Bundesagentur für Arbeit sperrt Google-Suche für Mitarbeiter

Bundesagentur für Arbeit Bild: privat

Bundesagentur für Arbeit Bild: privat

 

Nürnberg: Wie mir zugetragen wurde, hat die Bundesagentur für Arbeit den Zugriff auf Google so stark eingeschränkt, dass Sucherergebnisse nicht mehr erscheinen. Die Mitarbeiter der Agenturen sowie der Jobcenter haben demnach nur noch die Möglichkeit auf „gut Glück“ zu klicken. Somit entsteht ein Lotteriespiel, ob dann das gewünschte Ergebnis angezeigt wird. Ein Versuch die Kontaktdaten einer Einrichtung zu erhalten, ergab das Ergebnis der Anzeige eines Unternehmens mit einem ähnlichen Namen. Der Klick auf „Google-Suche“ ist ausgeschaltet. Eine vorherige Ankündigung für die Mitarbeiter gab es weder schriftlich noch mündlich. Und somit auch keine Alternativen. Mitarbeiter testen nun die unterschiedlichsten Suchmaschinen.

Angst vor dem privaten Surfen?

Was bezweckt die Bundesagentur für Arbeit damit? Hat sie Angst vor dem privaten Surfen der Mitarbeiter? Hat das private Surfen Überhand genommen?

Spekulativ kann dieses behauptet werden. Tatsache ist jedoch, dass Mitarbeiter der Arbeitsvermittlung, des Arbeitgeberservice und Sonstige innerhalb ihrer Tätigkeit auf Informationen angewiesen sind. Seien es aktuelle Informationen über Unternehmen, um zum Beispiel die korrekte Adresse für Bewerber zu erhalten. Seien es Informationen über soziale Träger, um Kunden fachgerechte Hilfe anbieten zu können. Seien es aktuelle Gerichtsurteile. Die Liste lässt sich beliebig fortsetzen. Fakt ist, dass mehrheitlich Informationen über das Netz gesucht werden. Fakt ist nun auch, dass Nürnberg hier ein Riegel vorschiebt.

Was sagt die Bundesagentur für Arbeit dazu? Meine schriftliche Anfrage ergab folgendes:

Seitens der Bundesagentur für Arbeit wurden keinerlei Einschränkungen vorgenommen. 

Auf Nachfrage bei unserem IT-Bereich wird für die Einschränkung der Google-Suchfunktion folgendes mitgeteilt: 

Google hat das Scripting auf der Seite [Google.de] so verändert, dass diese nur noch in der Zone „Vertrauenswürdige Internetseite“ möglich ist. Aktuell wird [Google.de] in der Zone [Internet] ausgeführt, eine Aufnahme in die Zone der „Vertrauenswürdige Internetseiten“ ist aus sicherheitstechnischen Gründen aktuell nicht möglich.“ 

Als Lösung wird angeboten:

Die Google Suche „oben rechts“ im Browserfenster oder einen alternativen Suchmaschinendienst (z.B. Bing) benutzen.“

In unseren internen Arbeitsmittel gibt es noch weitere Alternativen zu Google.de:

Und hier folgte eine Übersicht über diverse Suchmaschinen.

Das heißt, auch nach Testen vielfacher Seiten und Suche konnten keine Seiten mit Google geöffnet werden. Sind diese als „nicht vertrauenswürdig“ durch die Bundesagentur für Arbeit einzustufen? Oder ist Google schuld? Oder die IT-Abteilung der Bundesagentur für Arbeit?



Kategorien:Arbeitsmarktpolitik

Schlagwörter: , , , ,

7 replies

  1. Was arbeiten denn für Eumel bei der Agentur? Dann gibt man einfach google.de/search?q=suchbegriff in den Browser ein und schon zeigt Google das Ergebnis an. Google.de an sich ist doch nicht gesperrt. Man, man, man…die besten der besten, Sir! LOL

  2. Ganz klar: Die IT Abteilung hat versagt…

    „Die Google Suche “oben rechts” im Browserfenster oder einen alternativen Suchmaschinendienst (z.B. Bing) benutzen.“ Besser wäre wohl DuckDuckGo und/oder ixquick…

Trackbacks

  1. Nachtwächter-Blah » Bei der Bundesagentur für Körper und Elendsarb…
%d Bloggern gefällt das: