Kommentar zu: „Tödlicher Angriff auf Jobcenter Mitarbeiterin Neuss“

Tulpen (IHA)

Kommentar 

Da ist es wieder – das große mediale Interesse an der unglaublichen tödlichen Gewalt gegen eine Mitarbeiterin eines Jobcenters.

Zunächst gilt mein Mitgefühl den Angehörigen sowie den Kollegen des Jobcenters Neuss.

Ein Kunde rastet aus und die Leidtragenden sind die Angehörigen sowie die Mitarbeiter. Steht doch genau heute im Hamburger Abendblatt ein Artikel über „Tatort Jobcenter“. Wäre es nicht so grausam, ist es schon fast surreal. Im Jahr 2011 gab es 751 Angriffe auf Behördenmitarbeiter eines Hamburger Jobcenters. Deeskalationsprogramme, Umgang mit Konfliktsituationen und Sicherheitstrainings sollen die Mitarbeiter stärken. Eine verbale Auseinandersetzung mit folgender körperlicher Gewalt soll so verhindert werden.

Es werden erneut kurzweilige Diskussionen geben. Diskussionen um die Sicherheit der Mitarbeiter, Diskussionen um die Gewaltbereitschaft von Hartz-IV-Empfängern und Diskussionen um die Gesprächsführung. Und dann … wieder vergessen.

Mögen die Auseinandersetzungen kurzweilig im Mittelpunkt stehen, werden keine Änderungen von statten gehen. Erinnere ich mich an die Schüsse auf das Jobcenter-Altona. Knapp vorbei am Gesicht einer Mitarbeiterin. Folge: Betrieb ging weiter. Keine Schließung, keine Berichtserstattung und keine Betreuung der betroffenen Mitarbeiterin. Als wäre nichts geschehen. Verbale Drohungen sind Dauergäste. Hinweise an die betroffenen Stellen der team.arbeit.hamburg oder Agentur für Arbeit verlaufen oftmals im Sand. Hausverbot – oftmals Fehlanzeige. Wer droht, muss nicht angreifen. Hunde die bellen, beißen nicht.

Da hilft auch keine Alarmtaste am Computer. Computer schaltet sich auf stumm während eines Gespräches. Strg.-Alt-Enft.-Taste muss zunächst gedrückt werden, das Passwort eingegeben und zack ist das Messer im Rücken. Wachdienst ist vorhanden – jedoch nicht auf den Gängen vor den Büros. Diese begrüßen lieber die Kunden am Empfang. Von Selbstverteidigung oder Deeskalierenden Seminaren habe ich noch nie gehört oder gelesen.

Sicher, in der Kommunikation zwischen Sachbearbeitung und Kunde im Jobcenter ist großer Nachholbedarf – aber auch in der Sicherheit für die Mitarbeiter. Wie vermisse ich den Notknopf unter dem Tisch – wie früher zu Zeiten des Sozialamtes. Das wäre vielleicht mal eine Maßnahme.

Und so werde ich weiter in das Jobcenter gehen und hoffen, dass kein Kunde „ausflippt“, das ich nett bin und gleichzeitig fordere und nicht den Frust eines hoffnungslosen Arbeitslosen körperlich spüre. Und die Drohungen – ja, die werde ich versuchen zu verdrängen.



Kategorien:Jobcenter

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13 replies

  1. Deutschland liegt nicht am Arsch der Welt! Deutschland ist der Arsch der Welt!
    Deutsche Politiker, deutsche Beamte, deutsche Polizisten und deutsche Richter gehören nicht zur Spezies Homo sapiens. Sie gehören auch nicht zur Spezies Homo erectus! *zensiert*

  2. Auch bei mir haben dielInken verschissen, nachdem ich erfahren habe, was dort im Landkreis Rotenburg/Wümme in Bezug auf Immobilienabzocke an Hartz-IV-Opfern in Zusammenarbeit von Landkreis, Diakonie, Herbergsverein und den Linken abgelaufen ist. Auch ich wähle jetzt aus Protest NPD!

  3. 1. Abschnitt: #zensiert# – aufgrund Volksverhetzung

    Und was die Linken betrifft: Die sind doch sowieso nicht mehr wählbar! Das zeigt sich doch in Rotenburg/Wümme. Dort treten die Linken nach außen angeblich gegen Hartz IV ein, doch anderseits kooperieren mehrere Vorstandsmitglieder mit dem Landkreis sowie mit Kirche und Diakonie, indem sie versuchen, Hartz-IV-Opfern um ihre Häuser zu bringen, sie dahingehend zu übertölpeln, diese zu einem Schleuderpreis an Kirche, Diakonie und Herbergsverein zu verkaufen. Die stecken dort mit einem gewissen Michael Elsner vom Herbergsverein zusammen. Dieser Elsner versucht laufend so billig an Immobilien zu kommen. Und das Schlimmste: diese koruppten Linken Vorstandsmitglieder schrecken dabei noch nicht mal davor zurück, dies sogar bei ihren eigenen Parteimitgliedern zu versuchen.
    Also: die Linke werde ich nie wieder wählen, nachdem ich davon erfahren habe. Ich wähle jetzt aus Protest NPD.

    • Guten Tag Herr Heidemann

      Ihren ersten Abschnitt habe ich entfernt, aufgrund Volksverhetzung und den geplanten Anzeigen der Bundesagentur für Arbeit aufgrund von Äußerungen, wie Sie sie geschrieben haben. Auch zu Ihrem eigenen Schutz.

      LG Bloggerin

  4. Hartmut Slomski hat doch völlig Recht! Gegen Hartz IV hilft wirklich nur Gewalt! Vorher ändert sich doch nichts.

    • Auch hier distanziere ich mich deutlich von jeglicher Art Gewalt und deren Aufruf. Und veröffentliche nach Artikel 5 des Grundgesetzes.
      Bloggerin

    • A-Sozial(e)politik der Grünen
      Die Grünen wollen im Fall einer Regierungsbeteiligung im Bund die Entwicklungshilfe ausdehnen, dafür aber bei der Erhöhung der Hartz-IV-Sätze sparen.Die Bundesspitze der Partei Bündnis 90 / Die Grünen verweigert, die Einreichung einer Normenkontrollklage zur verfassungsrechtlichen Überprüfung der Hartz IV Regelsätze. Durch eine Normenkontrollklage könnte eine direkte Überprüfung der Hartz IV Regelleistungen beim Bundesverfassungsgericht unternommen werden.
      Eine Erhöhung der Hartz-IV-Sätze auf 420 Euro, vom grünen Parteitag 2007 beschlossen, wird dagegen zurückgestellt. Im Falle einer Beteiligung an einer Bundesregierung den Hartz IV-Eckregelsatz von 374 auf 391 Euro nur leicht anheben.
      Von 2007-2012 sind die Lebensunterhaltungskosten um ein vielfaches gestiegen und die Grünen erdreisten sich so einen faschistoiden Beschluss,zu fassen.
      Fazit, die SPD und die Grünen halten
      nach wie vor an Sanktionen und niedrigen
      Regelsätzen, also dem Hartz 4 System fest.Die Linke sollte Ihren Kurs, sich
      diesen Hartz 4 Parteien anzubiedern
      ändern, wenn sie nicht weiterhin an Glaubwürdigkeit verlieren will.
      Dazu: http://www.jungewelt.de/2012/10-25/033.php

    • Wann soll das mit den Schüssen denn gewesen sein?

      Wenn ich mir den „Hochsicherheitstrakt“ Troplowitzstrasse anschaue,
      als Ersatz für das geradezu idyllische Amt am Grindel, dann kann ich das nicht so Recht glauben.

      Und ich finde schon, das es Sinn macht zu fragen, welche Praktiken der JC manchen Zeitgenossen
      zu derartigen Amokläufen treiben: Stichwort Strukturelle Gewalt.

      Was selbige natürlich keinesfallls rechtfertigt, im Sinne eines Ergebnisorientierten Ansatzes
      vieleicht Diskussionswürdig wäre.

      • Das Thema war einen Tag öffentlich. Aus dem Internet wurde es nun entfernt und somit totgeschwiegen. Solche Themen sind insbesondere in Hamburg nicht gerne gesehen, weder von Seiten der Zentralen (team.arbeit.hamburg / Agentur für Arbeit) noch von der Bundesagentur für Arbeit. Die zum Teil angewandten Praktiken (insbesondere die Kommunikation mit den Arbeitslosen) haben durchaus eine Diskussionsgrundlage und sollten thematisiert werden. Aber auch hier: kein gern gesehenes Thema. Weder von Seiten der Zentralen noch von Seiten der Arbeitsvermittler. Das hätte eine Selbstreflexion zur Folge …
        Freundliche Grüße
        Bloggerin

  5. Was kann ein Miarbeiter für die vorgegebenen Gesetze. Geh arbeiten Herr S. dann hast Du mit Hartz IV nix zu tun. Regen mich solche Menschen wie Du tierisch auf. Die Schuld der eigenen Faulheit immer auf andere schieben!!!!

  6. Gegen HartzIV hilft nur Gewalt! Dieser Drecksstaat braucht noch viel mehr Blutvergießen! Durch HartzIV wird Recht zu Unrecht und Unrecht zu Recht. Doch wenn Recht zu Unrecht und Unrecht zu Recht wird, dann wird Widerstand zur Pflicht!

    • Aufgrund der Meinungsfreiheit nach GG §5 werde ich den Kommentar veröffentlichen. Jedoch distanziere ich mich von der persönlichen Meinung des Herrn Slomski. Gewalt ist für mich kein Mittel.

      • Solche Äußerungen wie die des Herrn Slomski finde ich unmöglich. Ich hoffe für Ihn, dass er so etwas nie persönlich erfahren muss.
        Solch einen Kommentar könnte man durchaus auch schon als Aufruf zu einer Straftat betrachten, was einen Eingriff in die Meinungsfreiheit durchaus rechtfertigt. Im Übrigen ist fraglich, ob die Grundrechte in diesem Fall überhaupt Anwendung finden, da es sich hier um Ihren privaten Blog handelt. Solchen Meinungen sollte man kein öffentliches Forum bieten.

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