Kipping hatte mühe das in einer Fernsehsendung zu hinterlegen. Da ist meiner Meinung mehr Recherche nötig und eine sehr vorsichtige Wortwahl.
      Dem Adressdaten Mord vorzuhalten ist unzulässig!
      Einen Brief der wirklich seinen gegenüber zu einem anderen handeln bewegt habe ich noch nicht gesehen. Die meisten landen im Sekretariat in der Ablage für Spinner oder gleich in die Runde Ablage. Wenn etwas wirklich gut geschrieben wird , sollte man es in English übersetzen und sich Werbetafeln kaufen die man bei Staatsbesuchen von Bedeutung Plakatiert.

      • Hallo, der Brief ist völlig i.o. , es sollten noch viel mehr Briefe geschrieben werden. Aber mal was anderes, ich finde die Regierung sollte zurücktreten, weil die Regierung dem VOLK zu dienen hat.Und durch diese Agenda haben sich unsere VOLKSVERTRETER vom Volk und dem Grundgesetz für die BRD verabschiedet.
        In Bulgarien sind die Rentner auf die Straße gegangen.wegen steigender Stromkosten unf die Regierung dort ist zurückgetreten.
        rolf tornow
        http://www.wirhelfengern.beepworld.de

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